16. Juni: Reichenbach und Chemnitz

17.06.09 | Peder |

blog_0616

Fotos: Evelin Frerk

Morgens Regen. In Reichenbach begrüßten uns einige Örtliche mit Begeisterung. Die diesjährige Landesgartenschau wurde für kurze Zeit durch unsere Haltestellen-Blume bereichert. Einige waren im Vorfeld not amused, aber wo ein frommes Kirchlein bimmelt, dürfen wir unseren Nichtglauben ja wohl auch mal kundtun.

In Chemnitz stand der Bus zentral, wieder war ein christlicher Singekreis aufgezogen und es gab – anders als in Bayern – hitzige Diskussionen. Dass Ostdeutschland atheistisch geimpft sei, ist ein Vorurteil: Deutlich war zu bemerken, dass die Evangelikalen hier in den letzten Jahren heftige Missionsarbeit geleistet haben.

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  • 1. Der Epikuräer  |  23.06.09 at 21:50

    Genau eure Erfahrung habe ich auch gemacht: in Ostdeutschland wird das Thema sehr viel verbissener gesehen als in Bayern (ich komme aus München, habe dann länger in Sachsen gelebt)

    Ich denke, die Katholiken sind den Umgang mit Kritikern einfach gewöhnt, immerhin müssen sie seit der Reformation, seit 500 Jahren beständig zurückrudern. Ein Atheistenbus vorm Kloster Schäftlarn ist da nichts außergeöhnliches.

    In Ostdeutschland hat die Kirche 40 Jahre an der Seite des Volkes gestanden, wurde von der Regierung an den Rand gedrängt. Sie hat schließlich auch die Wende mitgetragen. Wer da kritisiert, wird schnell in die “kommunistische” Ecke gestellt. Von einer wirklichen Christianisierung sehe ich aber wenig; der Gott, an den da geglaubt wird, ist nicht sehr christlich, eher eine Art Wohlfühl-Schutzengel. Und wer lässt sich den schon ausreden?

  • 2. Bärli  |  25.06.09 at 22:39

    Hoffe, daß Sie nichts von einer Christianisierung sehen. Das ist nämlich in der Geschichte der Christenheit mehr als verhängnisvoll gewesen. Nur, wenn Menschen aus Überzeugung den Weg mit Jesus gehen, dann ist das echt und von ganzem Herzen. Alles ziehen und drängen - nein danke! Ich war leider noch nicht in Chemnitz, höre da aber Erfreuliches.

  • 3. Thomas Höllrich  |  30.06.09 at 12:53

    Liebe Frau und lieber Herr Dr. Frerk,
    die Ankunft des Busses in Reichenbach hat für viel Wirbel gesorgt und das ist auch gut so, da gezeigt wurde, dass Atheismus eine humanistische Weltanschauung ist, die zumindest gleichberechtigt neben anderen steht, solange diese auch von Toleranz und Humanismus stehen, manche Christen meinen nicht nur die politische, sondern auch die weltanschauliche Meinungsführerschaft übernehmen zu wollen, was aber gerade gegen eine liberale weltoffene demokratische Gesellschaft spricht, wenn man bedenkt, dass die Mehrheitsgesellschaft in Reichenbach Atheisten sind.
    Liebe Grüße
    Thomas
    P.S. Die Missionierung wird sicher versucht und das die Kirche zu DDR-Zeiten an der Seite des Volkes gestanden hat halte ich als geborener DDR-Bürger für ein westdeutsches Gerücht. Zumindest stand ein Großteil des Volkes der DDR nicht an der Seite der Kirche.

  • 4. Cinderella01  |  30.06.09 at 14:25

    @ Thomas Höllrich
    Ja genau, und deshalb haben sie auch bis heute nichts zustande gebracht, sondern leben von dem Geld, das in christlichen, überwiegend katholischen Bundesländern (Bayern, Baden-Württemberg, NRW, Hessen) erarbeitet, versteuert und in den Osten gelenkt wird.
    Wie weit wären die Ostländer ohne diese Gelder der Gläubigen heute? Mit Sicherheit von Polen überholt.

  • 5. Evil Ernie  |  30.06.09 at 14:32

    PLEASE DON`T FEED
    CINDER-TROLLA!!!

    =;)

  • 6. AdmiralT  |  30.06.09 at 14:34

    @ Chindi01

    Bei deinem unangebrachten, weltfindlichen, dummen…. Kommentaren, da wünsche ich mir echt den Yogi Nils zurück. Mit dem konnte man sich noch mehr und konstruktiver Unterhalten als mit dir.

  • 7. Cinderella01  |  30.06.09 at 15:16

    @ AdmiralT:
    Ich will mich hier gar nicht unterhalten, sondern amüsieren. Es ist einfach lustig, wie Neo-, Alt-Linke und frustrierte Alt68er, die die Schuld immer bei den anderen suchen, hier immer sofort ausrasten, sobald ihnen mal jemand die unangenehme Wahrheit ins Gesicht sagt…

  • 8. Evil Ernie  |  1.07.09 at 13:31

    na,
    CINDER-TROLLA,
    erkennst DU dich wieder?
    ———————————————————
    “Ziel eines Trolls ist es, Diskussionen auszulösen, nur um zu diskutieren, Menschen mit anderer Meinung zu diskreditieren oder eine Diskussion zu sabotieren, indem er eine unangenehme Atmosphäre schafft. Dabei muss der Troll nicht wirklich am Thema interessiert sein, sondern möchte Reaktionen provozieren, beispielsweise wütende Antworten,…”
    ———————————————————

    und jetzt geh bitte wieder beten und übe dich ein wenig in christlicher nächstenliebe und toleranz.

    oder denkst du wirklich, mit deiner gehässigen art kommst du in den himmel?

    (nein, ich erwarte keine antwort, das war eine rethorische frage)

    danke.

    =;)

  • 9. Bärli  |  3.07.09 at 23:35

    @ 4 Cinderella: Jetzt aber mal langsam. In Chemnitz (früher Karl-Marx-Stadt) habe sich mehr Christen an der Aktion beteiligt als in vielen westdeutschen Städten. Sie sind echt erfinderisch. Auch Pro-Christ kam aus dieser Stadt. Und schon in DDR-Zeiten wurde hier Gottes Wort gepredigt - wenn auch unter schwierigen Umständen. Das es dort noch nicht so funktioniert mit der Wirtschaft hat sicher ganz viele Ursachen. Vor allem damit, daß sich sowohl Ossis wie auch Wessis lieber persönlich bereichert haben als wirklich für das Wohl der Menschen zu wirken.
    “Eure Rede sei allezeit lieblich und mit Salz gewürzt” - nicht scharf und versalzen.

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