Nach der Kampagne: neue Ideen

18.06.09 | Peder |

Die Buskampagne hat viel aufgerührt und Menschen über Gräben und Grenzen hinweg zusammen gebracht. Sie ist nicht Startpunkt einer Bewegung, sondern Ausdruck einer bestehenden gesellschaftlichen Kraft, die ihrer selbst nun noch etwas bewusster geworden ist. Hier ist Platz für eure Ideen, was sich aus diesem Impuls in Zukunft noch machen lassen könnte.

Bitte auch hier einigermaßen beim Thema bleiben, sonst > Ablage P. Danke!

417 Kommentare

  • 1. Soli  |  18.06.09 at 11:18

    Wird Zeit, dass Atheisten ihre Interessen politisch vertreten. Bzw. erst einmal sollten wir unsere Rechte einfordern.
    Vorschlag: Eine E-PETITION (s. https://epetitionen.bundestag.de/ ).
    Mögliche Themen:
    - Wer Religionen eine Werbefläche bietet, muss auch uns werben lassen.
    - Arbeitgeber geht die Konfession des Arbeitnehmers nichts an.
    - Kirche darf als Arbeitgeber Konfessionslose bei der Arbeitsplatzvergabe nicht diskriminieren, wenn der Staat irgendwie bei der Finanzierung der Arbeitsplätze mit dabei ist. (Wie durchsetzbar?)
    - Aufheben blödsinniger veralteter Staats-/Landeszahlungsgewohnheiten an die Kirche.
    - Religionsvertreter aus der Schule! Religionen zeitlich begrenzt abhandelbar im Fach Ethik. Und das Thema Atheismus gehört gleichberechtigt in dem Zusammenhang mit in den Lehrplan. :-)
    - Theologie höchstens als untergeordneter Bereich, streng wissenschaftlich betrachtet, im Fach Philosophie an der Uni, kein Missbrauch der staatlich finanzierten Hochschulen zwecks “Ausbildung” von kirchlichen, hauptsächlich bibelbasiert und von der Existenz eines Gottes überzeugten Faselnden.
    Und so weiter und so fort…

  • 2. Manu  |  18.06.09 at 19:17

    Meine Idee:
    Lasst diese Kampagne, geplante und zukünftige Kampagnen ruhen!

  • 3. Luecke  |  18.06.09 at 19:57

    Mir fallen nur Vorschläge zur Thematik ein. Ich finde es sollte mal mehr Wert darauf gelegt werden die alternative (humanistische) Ethik im Gegansatz zur “Glaubensethik” (was keine Ethik ist) stärker zu betonen und zeigen das Glauben keine Ethik besitzt und das Ethik keinen Ursprung im Glauben hat.
    Viele Menschen sind ja leider noch immer im Irrtum und glauben, dass Glaube = Gut sein bedeutet. Dieser absurde Irrtum, sollte find ich mal aus den Köpfen.

  • 4. Ralf  |  18.06.09 at 20:02

    Meine Idee:

    schafft endlich dieses verdammte Christentum ab, dann brauchen wir keine neuen Ideen

    so jetzt ernsthaft:
    Wenn wir hier in diesem Thread auch nur zu einem einzigen vernüftigen Gedanken kommen wollen, dann müssen sämtliche Beiträge von Chirstentrollen ignoriert und kommentarlos gelöscht werden.
    Die haben schon alle anderen Threads kaputt gemacht. Dann müssen wir nicht auch noch zulassen, dass die hier die Planung von neuen Aktivitäten torpedieren.

  • 5. Ralf  |  18.06.09 at 20:07

    Die Thematik der Kirchenfinanzierung und der Finanzierung von kirchlichen Kindergärten / Krankenhäusern muss mehr in die Öffentlichkeit, damit endlich dieses Argument “aber die Kirche tut doch so viel Gutes” aus den Köpfen der Menschen verschwindet. Hier ist vermutlich ein intensiver Kontakt zum TV und Zeitungen der beste Weg.

  • 6. Barbara  |  18.06.09 at 20:30

    @Ralf: Ich bin ganz Deiner Meinung. Diese Tatsachen öffentlich zu dokumentieren ist unbedingt notwendig und wohl auch nur über die Medien, hauptsächlich TV, möglich. Leider haben viele Menschen wie z.B. @Manu, obwohl des Schreibens mächtig, immer noch nicht verstanden, worum es eigentlich geht und mit der absolut tollen Buskampagne ging: Säkularität, Trennung von Staat und Kirche, Abschaffung der Indoktrination von Schutzbefohlenen (z. B. Verbot von Säuglingstaufen, steht auch nicht so in der Bibel, deshalb ginge das vielleicht auch in die Köpfe von den ganz blinden Bibeltreuen)etc. . Diese Sorte von Menschen, da ist es mir fast peinlich, zu dieser Rasse zu gehören. Und diese Trolle sollten uns nicht daran hindern, weiter daran zu arbeiten, um die uns zustehende Anerkennung in allen Bereichen zu erhalten. Nochmals auch Danke an das Team des Buses und für den herrlichen Nachmittag in Ffm. Nach Stollbergs Inferno bin ich noch geläuterter als vorher.

  • 7. Luecke  |  18.06.09 at 20:58

    @Ralf
    Find ich gut, aber es muss auch mal mehr im Vordergrund, was wir so zu bieten haben. Ich war ja auch beim Bus und dann kam sowas wie: “Na und, dann ist das halt so, aber wo bleibt denn die Nächstenliebe und das würde ja nur zur Kommerzialisierung führen” und Ähnliches.
    Das ist das Problem. Man muss auch zeigen was man selbst zu bieten hat, anstatt nur aufzuzeigen, was Religionen NICHT zu bieten haben bzw. für Fehler haben.

  • 8. kolibri  |  18.06.09 at 21:13

    Atheismus hat ja an sich auch nicht so viel zu bieten… aber man muss die Leute anscheinend aufwecken, dass all die tollen Sachen (wie Nächstenliebe, usw.) nicht an irgendwelche Religionen gebunden sind.

  • 9. Dawkinist  |  18.06.09 at 21:54

    Raus mit von der Kirche produzierten Radio- und Fernsehsendungen aus dem öff.-rechtl. Rundfunk. Sollen die doch ihre eigenen Sender aufmachen!

  • 10. Dawkinist  |  18.06.09 at 22:00

    öffentlich rechtlicher Rundfunk wird öffentlich finanziert und kontrolliert, das ist keine Zensur

  • 11. Evil Ernie  |  18.06.09 at 22:01

    ich finde die zwei vorschläge gut.
    sicher bringt es viel, alternativen aufzuzeigen.

    aber ich denke auch, dass man über den geldbeutel die leute sehr gut erreichen kann.

    je mehr publik wird wie die leute belogen, betrogen und ausgenommen werden, desto eher werden sie die position der kirchlichen institutionen überdenken. sie können und werden dann sicher auch weiterhin -glauben-, aber evtl. eher bereit sein z.b. aus der kirche auszutreten….

    =:)

  • 12. Ralf  |  18.06.09 at 22:04

    Wenn nur die Christen im öffentl. rechtl. Fernsehn ihre Weltanschauung verbreiten dürfen, alle anderen aber nicht, dann ist das sehr wohl eine Art der Zensur.
    Entweder dürfen alle Weltanschauungen ihr “Wort zum Sonntag” senden oder keine.

  • 13. Cinderella01  |  18.06.09 at 22:06

    5 zum Thema?

    das heißt doch “Neue Ideen”. Ja wo sind denn die neuen Ideen? Das ist doch alles schon mal dagewesen, wo bleibt der kreative Schub? Alles in Bayern im Biergarten verloren? Ja, ja das Klosterbier…
    Was gab’s denn, Paulaner?, Franziskaner?, Augustiner?, Andechser? :-)

  • 14. Ralf  |  18.06.09 at 22:09

    Du willst eine neue Idee?

    Die Atheisten könnten ja mal die Christen auf dem Scheiterhaufen verbrennen. Das wäre mal was neues. Bisher gab es das ja immer nur umgekehrt

  • 15. Dawkinist  |  18.06.09 at 22:11

    autsch

  • 16. Cinderella01  |  18.06.09 at 22:16

    @15 Dawkinist

    Ja wo lebst Du denn: Gibts doch schon: z.B. K-TV, Bibel-TV, EWN-TV, alles privat und aus Spendengeldern finanziert.

    Da kann ich auf die Stunde Kirchen-TV im ÖR gut verzichten.

    Hast Du keine Fernbedienung, mit der Du umschalten kannst, wenn ein Gottesdienst übertragen wird?

    Warum sollen sich die TV-Zuseher ausgerechnet nach deinen Programm-Wünschen richten?
    Atheisten=Egoisten?
    Sieht ganz so aus!
    Humanismus eben und Toleranz! :-)

  • 17. Cinderella01  |  18.06.09 at 22:21

    @ Evil Ernie
    Von wem werden denn die Leute belogen und betrogen?
    CDU, SPD, Linkspartei, FDP, Grüne?
    VW, Mercedes, BMW, Opel, Audi?
    Persil, Ariel, Coral, Spee?
    McDonalds, Burger King, Pizza Hut?
    RTL, SAT1, Pro7?
    Manche werden sogar von ihren Ehefrauen/-Männern betrogen.
    Manche von Heiratsschwindlern…
    Die Welt ist ja soooooo schlecht.

  • 18. Cinderella01  |  18.06.09 at 22:24

    @23 Ralf
    Du widersprichst Dir selbst. Selbst Scheiterhaufen sind von gestern. Ich habe noch keinen gesehen.

    Das Thema heißt “Neue Ideen”.

  • 19. Dawkinist  |  18.06.09 at 22:27

    Abgesehen davon, daß es mich nervt - es gibt soetwas wie einen Bildungsauftrag. Die journalistische Qualität z.B. im Deutschlandfunk ist normalerweise außerordentlich hoch. Kommt aber die Quoten-Kirchensendung - sinkt das intellektuelle Niveau ganz eklatant. Wie kommt das? Die Kirche übt hier Einfluß aus, wo er inhaltlich so gar nicht hingehört.

  • 20. Fridolin  |  18.06.09 at 22:28

    Ich glaube nicht, daß man mit dem Argument ‘Der Staat soll sich das Geld sparen’ weiterkommt.

    Es wird sehr viele Menschen geben, die sagen ‘Lieber Geld für Pfarrer als z.B. für Internetzensur’.

    Ich bin - auch wenn man es mir nicht glaubt - Atheist. Ich fühle mich aber persönlich nicht verfolgt und unterdrückt - und ich glaube auch nicht daß es mir ohne Kirchen automatisch besser gehen würde.

    Aus meiner Sicht besteht das wirklich große Problem im schlechten Image, das dem Atheismus angeheftet wurde.

    Warum genügt es nicht, zu fordern da´Religion zur privaten Freizeitgestaltung erklärt wird.
    Fussball ist auch private Freizeitgestaltung - und kommt auch im öffentlichen TV. Warum dauernd die lächerlichen Forderungen, daß Kirche unbedingt komplett zu vernichten wäre?

    Alkohol ist auch ungesund. Ich habe nichts gegen Menschen, die brav ihr Feierabendbier geniessen. Ich habe etwas Besoffene, die Auto fahren und Menschen in Gefahr bringen.

    Ich habe nichts gegen Raucher, die sich in Ihren eigenen vier Wänden zuqualmen. Ich habe etwas gegen Raucher, die mir den Rauch im öffentlichen Raum ins Gesicht blasen.

    Die Forderungen vieler Atheisten sind einfach zu platt, unüberlegt und übertrieben um von gebildeten Menschen ernst genommen zu werden.

    Wenn die kleine Zahl der Radikal-Atheisten sich nun laut und poltrig in der Öffentlichkeit bemerkbar machen, werden sich die viel Zahlreicheren moderaten Atheisten nicht zeigen um nicht mit dem ‘ungezogenen Pack’ in einen Topf geworfen zu werden.

    @ Dawkinist

    Es gibt genug christliche Sender - schon mal bibel.tv und ERF bemerkt? Stärkt so etwas nicht die fundamentalistischen Kräfte?

    Mit welcher Begründung dürfen Sportereignisse im öffentlichen Fernsehen übertragen werden? Das interessiert auch nicht jeden Gebührenzahler.

    @ alle

    Mein Wunsch wäre eine Kampagne oder ein Auftritt im Sinne von ‘friendly atheist’ (www.friendlyatheist.com) :

    What exactly is a “friendly atheist”?

    A friendly atheist is someone who:

    Believes everyone should do what makes them happy, provided they are not stopping anyone else from doing the same.

    Does not think someone is inferior for believing in God, but can engage in polite conversation about that decision.

    Shows kindness, volunteers, and helps others.

    Does not go around denigrating other religions unnecessarily, because he/she knows that to get respect, one must give it.

    Can talk to a religious person without invoking an argument.

    Questions his/her own beliefs as much as others’ beliefs.

    Invites positive dialogue from religious people.

    Mir ist aber klar, daß ich hier mit so einer Meinung ganz alleine darstehe - Hier sind die harten Prügelknaben die sich viel lieber von einem einzelnen verirrten Troll provozieren lassen….

  • 21. kolibri  |  18.06.09 at 22:36

    @ Fridolin
    Im Großen und Ganzen kann ich dir schon zustimmen. Auch wenn mich der Titel “friendly atheist” stört… es hört sich nämlich dann so an, als wären normale Atheisten bösartig oder so ^^

  • 22. gute Idee  |  18.06.09 at 22:36

    Von den Atheisten in anderen Laendern kann man sich bestimmt was abschauen. Vielleicht auch Netzwerke dorthin knuepfen und Ideen mit anderen Gruppen austauschen. Sicher kann man da auch erfahren, was hat funktioniert? Was nicht? Warum? etc.

    Was machen denn die Atheisten in den anderen europaeischen Staaten nach der Buskampagne?

    Vor ein paar Wochen habe ich diesen Artikel in der New York Times gelesen:

    http://www.nytimes.com/2009/04/27/us/27atheist.html?_r=1

  • 23. Dawkinist  |  18.06.09 at 22:38

    Der Unterschied zur Sportsendung besteht darin, das die Kirche diese Sendungen produziert, das sind Pfarrer und keine Journalisten.

  • 24. Theresafan  |  18.06.09 at 22:40

    Scheiterhaufen für Christen! Alle Achtung, Ralf, Du läufst ja zur Höchstform auf! Wer kann das noch toppen? Ich glaube Ralf ist Undercover und will die Atheisten schädigen. Ihr solltet ihn rausschmeißen, bevor er Eurer Sache noch mehr schadet.

  • 25. Dawkinist  |  18.06.09 at 22:45

    http://www.dradio.de/wir/gremien/

    Da sind die Mitglieder des DLF-Hörfunkrates aufgelistet. Für ethische und moralische Fragen ist offenbar nur die Kirche zuständig.

  • 26. Tina  |  18.06.09 at 22:49

    mich würde mal interessieren, woran du das festmachst, dawkinist

  • 27. Fridolin  |  18.06.09 at 22:54

    @ Theresafan

    Sippenhaft für Atheisten greift nicht. Jeder spricht für sich und wir brauchen jetzt nicht anfangen verbale Ausrutscher gegeneinander aufzurechnen.

    @ kolibri

    Sind Dir hier nicht viele ‘unfriendly Atheists’ aufgefallen?
    Die Kust von erfolgreicher Personalführung im Geschäftsleben ist die Trennung von Form und Inhalt. Freundlich und Annehmend im Tonfall - konsequent und kompromisslos in der Sache.

    @ alle

    Ich sehe das Problem, daß die Atheisten hierzulande nur mir negativen Forderungen ‘Wir sind gegen….’ in Erscheinung treten.

    Es braucht positive ‘Wir sind für…’ Forderungen. (Und dabei meine ich natürlich nicht ‘Wir sind für Verbot/Abschaffung/Vernichtung von…’ )

    Wenn Forderungen geäußert werden, sollten diese wohl überlegt und realistisch umsetzbar sein. Auf das Niveau von REP oder NPD Parolen sollten sich gebildete Atheisten nicht herablassen.

  • 28. Luecke  |  18.06.09 at 22:55

    @Cinderella01
    http://de.wikipedia.org/wiki/Strohmann-Argument
    Sowas wirkt vielleicht irgendwo, aber hier ned.

  • 29. Theresafan  |  18.06.09 at 22:58

    Mein Vorschlag: Gründet eine Partei, stellt Euch zur Wahl und Ihr werdet Bekanntschaft mit der Realität machen. Oder: Tretet einer Partei bei und macht solide Parteiarbeit in Eurem Sinne. Auch dann werdet Ihr Bekanntschaft mit der Realität machen - ganz vielleicht, wenn Ihr sehr gute Argumente habt und diplomatisch seid, könnt Ihr auch etwas bewegen. Aber die Mehrheiten werden dafür sorgen, dass sich das in gesunden Grenzen hält. :-)))

  • 30. Bärli  |  18.06.09 at 22:58

    @ 30 Fridolin: obwohl ich nicht Atheistin bin und darum auch mit vielem, was sie schreiben nicht übereinstimme, bin ich doch froh, daß hier jemand zivilisiert schreibt.
    @ 21 Ralf: es gibt vielleicht keine offizielle atheistische Sendung (oder doch?), aber viele Sendungen (von z.B. Gottesdiensten am Sonntag u.ä. abgesehen) sind doch ihren Aussagen nach eher atheistisch oder zumindest kirchenkritisch eingestellt. Das kann z.B. auch in Filmen kommen usw.
    @ 29 Dawkinist: Können Sie das wirklich beweisen? Jeder Apparat hat einen Knopf zum Ausschalten. Müssen nicht etwa Menschen, die sich nicht für Fußball interessieren, sich geradezu unendlich damit “zusenden” lassen, vor allem wenn irgendeine Meisterschaft stattfindet. Um nicht mißverstanden zu werden: Begeisterung für irgend eine Sportart hat nichts mit einem Glauben oder Nichtglauben zu tun.
    @ 23 Ralf Das könnte als Aufruf zu einer Straftat verstanden werden.

  • 31. Schaf  |  18.06.09 at 23:00

    Ich stimme Fridolin in vielen Punkten zu.
    Mir sind manche Stimmen hier zu stur “dagegen”.

    Peter Sloterdijk schreibt etwas sehr treffendes in seinem neuen Buch: “Chronisches Zweifeln ist die wirksamste Übung, um das Bezweifelte am Leben zu erhalten.”

    Man muss den Menschen ein Angebot machen: Seht her, so können wir/kann ich sehr gut leben.

    Jemanden der wirklich gläubig ist, kann man nicht und sollte man nicht von seiner Meinung abbringen. Das führt auf das Gleis der Streitigkeiten, die wir hier im Forum par exellence erlebt haben.

    Es gibt nur einen Weg etwas zu verändern: ein eigenes Angebot machen. Ein Angebot das auf eigenen Füssen steht, keines das sich als reiner Kontrapunkt versteht.

    Was ich für sinnvoll halte:

    Gründung humanistischer Einrichtungen: Kinderhorte, Schulen, Altenwohngemeinschaften…

    Orte die funktionieren und Leben ausstrahlen. Orte an denen das gelebt wird, was hier viele für richtig halten: die Liebe zum Menschen. Alles ohne übernatürliche Befehlsebene!

    Alles andere kommt dann von selbst.

  • 32. kolibri  |  18.06.09 at 23:01

    @ Fridolin
    Es gibt immer solche und solche… und das auch Atheisten hier nicht immer geglänzt haben ist mir auch klar. Aber mit dem Namen “friendly atheist” behauptest du indirekt, dass Atheisten generell unfreundlich sind, aber die Gruppe”friendly atheist” eine Ausnahme darstellt.

    Genau hier - denke ich - liegt ein großer Fehler. Atheismus ist nicht schlecht und bedarf somit keiner Aufwertung durch Adjektiva. Man muss das Image des Atheismus heben und nicht nur eine “nette” Fraktion schaffen.

    Atheisten sind für einen säkularen Staat. Positive Aussage ;)

  • 33. Fridolin  |  18.06.09 at 23:01

    @ Dawkinist

    Dann müssen es die Atheisten halt gebacken krigen, Kandidaten für eine Teilnahme in einem Ethikrat zu benennen.

    Die Kirchen haben es geschafft, eine Organisation aufzubauen und können daher viele Menschen vertreten.

    Es ist das Prinzip der Demokratie - eine Einzelstimme geht unter. Nur wenn viele Stimmen gebündelt werden hat eine Meinung Gewicht.

    Wenn Konfessionslose sich nicht in eine Organisation einordnen lassen wollen, wird es auch nie einen Sprecher für diese Gruppe geben. Die Meinung eines einzelnen Bürgers it für einen Ethikrat irrelevant.

  • 34. Ralf  |  18.06.09 at 23:01

    @39.Theresafan

    “Aber die Mehrheiten werden dafür sorgen, dass sich das in gesunden Grenzen hält.”

    Das ist mal sicher, dass die christliche Mehrheit schon dafür sorgen wird, dass sich hier keine unliebsamen Gedanken verbreiten.
    Übung dafür solltet Ihr hier im Forum ja nun genug gesammelt haben.

  • 35. Dawkinist  |  18.06.09 at 23:06

    @ Fridolin Du hast natürlich recht. Aber es zeigt sich eben doch, dass Atheisten nicht als “gesellschaftlich relevante Gruppe” wahrgenommen werden. Viele Leute glauben an Horoskope, die würden auch nicht im Deutschlandfunk tägliche Sendungen bekommen.

  • 36. Theresafan  |  18.06.09 at 23:08

    @44. Ralf
    JA, genau :-)))

  • 37. Ralf  |  18.06.09 at 23:11

    @40.Bärli

    “@ 21 Ralf: es gibt vielleicht keine offizielle atheistische Sendung (oder doch?), aber viele Sendungen (von z.B. Gottesdiensten am Sonntag u.ä. abgesehen) sind doch ihren Aussagen nach eher atheistisch oder zumindest kirchenkritisch eingestellt. Das kann z.B. auch in Filmen kommen usw.”

    Das ist richtig. Aber nur die Christen haben eine Sendung, die ausschließlich der christlichen Propaganda dient und die einen regelmäßigen Sendeplatz besitzt.

    “@ 23 Ralf Das könnte als Aufruf zu einer Straftat verstanden werden.”

    Ich denken, diese Äußerung war so überzogen, dass Sie als ziemlich morbider Humor erkennbar ist. Obwohl ich natürlich keine Bedenken habe, dass sich hier genug Christen finden, die das gerne wirklich als Aufhänger für eine Anzeige verwenden würden.

  • 38. Fridolin  |  18.06.09 at 23:17

    @ kolibri

    Es soll ja keine offizielle Trennung von ‘friendly’ und ‘unfriendly’ geben.

    Momentan wird aber das öffentliche Bild stark von den ‘unfriendly’ geprägt, was dazu führt daß Kirchen das Feindbild der asozialen Spinner wunderbar pflegen können.

    Warum hätte man nicht auf den Bus schreiben können ‘Für viele Menschen gibt es keinen Gott’. Hätte das den Punkt nicht viel klarer dargestellt? Da hätte man sich die Diskussion um Wahrscheinlichkeiten sparen können.

    Der verwendete Spruch war eine Provokation - als Antwort auf die von Atheisten empfundene Provokation durch Religiöse.

    ‘Ich trete Dir ins Schiebein, damit Du siehst, daß das weh tut.’ Im Kindergartenalter macht man das so.

    Als Erwachsener braucht man sich nicht wundern, wenn man damit nicht wirklich ernst genommen wird.

    Stell dir vor, einige Promis mit hohem Sympathiewert würden sich als ‘nicht gottgläubig’ zu erkennen geben. Das hätte Wirkung. Solange man mit Atheisten aber Leute ohne Anstand und Benehmen assoziiert, ist nicht davon auszugehen daß ein Promi freiwillig gesellschaftlichen Suizid begeht.

  • 39. Ralf  |  18.06.09 at 23:20

    @Fridolin

    Die ganze Kampagne kann doch nur etwas bewirken, wenn sie auch ein entsprechendes Medienecho bekommt.
    Was willst Du denn da mit irgendwelchen weichgespülten Wischi-Waschi-Sprüchen

  • 40. Bärli  |  18.06.09 at 23:20

    Fridolin: ähnlich wollte ich gerade hier fragen. Also, wenn ich jemanden mit Fragen nerve: nicht aufregen. So war ich schon als klitzekleines Kind - hat meine Mutter gesagt. z.B.”Warum hat der Wolf die Großmutter nicht gekaut?”
    Nein, diese Frage stelle ich hier nicht mehr. Aber so: es gibt Menschen, die glauben an Gott. Und es gibt Menschen, die glauben nicht an Gott oder besser: sie glauben nicht, daß es (probably) einen Gott gibt.
    Warum aber wirft die zweite Gruppe der ersten alle Dinge vor, die irgendwann in der Christenheit passiert sind? Ist das nicht müßig? Was kann man darauf antworten? Wie löst das irgend ein Problem heute? Und macht es mich z.b. zu einem besseren Menschen, wenn ich nachweisen kann, daß mein Nachbar ein schlimmer Typ ist?
    Und ist es glaubhaft, wenn ich der anderen Gruppe nur das Schlechte vorwerfe, aber grundsätzlich alles Gute, was durch sie geschehen ist, heftig abstreite?
    Fridolin hat es ja schon gesagt: überlegen, wie man selbst das Gute tun kann und was.
    Ansonsten bleibt es wie bei diesen Talkshows, wo man sich selbst lobt und den andern möglichst fertig macht. Für mich immer zum Ausschalten.
    @ 33 Dawkinist. Und Journalisten sind bessere Menschen? Könnten da nicht auch Christen sein? Ist es denn nicht im Grunde ehrlicher, eine Sendung wird genau als das bezeichnet was es ist? Wenn da Gottesdienst steht oder sonst eine religiöse Sendung, dann kann ich doch ausschalten. Basta! Wenn aber unterschwellig Meinungen rübergebracht werden, dann ist das unfair. Wenn es Ihnen Spaß macht, dann addieren Sie mal alle Sendungen mit offensichtlich irgendwie religiösem Inhalt zeitmäßig zusammen und vergleichen das prozentual mit der Gesamtsendezeit. Ne, ich mache das nicht. War vielleicht auch nur ein dummer Vorschlag.
    Gute Nacht an alle!

  • 41. Fridolin  |  18.06.09 at 23:23

    @ Ralf

    Es wird doch immer darauf hingewiesen, daß ‘nicht-Briefmarkensammeln’ kein Hobby ist.

    Was verstehst Du unter einer ‘Atheistischen Sendung’ ?? Atkives Kirchen-Bashing?

    Oder ist jede Sendung, die nicht von Kirche und Gott handelt Atheistisch?

    Es war doch gerade in Panorama ein ziemlich kritischer Beitrag über die Finanzen der Kirche?

    Wenn es viele Christen gibt, warum darf es nicht Sendungen für diese Zielgruppe geben. Das ist doch nicht unbedingt missionarisch - oder?

    Muss ich mir einen Fussball kaufen, wenn im Fernsehen ein Bundesligaspiel übertragen wird?

    Guck bitte mal ins heutige Fernsehprogramm - welche Sendungen findest Du, die Du als ‘zu religiös’ empfindest?

    Ich zappe hier gerade rum - ich finde momentan keine massive religiöse Propaganda - ausser vielleicht bibel.tv - aber die dürfen das auch gerne.

  • 42. Fridolin  |  18.06.09 at 23:39

    @ Ralf

    für mich zählt die Relation von positiven zu negativen Berichten in der Presse.

    Die meisten Berichte sind negativ - es gibt auch ein paar positive. Ich meine insgesamt überwiegen die negativen Darstellungen.

    Mir hätten wenige positive Berichte ohne viele negative Darstellungen auch genügt.

    Als Schüler oder Student hat man nichts zu verlieren. Später im Leben überlegt man schon, ob man es sich antun will seinen Ruf zu beschädigen - und man wird sich nicht unbedingt mit Menschen in Verbindung bringen wollen die in der Öffentlichkeit primär negativ auffallen.

    Ein Drittel der Befölkerung ist konfessionslos - der Bus hätte doch in den Menschenmassen untergehen müssen.

    Es ist doch echt so, daß es für einen Menschen der z.B. Vorstand einer AG ist erheblichen Mut erfordert, sich in so einem Bus sehen zu lassen. Nennt mich Feigling - ich habe Abstand gehalten.

    Mir hätte eine Aussage im Sinne ‘Wir brauchen keinen Gott’ viel besser gefallen - mit so einer Aussage kann ich mich voll und ganz identifizieren.

    Warum muss man den Atheisten die Schwelle für ein Outing absichtlich extra hoch setzen?? Nur für die Publicity um auch in Bibel.TV zerlegt zu werden??

  • 43. Evil Ernie  |  18.06.09 at 23:45

    @ 27. Cinderella01:

    “Von wem werden denn die Leute belogen und betrogen?
    CDU, SPD, Linkspartei, FDP, Grüne?…….”

    aber mit am schlimmsten und am längsten noch immer von den kirchlichen institutionen, weil die bescheissen dich auch noch um dein leben und letztlich sogar um den tod…

    trotzdem du hast ja mit oben genannten auch vollkommen recht. nur, wenn du über diese “betrüger” diskutieren willst, solltest du in ein anderes forum.
    vermutlich ist es dir noch nicht aufgefallen, aber irgendwie bist du hier total falsch…

    tschüß.

    =:)

  • 44. Cinderella01  |  18.06.09 at 23:54

    @Evil Ernie,

    mich hat die Kirche noch nicht betrogen. Welchen Sinn sollte das auch machen?

    In welcher Weise könnte sie mich z.B. betrügen und belügen?

    Woher kommt Euer Verfolgungswahn?

    Ich habe einige Atheisten im Bekanntenkreis. Aber ich hatte noch nie den Eindruck, dass die sich von mir verfolgt und diskriminiert fühlen.
    Wovor fürchtet ihr Euch?

  • 45. Fridolin  |  19.06.09 at 00:08

    Was man aus der Kampagne lernen kann:

    Die meisten Konfessionslosen in Deutschland empfinden einfach keine akute Bedrohung und sehen einfach keinen Handlungsbedarf.

    Es gibt Millionen Menschen die nicht an Gott glauben, und trotzdem freiwillig Kirchensteuer zahlen weil sie den Verein trotzdem irgendwie sympathisch und unterstützenswert halten.

    Diese Menschen sehen die Kirche nicht als Wurzel allen Übels sondern als Traditions- und Kulturverein.

    Die Strategie der Provokation von Gläubigen scheint nur sehr schwach wirksam zu sein, um konfessionslose Menschen zu irgend etwas zu mobilisieren.

    Ein Verzicht auf gezielte Provokation bedeutet für mich noch lange nicht ‘wischi waschi’ - im Gegenteil - es kommt viel klarer zum Punkt.

    Meine Aussage ist ‘Ich brauche keinen Gott’ und nicht ‘Du bildest Dir Deinen Gott blos ein’ (das denke ich zwar - aber meine Höflichkeit verbietet mir, diese persönliche Weisheit anderen ungefragt ins Gesicht zu werfen).

    Was ist denn Eurer Meinung nach der schlimmste konkrete Misstand, den die Atheisten zuerst in Angriff nehmen sollten?

  • 46. Jack Ryan  |  19.06.09 at 00:39

    * Zentralrat der Atheisten und Freidenker gründen
    * Beitragsfreie Mitgliedschaften in Vereinen wie BfG etc. (Beitragspflichtig = Kirchensteuercharakter) finanziert auf freiwilliger Spendenbasis
    * Ausbau der Vernetzung im Internet und damit noch bessere Organisierung
    * Synchronisierung und Vertrieb (auch Online - YouTube etc.) von englischsprachigen Aufklärungsdokumentationen (Bsp.: R. Dawkins’ “Root Of All Evil”)

  • 47. Dragon  |  19.06.09 at 07:47

    @Cinderella01

    “Atheisten=Egoisten?
    Sieht ganz so aus!
    Humanismus eben und Toleranz! :-D

    Cindy, du übersiehst, dass es unter den Atheisten, die hier schreiben oder auch nicht, unterschiedliche Meinungen gibt (ist unter Christen und Co. ja auch nicht anders). Du solltest da nicht alle über einen Kamm scheren. Mich hast du ja bisher, bewusst oder nicht, einfach übergangen ;-)

    Wenn in meiner Stadt ein Bus mit der Aufschrift “Es gibt Gott” auftauchen würde, dann würde das bei mir höchstens ein leichtes Stirnrunzeln auslösen, mehr aber auch nicht. Ehrlich gesagt verstehe ich die ganze Aufregung über den Atheistenbus nicht so ganz.

  • 48. Ralf  |  19.06.09 at 08:01

    @55.Fridolin

    “Die meisten Konfessionslosen in Deutschland empfinden einfach keine akute Bedrohung und sehen einfach keinen Handlungsbedarf.”

    Und genau das ist das Problem, das wir hier in Deutschland habe. Die Leute werden schön eingelullt und verblöden durch das Fernsehprogramm immer mehr. Wir haben in breiten Teilen eine Spaß- und Konsumgesellschaft die nur ja nicht irgendwo anecken wioll. Das Ergebnis ist eine schöne geistig träge Masse, die gar nicht auf die Idee kommt über ihren eigenen Tellerrand hinauszuschauen, ob es da evtl. gesellschaftliche Entwicklungen gibt, bei denen man rechtszeitig entgegensteuern muss.

    “Die Kirche ist ja eigentlich ganz harmlos, gegen die muss man nicht aktiv werden.” Dass sich im Fahrwasser der Kirche dann unbemerkt z.B. der Kreatonismus immer weiter ausbreitet interessiert diese Leute nicht - bis es irgendwann zu spät ist.

    http://www.goethe.de/ges/phi/thm/deb/de4495579.htm

  • 49. dontpanic  |  19.06.09 at 08:40

    @41Schaf, 42Kolibri, 55Fridolin
    Schlimmster Misstand ist, dass sich der Staat aus der Wohlfahrt rauszieht und dies “Vereinen” mit guter Organisationsgrundlage und mobilisierbarer Mitgliederschaft ermöglicht, sich breit zu machen - bei uns erkennbar die Kirchen. Muss man als Gegenreaktion rein atheistische Fässer aufmachen? Neugründungen sind sehr aufwändig - warum nicht lieber mehr Einsatz in neutrale Organisationen investieren oder sich politisch engagieren?
    (Ohne Gewähr) Deutschland hat keine Staatsreligion, ist aber nicht ausdrücklich säkular. Die großen Kirchen gelten als Körperschaften und Zusammenarbeit mit dem Staat ist sogar erwünscht. Auch die Zeugen Jehovas bemühen sich um Anerkennung als Körperschaft und könnten bei Erlangen dann stattlich geförderte Sozialeinrichtungen und Schulen gründen. Selbstorganisierte Schulen wie Waldorf können ja auch schon nach Elternwillen errichtet werden. Aber möchte man das? Lieber friedliche Koexistenz in einem starken Staat, oder macht jede Glaubensrichtung ihre eigene Lebenswelt auf?

  • 50. Amazone  |  19.06.09 at 09:31

    @dontpanic:
    In Österreich sind die Zeugen Jehovas bereits eine anerkannte Religionsgemeinschaft mit allen damit zusammenhängenden Privilegien.
    Sollten die es auch in Ethik-Kommissionen schaffen, wird vielleicht noch die Zulässigkeit von Bluttransfusionen in Frage gestellt. :-(
    Die Unterscheidung zwischen anerkannten und nicht anerkannten Religionsgemeinschaften ist völlig willkürlich und gehört abgeschafft. Wo ist der Unterschied, ob jemand Scientologe, Katholik oder Hindu ist? Dieser ganze Glaubensbereich gehört vom Staat völlig getrennt und mit privaten Mitteln finanziert.

    Das mit der Wohlfahrt stimmt so nicht ganz: Denn der Staat fördert die kirchlichen Wohlfahrtseinrichtungen großzügig, die das wiederum als “eigene” Leistung vermarkten. Eigentlich sollten ausschließlich nicht-klerikale Wohlfahrtseinrichtungen staatlich subventioniert werden. Die Kirche kann ja dann mit dem Geld ihrer Vereinsmitglieder “Gutes tun”, wenn nach den exorbitanten Ausgaben für Verwaltung, Personal und Marketing noch etwas übrig sein sollte. ;-)

  • 51. Tina  |  19.06.09 at 09:32

    @ 56:
    * Synchronisierung und Vertrieb (auch Online - YouTube etc.) von englischsprachigen Aufklärungsdokumentationen (Bsp.: R. Dawkins’ “Root Of All Evil”)

    Mir wäre es lieber, wenn es in deutsch wäre. Schliesslich sind wir hier in Deutschland und nicht jeder kann englisch.

  • 52. Ralf  |  19.06.09 at 09:43

    @61.Tina

    Deshalb steht da ja auch “Synchronisierung”, also die Übersetzung von fremsprachigen Tondokumenten ins Deutsche.

  • 53. dontpanic  |  19.06.09 at 10:09

    @60Amazone
    Klar, arbeitet die Kirche mit öffentlichen Geldern, aber sie haben auch hauptamtliche Leute, die was in Gang bringen und mit Knowhow, wie man an diese Gelder rankommt. Während sich die Dorf-AWo noch fragt, wie sie mit ihren 200 € und 70-jährigen Mitgliedern etwas auf die Beine stellt, hat der Diakon von der Kirchengemeinde schon Jugendfreizeiten und Erntedankfeste parat, an denen alle gern teilnehmen.
    Was nun tun? Sich politisch dafür einsetzen, dass diese Körperschaften aufhören und alle Kirchen sich durch ihre Mitglieder finanzieren. Aber welche Partei hat sowas im Wahlprogramm?

  • 54. Ralf  |  19.06.09 at 10:25

    @dontpanic

    Was für ein Wunder, bei den finanziellen Möglichkeiten, die die Kirche hat. Aber das kann doch nicht als Begründung dienen, die fetten Bäuche der Kirchenoberen weiter bis in alle Ewigkeit zu füttern.
    Jede Veränderung ist zu Anfang schwer. Aber Veränderung ist auch die Voraussetzung für das Fortbestehen der Gesellschaft.

  • 55. peter  |  19.06.09 at 10:39

    Wie wäre es mit einer deutschen Version von “Religulous”? Mit Jürgen Becker in der Rolle von Bill Maher! ;)

  • 56. Evoluzzer  |  19.06.09 at 10:58

    Das Ziel muss ganz klar sein, im Gespräch zu bleiben, sonst wird man schnell vergessen. So eine Busaktion war eine gute Gelegenheit, ins Gespräch zu kommen, aber jetzt etwa der Reihe nach ähnliche Aktionen zu machen, würde sich schnell abnutzen.

    In England und den USA ist Dawkins sehr prominent in den Medien vertreten. Er tingelt durch die Welt und hält Vorträge. Er ermahnt Wissenschaftler, klare Position zu beziehen und dem Kreationismus deutlich entgegenzutreten. So hält er das Thema im Gespräch und findet Anhänger.

    Ich hatte schon mal vorgeschlagen, ihn auch nach Deutschland einzuladen. Ich denke, Der Spiegel würde berichten, wenn das Thema des Vortrags oder der Diskussion ein bisschen Bezug auf Deutschland nähme. Er war ja auch schon bei Kerner im Fernsehen, wo er alleine gegen zwei Kirchenvertreter, Heiner Geißler, den Moderator und den Übersetzer zu kämpfen hatte. Aber damals kannte ihn kaum einer. Jetzt ist er durch sein Gotteswahn-Buch ziemlich bekannt, dürfte also eine Menge Publikum anziehen.

    Wir bräuchten aber letztlich einen deutschen Dawkins, der mal öfters in den Medien auftaucht, der sich zu Wort meldet, wenn mal wieder eine Ethik-Kommission über ein Gesetz bestimmt, die nur aus Kirchenvertretern besteht. Vielleicht fühlt sich ja jemand von den Kampagnenleuten berufen (hallo Carsten!), oder ein Schmidt-Salomon oder ein prominenter Wissenschaftler/Wissenschaftsjournalist (Harald Lesch, hören Sie mich?) oder Philosoph.

    Und Prominente sollten sich outen, wenn sie Atheisten sind. Ohne solche Sympathieträger und Vorreiter verliert jede Bewegung schnell ihre Beachtung.

    Noch eine Idee: es wurde vorgeschlagen, eine Partei zu gründen (war Ironie, ich weiß); eine Atheistenpartei wäre natürlich völlig sinnlos, es gibt nur ein gemeinsames Thema, und so eine Partei würde wie andere Ein-Themen-Parteien bei maximal 0,x % landen (vielleicht meldet man trotzdem mal eine zur kommenden Bundestagswahl an, einfach um mal wieder in der Presse zu sein!).

    Aber wenn einige Abgeordnete der großen Bundestagsparteien das Thema mal aufgreifen würden, dann wäre wirklich etwas gewonnen. Auf die Parteien mit dem C setze ich da keine großen Hoffnungen, eher auf die Grünen und die SPD, vielleicht auch die FDP. Solange die Parteien allerdings denken, Atheisten seien nur eine kleine Minderheit und man versaut es sich mit den christlichen Wählern, werden die sich vornehm zurückhalten. Daher ist es so wichtig, Präsenz zu zeigen, und dass sich möglichst viele Leute zum Atheismus bekennen.

    Fridolin stimme ich hier mal zu in dem Sinne, dass die Forderungen dabei nicht zu unrealistisch und negativ sein dürfen. Abschaffen der Kirchensteuer oder der Säuglingstaufe, vergesst es… Es wäre zuerst mal der Kreationismus an der Schule zu bekämpfen und der Ethikunterricht bundesweit zum Pflichtfach zu machen, sowie Ethik-Kommissionen (auch im Fernsehen) adäquat zu bestücken. Das ist machbar, positiv darstellbar, und findet Mehrheiten.

  • 57. Klaus  |  19.06.09 at 11:09

    Versucht doch mal Religionswissenschaftliche Erkenntnisse ein bisschen mehr unter die Leute zu bringen. Sie müssten wohl aufgepeppt und übersichtlich gemacht werden, aber das ist besser als hohler Populismus!!

  • 58. Andreas  |  19.06.09 at 11:33

    Danke für diese Aktion in Deutschland! Ihr seid Helden. Es wird höchste Zeit für einen echten (!!!), säkularen Staat.

    RELIGION IST PRIVATSACHE!

  • 59. Pater Nack  |  19.06.09 at 11:45

    Macht doch mal ‘ne Mohammed-Karikatur, dann ziehe ich meinen Hut! Immer nur auf den Christen rumhacken traut sich doch jeder. Dahin gehen, wo’s wehtut!

  • 60. Freies Internet  |  19.06.09 at 11:47

    Richtig, Pater Nack! Ganz meine Meinung!

  • 61. kolibri  |  19.06.09 at 11:49

    @ Peter Nack
    Nenne mir doch bitte konkrete Beispiele wo/wann auf Christen rumgehackt wurde im Zuge dieser Kampagne.

  • 62. Pater Nack  |  19.06.09 at 11:50

    Route für nächstes Jahr: Wien - Budapest - Istanbul - Ankara - Izmir - Kairo - Mekka … Viel Spaß!

  • 63. fridolin  |  19.06.09 at 13:38

    @ 59 Ralf

    Tut mir leid, aber ich sehe mich aktuell absolut nicht bedroht, eingelullt oder sonst wie massiv von der Kirche belästigt.

    Es gibt Punkte, in denen ich die Kirchen kritisiere - aber für mich besteht einfach aktuell kein akutes Problem

    Meiner Meinung nach macht man sich lächerlich, wenn man ‘Feuer’ schreit obwohl gar nichts brennt.

    Es besteht meinetwegen potentielle Brandgefahr - aber wenn man darauf hinweisen will schreit man nicht ‘Feuer’.

    Wenn man zu oft ‘Feuer’ schreit obwohl nichts brennt, wird der Schrei im Ernstfall nicht mehr ernstgenommen.

    Es braucht meiner Meinung nach eine ruhige, sachliche und koordinierte Planung von Brandschutzmassnahmen.

    Es wäre doch durchaus eine berechtigte Forderung daß der Staat nicht weiter Inkassobüro für bestimmte Religionsgemeinschaften spielen soll. Wer einen Verein unterstützen will, soll das tun - aber das Finanzamt hat damit nichts zu tun.

    Damit bräuchte sich der Staat auch nicht mehr darum zu kümmern, wer jetzt Mitglied in welchem Verein ist.

    Wenn man eine solche Forderung vorbringt, sollte man sich auch die Mühe machen eine Argumentation zu liefern, weshalb der Vorschlag für alle vorteilhaft ist.

    Nur wenn man einen mehrheitsfähigen Vorschlag zustandebringen kann, hat man eine Chance überhaupt etwas zu bewirken.

    @ 64 dontpanic

    Von den aktuellen Parteien im wählbaren Bereich scheint mir die FDP am ehesten die richtige Zielsetzung zu verfolgen.

    Ich habe aber nicht wirklich vor den staatlich finanzierten Kirchen Angst.

    Sorge bereiten mir die fundamentalistischen Gruppen die sich mühelos selbst finanzieren - der schicke weisse Verfolger-Mercedes-Bus war nicht staatlich oder durch Kirchensteuer finanziert. Da gibt es potente Einzelspender, die mal soeben 50k€ für eine gute Sache zur Verfügung stellen. In den USA sieht man ja daß die privat finanzierten Religionsgemeinschaften absolut kein Geldproblem haben.

    Eine Gemeinschaft, die auf Geld vom Staat angewiesen ist wird sich viel eher an die Regeln des Staats halten als eine unabhängige Organisation.

    Es ist doch nicht der Staat, der uns hier durch massiven Geldeinsatz radikale fundamentalisten heranzüchtet.

    Mir geht es überhaupt nicht darum, Religionen aktiv zu bekämpfen - es geht darum sich in einem möglichst breiten Konsens auf klare Limits zu einigen. So viel Religionsfreiheit wie möglich - so wenig Einschränkungen wie nötig.

  • 64. fridolin  |  19.06.09 at 13:46

    @ 84 Lotuz

    hast Du einen konkreten Vorschlag für eine Aktion oder Massnahme?

    Ich finde die Liste von 57 Jack Ryan interessant. Was hältst Du von den Vorschlägen?

  • 65. Ralf  |  19.06.09 at 13:51

    @83.Fridolin

    “Es besteht meinetwegen potentielle Brandgefahr ”

    Bei dieser Formulierung sind wir durchaus dacore.
    Ich sehe aber ein Problem dahingehend, dass alleine schon diese Brandgefahr viel zu wenigen Leuten bewusst ist und daher auch keiner richtig aufpasst.
    Wenn wir warten, dass aus dieser Brandgefahr ein akutes Feuer geworden ist, ist zu spät um noch etwas zu retten.
    Also müssen wir die Leute bereits JETZT aufwecken.
    Aber bereits dieser Versuch wird hier doch von den Christen ständig torpediert. Was meinst Du wie dei erst reagieren, wenn wir wirklich versuchen, die Leute aufzuwecken.
    In einem sind wir uns doch wohl im klaren. Die ganzen Christen, die hier so “nett” schreiben, dss sind nicht die üblichen harmlosen Kuschelchristen um die wir uns eigentlich keine größeren Gedanken machen müssen. Die hier schreiben, dass sind die Christen, die die potenziellen Brandherde langsam aber ausdauernd mit ausreichend Nährstoff versorgen und die es gar nicht abwarten könne, dass daraus ein Brand wird.

  • 66. Lotuz  |  19.06.09 at 14:03

    Einen Zentralrat der Atheisten und Freidenker zu gründen würde Atheisten und vielen Religionskritischen Menschen die in diesem Land von Religiösen Führern verbal verfolgt werden eine Stimme geben.
    Das ist definitiv das Ziel das wir verfolgen müssen. Leicht umzusetzen ist das nicht und die Giordano Bruno Stiftung ist in diese Richtung schon mal ein Anfang. dies muss definitiv ausgebaut und unterstützt werden.
    Dazu dienlich ist an die Öffentlichkeit zu treten.
    Diese Bustour war der erste Schritt.

    Die Vernetzung von Atheisten im Internet ist dienlich zur Organisation für diese Öffentlichkeitsarbeit. Man sollte eine Hauptseite (z. B. ein Forum) die sich diese Ziele auf die Fahnen schreibt erschaffen. Ich bin mir nicht sicher ob es eine solche Seite schon gibt, allerdings habe ich keine solche gefunden und das zeugt schon davon, dass das ziel einer solchen Seite noch nicht erreicht wurde. Diese Seite müsste Professionell moderiert werden und sich mit Seiten ähnlicher Zielsetzung vernetzen und kommunizieren (In- und Ausland).
    Auf solch einer Seite könnte man Dokumentationen Online stellen, Menschen interviewen (ob Passant oder eine in der Öffentlichkeit stehenden Person wie Dawkins).

    Wir brauchen Organisation. Ich bin bereit mich aktiv einzubringen.
    Denn wenn ich ehrlich bin, ich halte diese Arroganz der Religionen nicht mehr aus!

  • 67. fridolin  |  19.06.09 at 14:04

    Ralf,

    Ja, man muss jetzt auf die Gefahren hinweisen.

    Durch Übertreibung erreicht man aber meiner Meinung nach genau das Gegenteil.

    Man sollte mit der Darstellung der Gefahr nicht übertreiben - das führt dazu daß man als ‘irrer Prophet’ überhaupt nicht ernstgenommen wird.

    Man muss die Gefahr mit konkret nachweisbaren Beispielen belegen. Man muss auch mögliche Lösungsansätze anbieten.

    Ich behaupte, die Buskampagne ist mehr ‘Öl ins Feuer’ der Fundamentalisten als ‘Regenwasser auf die trockene Steppe’ gegen die Feuergefahr.

  • 68. Ralf  |  19.06.09 at 14:22

    @88.Fridolin

    “Ich behaupte, die Buskampagne ist mehr ‘Öl ins Feuer’ der Fundamentalisten als ‘Regenwasser auf die trockene Steppe’ gegen die Feuergefahr.”

    Den Eindruck kann man bei den Reaktionen der Christen hier im Forum durchaus gewinnen.
    Wieso eigentlich? In England, USA, Italien, Spanien etc. fährt der Bus und keinen Interessiert das wirklich. Hier fährt ein Bus und das Abendland geht unter.
    Da passt doch irgend etwas nicht. Italien und Spanien sind wesentlich katholischer als Deutschland. In den USA haben die radikalen Evangelikalen erheblichen Einfluß.
    Deutschaldn ist von diesen Länder eigentlich dass, bei dem man sagen würde, dass hier der geringste christliche Einfluß existiert. Und ausgerechnet hier gibt es den heftigsten Widerstand.

    Das alleine beweist doch, wie wichtig die Buskampagne war.

  • 69. Lotuz  |  19.06.09 at 14:26

    @ Ralf
    “In England, USA, Italien, Spanien etc. fährt der Bus und keinen Interessiert das wirklich.”

    Das stimmt nicht ganz. In diesen Ländern sind genau wie in diesem Land wenn nicht noch offensivere Reaktionen wahrzunehmen.

  • 70. Wolfgang  |  19.06.09 at 14:40

    Wir werden jeden Tag betrogen und belogen. Nur meist merkt man es nicht. Beim Einkaufen, die unterschiedlichsten Preise, Werbung, die nicht hält, was sie verspricht, im Kreditgeschäft haben wir es mit gerissenen Personen zu tun, im Internet wird abgesahnt, der Partner merkt nicht, daß er hintergangen wird, Gerichtsurteile und Entscheidungen im juristischen Bereich machen uns fassungslos. Dann zu guter Letzt wird ein gott verkündet, dessen Sohn unbefleckt auf die Welt kam, aus Wasser Wein machte und versprach, nach dem Tode wird alles besser.
    Tja, das ist eine christlich-kapitalistische Welt.
    Hilft nur eins: ab in die Natur, die betrügt wenigstens nicht.

  • 71. fridolin  |  19.06.09 at 14:45

    @ Ralf

    Die Kampagne wurde von vielen Menschen bemerkt - das ist schonmal gut.

    Weiterführende Aktionen sollten aber nicht auf Provokation der Gläubigen beruhen - das ist nur Öl.

    Atheisten müssen es schaffen, sich als vernünftig denkende und verantwortungsvolle Menschen zu präsentieren - dann gibt es auch mehr Zulauf.

    Sehr viel der Publicity wurde auf die Konfrontation von Bus und Gegenbus gelenkt. Die Botschaft ‘Es gibt Anlass für Streit in der Gesellschaft’ ist leider nicht schön.

    Ein bunter Bus als ‘Atheisten Spielmobil’ der einfach nur Lebensfreude rüberbringt und sich gar nicht auf einen Streit oder eine Diskussion einlässt wäre doch besser.

    Luftballons, Lollis und rote Clownnasen mit einem ‘A’ drauf als Giveaway ;)

    Mit Humor käme man vielleicht viel weiter.

    Wie wäre es mit einem Button zum selber ankreuzen:

    - Ich glaube an Gott
    - Ich glaube an Zeus
    - Ich glaube an Allah
    - Ich glaube an _____
    - Ich bin glücklich ohne Glauben

    Atheisten müssen ihr ‘Spielverderber-Image’ loswerden.

  • 72. Ralf  |  19.06.09 at 14:50

    @Fridolin

    Das geht dann aber so ein bißchen in den Hedonistischen Ansatz, wie er ja auch auf den Londonbussen zu lesen war (es gibt wahrscheinlich keinen Gott - sorge Dich nicht und geniesse das Leben (oder so ähnlich))
    Das wollten die gottl. 7 hier in Deutschland ja ganz bewusst nicht kopieren.

  • 73. fridolin  |  19.06.09 at 15:10

    @ Ralf

    Was meinst Du denn erreichen zu wollen?
    Wie meinst Du es zu erreichen ?

    Die Buskampagne wurde von vielen Menschen wahrgenommen - aber viele Fans gibt es nicht.

    Wenn man was erreichen will, muss man GANZ GANZ GANZ viele Leute auf einen Nenner bringen - so funktioniert Demokratie.

    So schützt sich die Demokratie selbst vor radikalen Kräften.

  • 74. Lotuz  |  19.06.09 at 15:18

    Zitat von Manu
    “Aber ich sehe hier in diesem Forum “Atheisten”, die sich über ihren Kurs auch nicht 100% einig sind.”

    Wir wollten das in diesem Thema gerade diskutiern, doch du funkst dazwischen ! Ich bitte nochmal darum zum Thema zurück zukommen und Manu zu ignorieren.

    Hier nochmal mein Beitrag….warum verlieren wir andauernd den Faden und lassen uns ablenken ?

    Einen Zentralrat der Atheisten und Freidenker zu gründen würde Atheisten und vielen Religionskritischen Menschen die in diesem Land von Religiösen Führern verbal verfolgt werden eine Stimme geben.
    Das ist definitiv das Ziel das wir verfolgen müssen. Leicht umzusetzen ist das nicht und die Giordano Bruno Stiftung ist in diese Richtung schon mal ein Anfang. dies muss definitiv ausgebaut und unterstützt werden.
    Dazu dienlich ist an die Öffentlichkeit zu treten.
    Diese Bustour war der erste Schritt.

    Die Vernetzung von Atheisten im Internet ist dienlich zur Organisation für diese Öffentlichkeitsarbeit. Man sollte eine Hauptseite (z. B. ein Forum) die sich diese Ziele auf die Fahnen schreibt erschaffen. Ich bin mir nicht sicher ob es eine solche Seite schon gibt, allerdings habe ich keine solche gefunden und das zeugt schon davon, dass das ziel einer solchen Seite noch nicht erreicht wurde. Diese Seite müsste Professionell moderiert werden und sich mit Seiten ähnlicher Zielsetzung vernetzen und kommunizieren (In- und Ausland).
    Auf solch einer Seite könnte man Dokumentationen Online stellen, Menschen interviewen (ob Passant oder eine in der Öffentlichkeit stehenden Person wie Dawkins).

    Wir brauchen Organisation. Ich bin bereit mich aktiv einzubringen.
    Denn wenn ich ehrlich bin, ich halte diese Arroganz der Religionen nicht mehr aus!

  • 75. Martin  |  19.06.09 at 15:28

    @alle
    kann man nicht anfangen, so etwas wie Ortsgruppen zu gründen mit regelmäßigen Treffen etc.??

    @Manu
    gib mir deine Adresse durch dann schicke ich dir einen Exorzisten, du bist vom Teufel besessen.

  • 76. Lotuz  |  19.06.09 at 15:30

    Das mit den Ortsgruppen ist sicherlich auch eine schöne Idee, soweit sind wir aber noch lange nicht.
    Nochmals, ignoriert Manu !

  • 77. Ralf  |  19.06.09 at 15:30

    @Lotuz

    Es gibt bei dieser geeinsamen Organisation ein kleines Problem:
    Außer der Tatsache, dass die Existenz von Gott verneint wird, hat der Atheismus kein verbindendes Element. Es gibt keine weiterführenden gesellschaftlichen Ziele.
    Christen haben es einfach. Sie singen ein paar schöne einfältige Lieder und lesen sich etwas aus ihrem Mächenbuch vor. Das erzeugt ein Gemeinschaftsgefühl. (genau so wie ein Pfarrer, der einen kleinen Meßdiener mibraucht - oh tschuldigung, das ging jetzt am Thema vorbei).

    So etwas fehlt bei den Atheisten. Außer der Einstellung zu Gott gibt es keine grundsätzlichenGemeinsamkeiten. Und das macht eine Vereinsgründung sehr schwierig.

    Wobei ich mich aber auch gerne aktiv einbringen würde, wenn sich genug Mitstreiter finden.
    So Samstags morgens in der Fußgängerzone einen kleinen Atheistischen Stand, direkt neben der Partei der bibeltreuen Christen. Das wäre doch bestimmt eine sehr unterhaltsame Sache.

  • 78. AdmiralT  |  19.06.09 at 15:34

    @Ralf

    Ein Verbindendes Element könnte díe Wissenschaft sein. Neuste Theorien, aktuelle Experimente, was kommt nach CERN als nächstes….usw.

  • 79. Lotuz  |  19.06.09 at 15:38

    @ Ralf
    “Es gibt keine weiterführenden gesellschaftlichen Ziele”

    Und was ist damit, dass wir für einen wahren sekularen staat stehen, dass wir Predigten wie von Mixa anprangern. Was ist mit Aufklährung ?
    Gegen Religionsunterricht zu sein, die unterdrückung der nichtgläubigen in dieser GEsellschaft ein Sprachrohr zu geben…es gibt tausend Gründe für eine solche Organisation.
    Natürlich muss man aufpassen nicht in eine Dogmatik zu verfallen !

  • 80. fridolin  |  19.06.09 at 15:42

    @ Ralf

    Ein Verbindendes Element können Verhaltensregeln für ein friedliches Miteinander sein.

    Ein Club, der sagt:

    Obwohl uns kein Gott dazu zwingt

    - stehlen wir nicht
    - morden wir nicht
    - üben wir Rücksicht und Toleranz
    - ……..

    Ich stimme zu, daß ein Club der sich nur mit Nicht-Briefmarkensammeln beschäftigt irgendwie witzlos ist.

    Die Kirchen behaupten ja, sie hätten die Moral erfunden. Also braucht es den Gegenbeweis für Moral ohne Kirche.

  • 81. Martin  |  19.06.09 at 15:45

    Vielleicht ist das Problem, dass das Thema Religion in unserem aufgeklärten Land eigentlich nur noch eine Randgruppe von unverbesserlichen christlichen Eiferen interessiert. Die Mehrheit ist de facto ohnehin ungläubig.

    Ein Informatonsdefizit besteht bei der Bevölkerung eher in Bezug auf die Verflechtung von Kirche und Staat und auf den ”Wirtschaftskoloss” Kirche. Dazu wären Stände in Fußgängerzonen nicht schlecht. Man könnte dort auch ganz gezielt aufklären, wie unkompliziert es ist aus der Kirche auszutreten.

  • 82. Ralf  |  19.06.09 at 15:50

    @AdmiralT

    Ja, im prinzip schon.
    Aber was machst Du mit Leute die aus einem ganz anderen Bereich kommen.
    Die sich vielleicht für Soziale oder künsterliche Themen interessieren.

    Bei der Religion kein Problem. Du musst nur bereit sein das logische Denken bei der Grundsätzlichen Frage nach Gott auszuschalten und statt dessen einfach zu glauben und dann kann sich absolut jeder mit diesem einen Thema identifizieren.

    Es fehlt beim Atheismus einfach dieses eine übergeordnte Thema, mit dem sich alle Leute unabhängig von ihrer sozialen Herkunft und ihrem Bildungsniveau beschäftigen können.
    Und deshalb sind die auch so schwer “unter einen Hut” zu bekommen.
    Hinzu kommt, dass ja noch nicht einmal alle Leute wirklich Atheisten sind. Was ist z.B. mit Agnostikern?

  • 83. Ralf  |  19.06.09 at 15:55

    @118.fridolin

    “Ein Verbindendes Element können Verhaltensregeln für ein friedliches Miteinander sein.”

    Ganz ehrlich:
    Über solche Verhaltensregeln diskutiere ich nicht - die sind einfach selbstverständlich. Über so etwas kann man im Kindergarten, in der Grundschule und natürlich mit seinen eigenen Kindern in diesem Alter diskutieren. Aber bei Erwachsenen, die über so grundlegende Regeln noch diskutieren müssen, weiss ich nicht so wirklich, was ich mit denen in einem Verein soll.

  • 84. Ralf  |  19.06.09 at 16:08

    @112. Martin + 113.Lotuz

    Die tatsächliche Entstehung von solchen Ortsgruppen sehe ich zwar auch noch in weiter ferne, aber es müsste vorab ein Forum geschaffen werden, wo sich ähnlich einer “Kontaktbörse” die Leute überhaupt erst einmal kenen lernen können.
    Ist doch sogar vorstellbar, dass es hier im Forum 2 Schreiber gibt, die nur wenige km von einander entfernt wohnen und sie wissen es einfach nicht.

    Ein solches (natürlich geschlossenes) Forum wäre da eine gute Möglichkeit, weil man dann nicht direkt einer Vereinigung beitreten müsste und sich da ganze erst einmal unverbindlich anschauen kann.

  • 85. fridolin  |  19.06.09 at 16:15

    @ Ralf

    Es wäre aber wohl schon schwierig einene Vereinssatzung zu finden, mit der wir beide uns wohl fühlen - oder ?

    Was sollte denn konkret in der Satzung Deines Vereins stehen?

    Dir reicht ein Leben ohne Gott nicht - Du fühlst Dich auch berufen gegen die Götter der anderen Mensche aktiv vorzugehen - oder ??

    Müssen alle Religionen bekämpft werden?

    Sind alle Agnostiker Weicheier ?

  • 86. Jack Ryan  |  19.06.09 at 16:20

    @Ralf

    Das finde ich eine gute Idee. Momentan sieht es so aus, als wären alle irgendwo vertreute “Einzelkämpfer”. Es ist ja nicht so, als gäbe es keine Organisationen (BfG, GBS etc.), aber es fehlt irgendwie die Gesamtorganisation. Die Vereine und Verbände unterstützen sich zwar gegenseitig, aber sie vermitteln noch immer eher eine Art von Verstreutheit.

    Als verbindende Elemente wären meines Erachtens Humanismus und Naturalismus vielleicht die ersten Grundlagen.

  • 87. Evil Ernie  |  19.06.09 at 16:24

    @ Jack:

    “* Zentralrat der Atheisten und Freidenker gründen”

    ist da nicht schon was in arbeit?
    wo hab ich nur mal was aufgeschnappt

  • 88. gute Idee  |  19.06.09 at 16:24

    @ Ralf

    ich finde deine Idee auch gut.

    wer weiss, vielleicht wohne ich ja in der Naehe von Manu und kann ihn mal “besuchen” kommen… ;-)

  • 89. AdmiralT  |  19.06.09 at 16:33

    @Ralf:”…die nur wenige km von einander entfernt wohnen und sie wissen es einfach nicht.”

    Na dann sagt doch grob wo ihr wohnt, das ihr euch findet. Ich wohne momentan im südlicherem Bereich von Sachsen-Anhalt, komme aber auch noch in meine heimat, Thüringer Wald.

  • 90. Martin  |  19.06.09 at 16:35

    Bin aus der Atheisten-Hochburg Stuttgart

  • 91. Ralf  |  19.06.09 at 16:36

    @129.fridolin

    “Es wäre aber wohl schon schwierig einene Vereinssatzung zu finden, mit der wir beide uns wohl fühlen - oder ?”

    Habe ich doch auch schon geschrieben. Es fehlen die Gemeinsamkeiten für einen Verein.
    Wir beide können da durchaus als Beispiele dienen, wie unterscheidlich die Ziele und Interessen sein können ;-)
    Nur der Atheismus reicht da einfach nicht.

    Von daher wird es wohl wie bisher bei einer Anzahl kleiner Vereine bleiben.

    Aber andererseits:
    Seht Euch doch mal die freien Wählergruppen an.
    Die verstehen sich nicht als Partei sondern als Bürgerbewegungen. Die können in den einzelnen Kommunen durchaus ganz andere Zielsetzungen haben - halt jeweils angepasst an die einzelnen Situationen vor Ort. Und die haben einen Bundesverband unter dem die dann gemeinsam auftreten ohne ihre Unabhängigkeit zu verlieren.
    So eine Struktur wäre vielleicht auf für kleine Atheisten-Ortsgruppen sinnvoll.
    Die einzelnen Ortsgruppen sind in ihrer Größe übersichtlich und alle Gruppenmitglieder kennen sich persönlich. So lassen sich dann auch am ehesten örtliche Aktionen durchführen.

  • 92. Ralf  |  19.06.09 at 16:38

    Ich vertrete hier (hoffentlich nicht alleine) den schönen (aber leider christlich konservativen) westlichen Westerwald (so an der Grenze zum Rheinland)

  • 93. Jack Ryan  |  19.06.09 at 16:41

    Bin aus dem gottfreien und mit Deuterium und Vernunft angereicherten Subraum der Stadt München.

    Live Long And Prosper :- )

  • 94. Ralf  |  19.06.09 at 17:02

    @129.fridolin

    “Dir reicht ein Leben ohne Gott nicht - Du fühlst Dich auch berufen gegen die Götter der anderen Mensche aktiv vorzugehen - oder ??”

    Wie kommst Du eigentlich auf die Idee?
    Ich habe es hier schon mehrfach gesagt: Der persönliche Glaube von anderen Menschen interessiert mich nicht - vorausgesetzt die lassen Ihren Glauben im privaten Bereich.
    In dem Augenblick, wo jemand aber anfängt zu missionieren oder sich seinen Glauben durch den Staat finanzieren lässt, ist es bei mir vorbei.
    Solche Leute müssen aktiv bekämpft werden (um Mißverständissen vorzubeugen: mit “Bekämpfen” ist natürlich keine Gewalt oder körerliche Aktionen gemeint.)

  • 95. Bärli  |  19.06.09 at 17:50

    Manu, ich kenne Sie nicht, finde aber Ihre Einträge manchmal recht unerträglich. Also
    Sie und Ralf zusammenzubringen - das gäbe bestimmt Mord und Totschlag. Überhaupt keine
    “gute Idee”.
    Pater Nack, na mit Sicherheit sind Sie kein Pater. Sorry, wenn ich mich irre.
    @ 67 Ralf: an welchen Schulen wird das gelehrt? Alles in allem muß man doch mal nachdenken, was man will. Wenn man freien Schulen, die zum Teil von den Eltern finanziert werden, zum Beispiel verbieten will, den Kreationismus als eine Möglichkeit der Theorien darzustellen, dann könnte das nach hinten losgehen. Wenn ich das so recht verstehe, wollen doch Atheisten auch freie Schulen usw. gründen. Für jede Schule braucht man eine Genehmigung des Staates und auch seine Unterstützung. Wollen Sie dann, daß man in einer Schule dann Dinge verbietet, die typisch atheistisch sind? Also, immer ruhig Blut.
    @ 79 +82 Ralf, Sie überraschen mich immer wieder. Also die Muslime bekennen: “Es gibt nur einen Gott und Muhammed ist sein Prophet.” Sie sagen, daß Sie mit dem Gott der Muslime keine Probleme haben. Aber ich dachte, es gibt (probably) überhaupt keinen Gott? Übrigens nenne Christen in den arabischen Ländern Gott auch Allah. Der Unterschied liegt ja in Jesus. Als Prophet wird er allerdings auch bei den Muslimen anerkannt und sehr hoch geachtet.
    Also die Frage: lehnen Atheisten nur den Gott ab, an den die Christen glauben oder wie?

  • 96. Bodo Walther  |  19.06.09 at 18:00

    Als ehemaliger Katholik widert mich die künstliche Inbrunst viele Mitglieder der Amtskirchen nur noch an. Ich habe die Furcht vor Ideologen und Demagogen endgültig überwunden.

  • 97. Jack Ryan  |  19.06.09 at 18:33

    @Bärli

    Kreationismus vertritt die Auffassung, die biblische Geschichte der Schöpfung sei wahr. Sie ist aber keinesfalls eine Theorie, sondern bestenfalls eine Hypothese. Allein Hypothesen sind an Schulen schon grundsätzlich mit Vorsicht zu genießen. Man sollte den Schülern die Möglichkeit bieten, darüber alles zu erfahren, sie aber nicht als Theorie oder schlimmer noch, als Fakt lehren. Die Schöpfung sollte als das gelten, was es ist, ein Mythos, eine Sage, eine Mär und hat daher nichts im Lehrstoff zu suchen.

  • 98. Martin  |  19.06.09 at 18:39

    @Bodo Walther
    Ich kann deine Gefühle verstehen. Ich persönlich hatte zwar nie in meinem Leben einen Glauben an Gott oder sonstigen Irrglauben. Ich würde mir aber bei den deutschen Atheisten etwas mehr Militanz wünschen, es ist, als habe man eine Furcht in denn Genen, die Sache beim Namen zu nennen.

  • 99. Ralf  |  19.06.09 at 18:45

    @146.Martin

    “Ich würde mir aber bei den deutschen Atheisten etwas mehr Militanz wünschen”

    Damit kannst Du mich ja mal nicht meinen ;-)

  • 100. Martin  |  19.06.09 at 18:50

    Ralf, wir sind Brüder im Geiste!

  • 101. Jack Ryan  |  19.06.09 at 18:53

    @Ralf; @Martin

    Ich bin mit von der Partie.

  • 102. Wolfgang  |  19.06.09 at 19:00

    Ich empfehle folgende Bücher:
    Die 5 Weltreligionen
    Das Gilgamesch-Epos
    Die Edda
    Abermals kräht der Hahn
    Der Pfaffenspiegel
    Die Geissler
    Die Hexe
    Sie wissen nicht was sie glauben
    Der Hexenhammer
    Handbuch der Inquisition
    Von der Verwüstung westindischer Länder
    Mithras
    In Gottes Ohr
    Sex und Folter in der Kirche
    Der Kathechismus
    Warum ich kein Christ bin

    Alle diese Bücher konnten von der Kirche nicht
    verboten werden.
    Aber noch vor hundert Jahren wurde das Lesen der Bibel v e r b o t e n ! Warum wohl?????

  • 103. itz  |  19.06.09 at 19:43

    BUNDESTAGSWAHL 2009

    Anlässlich der Wahlen sollte man den Abgeordneten, bzw. den Kandidaten mal die Gretchenfrage stellen.
    Und die Meinungen der Parteien zu religiösen Themen erfragen (Abschaffung §166 StGB, Kirchensteuer, Kreationismus, etc.).

    Als Beispiel:.

  • 104. itz  |  19.06.09 at 19:51

    Hoppla!
    Als Beispiel: Deutscher Zentralverein homöopathischer Ärzte

  • 105. Ralf  |  19.06.09 at 19:52

    143. Bärli

    “@ 67 Ralf: an welchen Schulen wird das gelehrt? ”

    Erst denken, dann schreiben. Es geht hier nicht um freien Schulen. Wenn Die sich zu 100% selbst finanzieren, also ohne jegliche Staatszuschüsse auskommen, dann können die von mir aus lehren was sie wollen (natürlich nur im Rahmen unserer freiheitlich demokratischen Grundrechte bzw. der allg. Menschenrechte).

    Es gab hier in Deutschland aber sehr wohl bereits Versuche, den Kreatonismus auch an staatlichen Schulen salonfähig zu machen
    (Versuch der Hessischen Bildungsministerin Karin Wolff den Kreatonismus zum Thema im Biologieunterricht zu machen - 2006). Damals konnte dieser Versuch noch abgewehrt werden. Aber wie lange noch, wenn wir uns diesen Leuten nicht entschlossen genug in den Weg stellen.

    “@ 79 +82 Ralf, Sie überraschen mich immer wieder. …”

    Ich finde Leute, die ständig Zitate aus dem Zusammenhang herausreissen einfach nur nervend.
    Erstens habe ich kein Problem mit dem persönlichen Glauben an Gott (es ist mir absolut egal, wer gerade an welches Fantasiegeschöpf glaubt), sondern nur damit, in wie weit dieser Glaube privat oder öffentlich gelebt wird. Und diesbezüglich sind die Moslems hier in Deutschland eindeutig das geringere Problem.
    Ausserdem ging es bei diesem Zitat darum, dass die Christen eigentlich ein viel größeres Problem mit dem Islam haben müssten wie wir Atheisten. Aber an die Moslems trauen sich diese kleinen Feiglinge nicht ran. Dann doch lieber ein paar kleine harmlose Atheisten schickanieren.

  • 106. nellabarca  |  19.06.09 at 19:55

    meine Idee, falls noch nicht geschrieben:
    man sollte so eine Tour ein mal im Jahr oder alle zwei Jahre machen. Irgendwann wird es dann ein erwartbares Event, das immer mehr Anhänger und Unterstützer und neue Interessierte findet. Jedes Jahr freuen sich die Leute dann schon auf die atheistische Stadtrundfahrt, weil es immer neue, interessante Aktionen rund um das Thema “gottlos glücklich” gibt. Die verschiedenen, zunehmend wachsenden atheistischen Verbände und Regionalgruppen erwarten den Bus dann schon auf dem Heidenspaß-Festplatz ihrer Stadt mit Infoständen, Bühnen für Auftritte regionaler Größen und Gute-Laune-Zelt. What?

  • 107. Ralf  |  19.06.09 at 19:59

    @nellabarca.

    Schöne Idee.
    Aber das sind jedes mal über 40.000 €
    Das war jetzt bei dieser einen Aktion schon knapp. Aner alle 1 oder 2 Jahre? Das sehe ich nicht so wirklich.

    (Die Kirche bezahlt das ja aus der Portokasse und holt es sich dann über div. Zuschüsse vom Staat wieder zurück).

  • 108. Evil Ernie  |  19.06.09 at 20:08

    also:

    “* Zentralrat der Atheisten und Freidenker gründen”

    und dann schauen wie die zuschüsse in sinnvollere richtungen fließen.

    =;)

  • 109. Bärli  |  19.06.09 at 20:23

    @ 144 Bodo Walther Wenn Sie das erlebt haben, will ich das glauben und es tut mir leid. Aber es so verallgemeinern? Bin ja nicht katholisch.
    @ 145 Jack Ryan: Was ich eben nicht verstehe: warum man solche Angst vor einer Schöpfungstheorie oder - Hypothese hat? So vieles was schon an Schulen gelehrt wurde, hat sich dann als falsch herausgestellt. Nicht weil die Menschen früher dümmer waren, sondern weil sich gerade die Wissenschaft immer ändert, ja ändern muß. Und je nach Regime wurden auch schon ganz schön Mythen gelehrt. Also nicht aufregen, alles klärt sich auf - jedenfalls meistens.
    @ 146 Martin wünscht sich etwas mehr Militanz bei den Atheisten. Da wird es schon heftig. Hoffentlch nicht noch bewaffnet. Was sagt Fridolin dazu?
    @ 150 Wolfgang Lesen der Bibel war zumindest in der evangelischen Kirche nicht verboten. Und darum wissen wir auch (entgegen dem Titel eines katholichen Psychologen aus Freiburg) was wir glauben. “Warum ich nicht Christ bin” schreibt Russell. Etwas näher an unsere Zeit ist da das Buch des englischen Gelehrten und Philosophen C.S.Lewis “Pardon, ich bin Christ.”
    @ Ralf: warum sollen wir uns an jemand rantrauen oder nicht? Ich akzeptiere jeden Menschen und das, was er glaubt oder auch nicht. Hier ging es nur um sachliche Klarstellung.
    Also allen noch einen schönen Abend.

  • 110. Ralf  |  19.06.09 at 20:38

    @157.Bärli

    “@ Ralf: warum sollen wir uns an jemand rantrauen oder nicht? ”

    Sie sollen sich an niemanden herantrauen. Lassen Sie einfach alle in Ruhe - incl. UNS.

    Mein Beitrag mit dem Islam war lediglich eine Antwort auf so einen Christentroll, der uns vorgeworfen hat, dass wir immer auf die Christen einschlagen würden uns aber an die Moslems nicht rantrauen. Darauf habe ich halt erwidert, dass wir überhaupt keinen Grund dazu haben.

  • 111. Fridolin  |  19.06.09 at 21:51

    @ Ralf 142

    Das mit der Toleranz nehme ich Dir nicht ab.

    Du hast ganz offenbar ein Problem mit dem Glauben von anderen Menschen.

    Wann und wo wirst Du denn im Alltag so fürchterlich missioniert?

    Ich fühle mich viel mehr durch komerzielle Werbung belästigt.

    Welchen genaue Auswirkung auf Deine persönliche Situation erwartest Du Dir, wenn der Staat kein Geld für Kirche ausgibt? Mit welcher Steuersenkung (konkret in Euro, die auf Deine Person entfallen) rechnest Du?

    Soll der Staat sämtliche Kulturförderung einstellen? Sportförderung auch abschaffen?
    Der Staat fördert ja nicht eine kleine Minderheit sonderen Vereine, in denen DIE MEHRHEIT der Wähler Mitglied ist. So furchtbar undemokratisch finde ich das gar nicht.

    So viel Wut - gottlos wütend aber nicht gottlos glücklich.

  • 112. Fridolin  |  19.06.09 at 22:06

    @ Evil Ernie

    Wo wurdest Du heute konkret durch Missionierung belästigt?

    Ich lebe als Atheist ganz unbehelligt in München und kriege offenbar die Belästigung nicht in vollem Umfang mit.

    Der Briefkasten ist jeden Tag mit Werbung vollgestopft - am Auto hängen Flyer unter dem Scheibenwischer - im Fernsehen und Radio nervt die Werbung - das Internet ist auch nur mit Werbeblocker genießbar - aber irgendwie ist das alles nicht religiös motiviert.

    Sorry - aber ein Fisch-Aufkleber auf dem Auto vor mir versaut mir nicht den Tag.

    Woran kann es liegen, daß ich mich als Atheist so wenig belästigt fühle und Du so drastisch?

  • 113. Evil Ernie  |  19.06.09 at 22:30

    sorry, aber beide fragen hab ich doch vorhin schon beantwortet…

    letztlich gehts auch nicht um die paar verirrten seelen, die hier nur rumspamen - dabei bin ich mir sicher, der große bärtige wird ihnen das schon verzeihen.

    das gesamte thema ist doch wesentlich umfangreicher.

    und der nordseefisch, versaut mir sicher auch nicht den tag, da bekomme eher appetit auf ein heringsbrötchen, oder wikinger =;)

  • 114. LadyM  |  19.06.09 at 22:37

    Hi,

    Also ich finde es erstmal wichtig den Menschen aufzuzeigen, dass die Kirche sich mit Nichten selbst finanziert und zwar so gut wie nichts von dem was sie tut. Kirchensteuern sind für mich noch ein Ding, aber dass ich (die ich niemals irgendeiner Kirche auch nur im Geiste angehört hab) für einen Verein zahle, weil dieser ja angeblich so viel für uns tut, dieser mich aber im Zweifel nicht mal als Arbeitnehmer aktzeptieren würde, muss an die breite Öffentlichkeit. Dringend, denn ich bezweifle, dass der Panorama Beitrag bei allen angekommen ist.

    http://daserste.ndr.de/panorama/media/panorama260.html

    Ich finde es so unglaublich arrogant mit was für einer Selbstverständlichkeit mir gegenüber die Hand aufgehalten wird und ich mir im sleben Atemzug an meinem verlängerten Wochenende noch den Vorwurf des Massenmordes gefallen lassen soll.

    Back to topic:

    Die Idee mit dem wiederkehrenden Event ist eine schöne Idee und auch wenns vielleicht nicht gleich finanziell klappt kann man das doch mal ins Auge fassen.

    Das Projekt Altenwohnheim wurde angesprochen, gibt es ja auch schon. Man kann also durchaus mit Unterstützern rechnen, wenn man sie nur mal aus ihren Löchern an die Sonne kitzeln kann.

    Und wir haben ja auch schon einen Redner: Michael Schmidt-Salomon find ich immer wieder super, Philip Möller übrigens auch ;)

    Das war wirklich eine sehr lustige und auch lehrreiche Fahrt durch München! Danke dafür.

    Schönes Wochenende noch!

  • 115. Fridolin  |  19.06.09 at 22:40

    @ Evil Ernie

    Sorry - ich hab ‘ne Sehstörung. In welchem Beitrag (Nummern) beantwortest Du die Fragen?

    Das Thema ist umfangreicher - und zwar: Wie kann man verhindern, daß pubertierende Pöbel den Atheismus in ein schlechtes Licht rücken.

  • 116. LadyM  |  19.06.09 at 22:46

    Oh je alles gelesen und zwei Stunden die Seite nicht aktualisiert…

    @Bärli
    “Was ich eben nicht verstehe: warum man solche Angst vor einer Schöpfungstheorie oder - Hypothese hat? So vieles was schon an Schulen gelehrt wurde, hat sich dann als falsch herausgestellt. Nicht weil die Menschen früher dümmer waren, sondern weil sich gerade die Wissenschaft immer ändert, ja ändern muß. Und je nach Regime wurden auch schon ganz schön Mythen gelehrt. Also nicht aufregen, alles klärt sich auf - jedenfalls meistens.”

    Wenn ich das jetzt mal so interpretieren darf, dass sich diese Hypothese auch irgendwann (demnächst) aufklärend wird können wir hier und jetzt getrost den Rechner ausschalten und zum gemütlichen Teil des Abends übergehen.

  • 117. Evil Ernie  |  19.06.09 at 23:05

    Fridolin:

    dann kopier ich das nochmal zusammen:

    F: Wo wurdest Du heute konkret durch Missionierung belästigt?

    A: jetzt fängst du am besten damit an, genau DIESEN thread nochmal von vorne zu lesen…

    F: Woran kann es liegen, daß ich mich als Atheist so wenig belästigt fühle und Du so drastisch?

    A: augen zu, hände auf die ohren und “lalalala”…
    (trifft das auf dich auch zu?)

    und deine letzte frage ist eine wirklich gute frage - und paßt hier sogar zum thema:

    “Wie kann man verhindern, daß pubertierende Pöbel den Atheismus in ein schlechtes Licht rücken.”

    pubertierende pöbel?
    oder
    pöbelnde pubertierende (trolle)??

    =;)

  • 118. Evil Ernie  |  19.06.09 at 23:19

    @ LadyM:

    ja nu lasse doch,
    wenn se dann nur die klappe halten =;)

    und danke für den link.
    habs neulich im TV gesehen und bin ganz deiner meinung.
    trifft ja auch genau das was ich unter 21. getippt hab…

    btw: don´t feed the troll…

  • 119. Fridolin  |  19.06.09 at 23:26

    @ Evil Ernie

    Das Forum liest du freiwillig. Es ist öffentlich und Du musst halt die Trolle ertragen. Missionierung ist das nicht.

    Wurdest Du abgesehen davon heute in irgend einer Form missionarisch belästigt?

    Wenn das Problem für Dich nur in Internetforen auftritt - dann bleib halt einfach draussen oder besuche nur geschlossene Foren.

    Wir können aber gerne über den Zentralrat diskutieren, den Du befürwortest.

    Gründen kann man viel - einen Kaninchenzüchterverein oder auch einen Zentralrat für Atheisten. Mit der Gründung ist aber noch nicht viel erreicht.

    Wodurch bekommt der Zentralrat irgendeine Legitimation und Bedeuting - wenn nicht über Tausende von nachweisbaren Mitgliedern die durch den Rat vertreten werden?

    Wie bringst Du die Konfessionslosen dazu, sich überhaupt durch einen selbsternannten Zentralrat vertreten zu lassen ?

    1% der Wählerstimmen sind etwa eine halbe Million Menschen - da müssen also schon ein paar Leute mitmachen damit das irgendeine Signifikanz bekommt.

    Wer formuliert die Interessen der Konfessionslosen, die durch den Rat vertreten werden sollen?

  • 120. LadyM  |  19.06.09 at 23:41

    Nein lasse ich nicht, denn es ist eine bodenlose Unverschämtheit, gegen meinen Willen für mich zu beten. Ihr Karma mit meiner mühsam erarbeiteten Schuld reinwaschen! Wo kommen wir denn da hin.

    Und da fragt noch einer wo ich den lieben langen Tag von Missionaren umgeben bin…

    btw: Was ist mit dem IBKA? Ist doch im Grunde ein organisierter Verein. Und es hat dort sogar Landesgruppen, nur eben davon noch eher wenige. Es gibt ne Menge Splittergruppen, die eigentlich das Gleiche wollen, nämlich eine echte Trennung von Kirche und Staat. Aber jetzt noch nen Splitter zu gründen wäre irgendwie auch eher kontraproduktiv, weil es dann nämlich wirklich unorganisiert und chaotisch wirkt.

  • 121. Evil Ernie  |  19.06.09 at 23:57

    Fridolin, ist das dein ernst?

    lies bitte mal 109.

    davon abgesehen klingeln hier öfters mal die wachtürme, flyer von scientology im briefkasten gibts auch regelmäßig, “christenverfolgung” im besonders ätzendem stil hatten wir gerade, etc.

    nur weil du weitgehend verschont bleibst, kannst du das nicht auf den rest der städte und länder übertragen.

    und was die trolle im forum betreiben ist für mich im grunde nichts anderes als missionieren. unerwünscht, ungefragt, auf menschen zu gehen und nerven, und hier kommt dann wohl noch das pöbeln, etc. dazu, weil seelenfang unter dem karitativen deckmantel ist hier ja schlecht möglich.
    ———
    hatte oben schon mal gefragt - aber war das Schmidt Salomon der sich gerade mit der gründung beschäftigt - vllt. sogar aus der GBS heraus? irgendwo hatte ich das neulich mal auf dem schirm.

    und ob das tausende mitglieder bringt bleibt abzuwarten. ich wäre sicher eins davon.
    wie gesagt kann ich nur hoffen, das die buskampagne nur ein kleiner anfang ist und größeres oder zumindest weiteres folgen wird.

    =:)

  • 122. Ralf  |  19.06.09 at 23:59

    159. Fridolin

    “Das mit der Toleranz nehme ich Dir nicht ab.”

    Na und. Soll mich das jetzt beeindrucken?

    “Du hast ganz offenbar ein Problem mit dem Glauben von anderen Menschen.”

    Gääääähn - Wenn Du meinst.

    “Wann und wo wirst Du denn im Alltag so fürchterlich missioniert? ”

    Missioniert eher selten. Wenn ich einen Missionierer als solchen erkenne, dann mache ich dem schon alleine durch meine Körperhaltung und meinen Gesichtsausdruck deutlich, dass ich für Ihne definitv der falsche Gesprächspartner bin ;-).

    Was nervt sind diese kleinen aber ständigen Benachteiligungen. Hierzu wurden aber hier auf der Homepage in den ganzen Foren schon so viele Beispiele genannt - die wiederhole ich jetzt nicht. Wenn Du das bis heute noch nicht kapiert hast, dann ist es ohnenhin sinnlos.

    “Welchen genaue Auswirkung auf Deine persönliche Situation erwartest Du Dir, wenn der Staat kein Geld für Kirche ausgibt? Mit welcher Steuersenkung (konkret in Euro, die auf Deine Person entfallen) rechnest Du?”

    Aus Dieser Fragestellung entnehme ich, dass Du selber zu den Menschen gehörst die grundsätzlich nur tätig werden wenn Sie selber einen direkten Vorteil haben. Du kannst es Dir offensichtlich gar nicht vorstellen, dass es auch Menschen gibt die auch ohne eigenen Vorteil tätig werden, einfach weil Sie einen Mißstand als solchen erkennen.

    “Soll der Staat sämtliche Kulturförderung einstellen? Sportförderung auch abschaffen?
    Der Staat fördert ja nicht eine kleine Minderheit sonderen Vereine, in denen DIE MEHRHEIT der Wähler Mitglied ist. So furchtbar undemokratisch finde ich das gar nicht.”

    Die Kirche ist aber kein Verein wie jeder andere. Die Kirche ist eine Organisation, die auf Ihre Mitglieder erheblichen psychologischen Einfluss nimmt. Jede andere Organisation, die sich so verhält gilt als Sekte. Gerade die katholische Kirche ist in Ihren Grundstrukturen als zutiefst undemokratisch einzuordnen und müsste eigentlich als extremistische Vereinigung eingestuft werden (http://sz-magazin.sueddeutsche.de/kommentare/29440)
    Wie kann man die staatliche Förderung einer solchen Organisation auch nur ansatzweise als demokratisch einstufen?

    “So viel Wut - gottlos wütend aber nicht gottlos glücklich.”

    Du machst Dir eindeutig zu viele Gedanken über Menschen, die Du nicht kennst

  • 123. Fridolin  |  20.06.09 at 00:48

    @ Evil Ernie

    Du bist Dir sicher, daß Du in diesem Forum Anspruch auf ein Hausrecht erheben kannst?

    Fühlst Du Dich persönlich durch den weissen Bus verfolgt?

    Zeig halt einfach Größe und ignoriere alles was Dir nicht passt.

    @ Ralf

    Die meisten religiösen Menschen sind ganz friedlich, anständig und höflich.

    Die Unangenehmen Typen sind meiner Erfahrung nach die Ausnahme.

    Wir können ja gerne über die konkreten Punkte diskutieren, in denen Du Deine persönlichen Rechte verletzt siehst.

    Was ist an einem Wachturm schlimmer als an einem Mediamarkt-Prospekt oder 1&1 Verkäufer, der Dich auch ungefragt anquatscht?

    Warum soll man Religion nur Zuhause im stillen Kämmerlein ausüben dürfen? Fussballfans dürfen sich doch auch im Stadion treffen?

    Ich sage nicht, daß es nichts zu kritisieren gibt. Ich finde nur Deine Forderungen zu wenig differenziert.

    Ich halte es für wichtig, das Atheisten mit deren Forderungen ernst genommen werden können. Daher sollten die Forderungen halt auch nachvollziehbar sein.

    Mir kommt das hier so vor wie im Sandkasten mit meinen Kids: ‘Hilfe Papa, der Bub da drüben ist ganz gemein weil der mich so böse anguckt’

    Was mich nervt ist, daß Atheisten einen schlechten Ruf in der Gesellschaft haben. Was mich aber noch viel mehr nervt ist, daß der Ruf auch Aufgrund von intolerantem und beleidigtem Auftreten so vieler Atheisten gerechtfertigt ist. Immer dicke austeilen aber blos nicht auch mal einstecken können. Absolute Unfähigkeit zu kritischer Selbstreflexion und Selbstkritik. Andere provozieren aber sich über jede Gegenprovokation grossartig ereifern.

    Wie kommst Du darauf, daß die Kirche eine Psycho-Sekte ist. Ist Dir bekannt, daß ein ordentlicher Prozentsatz der Kirchenmitglieder nicht an einen persönlichen Gott glaubt? Es gibt halt Leute, denen gefällt das Ambiente und die Leute.

    Leben und leben lassen…..

  • 124. Schneewittchen  |  20.06.09 at 06:19

    @Fridolin.
    Vielleicht liegt das intolerante Auftreten gewisser Atheisten darin, dass sie sich einreden wollen dass sie Atheisten sind, obwohl sie sich eigentlich im Feld der Agnostiker befinden.

  • 125. Dragon  |  20.06.09 at 07:19

    @ Fridolin

    “Was ist an einem Wachturm schlimmer als an einem Mediamarkt-Prospekt oder 1&1 Verkäufer, der Dich auch ungefragt anquatscht?”

    In einem Prospekt für einen Multimedialaden steht normalerweise nicht drin, dass ich bei Armageddon von einem Superwesen vernichtet werde, wenn ich dort nichts einkaufe.

    Fridolin, manchmal ist es eben nicht immer das Beste, die Augen einfach zu verschliessen.

  • 126. Peder  |  20.06.09 at 08:24

    Zwei Ideen fand ich persönlich bisher gut:

    - “Lies die Bibel!” Eine kleine Bibel drucken, die nur aus den „interessanten“ Stellen besteht. Das sind nicht gerade wenige, es ist ja unglaubich, was da so drinsteht. Das ließe sich auch mit anderen Büchern fortsetzen (ihr wisst schon), die Gläubigen dürften sich _eigentlich_ nicht darüber ärgern, weil es ja “ihr” Originaltext ist. (Natürlich höre ich schon das Wort “entstellende Zitate”, vielleicht sollte man das gleich in den Titel aufnehmen …)

    - Das zweite geht so richtung „Zentralrat“: Eine Organisation, in der man sehr niedrigschwellig zählendes (nicht zahlendes!) Mitglied wird, einfach damit den großen Kirchen etwas repräsentatives entgegengesetzt wird. Schön wäre es Verbandsübergreifend. Die spannende Frage ist natürlich einmal, wie man da einen Impuls setzt und zum anderen wer das Mandat zur Vertretung all dieser Leute erhält. Ab Mio. Mitglieder wirds interessant, darunter m.E. nicht.

  • 127. SaBa  |  20.06.09 at 08:35

    Wir haben hier im Forum ja schon die Argumente gesehen, mit denen gegen uns gearbeitet wird. Diese lassen sich in wenige Gruppen zusammenfassen und entkräften.

    Mir schwebt eine Plakatkampagne vor, die an gezielten Plätzen und auch nur für kurze Zeit pro Plakat stattfindet, um die Kosten im Rahmen zu halten (Bahnhöfe sind gut; hier stehen die Leute und warten und lesen alles, was sie finden können)
    So in der Art von: “Wussten sie, dass…”

    … die Kirche nur XY% für karitative Zwecke ausgibt?”

    … MISERIOR nur zu XY% von der Kirche bezahlt wird?”

    … ALLE(!) Steuerzahler die Gehälter für Bischöfe und Kardinäle mitbezahlen?”

    … theologische Fakultäten in Deutschland vom Staat bezahlt werden und nur Ergebnisse liefern dürfen, die der Kirche passen?”

    … der konfessionelle Religionsunterricht in den öffentlichen Schulen vom Staat bezahlt wird?’

    … Gruppen, die sich als moralisch höherstehende Gruppe einstufen, ein höheres Risiko haben, ethisch fragwürdige Entscheidungen zu treffen?” (aus einer aktuellen amerikanischen Untersuchung zur Einstellung zur Folter bzgl. Religiöser/nichtreligiöser Menschen)

    … die Kirche beim Entwurf des deutschen Grundgesetzes nur durch die Fortsetzung des Reichskonkordats von Hitler dazu gebracht werden konnte, ihren Widerstand gegen die Abschaffung der Todesstrafe und die Einführung der Gleichberechtigung von Mann und Frau aufzugeben?”

    etc.

    Solche Slogans müssen hier allerdings faktengesichert sattelfest sein. Hier bekommt man sonst eine Verleumdungsklage an den Hals, eh man nur Piep sagen kann. Hier muss sowieso mit starker Gegenwehr gerechnet werden; Atheisten waren den Godlovern bisher nur lästig und ärgerlich, wenn wir deren Pfründe angehen, werden sie richtig sauer! Aber egal.

    Alternativ sind auch Zitate angesehener Zeugen der Zeitgeschichte möglich:

    “Soweit ich weiß, wird in keinem Kirchenlied das hohe Lied der Intelligenz gesungen. ” - Bertrand Russel
    “Die Vernunft ist das größte Hindernis in Bezug auf den Glauben, weil alles Göttliche ihr ungereimt zu sein scheint, dass ich nicht sage, dummes Zeug” - Martin Luther
    “Angewöhnung geistiger Grundsätze ohne Gründe nennt man Glauben. ” - Friedrich Nietzsche
    “Auf welcher Gesetzestafel steht: Die heiligen Gefühle der Theisten müssen respektiert werden, die heiligen Gefühle der A-Theisten aber nicht?” - Ludwig Marcuse
    “Ich mag mich nicht gern mit der Kirche auseinandersetzen; es hat ja keinen Sinn, mit einer Anschauungsweise zu diskutieren, die sich strafrechtlich hat schützen lassen.” - Kurt Tucholski
    “Das Dogma ist nichts anderes als ein ausdrückliches Verbot zu denken.” - Ludwig Feuerbach
    “Er ist ein heller Geist und also ungläubig.” - Goethe
    .
    .
    .
    oder ein paar unappetitliche Stellen aus dem AT, besser aus dem NT, hier wird ja immer behauptet, das NT sei alles Nächstenliebe und so… sowie aus dem Koran und andere Religionen

    Und am Rand des Plakats kommt dann der Hinweis z.B. auf die Gottlos-Glücklich-Homepage.

    Sinnvoll ist auch eine öffentliche Coming-out-Kampagne von angesehen Staatsbürgern, die überredet werden könnten,
    ähnlich wie bei den historischen Slogans ‘Wir haben abgetrieben” (Abtreibung) oder “Wir haben abgeschworen” (Ex-Muslime), sich als Atheisten zu bekennen.

  • 128. SaBa  |  20.06.09 at 08:44

    noch ein bisschen Brainstorming…
    -ein atheistischer TV-Kanal (wie Bibel-TV, nur andersrum; aber wahrscheinlich zu teuer bzw. zu billig aussehend.. wer schaut schon Lokal-TV?)
    - ein atheistisches deutsches (Internet-) Radioprogramm

  • 129. SaBa  |  20.06.09 at 08:56

    noch was; hatte ich vorhin schon gelesen… ein kleines Pamphlet, wo alle ekligen Stellen aus den grossen Religionen drin stehen, sozusagen die FSK-18-Version der Bibel, Thora, Koran.
    Die kann eigentlich dann jeder ausdrucken und an Bahnhöfen oder so auslegen…
    Ist vielleicht zu aufdringlich, aber wir sollen ja Ideen sammeln

  • 130. Andreas  |  20.06.09 at 10:24

    Danke für diese Aktion in Deutschland! Endlich mal jemand der es ausspricht. Es wird Zeit für einen (echten!), säkularen Staat.

    Religion ist Privatsache und sollte auch als solche behandelt werden.

  • 131. Fridolin  |  20.06.09 at 11:43

    Konkreter Projektvorschlag:

    ‘Die Münze’

    Ein Bekannter von mir kam mal auf die Idee, sich eine eigene Münze prägen zu lassen auf der ein Hinweis auf seine private Internetseite enthalten ist. Wenn mit jemandem in Kontakt treten will gibt er der Person eine solche Münze oder er lässt sie der Person sonst irgendwie zukommen. Jeder der so eine Münze bekommt, erinnert sich daran weil es ungewöhnlich ist.

    Die Münze hat den Charakter eines Geldstücks und man verbindet damit automatisch einen Wert. Die Münze macht neugierig zu erfahren, was dahintersteckt.

    Ein Flyer verschwindet in null komma nix im Altpapier oder Mülleimer - so eine Münze wirft man nicht gleich weg - wenn nicht gerade eine persönliche Beleidigung draufsteht.

    Die Herstellung solcher Münzen in großer Menge wäre gar nicht mal so teuer. Ich habe eine Firma in Fernost - also die Herstellung wäre nicht wirklich ein großes Problem.

    Die Fragen:

    Was genau ist auf der Münze abgebildet / geschrieben? Wie weckt man Neugier um nachzuforschen was es mit der Münze auf sich hat?

    Auf welche Internetseite soll die Münze verweisen? Was sind die genauen Inhalte der Seite?

    Wie wird die Münze effektiv in Umlauf gebracht?

    Auf der Internetseite könnte ja der Hinweis stehen, die Münze weiterzugeben oder Münzen anzufordern, die man verteilen kann.

    Was haltet Ihr prinzipiell von so einer Idee?

    Nachdem die Konkurrenz mitliest, könnt Ihr davon ausgehen, bald ‘und wenn es ihn doch gibt… http://www.gottkennen.de‘ Münzen zugesteckt zu bekommen ;) Hoffentlich passen die dann wenigstens in den Einkaufswagen….

  • 132. Jack Ryan  |  20.06.09 at 11:58

    @Fridolin

    Außergewöhnlich gut, interessant und innovativ. :- )))

  • 133. nellabarca  |  20.06.09 at 14:20

    Um eine regelmäßige Bustournee finanzieren zu können sollte man einen Antrag stellen, dass die Steuergelder, die sonst an die Großkirchen gehen in einen Topf für weltanschauliche Verbände wandern und von dort anteilig verteilt werden. Daraus könnte man dann neben die Kirchen in den Städten ein “Haus der Aufklärung” stellen, das nicht nur aufklärt sondern auch sozialwerklich tätig ist, zum Beispiel bei der Suche nach konfessionel ungebunden Kindergärten, Krankenhäusern etc.

  • 134. nellabarca  |  20.06.09 at 14:23

    @Peder “Das zweite geht so richtung „Zentralrat“:
    es gibt doch bereits den KorsO als Dachverband der verschiedenen humanistischen und atheistischen Verbände:
    http://www.tagesspiegel.de/magazin/wissen/Atheismus;art304,2663540

  • 135. Lotuz  |  20.06.09 at 14:48

    Leider hat die Verbindung KorsO noch nicht einmal eine Website !
    Das ist alles immernoch zu schwammig und kommt zu wenig an den Bürger heran. Ich finde jemand wie der Sprecher der gbs (Schmitd-salomon) sollte mehr an den Bürger herantreten.
    Ich bin für eine Bewegung.

  • 136. LadyM  |  20.06.09 at 14:52

    Zum Korso:

    http://hpd.de/node/7017

    Also ich würd mich da nicht wohlfühlen.

  • 137. nellabarca  |  20.06.09 at 15:33

    eben, wollte auch nur darauf aufmerksam machen, dass es diese Zentralratsversuchte bereits gab und wie schwierig es war/ist, die unterschiedlichen säkulären Interessen unter einen Hut zu bringen.

  • 138. Spaghettimonster  |  20.06.09 at 16:16

    @ Beitrag 77
    “Sie singen ein paar schöne einfältige Lieder und lesen sich etwas aus ihrem Mächenbuch vor. Das erzeugt ein Gemeinschaftsgefühl.”

    Dieses Gemeinschaftsgefühl scheint vielen in unserer vereinsamenden Gesellschaft auszureichen bzw. wichtig zu sein. Ich kenne einige Leute, die mit Religion nicht viel am Hut haben, aber nach einem Umzug in die lokale Kirchengemeinde gegangen sind. Einfach um Leute kennen zu lernen.
    Von daher fände ich ein atheistisches Alternativangebot in diesem Bereich wünschenswert und finde die Ortsvereine eine gute Idee.
    Genaueres müsste man ggf. über ein Forum mit Nutzerregistrierung organisieren. Das würde ich ohnehin vorschlagen, da derartig komplexe Diskussionen in der derzeitigen Form der Blog-Kommentare nicht vernünftig geführt werden können.

  • 139. Alex  |  20.06.09 at 16:22

    Die hier haben mit langem Atem etwas Tolles auf die Beine gestellt. Leicht hatten sie es offensichtlich nicht. Finde ich klasse! Wenn mein Kind noch im Grundschulalter wäre, würde ich ihn hinschicken. 1. humanistische Schule Deutschlands: http://www.humanistische-schule.de

    Klicken Sie bitte auf die Links, um die Pressemeldungen zu sehen.

    Humanistische Erziehung stark nachgefragt - Fürther Nachrichten 21.02.2009

    Erste Privatschule in Fürth - Fürth Stadtzeitung 17.12.08

    Neue Privatschule zeigt Kindern das Leben - Nürnberger Nachrichten 24.11.08

    Erste Fürther Privatschule im eigenen Haus - Fürther Nachrichten 24.11.08

    Erste Privatschule lockt mit Reformpädagogik - Sonntagsblitz 23.11.08

    Fürths erste Privatschule startet im “Asyl” - Fürther Nachrichten 15.09.08

    Grünes Licht für Privatschule - Fürther Nachrichten 12.8.08

    Private Schule am Start - Fürther Nachrichten 26.7.08

    Grünes Licht für private Schule - Fürther Nachrichten 16.04.08

    Zwei private Träger buhlen bald um Schüler - Fürther Nachrichten 3.4.08

    Unchristlich: Gericht vereitelt Atheisten-Schule - Süddeutsche Zeitung 12.2.07

    Private Schule abgelehnt - Nürnberger Nachrichten 9.2.07

    Keine humanistische Schule in Fürth - Fürther Nachrichten 9.2.07

    Auf auf dem Weg zur ersten “humanistischen Schule” in Deutschland - Materialdienst der Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen (EZW) 11/2005

  • 140. Alex  |  20.06.09 at 16:24

    Noch zur Privatschule: Auf der Webseite kann man die ganzen Pressestimmen natürlich anklicken.

  • 141. Wolfgang  |  20.06.09 at 16:29

    Glauben macht blind.
    Die christliche Religion stützt sich vor allem und hauptsächliche auf die Angst.
    Wer glaubt braucht nicht zu denken.
    Sie nennen sich Christen und unter ihrem Schafspelz sind sie reißende Wölfe.

    Als ich noch Kind war und das erste Mal an einem Religionsuntericht teilnahm, - vorher hatte ich nie von meinen Eltern etwas von einem Gotte gehört -
    sah und hörte ich meine Klassenkameraden beten,
    ich schaute immer zur Klassentür und wunderte mich, daß der Angebetete nicht hereinkam. Da wurde ich bereits sehr nachdenklich. NACHDENKLICH !

  • 142. Alex  |  20.06.09 at 21:27

    Jeder kann auch aktiv in diversen Foren werden. Im SPIEGEL ONLINE Forum werden z.B. immer wieder Threads diskutiert, die den Themenkreis Glauben/Unglauben berühren. Aktuell etwa die Ermordung der Bibelmissionarinnen im Jemen.
    Da kann sich jeder aktiv beteiligen.
    Offensichtlich beteiligen sich dort bereits viele Atheisten!

  • 143. Bärli  |  20.06.09 at 21:55

    @ 77 Ralf: Geht es auch nur einmal ohne Beleidigung.
    @ 127 Öffentliche Plakate, die andere Gruppen (egal welcher Art, auch Atheisten) beleidigen, verunglimpfen oder diskriminieren, sind grundsätzlich verboten.
    @ 129 Na super Idee, vor allem spätestens beim Koran.
    @ 141 Wolfgang: Nur blinder Glaube macht blind. Glaube macht sehend!
    Im ganzen: wenn ich Atheist wäre, würde ich mich mit Fridolin zusammentun. Aber der tut mir irgendwie leid hat es nicht leicht.
    Zudem: alle Dinge, die gelingen, fangen klein an. Nur so als Rat von Nichtatheisten.
    @ 116 LadyM: so isses, alles klärt sich irgendwann ganz klar auf.
    Allen eine gute Nacht und einen schönen Sonntag!

  • 144. Fridolin  |  20.06.09 at 22:35

    @ Bärli

    Deine Zustimmung freut mich - es wird mich aber unter den Hardcore-Atheisten noch weiter ins Abseits schießen. Wer Christen nicht sofort totbeisst oder zumindest lautstark für Gehirnamputiert erklärt hat bei den harten Jungs nichts verloren - so sind die Spielregeln.

    @ alle

    Vielleicht starte ich deswegen meine eigene Wischi-Waschi-Softi-Friendly-Atheisten Aktion die sich nur darauf konzentriert, die Vorzüge eines naturalistischen Weltbilds zu propagieren und auf jegliche Religionskritik und Neidkampagne verzichtet.

    Eigentlich eine rhetorische Frage - aber trotzdem - gibt es sonst noch jemanden hier den sowas interessiert ??

  • 145. Bärli  |  21.06.09 at 00:26

    Habe mir mal - wie hier vorgeschlagen - die Seite über die Freie Human. Schule in Nürnberg/Fürth vorgeschlagen. Habe nur mal bei dem Pädagogischen Konzept kurz reingeschaut. Na ja, vielleicht habe ich da anderslautete Worte übersehen. Aber nur mal:
    “Anstelle von Religion setzen wir bei den Fragen des Lebens auf Erfahrung, Vernunft und Aufklärung, achten jedoch die Glaubens- und Gewissensfreiheit aller Menschen. Das Verständnis von Kulturen und Religionen halten wir für ein wichtiges Lernfeld.”
    Nun weiß ich ja nicht, wie das im konkreten Fall gemeint ist und ich würde auch nicht völlig zustimmen, allerdings immer auch auf Erfahrung, Vernunft und Aufklärung setzen. Denn Religion im allgemeinen kann ja keine Antwort geben. Also, wie gesagt, wie immer das gemeint ist, hört sich das für mich doch anders an als die meisten Zuschriften hier.
    Oder nicht?

  • 146. Dawkinist  |  21.06.09 at 07:10

    @ Fridolin: ja.

  • 147. Spaghettimonster  |  21.06.09 at 07:16

    @Florian: Was willst du eigentlich? Was sind deine Ziele, die du mit deinem Engagement hier im Forum und bei der Buskampagne erreichen willst? Es scheint mir, dass du so ziemlich sämtlichen Aktivitäten der Kampagne oder aus den Vorschlägen hier ablehnend gegenüber stehst. Du möchtest keine Negativkampagne, du möchtest niemandem auf die Zehen treten, du möchtest keine Gläubigen stören/belästigen, du möchtest jedem seinen Glauben lassen, du bist mit der Rolle von Kirche und Glaube in der Gesellschaft offenbar zufrieden, dich stört weder Missionierung noch finanzielle Unterstützung der Kirchen durch den Staat….
    Warum engagierst du dich dann hier?
    Die Idee mit den Münzen ist rein methodisch sehr interessant. Aber ich sehe auch hier nicht, was du inhaltlich damit bezwecken möchtest. Nur, dass die Leute über Glauben bzw. Nichtglauben nachdenken? Sorry, aber das hört sich für mich zu sehr nach dem Motto des Christenbusses an.

  • 148. Spaghettimonster  |  21.06.09 at 07:17

    Meinte latürnich Fridolin statt Florian. Noch zu früh am Tag….

  • 149. Der Epikuräer  |  21.06.09 at 07:29

    Wissen wir eigentlich, wer wir sind?

    - Sind wir nur “Kirchenkritiker”? Dann brauchen wir uns nicht “Atheisten” nennen - auch eine Kirche kann eine andere Kirche kritisieren.

    - Sind wir nur “Atheisten”? Also definieren wir uns ausschließlich über das, was wir NICHT sind, nämlich Gottgläubig? Dann haben wir ähnlich viel Zukunft wie der Verein der Nicht-Dackelzüchter oder die Organisation der Nicht-Spaghettiesser.

    Nein, wir brauchen eine positive Aussage! Wir müssen uns über das definieren, was wir sind. Und da steht für mich der Humanismus im Vordergrund, Menschenrechte und Weltanschauungs-Freiheit. Die Buskampagne hat gezeigt, dass Nicht-Glaube von manchen immer noch als Provokation gesehen wird, und auch in christlichen Foren erlebe ich immer wieder -ismen-Salate wie “Atheisten=Nihilisten=Kommunismen”. Ich denke, hier tut Aufklärung not: Über die Werte des Humanismus aufklären und die Ängste vor dem Nicht-Glauben abbauen.

    Wie wäre es mit einem “Tag des Humanismus”, den wir jährlich gestalten, mit Infoständen und Veranstaltungen, Lesungen humanistischer Autoren, Stadtführungen auf den Spuren des Humanismus etc? Im Grunde also das, was die Buskampagne machte, nur eben ohne Bus? Da sich sowas dezentral organisieren ließe, müsste es auch finanziell und Manpower-mäßig händelbar sein.

    Unsere niederländischen Kollegen haben mit dem “Atheismedag” schon Vorarbeit geleistet, können wir das nicht weiterentwickeln?

  • 150. dontpanic  |  21.06.09 at 09:49

    @144 Fridolin, 149 Epikuräer
    Sich persönlich als netter Humanist outen oder Ansprechperson in einem neuen Ortsverband sein. Bei letzterem sollte man aber irgendwie Lebenshilfe und Geselligkeit für die interessierten Leute anbieten.
    Ist die Frage, ob das angenommen wird oder ob man gemobbt und ausgegrenzt wird. Wie lange kann man den “netten Humanisten” aufrechterhalten, wenn man provoziert wird? Das braucht viel Selbstsicherheit und Argumentationsstärke. (Respekt an die Kampagnen-Leute!)

  • 151. AdmiralT  |  21.06.09 at 10:20

    Bei solchen fernsehshows wie es erst auf ZDF gab “Ich kann Kanzler” und etlich anderen (”Germanys next Showstar” ist wohl weniger geeignet [PRO7]) sollte einer teilnehmen der unsere Interessen zeigt und vertritt. Sowas kostet keine tausende Euro nur eine Bewerbung bei der Sendung.

  • 152. Ralf  |  21.06.09 at 10:22

    @150.dontpanic

    “Bei letzterem sollte man aber irgendwie Lebenshilfe ….. anbieten”

    Vorsicht. Das erfordert meiner Meinung nach eine fachliche Ausbildung - z.B. als Psychologe oder Sozialarbeiter.
    Nur weil die Kirchen so etwas im Programm hat und dass für Ihre Missionierungszwecke missbraucht, heißt das nicht, dass eine Atheistische Organisation so etwas auch anbieten muss.
    Atheistische Organisationen sollten sich meiner Meinung nach auf Aufklärungsarbeit beschränken (Kirchenaustritt, Kirchenfinanzierung etc.). Der Versuch hier durch Lebenshilfe in direkten Wettbewerb mit der Kirche zu treten wird nicht funtionieren.

  • 153. Ralf  |  21.06.09 at 10:27

    @AdmiralT

    Bei “Ich kann Kanzler” (bei den grammatischen Fehlern in diesem Titel dreht sich mir der Magen um) saß Günter Jauch in der Jury. Der hat in Berlin für “Pro Reli” Werbung gemacht. Da kannst Du Dir selber ausrechnen, in wie weit solche Sender einem Atheisten eine Plattform bieten würden. Und bzgl. Pro7, RTL 2 hast Du ja schon alles gesagt.

  • 154. AdmiralT  |  21.06.09 at 10:45

    @ Ralf

    Das Ziel muss ja nicht gleich der Gesamtsieg sein, sondern mit unserem Anliegen ins Fernseh kommen, da schauen genug zu (1-2 mio leute). Gut, die nächste Frage ist ob sie es auch Zeigen oder rausschneiden, ansonsten hast du recht (wobei sich auch die Fage stellt ob der Jauch in der Werbung mitmachte weil er der Meinung ist, oder ob das Geld gestimmt hat.)

  • 155. Fridolin  |  21.06.09 at 11:32

    @ Spaghettimonster und andere

    Was der Fridolin meint:

    500.000 die den Bus gesehen haben und 20 Mio die die Kampagne gesehen haben sind tolle Zahlen - keine Frage.
    Mich beschäftigt aber darüber hinaus - wieviel Prozent dieser erreichten Menschen sehen Menschen ohne Glauben jetzt positiver und wieviele negativer. Führt die Kampagne eher zu einer Annäherung oder zu einer Polarisierung?
    Für mich zählt die Wirkung der Kontakte - die genaue Anzahl der Kontakte ist zweitrangig. Millionen erreicht aber verärgert zu haben finde ich nicht toll.

    Was der Fridolin will:

    Ich würde gerne dazu beitragen, das Image der nicht Gläubigen Menschen in der öffentlichen Wahrnehmung zu verbessern.

    Die Botscht wäre: Es gibt ganz viele ungläubige Menschen in unserem Land, die
    - nett und sympathisch sind
    - sich für ein bestmögliches ‘Miteinander’ einsetzen
    - nicht provozieren und polarisieren möchten
    - moralisch handeln und ein Wertesystem pflegen
    - die tolerant sind und nicht missionieren
    - die glücklich und entspannt leben
    - die kein Problem mit gläubigen Menschen haben (höchstens mit sozialen Ungerechtigkeiten)

    Sollte sich zeigen, daß eine solche Meinung mehrheitsfähig ist, kann man darüber nachdenken wie sich diese Mehrheit organisieren und vertreten lassen kann.

    Ich finde es ein wenig anmassend, wenn jemand einfach so meint für alle Konfessionslosen sprechen zu dürfen. Man sollte doch erst mal irgendwie bestätigen, daß die Leute deren Stimme man vertreten möchte mit dieser Vertretung einverstanden sind.

    Ich möchte für Veränderungen der Gesellschaft mit den vorhandenen Mitteln der Demokratie eintreten. Das bedeutet erst mal Stimmen sammeln.

    Was der Fridolin nicht möchte:

    - sich an der Rekrutierung von Religionshassern zu einem heiligen Krieg beteiligen.
    - sich an Aktionen beteiligen, die Menschen ohne Religion negativ, verbohrt, unfreundlich, intolerant, anmassend, unüberlegt, fanatisch erscheinen lassen.

  • 156. Wacke  |  21.06.09 at 13:22

    @alle

    was ich persönlich, als Vielleser und Wenigposter, am Ende der Buskampagne bei eigentlich allen Beteiligten hier heraus lese, ist eine gemeinsame Kommunikation weiter aufrecht zu erhalten. Natürlich gibt es dafür schon viele bestehenden Formen, einige Verbände. Und nicht jeder hat Lust, sich einer Vereinsmeierei hinzu geben. Ein wenig liegt es aber, denke ich, erst einmal an einem selbst, sich zu engagieren. Wir werden wahrscheinlich uns alle nicht unter einen Hut stellen können. Es sei denn er sei sehr, sehr groß. Schnell diskutieren wir ja schon die Unterschiede. Denn die Gemeinsamkeit, die wir erkennen, ist und ja noch nicht mal selbst aufgefallen. Sie ist uns ja auch noch als Stempel aufgedrückt: A-Theist.
    Ich weiß, das, was jetzt folgt, ist kein sehr konkreter Vorschlag und bleibt im Symbolischen hängen. Aber genau da liegt aber einer der Knackpunkte in der öffentlichen Wahrnehmung. Es geht auch immer wieder um Symbole.
    Ich empfinde mich nicht als A-Theist. Ich bin frei von Theismen. Das “A-” beinhaltet eine pervertierte Verkürzung auf eine Perspektive, die ich ja eben nicht einnehme und die ja auch für mich “A-” ist. Insofern plädiere ich auch dafür, nicht “Atheist” genannt zu werden, sondern einfach als dass was ich dann bin: Ein Mensch mit einem naturalistischem Weltbild - Naturalist. Wegen mir auch Humanist. Und bitte schön: Dann bin ich Naturalist und Mixa, Manu, Ratze, Yogi Nils, meine Nachbarn Anaturalisten.

    Auch sowas stellt mal die Welt vom Kopf auf die Füsse.

  • 157. Fridolin  |  21.06.09 at 16:36

    @ Wacke

    Kennst Du die Definition der ‘Brights’ ??

    http://www.brights-deutschland.de

    Hättest Du ein Problem damit, Dich als Bright zu bezeichnen oder bezeichnen zu lassen?

  • 158. Simon  |  21.06.09 at 20:16

    @Fridolin
    Ich finde deine Ideen und allgemein die Richtung in du willst sehr gut und denke das so eine Einstellung mehr Leute überzeugen kann als ständiges Schimpfen über die Kirchen (was zwar berechtigt ist siehe z.B. Steuergeldverschwendung aber alleine wenig konstruktiv).

  • 159. AdmiralT  |  21.06.09 at 20:39

    @ Fridolin

    Ich hätte ein Problem mich als Bright zu bezeichnen.
    Aber nicht wegen den Zielen, die sind soweit genau richtig.
    Ich würde mich nicht richtig fühlen irendwie verstellt. Mich anders Bezeichnen nur um ein paar Probleme zu umgehen? Wir könnten auch das Image das wir bei den anderen momentan haben bessern, aufpolieren. Ich will nicht als Bright durch die Welt gehen, sondern als freier gottlos glücklicher Mensch!

  • 160. Der Epikuräer  |  21.06.09 at 21:35

    @ Fridolin,

    deinen Zielen kann ich nur voll und ganz zustimmen! Die Buskampagne hat dem Atheismus Gehör verschafft, sie hat die nötige Aufmerksamkeit errungen. Jetzt geht es aber darum, das Bild der Atheisten auch mit Leben zu füllen. Und da weisen die von dir genannten Punkte auf den richtigen Weg. Sicherlich gibt es an den Kirchen einiges zu kritisieren - aber das kann nicht der Kern des Atheismus sein. Kritik ist nur dort angebracht, wo sie uns auch betrifft. Wenn wir die Diskriminierung Konfessionsloser in kirchlichen Einrichtugnen kritiseren, ist das vollkommen berechtigt; aber Dinge wie etwa der Zölibat gehen uns einfach nichts an.

    Mit dem Begriff “Bright” habe ich auch mein Problem. Zum einen weil er sich über andere Menschen stellt (was ist denn ein Nicht-Bright? Ein Finsterling?). Zum zweiten, weil er kategorisiert. Wenn ich auf die Frage, was ich denn bin, nicht “katholisch” oder “evangelisch”, sondern “bright” antworte, haben wir nichts gewonnen. Ich möchte lieber einfach nur sagen: “Ich bin Mensch”.

  • 161. Fridolin  |  21.06.09 at 21:39

    @ AdmiralT

    Einfach um Missverständnisse zu vermeiden muss man den Dingen ja einen Namen geben.

    Alle Religionsgemeinschaften haben ja einen Namen - und ein kurzer Begriff ist einfach zweckmässig.

    Die Idee hinter ‘Bright’ ist ein bestimmtes Weltbild mit einem Namen zu versehen.

    Wenn Menschen sich per Definition als ‘glücklich’ bezeichnen, wirkt das auf mich schon ein wenig Verdächtig. Das Wort ‘gottlos’ ist negativ vorbesetzt - man kann natürlich versuchen das Wort neu zu definieren.

    Ich fände es einfach strategisch sinvoll, wenn sich die Menschen unter einem Begriff sammeln würden.

    Wenn man sagen könnte, 20% der Deutschen sind Brights und die Brights haben folgende Forderungen hätte das ein gewisses Gewicht.

    Wenn sich Menschen nichtmal auf eine Bezeichnung einigen können haben sie meiner Meinung nach kaum ein gemeinsames Interesse.

    Du willst also nicht, daß Deiner Gesinnung ein allgemein bekannter Name gegeben wird - richtig?

    Mich überrascht diese Haltung - z.B. die Vegetarier haben ja auch einen allgemein bekannten Namen für Ihre Einstellung und das ist in der Kommunikation ungemein praktisch.

    Bisher scheint der Begriff ‘Bright’ sehr unbekannt - es wäre interessant zu wissen wieviele Menschen in einer repräsentativen Umfrage mit dem Begriff überhaupt etwas anfangen können.

    Angenommen, der Begriff wäre allgemein bekannt wären viele Diskussionen aus meiner Sicht viel einfacher zu führen.

    Die Bekanntheit des Begriffs ‘Bright’ zu fördern wäre für mich schon ein unterstützungswürdiges Ziel einer Kampagne.

    Vielleicht lässt sich meine Idee mit der Münze ja irgendwie zu diesem Zweck gebrauchen…..

  • 162. Fridolin  |  21.06.09 at 21:49

    @ Epikuräer

    Menschen sind wir doch alle.

    Ich bemerke die große Skepsis der eigenen Gesinnung einen Namen zu geben.

    Man kann darüber diskutieren, ob ‘Bright’ ungeeignet weil arrogant ist.

    Ich fände es sehr praktisch, wenn ich meine Einstellung mit einem Wort beschreiben kann und jeder weiss damit, was gemeint ist.

    Ich finde, es wäre sehr viel gewonnen wenn viele Menschen auf die Frage ‘Was bist Du?’ mit ‘Ein Bright’ antworten.

    Es wäre auf einen Schlag klar, daß es viele Menschen mit ähnlicher Gesinnung gibt und es wäre auch jedem klar, daß die Brights berechtigt sind, gesellschaftliche Forderungen zu stellen.

    Wie gesagt, eine Gruppe die sich nichtmal benennen kann hat meiner Meinung nach nichts zu fordern.

    Als Mensch hast Du Menschenrechte.

    Eine große Gruppe darf darüber hinaus in einer Demokratie wesentlich mehr fordern.

  • 163. Peder  |  21.06.09 at 22:15

    @ nellabarca, Lady M
    Korso könnte vermutlich eine Plattform dafür sein. Zzt. ist es halt ein Dachverband mit den üblichen Begleiterscheinungen. Wenn die jetzt eine Initiative auflegen würden, die es interessant macht, da massenweise “zählendes” Mitglied zu werden … Ich werde mal jemanden drauf ansprechen.

    @ Fridolin: Das ist auch mal ein guter Vorschlag. Es gibt ja ungefähr 500 Mio. verschiedene Werbemittel, aber so eine Münze wär was besonderes. Den Hinweis, die andere Seite nicht als borniert darzustellen, lass ich ebenfalls gelten – zumindest nicht verallgemeindernd, es gibt ja schon auch bornierte Gläubige).

    In der Schweiz gab es ja (auch wieder als Gegenreaktion) Plakate mit heftigen Bibelzitaten, die waren schon sehr, sehr witzig!

  • 164. Fridolin  |  21.06.09 at 22:47

    Ich möchte mit meiner Idee der Münze nicht diesen allgemeinen Thread kapern.

    Ich halte die Idee aber für durchaus entwicklungsfähig und wer mit mir über konkretes dazu diskutieren will ist herzlich eingeladen

    http://f3.webmart.de/f.cfm?id=3402348

  • 165. dontpanic  |  22.06.09 at 06:45

    @Ralf
    Klar kann und soll ein religionsfreier Verein auch Sozialarbeiter haben! Ich möchte keine Aktionen gegen Kirche sondern Unterstützung, das Leben sebstverständlich ohne Religion zu führen und ohne ständige Diskussionen “gibts Gott oder nicht”.
    Musikvereine, die nicht in Kirchen auftreten und trotzdem offen für alle sind. Unterstützung, die Feiertage auf humanistische Art zu begehen. Hilfe, Konfrontationen mit Alltag im Alltag zu bewältigen. Bis zur Sterbebegleitung, damit man am Lebensende nicht unter einem Kruzifix liegt und eine fromme Krankenschwester etwas vom ewigen Leben erzählt.

  • 166. AndreAas  |  22.06.09 at 09:01

    Ändert bitte umgehend den Begriff “Atheist” in “Ungläubiger”! Atheist leitet sich ab aus “A Theus” - “Gegen Gott”: Wie kann man gegen etwas sein, was es gar nicht gibt? Sich als Atheist zu bezeichnen hiesse folglich anzuerkennen, dass es Gott gäbe.
    Als in meiner Schulzeit ich von meinem Religionslehrer Blasphemiker (Gotteslästerer) geschimpft wurde habe ich ihm mit der Erklärung, dass man nichts lästern könne was es nicht gibt, den Wind für weitere Anfeindungen aus den Segeln genommen.

  • 167. Manu  |  22.06.09 at 09:05

    “Gottloser” wäre als Begriff allerdings noch passender, AndreAas

  • 168. AndreAas  |  22.06.09 at 09:11

    Wie kann man ohne etwas sein, was es nicht gibt?
    Ich gehe ohne Schuhe, ich schlafe ohne Decke.
    Ich lebe ohne Nichts? Ist irgendwie doppelt negier! Oder?

  • 169. Ralf  |  22.06.09 at 09:38

    @166.@AndreAas

    Ein durchaus interessanter Gedankenansatz.
    “Ungläubiger” muss sich allerding nicht zwingend gegen den religiösen Glauben richten. Ich bin z.B. auch extrem ungläubig, wenn es um Wahlversprechen von Politikern geht ;-)
    Am passendsten finde ich eigentlich “religionsfreier Mensch”. Das “frei” strahlt auch so etwas schön positives aus. Der Begriff ist nur so lang und damit in Diskussionen etwas unhandlich.

    “Gottlos” sehe ich auch als durchaus brauchbaren Vorschlag an um sich von religiös indoktinierten Menschen abzugrenzen - ich kann da zumindest nichts negatives dran entdecken.

    Da der Begriff “Atheist” unabhängig von seiner wortwörtlichen Bedeutung ein durchaus gängiges Wort ist unter dem sich jeder etwas vorstellen kann, sehe ich hier aber keinen zwingenden Handlungsbedarf - und schon gar nicht umgehend.

  • 170. Evil Ernie  |  22.06.09 at 09:50

    @ 166. AndreAas

    kann deinen ansatz durchaus verstehen.

    aber letztlich gibt es doch “gott”

    - als wort/begriff z.b. im duden
    - als imaginärer freund, feind, etc. in den köpfen zu vieler gläubigen.
    - als “ursache” für unglaubliches elend, krieg, unterdrückung, etc.

    usw…

    und ich denke, dagegen kann man sehr wohl sein.

    ausserdem schließe ich mich da 169. Ralf an:

    “Da der Begriff “Atheist” unabhängig von seiner wortwörtlichen Bedeutung ein durchaus gängiges Wort ist unter dem sich jeder etwas vorstellen kann, …”

    =:)

  • 171. Vorschlag  |  22.06.09 at 09:50

    Es wurde wiederholt dargelegt, dass Mutter Theresa einen schlechten Job gemacht hat. Es wäre doch eine gute Sache, wenn Atheisten in den Slums dieser Welt einen besseren Job machen würden. Gutes tun und darüber reden! Das würde überzeugen.

  • 172. Ralf  |  22.06.09 at 09:55

    @171.Vorschlag

    Da gibt es bereits genug reilgionsunabhängige Organisationen (Ärzte ohne Grenzen etc.)
    Da sehe ich jetzt nicht so unbedingt einen Sinn drin eine neue Organisation aufzubauen nur um hier in der Öffentlichkeit das Zeichen zu setzen, dass nicht nur die Kirchen sondern auch die Atheisten gutes tun.
    Dann doch lieber unter dem Gedanken der Effizienz die bestehenden Organisationen unterstützen.

  • 173. AndreAas  |  22.06.09 at 10:18

    Die Kampagne hiess doch: “Es gibt keinen Gott”, EBEN davon rede ich. Wenn 170 jetzt plötzlich mit der Erklärung es gibt Gott als Begriff daherkommt,
    kann ich nur sagen: Es GIBT Logik und derer solltet ihr Euch befleissigen, da Ihr sonst die Kampagne selbst torpediert. Aber bitte, müsst Ihr selbst wissen in welche selbstgelegten Minen ihr tretet. Wollte nur hilfreich zur Seite stehen, damit Ihr mit solch selbstgelegten Logikfallen nicht zum angreifbaren Opfer religiöser Fanatiker werdet.

  • 174. Vorschlag  |  22.06.09 at 10:20

    Bei Ärzte ohne Grenzen arbeiten auch Christen und andere Gläubige. Es ist mir neu, dass es Hilfsorganisationen gibt, die Gläubige ausschließen. Mir ist keine atheistischen Hilfsorganisation bekannt. Das wäre doch mal was. Die müssten doch viel besser funktionieren wegen des Realismus der dort herrschen würde. Vermutlich würde sich dort der Realismus rasch als Egoismus entpuppen.

  • 175. Sympathisant  |  22.06.09 at 10:27

    173. AndreAas

    Die komplette Aktion ist doch ganz offensichtlich ein gigantisches Eigentor :-)

  • 176. Ralf  |  22.06.09 at 10:34

    @174.Vorschlag

    Mag ja sein, dass ich das bisher immer falsch aufgefasst habe, aber Ziel der Aktion ist es doch nicht hier irgendjemanden auszuschließen, sondern die Benachteiligung von religionsfreien Menschen in der Öffentlichkeit zu beenden.

    Solange mich niemand missionieren oder mich andes mit seinem Glauben belästigt, wüsste ich nicht, warum ich mit dem nicht zusammenarbeiten soll. Der normale Durchschnittchrist ist doch kein Idiot, der den ganzen Tag nur mit seiner Bibel in der Hand rumläuft und vor lauter Missionierungswahn nicht produktiv arbeiten kann.
    (die hier im Forum hin und wieder vertretenen Christentrolle sind die Ausnahmen, die die Regel bestätigen)

  • 177. Evil Ernie  |  22.06.09 at 10:38

    @174.Vorschlag

    “Bei Ärzte ohne Grenzen arbeiten auch Christen und andere Gläubige. Es ist mir neu, dass es Hilfsorganisationen gibt, die Gläubige ausschließen.”

    warum sollten sie? dann würden sie ja den gleichen großen fehler wie die ganzen kirchlichen organisationen begehen, bei denen du ohne konfession auch keinen job bekommst. ganz unschön diskriminierend, oder?

    warum also sollte man sich selbst solche grenzen stecken?
    auf den menschen kommt es an, oder?

  • 178. Vorschlag  |  22.06.09 at 10:42

    Wo werden denn religionsfreie Menschen in der Öffentlichkeit benachteiligt? OK, im Iran und Co. vielleicht. Ich habe eher den Eindruck, dass Gläubige hierzulande als bemitleidenswerte Irre angesehen werden - was zumindest diese Threads beweisen.

  • 179. Evil Ernie  |  22.06.09 at 10:48

    der war gut…

    fängt ja schon genau mit dieser buskampagne an. oder wer kann “Vorschlag” nochmal kurz sagen warum ein bus extra angemietet werden musste?

    auch interessant:

    http://daserste.ndr.de/panorama/media/panorama260.html

    oder wie ich oben schon schrieb, versuche mal ohne konfession bei einer kirchlichen organisation einen job zu bekommen.

  • 180. Vorschlag  |  22.06.09 at 11:00

    Ja, das ist halt Lobbyarbeit. Da ist die Pharmaindustrie, Atomindustrie uvam. noch viel erfolgreicher. OK, Lobby für “Es gibt keinen Gott - höchstwahrscheinlich” ist nicht sonderlich erfolgreich. Das liegt wohl an den Leuten, die das machen oder versuchen. Das Programm an sich ist ja auch nicht sonderlich überzeugend.

  • 181. Wacke  |  22.06.09 at 11:03

    @fridolin 157

    Ich hätte damit kein Problem, wenn man mich so bezeichnet. Ich finde es selbst für mich nur klarer und auch nicht ganz so … angehaucht, wie mir eben ein Kunstwort wie “Brights” und auch der schön blaue Auftritt vorkommt, wenn ich einfach als Naturalist mich zu erkennen gebe. Aber das ist wohl eine eher tief verankerte Abneigung zu Organisationen. Das betrifft nicht allein die “Brights”. Ich denke, dass ich; so wie viele andere mit einem naturalistischem Weltbild; mich sehr wohl mit den Zielen von einigen konfessionslosen Organisationen identifizieren kann. Und auch, dass wir mit Kampagnen wie dieser prinzipiell konform gehen und auch uns immer wieder einsetzen für … dies … und für …. das. Aber den Button “EINTRITT” drücken wir so schnell nicht.

    Ich engagiere mich persönlich ein wenig über eine Bürgerliste in der Kommunalpolitik, ohne und gerade weil ich mich nicht parteipolitisch binden möchte. Mit ähnlichen Strukturen könnte ich auch hier etwas anfangen. Keine durchorganisierten “Parteien”, sondern ein Netzwerk von lokalen Menschen, die vor Ort Dinge anschieben, im Austausch stehen. Die Schwierigkeiten, solche gesellschaftlichen Ziele wie die “Brights” sie sich auch auf die Fahnen schreiben, durchzusetzen, sehe ich sehr wohl mit meinem Modell. Ich fürchte aber, dass der ganze Acker “Konfessionslose etc.” kaum durch eine oder wenige Organisationen politisch bestellt werden kann. Da sind wohl doch die Unterschiede auf vielen anderen Ebenen zu groß. Doch um so mehr macht es Sinn, dass gerade jetzt an dieser Stelle, wo die Kämpfe mit sich und den Trollen ausgefochten sind, wo der Ton wieder entpolemisiert wird, über die paar Gemeinsamkeiten zu reden, theoretische und praktische. Ich würde mich freuen, wenn die ganze Kampagne nicht nur ein Internetauftritt bleibt oder eine Diskussion welcher Verband irgendwelche Interessen am Besten vertritt, sondern wenn sich Menschen mit Ideen finden, die ein oder zwei wichtige Fragen in der nächsten Zeit stellen.

    Für mich wäre das zum Beispiel: Der säkulare Staat.

  • 182. Soli  |  22.06.09 at 11:19

    Medienwirksame Gründung eines humanistischen Kindergartens, in denen z. B. die Erzieherinnen angemessen entlohnt werden, dabei klare Distanzierung von der Kirche als “Arbeitgeber”… äh, Abzocker in hauptsächlich vom Staat mitfinanzierten Kinder-Manipulations-Anstalten.
    http://www.ekir.de/ekir/3475_54269.php
    “Becker sprach sich zudem für ein Grundrecht auf Streik auch für kirchliche Mitarbeiter aus. Die Meinung der kirchlichen Arbeitgeber, dass Tarifverträge und Arbeitskampfmaßnahmen ein offener Bruch des kirchlichen Rechts seien, sei juristisch umstritten,” “Die drei Landeskirchen hatten Forderungen nach einem Streikrecht oder nach Haustarifverträgen erst kürzlich zurückgewiesen. Solche Verhandlungen wären ein offener Rechtsbruch, hieß es. Der sogenannte Dritte Weg von Kirche und Diakonie beim Arbeitsrecht, der klassische Arbeitskampfmaßnahmen ausschließt, stehe nicht zur Disposition.”

  • 183. Soli  |  22.06.09 at 12:31

    Ehrlich, finde ich total wichtig, angesichts solcher Geschichten hier:
    http://ibka.org/node/591
    Kinder, die von ihren Eltern in einen solchen Kindergarten gegeben werden würden, fehlen dann in den kirchlichen - nur so (!) kann man die Anzahl letzterer reduzieren, wie man sieht.
    Die grundlegendste, wichtigste Aktivität eines Atheisten sollte es m. E. sein, Kinder und Jugendliche vor religiöser Manipulation zu schützen.

  • 184. Barbara  |  22.06.09 at 14:31

    @Ralf 169: Der von Dir genannte Begriff “religionsfrei” hört sich für mich auf jeden Fall positiver als gottlos an, dieser sollte für uns, die wir so empfinden, auch grundsätzlich öfter genutzt werden. Zwar habe ich mich über die Brights schlau gemacht, der Name jedoch hat sicherlich für viele unserer Landsleute einen etwas obskuren Beigeschmack. Wüßte ich es nicht besser, würde ich eher an eine Sekte denken, und schon das alleine würde mich davon abhalten, mich als solchen zu bezeichnen, obwohl ich mit dem Gedankengut dieser Gruppe 100% konform gehe. Habe ein paar Kolleginnen auch diesbezüglich angesprochen, und die Reaktion war genau dieseselbe. Religionsfrei klingt für mich total freundlich. Tolle Idee von Dir, Ralf.
    @Vorschlag - 178. Mach Dich schlau, religionsfreie Menschen werden deutlich benachteiligt, indem sie unter der Hand für die Förderung aller religiösen Gruppen durch Steuern mitbezahlen müssen, z.B. das Gehalt vom Mixa und die Religionsunterrichtsstunden etc. etc. Das geht in die Millionen.

  • 185. gute Idee  |  22.06.09 at 14:44

    wow - religionsfrei ist wirklich gut! gefaellt mir!

  • 186. Barbara  |  22.06.09 at 14:49

    nochmal zu Vorschlag.: Aufgrund persönlicher Umstände habe ich mich dazu (vor ca. 30 Jahren) berufen gefühlt, beim SOS Kinderdorf als Kinderdorfmutter zu arbeiten, bzw. mich hierzu ausbilden zu lassen. Ich wurde abgelehnt, weil ich nicht der katholischen Kirche angehörte. Das hat sich zwischenzeitlich wohl bei dieser Organisation geändert, ich mich aber auch. Und, Vorschlag, lese einmal in den Foren und auch Du wirst nicht umhin kommen, festzustellen, dass zumindest die hier herumgeisternden Gläubigen nicht nur borniert und stumpfsinning sind, sondern der sichere Beweis für die Nichtexistenz eines guten Gottes.

  • 187. Cinderella01  |  22.06.09 at 14:53

    @184 Barbara
    Glaubst Du denn tatsächlich, Du hättest einen Cent mehr in der Tasche, wenn Du für die Religiösen nicht “mitbezahlen” müsstest?

    Das Geld wird dann in die allgemeine “Bildung” investiert. Auch staatliche Kindergärten und Schulen brauchen Geld und der Bürger wird es einsehen müssen, dass man das an den Kirchen gesparte Geld dann eben woanders einsetzen muss.
    Und wenn der Staat die Aufgaben der Kirchen übernimmt, wird es mit Sicherheit nicht billiger und auch nicht besser.
    Träume weiter…

    Diese ständigen Diskussionen hier ums Geld zeigen doch sehr deutlich, worum es den Atheisten hier eigentlich geht: Linke Positionen durchzudrücken. (An Neid-/Geld Diskussionen erkennt man die Linken halt ganz leicht). Warum seid ihr dann eigentlich nicht ehrlich und nennt euch statt “Atheisten etc.” einfach “die Linke/PDS/SED”?
    Dann wüssten alle anderen woran sie wären und und ihr müsstet euch nicht weiter hinter irgendwelchen Pseudo-Gruppen verstecken.

  • 188. Cinderella01  |  22.06.09 at 15:01

    @184 Barbara
    noch ein PS:
    Ich würde gerne auch immer auf meiner Steuererklärung vermerken: “Bitte meinen Soli in die Bayerischen Schulen und Kindergärten investieren als in diesen Moloch Ex-DDR”. Ich bin auch nicht dafür, dass man mit meinem Geld den atheistischen Osten unterstützt, trotzdem habe ich keine Wahl und muss zahlen. Ob mir das passt oder nicht.
    Und warum soll es dann umgekehrt nicht genauso sein?

  • 189. Evil Ernie  |  22.06.09 at 15:11

    187. Cinderella01

    naja, und dein beitrag zeigt sehr deutlich, dass du das noch immer nicht kapiert hast.

    wenn das geld auch lediglich umverteilt werden würde, hätte das doch eine wesentliche auswirkung auf die MACHTposition und den EINFLUSS der kirchlichen organisationen.

    und was wir brauchen sind nun mal kindergärten und schulen in denen die kids zu selbständig denkenden, kritischen und eigenverantwortlichen menschen “erzogen” werden, was letztlich doch ziemlich konträr zu der position “der kirche” steht.

    “Und warum soll es dann umgekehrt nicht genauso sein?”

    weil dieses, zumindest auf dem papier und gesetzlich, ein säkularer staat ist.

  • 190. gute Idee  |  22.06.09 at 15:12

    @Cinderella01

    >>Das Geld wird dann in die allgemeine “Bildung” investiert.

    Und das ist ene sehr Sinnvolle Investition. Meiner Meinung gibt es nichts besseres als Bilding. (was auch der groesste Feind der Religionen ist)

    >>statt “Atheisten etc.” einfach “die Linke/PDS/SED”?

    Immer diese Unterstellungen…faellt euch nichts anderes ein? Sehen so die Atheisten in der kunter-bunten Welt der Kriche aus? Neidische Kommunisten?

    Atheismus ist keine politische Richtung und ich kann nur fuer mich selbst sprechen. Aber ich finde weder die Linken gut, noch will ich eine zweite Soviet Union errichten. Ganz im Gegenteil.

    Kuerzung von unsinnigen Staatsausgaben ist auch nicht unbedingt Politik der Planwirtschaft gewesen.

  • 191. Ralf  |  22.06.09 at 15:16

    @Cinderella01

    Die Kirche gibt ca. 7% der ganzen Subventionen für wohltätige Zwecke aus. Dein ganzer Beitrag geht also völig an der Realtität vorbei.

    Einmal abgesehen davon, dass ich überhaupt kein Problem damit hätte (im Gegenteil, ich fände das sogar wünschenswert), wenn die ganzen Subventionen, die bei der Kirche gespart werden könnten, für soziale Zwecke verwendet werden.
    Ich benötige das Geld (glücklicherweise) nicht. Aber deshalb muss ich es ja noch lange nicht akzeptieren, dass das Geld einer Organisation wie der Kirche zukommt (die davon halt 93% für Eigenbedarf benötigt).

  • 192. Alina  |  22.06.09 at 15:16

    hi leute,
    finde die aktion und den slogan richtig gut, nur besser fand ich ihn mit dem zusatz der christen : “…und wenn es ihn doch gibt?” wobei hier das fragezeichen sehr wichtig ist, so wird keinem ne meinung aufgedrängt oder so, sondern einfach ne diskussion und das nachdenken angeregt. wie wäre es mit einer aktion wo christen und ungläubige pro und contra beweise für die existenz oder nichtexistenz gottes liefern. sowas find ich viel interessanter. so ist es nämlich genauso, wie wenn die gläubigen und alle bekehren und uns beweisen wollen, es gibt einen gott. wie mag es den gläubigen damit gehen, wenn man ihre herz internen überzeugungen öffentlich als falsch hinstellt?
    deswegen: lieber friedliche,objektive diskussionen, aber nich sone feststellungen rausposaunen, als ob das die ultimative wahrheit ist.

  • 193. Ralf  |  22.06.09 at 15:18

    @182.Soli

    humanistische Kindergärten und Grundschulen gibt es doch schon.
    Es müssen nur noch mehr werden.

  • 194. Evil Ernie  |  22.06.09 at 15:20

    und humanistische hospize bitte auch…

  • 195. Ralf  |  22.06.09 at 15:20

    @171. Vorschlag

    Was für eine Position vertrittst Du hier eigentlich?
    Deine ersten Beiträge hatte ich so verstanden, dass Du für die grundlegenden Ziele der Buskampagne und der Atheisten bist.
    Bei Deinen letzten Beiträgen bin ich mir da nicht mehr so sicher.
    Ich bitte um eine kurze Erläuterung.

  • 196. Barbara  |  22.06.09 at 15:22

    Ach Cindarella01 - 187 und 188 - Du hast tatsächlich nichts verstanden, weder, worum es hier geht, noch, was wir Religionsfreien tatsächlich wollen. Du hast noch nie nachgesehen, was die BG-Stiftung bezweckt, Du hast Dich noch nie damit befasst, was mit den Schutzbefohlenen (Kindern) passiert, die indoktriniert werden, was der Herr Ratzinger für verantwortungslosen, menschenfeindlichen verbalen Unsinn verzapft usw usw usw. Wer liest, ist, wie schon öfters vermerkt, auf jeden Fall im Vorteil. Im übrigen, falls Du es noch nicht bemerkt hast, dies ist ein Forum für religionsfreie Menschen, die sich Gedanken um neue Ideen machen möchten und nicht missioniert werden wollen, was fruchtlos sein wird. Glaube ist Privatsache und nur für Erwachsene. Die Säuglingstaufe ist Vergewaltigung von Schutzbefohlenen, um es krass auszudrücken. Vorschlag zur Güte: Wenn Du keine Ideen hast, gehe zu, weiß nicht, vielleicht “Nur die Bibel hat Recht” oder “Jesus lebt” oder sowas ähnlichem. Freundlichen Gruß

  • 197. AdmiralT  |  22.06.09 at 15:33

    @ Fridolin 161

    Nur uns einen anderen Namen geben ist nicht die Lösung aller Probleme. Selbst wenn wir uns so nun nennen, kommen Religiöse auf den gedanken das waren doch mal die. (Siehe SED zu PDS zu Die Linke- eine Vorgeschichte wird uns immer noch anhaften, das ändert kein neuer Name)

    Und klar fände ich es schön wenn meiner Anschauung ein posetiv bekannter Name erliehen wird aber nicht Bright.

    Ich fände es besser wenn unser Image Atheist Gottlos oder wie auch immer in der Welt verbessert wird.

  • 198. Cinderella01  |  22.06.09 at 15:38

    @196 Barbara
    Manchmal ist es schon sehr wichtig, den Religionslosen nicht das Feld zu überlassen. Denn ich möchte nicht in einem Staat ‘a la DDR leben.
    Die Kirchen sind den Linken ein Dorn im Auge, weiß man ja.
    Im übrigen habe ich noch nicht gehört, dass Mütter ihre getauften Säuglinge umbringen und sie dann anschließend in Blumenkästen vergraben. Ein weiteres Phänomen der säkularen Erziehung in den DDR-Kindergärten. Aber hier sind ja (wieder mal) die anderen schuld. Da war die Indoktrination durch das säkulare Bildungssystem doch wohl etwas menschenfeindlicher und Selbstverantwortung haben die Leute in der säkularen Erziehung dort wohl auch nicht gelernt?

  • 199. Alina  |  22.06.09 at 15:41

    durfte in meiner letzten reliklausur vorm abi das thema gottesbeweise durchkauen und mein schlusssatz kam ganz gut bei meiner lehrerin an:
    mit dem glaube an gott ist seine existenz noch nicht bewiesen. ich habe ja nichts gegen den glaube an gott, jedoch sollte es eine private angelegenheit werden und keine staatliche.
    das is ja das grundproblem der angelegenheit hier.
    wer sich wo zu glaubensgruppen und gemeinden zusammenschließt is ja egal und grundsätzlich nciht verkehrt. jedoch sollte nichtz versucht werden die ungläubigen zu bekehren und die kinder sollten später im erwachsenenalter von alleine zum glauben finden können und nicht hineingeboren werden.

  • 200. Alina  |  22.06.09 at 15:43

    nur weil die ddr den glauben nicht in die politik einbezogen hat war sie nicht von grundauf schlecht. es gab gute und schlechte seiten und das solltest du cinderella auch bedenken.
    immerhin wurden die mütter darin unterstütz auch arbeiten zu gehen und nicht zuhause zu bleiben. was ist denn daran bitte verkehrt? aber an sone sachen denkst du ja gar nicht

  • 201. Evil Ernie  |  22.06.09 at 15:48

    198. Cinderella01

    versuchst du da gerade wieder mal dem Atheismus ein kommunistisches deckmäntelchen zu verpassen?

    erwischt!!!

    ansonsten schließe ich mich 196. Barbara an:

    “Wenn Du keine Ideen hast, gehe zu, weiß nicht, vielleicht “Nur die Bibel hat Recht” oder “Jesus lebt” oder sowas ähnlichem.”

  • 202. AdmiralT  |  22.06.09 at 15:49

    @Cinderella01

    Ich bin erschütter das es Menscen wie dich noch in Detschland gibt. So naiv in seiner komplett entstellten Meinung zu verharren… mein Beileid!
    Deiner DDR feindlichkeit entnehme ich du kommst aus dem Westen. Ich wette mit dir wenn man mal die Orte makiert wo Säuglinge und Kleinkinder getötet wurden unter dem Masstab den du hier angibst, wird der Westen mit Makierungen übersäät sein und der Osten nicht!
    Und Maße dir nicht an die DDR-Bürger zu bewerten, besonders nicht ihre Verantwortung und ihre Erziehung, da von hast du null Ahnung.

  • 203. Cinderella01  |  22.06.09 at 15:49

    @Alina

    na bitte, wusst’ ichs doch.
    Was waren denn die guten Seiten?

    Den Müttern scheint es dann eben egal gewesen zu sein, was der Staat aus ihren Kindern macht.
    Mir wäre das z.B. nicht egal. Und ich kenne viele Mütter, die das ähnlich sehen. Und wie gesagt, Selbstverantwortung haben diese Kinder wohl nicht gelernt. Ich schon, obwohl ich getauft bin, Religionsunterricht etc. hatte. Und ich kenne viele, denen es ähnlich geht.
    Irgendwas scheint dann doch in der Argumentation der Atheisten nicht zu stimmen.

  • 204. AdmiralT  |  22.06.09 at 15:53

    @ Cinderella01 203

    “Den Müttern scheint es dann eben egal gewesen zu sein,…”

    Wie kommst du bitte darauf, welche Beweise hast du?

  • 205. Ralf  |  22.06.09 at 15:54

    Ach kommt Leute.

    Cinderella ist ein kleiner Christentroll und die soll man nicht füttern.

    Lasst sie doch ein bißchen auf die “atheistische” DDR schimpfen. Wenn es Sie denn glücklich macht.
    Wir könnten jetzt im Gegenzug die jüngsten christlichen Kinderschänderskandale in Deutschland und Irland anführen. Aber das prallt an einem wahrhaft gläubigen Chrisetn ohnehin so ab.
    Also spart Euch die Arbeit für ein paar Christen auf, die in der Lage sind wenigstens halbwegs fundiert zu diskutieren. Cinderella ist bestenfalls Kindergarten-Niveau.

  • 206. AdmiralT  |  22.06.09 at 16:01

    @ Ralf 205

    Du hast ja vollkommen Recht
    Es macht mich einfach nur traurig so etwas zu hören.

    @Fridolin
    Zu deiner Münze.
    Welche Größe soll die haben? Die größe von einem Euro, das man die in den EInkaufswagen machen kann?
    Oder: Es gibt doch jedes Jahr eine 2€ Sonderprägung in Deutschland. Auch wenn es ziemlich erfolgslos sein wird so etwas zu erreichen, wäre es eine echte 2€ Münze mit unserem Aufdruck auf der Rückseite, die Münze schmeißt defietiv keiner weg.

  • 207. Ralf  |  22.06.09 at 16:04

    @206.AdmiralT

    Die “Atheistenmünze” auch für den Einkaufswage nutzbar - die Idee ist gut! Das wäre ein Mehrwert und damit steigt die Wahrscheinlichkeit, dass die Leute die Münze auch behalten.

  • 208. Barbara  |  22.06.09 at 16:13

    Cinderella01, Alina, dies ist ein Diskussionsforum der Atheistenbuskampagneteilnehmer, um Ideen auzutauschen, wie wir unsere Position in unserem nur auf dem Papier existierenden säkularen Staat stärken können. Bitte das zu respektieren. Dieses Gerede von Säuglingsmördern und DDR und Linke PDS(absolut nichts verstanden vom Beitrag 196, nachschauen im Duden, was Indoktrination bedeutet) ist hier nicht angebracht. Ich bin getauft, katholisch erzogen und habe so mit 15 angefangen, zu denken. Heute bin ich deshalb das, was mich als Mensch auszeichnet, religionsfrei und human und mein Kind auch. Also entweder zurück zum Thema oder……….einen schönen Abend noch.

  • 209. Alina  |  22.06.09 at 16:13

    ich bin auch von einer berufstätigen mutter erzogen worden cinderella, mit 18 ausgezogen letztes jahr und nun mein abit erfolgreich gemeistert, also geschadet hat es wohl nicht. und selbstständig denken kann ich auch. also wenn du keine ahnung vom osten hast, lass auch deine urteile bleiben. wir könnten hier auch von den kreuzzügen anfangen, zig opfer für den glauben, is das ethisch korrekt? also, denk ma genau über die geschichte der christenheit nach und denn sag nochma dass es berufstätigen müttern egal ist was mit den kindern passiert

  • 210. fridolin  |  22.06.09 at 16:16

    @ AdmiralT

    Es geht ja nicht darum, einen Club zu gründen dem man Beitreten soll. Es geht darum, der Gruppe einen Namen zu geben.

    Offenbar haben zu viele Leute ein Problem mit dem Namen Bright.

    Ein Bright wird man nicht dadurch, daß man einem Verein beitritt. Ein Bright ist man automatisch, wenn man die Definition erfüllt.

    Blond wirst Du nicht dadurch, daß Du Dich bei ‘blond’ anmeldest. Blond wirst Du, wenn Deine Haare hell sind.

    Viele Leute wissen gar nicht, das ‘gay’ ursprünglich ‘fröhlich, vergnügt’ bedeutet hat. Die Gruppe hat sich als die ‘Fröhlichen’ bekannt gemacht. Zum ‘gay’ sein ist kein Mitgliedsantrag notwendig ;)

    Gottloser - Naturalist - Atheist - Agnostiker - Religionsloser - Konfessionsloser - Humanist - Religionsfreier ….

    Es gibt schon viele Namen für die Sache - aber keiner weiss so ganz genau, was nun wirklich im Detail mit diesen Begriffen gemeint ist und wo die genauen Abgrenzungen liegen.

    Natürlich ist ein neuer Name noch nicht die Lösung aller Probleme - aber es wäre trotzdem ein großer Vorteil wenn man die Gruppe die etwas will auch benennen kann.

    Bright sollte einfach ein Name sein für Leute, die nicht an Hokuspokus glauben.

    Muss der Name der Gruppe gleich die Definition enthalten?

    Ich finde die Idee nicht schlecht, sich erstmal auf einen Begriff zu einigen und diesen dann allgemein bekannt zu machen.

    Momentan ist die Gruppe die ein Anliegen hat irgendwie noch sehr diffus und nebulös. Es fehlt ein gemeinsamer Nenner.

  • 211. fridolin  |  22.06.09 at 16:21

    @ AdmiralT

    Wenn keine Werbung auf Bussen genehmigt wird, ist Werbung auf dem staatlichen Zahlungsmittel vermutlich auch nicht drin.

    Einkaufswagen-Kompatibilität habe ich schon in der Ideensammlung. Wer im Detail über die Münze diskutieren will guckt bitte hier:

    http://f3.webmart.de/f.cfm?id=3402348

    Ich erkundige mich bereits konkret bei Herstellern über die technischen Möglichkeiten im Detail.

    Ich fänd es ja zu witzig die Münze einfach als ‘Köder’ auszulegen. Könnte ja wie ein Euro aus zwei Metallen bestehen und auf die Entfernung genauso aussehen….

  • 212. Barbara  |  22.06.09 at 16:46

    fridolin, habe eben meine Münze-Idee auf der o.g. Seite hinterlegt. Ist wirklich eine gute Idee. Habe auch meine ersten Vorschläge dort hinterlegt, warte aber noch auf den ganz großen “Brainstorm” diesbezüglich. Dann höre ich ja sicherlich noch davon, wie das technisch möglich gemacht wird und auch, was da finanziell auf uns zukommen würde. Was meint Ralf etc. dazu oder die anderen freigeistigen Organisationen. Habt Ihr das schon erörtert. Ich werde beim nächsten Treffen mit meinen Leuten das mal ansprechen.

  • 213. heuchler  |  22.06.09 at 16:56

    Meine Ideen:

    Politisch was bewegen.
    NGO gründen.
    So friedlich und mutig bleiben wie bisher!

    Damit das ein Thema wird:

    Werbung an Bushaltestellen drucken!

    Das kommt gut an und kostet weniger.

  • 214. Tina  |  22.06.09 at 17:10

    ngo?????

  • 215. fridolin  |  22.06.09 at 17:18

    Die Abkürzung war mir auch nicht geläufig.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Nichtregierungsorganisation

  • 216. Chris  |  22.06.09 at 18:06

    Ich hätte auch noch eine Idee:

    Wir wär’s mit einem sozialen Projekt? Irgendwas für die Menschen, die in der Gesellschaft durchfallen? Drogenabhängige, Dauerarbeitslose, psychisch labile Jugendliche, … ?

    Damit könnte man beweisen, dass der organisierte Ahteismus nichts mit “survival of the fittest” zu tun hat und dass der Atheismus eine über “Was Du nicht willst, das man Dir tut, das füg auch keinem andern zu” - hinausgehende Ethik hat?

    Und man könnte DEN Christen, die sich sozial für die Schwachen in der Gesellschaft engagieren, beweisen, dass das ohne Glauben als Triebfeder genauso gut und nachhaltig geht.

    Gruß,
    Christof

  • 217. Cinderella01  |  22.06.09 at 18:32

    @201 Evil Ernie,

    warum sollte ich? Ich find’s echt lustig hier.
    Ist doch gut für uns Christen zu sehen, dass von den Atheisten (noch) keine Gefahr ausgeht. Das strotzt ja nur so vor Toleranz hier. Deshalb: wehret den Anfängen.
    Ich will keine linke und keine rechte Diktatur, aber auch keine sog. “Tolerante” “Humanistische”.

  • 218. Barbara  |  22.06.09 at 18:36

    Chris, ich denke, Du hast das nicht richtig interpretiert: “survival of the fittest” bedeutet nicht, dass der Stärkere überlebt, sondern der, der sich am besten anpasst (Klima, Umfeld etc. ) und das ist auch bewiesen. Mit Hilfe von staatlichen Geldern ist es nicht schwierig, sich für die Schwachen zu engagieren. Nur so ist es diesen Organisationen auch möglich, das Gute zu tun, die schmücken sich mit fremden Federn. Wie leider überall zu sehen ist, heute noch und in der Vergangenheit, sammeln diese Gutmenschen auch noch Schäfchen dabei. Jesus statt Koks, na ja, für den Körper ist es sicherlich gesünder. Das nur kurz angemerkt. Erst mal die humanistischen Gedanken bekanntmachen, durch Aktionen, Medien etc.

  • 219. Evil Ernie  |  22.06.09 at 18:51

    217. Cinderella01
    ziemlich aufschlussreich…

    du fragst warum?
    weil du als aufrichtiger christ dich vielleicht etwas in respekt deinen mitmenschen gegenüber und nächstenliebe üben willst?

    oder hast du so wenig gottvertrauen, dass du hier ständig rumtrollen musst?

    schafft er das nicht alleine?

    btw: “gefahr von atheisten”? birgt doch letztlich auch wieder nur ANGST!!!

    und wieder stelle ich dein gottvertrauen in frage.
    denkst du nicht, er wird allein mit uns fertig?

    du kannst dich also ruhig aufs beten konzentrieren und uns einfach in ruhe lassen.

    mist, gerade hab ich mich dabei ertappt, wie ich hier einen troll fütter.
    ich hoffe die anderen können mir noch einmal verzeihen. ich versuch mich zu bessern.

    =;)

  • 220. Ralf  |  22.06.09 at 19:13

    @219.Evil Ernie

    Wobei ich mir durchaus die Frage stelle was weniger schlimm wäre:
    Eine rechte oder linke Diktatur oder ein Leben unter dem Einfluß von Menschen auf dem geistigen Niveau einer Cinderella?
    Beim Papst oder Bischof Mixa hat man es ja noch mit Leuten zu tun, die intelligent sind (zwar eine hoch gefährliche Art der Intelligenz aber trotzdem) aber bei unserm Cindy-Schatz???
    *brrrrr* bei dem Gedanken läufts mir echt eiskalt den Rücken runter.

  • 221. Chris  |  22.06.09 at 19:48

    Hi Barbara,

    sorry, war an dieser Stelle vielleicht sachlich nicht ganz korrekt. Ich weiß, dass das bewiesen ist. Es sollte nicht so klingen, als würde ich das Selektionsprinzip in Frage stellen.

    Allem anderen, was Du schreibst, kann ich nicht wirklich zustimmen. Wenn Du Dich z.B. mit der Entstehung der Waisenhäuser, den Anfängen der Diakonie, etc. beschäftigst, dann wirst Du sehen, dass keinem von diesen Menschen das Geld vom Staat hinterhergeschmissen wurde. Auch heute arbeiten eine Vielzeit von Menschen für ein Taschengeld - oder ehrenamtlich - für die Schwachen in der Gesellschaft. Dass Organisationen, die sich in diesem Sinne für Menschen einsetzen, vom Staat ein paar Kröten bekommen, ist wohl recht und billig. Dass dies bei wenigen kariativen Einrichtungen die Kosten deckt, sollte jedoch auch bekannt sein…

    Ich finde die Frage, was ein organisierter Atheismus der Welt zu geben hat, schon berechtigt. Und ich meine das überhaupt nicht ironisch, sondern fände es prima, wenn das soziale Engagement in unserer Welt durch diese Aktion zunimmt!

    Gruß, Chris

  • 222. Ralf  |  22.06.09 at 20:06

    @221.Chris

    Du übersiehst da etwas:
    Als diese ganzen caritativen Einrichtungen entstanden sind (Waisenhäuser, Diakonie) hatten wir hier in Deutschland einen Christenanteil von ca. 100%. In dieser rein christlichen Gesellschaft gab es schlicht und ergreifend niemand anderen ausser der Kirche, der den caritativen Bereich abdecken konnte. Das ist aber jetzt nicht als “Verdienst der Kirche” zu werten, sondern einfach historisch bedingt.

    Die Atheisten sind derzeit noch so wenig, dass die ein Problem haben sich überhaupt zu organsieren. Wie sollen die da so etwas wie eine Sozialstation o.ä. auf die Beine stellen?

  • 223. Chris  |  22.06.09 at 22:04

    Ne, das stimmt schon, es war wohl nicht der Verdienst der Kirche, eher der Verdienst einzelner…

    Die Kirche war zu oft in der Geschichte eine im Grunde gottlose Organisation, die den Namen Gottes missbraucht hat, um ihren Machtanspruch zu sichern. Dass es jemals 100% “Christen” gab, glaube ich niemals im Leben. Höchstens auf dem Papier.

    Die totalitär-gottlosen Regime des 20. Jahrhunderts, die Gott offen abgelehnt haben und den Glauben abschaffen wollten, waren allerdings auch nicht besser. Daher steht der Beweis, dass eine ahteistische Welt die bessere sei, noch aus.

    Trotz allem fände ich es toll, wenn HEUTE Christen und Ahteisten mehr gegen die soziale Not um uns herum kämpfen würden. Können wir uns vielleicht darauf einigen?

    Gruß, Chris

  • 224. Felix R. Thiessen  |  22.06.09 at 22:05

    Liebe Freunde von der Kampagne,
    liebe Foumskollegen,
    ich wäre sehr erfreut wenn man sich zu einer Aktionsgemeinschaft entschließen könnte, in denen die atheistischen Gesellschaften gemeinschaftlich weitere medienwirksame Aktionen planen könnten.
    Und die Buskampagne könnte man eventuell in 5-10 Jahren gerne noch einmal wiederholen.
    Mit den besten Grüßen
    Felix

  • 225. Ralf  |  22.06.09 at 22:17

    Hier ein Vorschlag, der gerade in einem anderen Forum entwickelt wurde:

    Atheistenstollen ! (= Gegenstück zum weihnachtlichen Christstollen)

    Kennt evtl. irgendjemand hier einen Bäcker, der so etwas in der Weihnachtszeit herstellen könnte?
    Das wäre doch der Knaller auf dem Weihnachtsmarkt.

    Das Weihnachtsgeschäft fängt in 5 Monaten so richtig an. Bis dahin sollte sich doch was in dieser Richtung organsieren lassen.

  • 226. Evil Ernie  |  22.06.09 at 22:23

    @ Ralf:

    Respekt, das ging jetzt aber wirklich flott.

    =;)

    gute nacht.

  • 227. Fridolin  |  22.06.09 at 22:24

    @ Ralf

    nette Idee! Die Hauptaufgabe für so ein Projekt wäre die grafische Gestaltung eines netten Etiketts.
    Die Herstellung sollte eine Backwarenfabrik machen - da sollte man in einem Herstellerverzeichnis wie ‘WLW’ oder über Internet schon einen Kontakt finden können.

    Wer wäre die Zielgruppe? Wie erfolgt die Verteilung?

    Ein Werbegeschenk mit Witz und Bezug zum Thema kommt eigentlich immer gut an.

  • 228. AndreAas  |  22.06.09 at 22:24

    Ein kleiner Denkanstoss für die “Gläubigen”: Habe mal bei der ev. Kirche als Hausmeistergehilfe gearbeitet; fragte mich der dortige Superintendent ob ich gläubig sei und ich fragte ihn, ob nicht gerade er als “Profi” wissen müsste, dass es Gott nicht gibt; und er gab mir unter der Hand zu verstehen, dass er in seiner Studentenzeit in der KP gewesen sei (auch sein sonstiges Berufsgebahren bei Beerdigungen, und Verschachern von Sachspenden alter Leute zum eigenen Vorteil, unbeschreiblich.) An diesem Beispiel ermahnt wandte ich ein kritisches Auge auf den Rest der Religiösen und konnte analytisch nachvollziehen, dass leichtgläubige Eiferer (die es durchaus gutmeinen) von professionellen Scharlatanen, die sich Priester, Bischöfe usw. nennen benutzen lassen, um den Machterhalt der alten (mittelalterlichen!) Eliten zu fördern. Als Beispiel für ausgenutzte Gläubige schaue man sich z.B. die Esoteriker an, die von Astro-TV über den Tisch gezogen werden, und konkret die Christen betreffend: auf Tele 5 das Missionswerk, die den Gläubigen zu massiv überteuerten Preisen Reisen ins Bibelland Israel verschachern (was wider die Bibel ist, denn Geld zu machen ist ein Tanz um das Goldene Kalb - “Gott” war dagegen oder?). Perfide daran ist, dass die ungebildete Leichtgläubigkeit denen Tür und Tor öffnet sich zu bereichern, und die Gläubigen in ihrer Verklärtheit nicht einmal begreift, dass ihre geistigen Führer selber nicht glauben, sondern sie nur zu Profit- und Machtzwecken missbrauchen. Es gilt also, nicht nur uns von denen zu distanzieren, sondern besonders die Opfer dieser “mafiösen” Kirche zu warnen und zu schützen.

  • 229. Fridolin  |  22.06.09 at 22:33

    @ Ralf

    Ich habe sowas hier gefunden:

    http://www.wa-shop.de/de/artikel/51/CA040007.html

    Der Preis geht so natürlich gar nicht - das ist viel zu teuer - aber erst wäre wohl zu klären wo überhaupt ein Budget für so eine Aktion herkommen kann.

    Vielleicht in Kombination mit einer Sammelaktion für die armen Atheisten, die keinen Gott haben mit dem sie Weihnachten feiern können ? ;)

  • 230. Ralf  |  22.06.09 at 22:43

    @Fridolin

    Zu teuer.
    400*0,95+7% MwSt. = 406,60 € zzgl. der Drucknebenkosten (was immer da auch alles zugehört)

    Sicher, das ist viel Geld.
    Aber ich kann mir schon nicht wirklich vorstellen, wie ma so etwas für diesen Preis produzieren kann. Und Dir ist das noch zu teuer?

    Ich denken nicht, dass so eine Münze wesentlich billiger wird. Zumindest nicht bei den relativ geringen Stückzahlen, von denen wir hier reden.

  • 231. Fridolin  |  22.06.09 at 23:23

    @ Ralf

    die Dinger sind vermutlich winzig. Ein Werbegeschenk zum Essen hat keine hohe Halbwertszeit und die Verpackung wird meist wenig beachtet. Ein wirklich bleibender Eindruck ist wohl eher nicht zu erwarten.

    Es wäre eine lustige Sache - aber von den Kosten leider sehr hoch.

    Eine Münze wirft man instinktiv nicht so ohne weiteres in den Müll - hoffe ich zumindest ;)

    Für die Münze wird das Prägewerkzeug etwas kosten - aber das würde ich vielleicht selbst übernehmen wenn mir die Aktion sinnvoll erscheint.

    Messing liegt aktuell so etwa bei 3 Eur/kg.

    Wenn man von der Größe und Gewicht einer Euromünze ausgeht liegt der Materialwert bei 3 Cent. Fertigung in Fernost ist mein Fachgebiet….

    Ich stelle mir für so eine Aktion schon mindestens eine satte 5 stellige Auflagenhöhe vor.

    Die Teile sollen plötzlich überall auftauchen :)

  • 232. dontpanic  |  23.06.09 at 07:18

    JA zur Vernunft.
    Logo und Idee sehr ansprechend, aber FDP nee!!!
    Bei diesen ganzen Splittergruppen, die sonstwo in Deutschland verteilt sind, komme ich zur Einsicht, den nächstgelegenen Humanistenverband zu unterstützen und ansonsten in Vereinen mit nichtreligiösen Themen aktiv zu sein.
    Ich bin für gemeinsame Kindergärten und Schulen für alle Kinder. Diese Aufsplitterei nach Gesinnung der Eltern ist schon beim ersten Religionsunterricht in der Grundschule Mist. Schon dort sollte man gemeinsamen Werte-und Normen-Unterricht erteilen, statt die muslimischen Kinder für eine Freistunde vor die Tür zu setzen und den christlichen Schauergeschichten aus dem alten Testament aufzutischen. Staatliche Schulen die einen Grundkonsens vermitteln, mit dem alle leben können. Spezielle Gesinnung kann nachmittags in der Kirchenjugend, JuHus o.a. gepflegt werden, wer das möchte.

  • 233. Soli  |  23.06.09 at 12:55

    http://www.humanistische-aktion.de/kiopf.htm
    Wie wäre es hiermit: Ein Mahnmal für die Millionen Opfer der Kirche (Inquisition etc. )
    ähnlich dem Holocaust-Mahnmal. Mit Erinnerung daran, dass die Kirche sich raubmordend daran horrend bereichert hat, die Beute daraus bis heute hortet und ebenfalls bis heute keine Reue zeigt (s. Zitat Ratzinger u.). Das wahre Gesicht der Kirche muss den Leuten vor Augen geführt werden.

    Joseph Kardinal Ratzinger, jetzt Papst Benedikt XVI.:
    [Jesus Christus ... ] “Lass jeden von uns zur Einsicht gelangen, dass auch Menschen der Kirche im Namen des Glaubens und der Moral in ihrem notwendigen Einsatz zum Schutz der Wahrheit mitunter auf Methoden zurückgegriffen haben, die dem Evangelium nicht entsprechen.”
    So Joseph Kardinal Ratzinger, seit 2005 Papst Benedikt XVI., am 12.3.2000 in Rom anlässlich der Verkündung eines so genannten “Schuldbekenntnisses” aufgrund der Verbrechen der Kirche (das so genannte “Mea Culpa”). Der Papst und die Kardinäle haben mit ihren schöngefärbten Worten aber nicht ihre Opfer um Verzeihung gebeten - was notwendig wäre und bei einer echten Reue auch selbstverständlich. Man richtete stattdessen ein allgemeines Wortgeflimmer an die Adresse von “Jesus Christus”.

    “Großinquisitor ist eine historische Einordnung, irgendwo stehen wir in der Kontinuität. Aber wir versuchen heute das, was nach damaligen Methoden zum Teil kritisierbar gemacht worden ist, jetzt aus unserem Rechtsbewusstsein zu machen. Aber man muss doch sagen, dass Inquisition der Fortschritt war, dass nichts mehr verurteilt werden durfte ohne ´inquisitio`, das heißt, dass Untersuchungen stattfinden mussten.”
    So Joseph Kardinal Ratzinger im ARD-Magazin Kontraste (3.3.2005) zu seinem inoffiziellen Titel “Moderner Großinquisitor”. Wenige Wochen später wurde er zum Papst gewählt.
    (Quelle: http://www.theologe.de/LInquisition.htm )
    Btw: Ich halte die katholische Kirche in weiten Teilen für eine verbrecherische Sekte, die viele Gesellschaften in dieser Welt zu deren Nachteil ausbeutet/ausgebeutet hat und deren weitere Expansion aktiv verhindert werden muss.
    http://www.freie-christen.com/reichtum_der_kirche_ist_blutgeld.html

  • 234. fridolin  |  23.06.09 at 13:08

    @ alle

    Schade, daß hier nur festgestellt wird, was alles nicht gut ist und was man alles nicht machen oder unterstützen sollte.

    Ansonsten it recht viel Konjunktiv zu hören: man sollte, man könnte, man müsste ….

    Wo verstecken sich denn die Leute, die tatsächlich jetzt was tun wollen ??

    Auch wenn ich selbst vielleicht ein paar Details an der Buskampagne anders gemacht hätte - die Tatsache dass so wenige Leute so viel erreicht haben verdient doch echt einen ‘Höllenrespekt’ - nicht wahr?

    Wollen hier jetzt alle nur rumnörgeln oder will irgenwer auch selber etwas konkretes unternehmen?

  • 235. Soli  |  23.06.09 at 16:11

    @fridolin: Siehe oben.
    >Hier ist Platz für eure Ideen, was sich aus diesem Impuls in Zukunft noch machen lassen könnte. -> Konjunktiv.
    Erst mal.
    Die Münze ist doch schon mal ne super Idee… :-)))

  • 236. Barbara  |  23.06.09 at 18:42

    @Evil Ernie: Eben habe ich bzw. Du hast meine Lachmuskeln arg strapziert. Dein Vorschlag (auf fridolins Extra-Seite) zur Verbreitung der Münze (Kollekte in der Kirche), den Du als Witz bezeichnest, ist einfach zum Schreien - und eine ganz super tolle Idee. Dafür würde ich glatt eine Stunde meines kostbaren freien Sonntags opfern und in die Kirche gehen.

  • 237. Wintermute  |  23.06.09 at 19:24

    Hallo zusammen,

    Ich hätte da auch eine Idee…
    Sie ist ein wenig gewagt und ich wage kaum sie nieder zuschreiben ^^

    Wieso spielen wir nicht einfach nach deren Regeln?

    1. Wir erwählen uns einen Gott (mehrere Götter) samt darwinistischem Schaffungsmythos.

    2. Wir fassen unsere Auffassung der Menschenrechte und -pflichten in Worte.

    3. Wir graben alte z.B. heidnische Bräuche (Osterhase, Tannenbaum und Brautentführung) aus.

    Dabei darf jedermann mitbestimmen wo die Reise hingehen soll. Wir gründen also eine demokratische Glaubensgemeinschaft in welcher alles dynamisch und nichts auf ewig festgeschrieben ist. (Internet Voting)

    Wenn wir es damit schaffen würden als Religionsgemeinschaft anerkannt zu werden sind wir auf dem besten Weg eine Stimme in der Öffentlichkeit zu bekommen.

    Über die Verwendung dann eventuell Verfügbare Gelder könnte wiederum demokratisch abgestimmt werden.

    Harter Tobak, hm? ^^

    Grüße,
    Winter

  • 238. Cinderella01  |  23.06.09 at 19:34

    Es geht Euch also nur um’s Geld?
    Spielt doch mal Lotto!
    :-)

  • 239. Fragende  |  23.06.09 at 19:41

    @ Cinderella01

    Du bist bestimmt ´ne arme Kirchenmaus. ;-)

  • 240. gute Idee  |  23.06.09 at 20:39

    @ Cinderella01

    Du hast nicht zufaellig bei Lehman Brothers gearbeitet?

  • 241. Ralf  |  23.06.09 at 20:40

    Achtung Christentroll !

    Fütterungszeit nur von 12:00 bis 12:30 ;-)

  • 242. gute Idee  |  23.06.09 at 20:40

    @Wintermute

    so eine Religion gibt es doch schon:

    http://www.venganza.org/

    Wir muessen sie nur noch offiziell in D gruenden.

  • 243. Fragende  |  23.06.09 at 20:49

    Achtung Christentroll !

    Fütterungszeit nur von 12:00 bis 12:30

    Ohhh.

    Zur Abwechslung könnte Cinderella01 sich mal nützlich machen, und die Fragen (458. und 461.) unter “Im Auftrag des Herrn…?” beantworten? Das wär doch mal was.

  • 244. Ralf  |  23.06.09 at 21:02

    @gute Idee

    Wieso müssen wir die erst noch gründen?

    Gibt es doch auch in Deutschland schon lange

    http://www.venganza.info/

    Gepriesen sei das fliegende Spaghettimonster
    Geheiligt werden seine nudeligen Anhängsel

    Ramen

  • 245. gute Idee  |  23.06.09 at 21:13

    Ist das FSM in Deutschland ein offizieller Gott mit einer offiziellen Glaubengemeinschaft?

  • 246. Evil Ernie  |  23.06.09 at 21:21

    @ 235. Barbara

    auch wenn das “nur” als scherz gemeint war, werde ich einen “teufel” tun, um dich von deinem wege abzubringen.

    =;)

  • 247. Barbara  |  23.06.09 at 21:22

    Ach ja, an alle, die den Sinn der Religionsfreien und ihren Aktionen verstanden haben und dahinter stehen: Eben hat Herr Huber festgestellt, dass der Sonntag unbedingt zur seelischen Erhebung verkaufsfrei bleiben muss und Herr Henkel hat dann geantwortet, dass sich der Staat nicht von der Kirche bestimmen lassen soll, wann Geschäfte geöffnet werden sollen oder nicht. Und dass die Menschen selbst entscheiden dürfen sollten, wann sie ihre Seele erheben möchten. Wörtlich hat er gesagt, dass wir schließlich im Jahre 2009 leben würden. Der Herr Huber hat das aber noch nicht bemerkt. Der Herr Henkel ist der Vorsitzende der IHK oder sowas.

  • 248. Barbara  |  23.06.09 at 21:28

    Ach ja, und die Evanglischen haben jetzt deshalb auch vor dem Bundesgerichtshof geklagt (als hätten die dort nichts Besseres zu tun!). Was bilden sich diese Kirchen - alle ohne Ausnahme - eigentlich ein!!

  • 249. Ralf  |  23.06.09 at 21:35

    @Barbara

    Was soll die Kirche denn machen - die haben Angst, dass überhaupt keiner mehr Sonntags in die Kirche kommt.

    Ehre sei den Ori

  • 250. chiara  |  24.06.09 at 00:57

    Hallo,

    eigentlich fühle ich mich von der Idee angesprochen, dass der aufklärende Humanismus,
    die pragmatische Sichtweise des Lebens der Atheisten, der Verdienst der alten griechischen Philosophen (von denen wir heute noch so sehr profitieren) usw. usf. mehr in die öffentlichen Themen gerückt wird.
    Aber wenn ich mir die Berichte und Meinungen auf dieser Website durchlese, erinnert mich die ganze Aktion an den Stil der ewig gestrigen, in verqualmten ASTA-Räumen der UNIs sitzenden ANTIFA-Kämpfer oder an die Grünen in Ihrer Anfangskampfeszeit oder die Hardlinefeministinnen. Ich habe das Gefühl, dass versucht wird, eine neue Front aufzubauen wo doch gar keine notwendig ist. Es werden die Atheisten als diskriminierte(?) Minderheit dargestellt, die um Ihre Rechte kämpfen muß…Nur noch etwas mehr Ausrufezeichen in den Slogans, dann ist die Farbe der Schrift egal: ob grün oder rot oder rosa - es geht wiedermal um Macht und nicht mehr um den Transport von Inhalten. Bis jetzt fand ich das Wissen darum, dass es noch keine (gewaltätigen) Auseinandersetzungen gab in der Atheisten als Front auftraten sehr beruhigend. Dabei würde ich es gerne belassen können. Aus Respektsgründen Anderen gegenüber empfehle ich, in den Beiträgen nicht allzuoft die Gänsefüsschen zu verwenden. Das vermittelt einen abwertenden Eindruck gegenüber den Andersmeinenden und zeugt nur von eigener Schwäche.
    Schade, hier wird eine Chance vertan, sich wirklich seriös und mit professionellen Argumenten in die Öffentlichkeit zu bringen.
    Kampfansagen braucht es nun wirklich nicht mehr und der Versuch, eine scheinbare genossenschaftliche Brüderschaft zu erzeugen, indem ausschließlich in der ‘Du’-Form kommuniziert wird, runden das negativ wirkende Bild noch ab. Leider.
    Ich hoffe, es ist einigermaßen verständlich was ich meine. Natürlich bin ich offen für Kritik an meiner Einstellung.
    Ich wünsche allen Beteiligten noch viel Erfolg bei Ihrer Arbeit und hoffe sehr, dass ein öffentlicher Verband gestärkt wird, der weise ist, bleibt und danach handelt.

  • 251. dontpanic  |  24.06.09 at 06:27

    @249 Chiara
    Ausgangspunkt war nun mal die unfassbare Ablehnung der Buswerbung, also Diskriminierung.
    Wenn man sich die Welt vor 100 Jahren, oder nicht mal, vergegenwärtigt, weiß man es hoffentlich zu schätzen, was von SV, ASTA, Grünen und Feministinnen erkämpft wurde. Bis man einen gemeinsamen roten Faden gefunden hat, wirkt jedes neue Projekt nicht seriös und professionell. Selbst in alteingesessenen Stadträten gehts hoch her, wenn etwas diskutiert wird. (War das nicht im englischen Parlament wo sich die Leute sogar gelegentlich prügeln?) Man kann aber mitwirken, dass es trotzdem gelingt. Dies geschieht allerdings weniger in Foren, sondern in aktiver Arbeit in Verbänden und Parteien.

  • 252. Barbara  |  24.06.09 at 07:16

    @Chiara
    @dontpanic, das hätte ich nicht besser beantworten können. Die “Du-Form” hat sich in dieser Internet-Welt irgendwie eingebürgert, in fast allen Bereichen (so auch bei eBay) wird sich geduzt. Ich, nicht mehr so ganz jung, hatte anfangs auch meine Umstellungsschwierigkeiten. Zu wissen, dass dies nichts damit zu tun hat, ob anständig mit den anderen umgegangen wird, macht es das jetzt einfacher. Falls wir noch irgendwann zusammen sprechen/schreiben, kann ich Dich jedoch gerne Siezen.

  • 253. dontpanic  |  24.06.09 at 08:38

    Habe gerade noch mal die Statements hier durchgelesen. http://daserste.ndr.de/panorama/media/panorama260.html ist super. Das es solche Politiker gibt! Die müssen unterstützt werden, schreibt Leserbriefe, um ihnen den Rücken zu stärken! Die Finanzkrise ist unser Verbündeter mit solchen unverständlichen Bezuschussungen aufzuräumen.
    http://www.ekir.de/ekir/3475_54269.php ist auch nicht schlecht. Es wird öffentlich wahrgenommen, dass die Erzieherinnen der öffentlichen KiGas streiken, aber nicht erwähnt, dass die kirchlichen dies nicht tun und aus welchen Gründen.
    Die Münzenidee finde ich nicht so toll. Klebt euch doch einfach eins der vielen Atheisten/Humanisten-Zeichen aufs Auto/Fahrrad/Tasche. Die Wahrscheinlichkeit von Gleichgesinnten erkannt zu werden, Gesprächspartner zu finden, ist doch relativ hoch. Leider muss ich mich aber auch noch in diesem Forum austoben. In der hannoverschen Gegend scheint dies Thema alle kalt zu lassen.

  • 254. dontpanic  |  24.06.09 at 08:58

    Was bedeutet “your comment needs moderation” oder so ähnlich? Wieso bekomme ich meine Kommentar nicht durch?
    Noch mal kurz: unterstützt Politiker wie im Bericht 114 ladyM mit Leserbriefen oder so. Die Finanzkrise wird unser Helfer.
    Macht z.B. drauf aufmerksam, wie 182 Soli, dass kommunale Erzieherinnen streiken, kirchliche aber nicht dürfen.
    Münze ist nicht so gut. Klebt euch irgendwelche Logos von Atheisten/Humanisten auf Auto/Fahrrad/Tasche. Wird schon jemand erkennen, der will.

  • 255. chiara  |  24.06.09 at 11:31

    @barbara
    oh, da habe ich mich nicht genau ausgedrückt. Klar wird im Internet - gerade in Foren und Chats - nur geduzt und das find ich auch o.k.
    Ich meinte hier eher die Gestaltung von offiziellen Webseiten die eigentlich ein breites Publikum errreichen wollen. Dort empfinde ich es als unpassend gleich in der du/euch-Form angesprochen zu werden. Das hat für mich weniger mit einem Alters-oder Anstandsproblem zu tun, als vielmehr damit, dass, wie schon beschrieben, die Duzerei schnell eine genossenschaftliche Verbrüderung demonstriert, die doch keine sein kann wenn man erst mal neugierig Informationen holen will. Naja, da hat halt jeder andere Erfahrungen gemacht.
    @dontpanic
    danke für Deine Meinung, die ich auch gut annehmen kann. Ich denke auch, dass es hier eher um Arbeit in Verbänden etc. geht (z.B. Giordano-Bruno-Stiftung ) und ich werde mir auch solch einen Weg suchen. Nur werde ich halt das Gefühl nicht los, dass es Manchen um Aktionismus und Feindbilder geht und nicht um Aufklärung. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass sich mir bis jetzt nicht erschlossen hat, warum die Atheisten Werbung für sich machen müssen. Ich lebe ein stark atheistisch geprägtes Weltbild und ich lebe sehr sehr gut damit, fühle mich in der Ausübung meiner Weltanschauung aber keineswegs diskriminiert oder eingeschränkt. Ich habe auch keineswegs das Bedürfnis der Welt zu demonstrieren, dass ich gottlos gut lebe. Der Christ lebt halt mit Gott gut - soll er es.
    Aber vielleicht hast Du Recht und ich sehe noch nicht genau, wo Änderungsbedarf liegt und wo eigentlich alles etwas anders laufen könnte. Mich hat die Diskussion auf jeden Fall angeregt, die Augen weiter offen zu halten und dafür danke.

  • 256. fridolin  |  24.06.09 at 12:34

    @ chiara

    Ich habe mich hier im Forum intensiv an der Diskussion beteiligt und mich als ‘Wischi-Waschi-Atheist’ für meine zu wenig aggresive Haltung abwatschen lassen.

    Ich bin froh bestätigt zu sehen, daß es den ‘kultivierten, gebildeten und toleranten’ Atheismus doch gibt.

    Ich finde es schade daß sich die kultivierten Atheisten nicht zu erkennen geben möchten - womöglich weil es peinlich ist, mit den radikalen und intoleranten Kollegen in einen Topf geworfen zu werden.

    Falls Du ‘the brights’ noch nicht kennst ist das sicher einen Blick wert.

  • 257. Bärli  |  24.06.09 at 19:58

    Liebe Barbara, und Sie meinen allen Ernstes, daß es einem Herrn Henkel um Ihr Wohl oder das der Menschen geht und nicht ganz einfach nur um den Verdienst. Ob sie einen Sonntag nun zur Kirche gehen oder nicht (dort dürfen sie natürlich dann auch Ihre netten Coupons in den Klingelbeutel werfen :-) ) oder ihn einfach zum Ausruhen u.ä. benutzen, dieser gemeinsame freie Tag (gibt ja schon genug Ausnahmen) ist einfach wichtig. Man sollte sich doch nicht aus lauter Kampf gegen die Kirchen um etwas sehr Wertvolles bringen. Und ob die Verkäuferinnen sich da so freuen, wenn sie den Sonntag in einem stickigen Kaufhaus verbringen müssen? Ein anderer Aspekt ist der des Wettbewerbs. Wer nur alleine oder mit Familie ein Geschäft führt, der könnte das gar nicht machen. Also ist das wieder die Bevorzugung großer Konzerne. Und was nicht alles vor dem Bundesgerichtshof verhandelt wird - da wundere ich mich mehr als einmal.
    @ 248 Ralf: das ist doch ganz einfach. Entweder jemand geht zum Gottesdíenst oder er geht nicht. Habe in meiner ersten Firma manchmal auch sonntags arbeiten müssen (war echt unumgänglich), aber ich bin um 10.00 Uhr zum Gottesdienst (natürlich in der nächsten Kirche). Das kann kein Chef verhindern, es sei denn man ist z.B. in einem Krankenhaus, fährt einen Bus oder so. Aber ich habe meine Arbeit danach um so lieber und besser gemacht. Natürlich wurde ich für diese Zeit nicht bezahlt, ist ja logisch. Jeder muß wissen, was ihm wirklich wichtig ist. Aber ohne Sonntag gibt es nur noch Alltag.

  • 258. Barbara  |  24.06.09 at 20:18

    Bärli, es geht nun wirklich nicht darum, ob Herr Henkel um mein Wohl besorgt ist, sondern einfach nur darum, ob die Kirchen unserem angeblich säkularen Staat vorschreiben dürfen, welche Gesetze - weltliche - gemacht werden. Und nur darum geht es. Im übrigen bleibt es den freien Menschen überlassen, was sie am Sonntag machen, außer naürlich den Religiösen, denen wird sowieso vorgeschrieben, was sie zu tun haben und auch wann (wie z. B. die Beterei bei den Muslimen). Bei dem Pfarrermangel wäre es übrigens aus organisatorischen Gründen auch eine gute Idee, die Sonntagsmesse an einem Dienstag zu lesen, und dem Gott, den es sowieso nicht gibt, ist es auch wirklich egal. Ich frage mich manchmal, ob diese Herr Hubers, Ratzingers und wie sie alle heißen, nichts bessers zu tun haben, als sich um die staatlichen Bestimmungen zu kümmern. Die sollen erst mal sehen, dass die Gerechtigkeit in ihren eigenen Reihen (z. B. Dumping Löhne, Streikrecht, Verlogenheit und Scheinheiligkeit) nicht auf der Strecke bleibt. Gosh, was für Vereine!

  • 259. Ralf  |  24.06.09 at 20:23

    @255.Bärli

    Heute morgen habe ich zu dem Thema einen interessanten Artikel in der Zeitung gelesen. Da stand unter anderem, dass auch die Kirche sehr viel Gebrauch von Ausnahmeregelungen machen würde, um z.B. Klosterläden Sonntags öffnen zu können. Da kommen dann ja auch sehr viele Leute hin, weil ja alle anderen Geschäfte Sonntags geschlossen bleiben müssen.
    Ein Schelm wer angesichts dieser Tatsache böses denkt bei den Forderungen der Kirche zu diesem Thema.

  • 260. Bärli  |  24.06.09 at 21:10

    @ 257 Ralf, das ist eine Überlegung wert. Obwohl es ja in Klosterläden bestimmt nicht das gibt, was es in den anderen Geschäften gibt. Gehe aber dort auch nicht hin. Also, wie gesagt, eine Überlegung wert. Aber es gibt sowieso an Ausflugs- und Urlaubsorten Ausnahmen wegen der Sonntagsöffnung. Und vielleicht fallen Klosterläden unter die Ausflugsorte. Aber da könnte man ja mal nachfragen.

  • 261. Barbara  |  24.06.09 at 21:19

    Ralf, Bärli hat offensichtlich nicht verstanden, worauf Du hinaus wolltest. Übrigens, kein Wort von ihr zu den Vorschlägen bzgl. des Aufräumens in den eigenen Reihen. Ich möchte trotzdem noch hinzufügen, dass für die geplagten Angestellten dann doch die Gewerkschaft zuständig wäre. Generell geht es die Kirchen nichts an, wenn Gesetze für alle Bürger gemacht werden.

  • 262. dontpanic  |  24.06.09 at 21:47

    Von der Homepage des Humanistischen Verband Niedersachsen, die alle 8 Wochen sonntags von 7.15 bis 7.30 Sendezeit bei NDR 4 haben:
    In den achtziger Jahren führten die Freien Humanisten gemeinsam mit dem Dachverband freier Weltanschauungsgemeinschaften und anderen norddeutschen Verbänden einen Rechtsstreit gegen den NDR, um die Ausweitung der Sendezeit zu erreichen. Das Verfahren endete jedoch vor dem Oberlandesgericht Hamburg mit einer Niederlage. Wesentlicher Grund war dabei - wie so häufig in Auseinandersetzungen mit staatlichen Institutionen - die geringe Zahl eingeschriebener Mitglieder der humanistischen Verbände. Es interessierte das Gericht nicht, ob die humanistischen Auffassungen von Millionen von Mitbürgern geteilt werden, sondern nur, wie viele eingeschriebene Mitglieder es gibt. Außerdem spielte eine Rolle, ob und wie die humanistischen Verbände mit eigenen Körperschaftsrechten in den norddeutschen Bundesländern vertreten sind. Leider war das nicht überall der Fall. Man sieht daran, dass auch der Rechtsstatus eines Verbandes in hohem Maße die gesellschaftliche Reputation bestimmt - bis hin zur Repräsentanz im öffentlich-rechtlichen Rundfunk.

  • 263. Fridolin  |  24.06.09 at 22:16

    so isses.

    Wer zu blöd ist, seine Stimme wirksam vertreten zu lassen hat es auch nicht anders verdient.

    Bestes Beispiel: In der Vermögensverteilung in Deutschland gehören den unteren 90% der Bevölkerung weniger als 33% des Vermögens.

    Offenbar wird aber die Politik von den oberen 10% bestimmt.

    Den unteren 70% der Bevölkerung gehören gerade mal 10% des Vermögens.

    http://www.dia-vorsorge.de/downloads/df020336.pdf

    Wären die 70% in der Lage, ihre Wünsche vernünftig zu formulieren, sich zu organisieren und selbst zu wählen könnten Sie mit absoluter Mehrheit regieren.

    So jammern alle über die große soziale Ungerechtigkeit und die Reichen haben nichts zu fürchten.

    Ganz vergleichbar ist die Lage mit religiösen und nicht-religiösen Menschen in Deutschland.

    Die echt Gottgläubigen sind in Deutschland eine kleine Minderheit - aber es sind eben die Menschen die in der Lage sind eine Organisation auf die Beine zu stellen und zu pflegen. Dadurch haben wenige Menschen (die Sprecher dieser Organisationen) viel Macht.

    Die eigentliche Mehrheit der Religionslosen oder Ungläubigen ist einfach zu doof sich zu organisieren oder hat kein Interesse an einer Vertretung und bleibt daher ohne Stimme.

    So hoch kann der Leidensdruck dann ja wohl nicht wirklich sein.

  • 264. Horst  |  24.06.09 at 23:32

    @Fridolin: Und was wäre nun die schnelle Option für mich, um meine Stimme offiziell zu machen? Für eigene Aktivitäten fehlt mir derzeit die Zeit. Die meisten Christen sind auch nicht aktiv, sondern einfach nur Mitglied einer Kirche. Also was wäre der Weg, um auf die schnelle eine Stimme für die Atheisten zu bilden?

  • 265. keinePanik  |  25.06.09 at 06:25

    @Horst
    Z.B. Die Mitgliedschaft im Humanistischen Verband kostet 78 Euro im Jahr, Schüler o.Rentner noch weniger. Mit vielen Mitgliedern als Stärkung können die dort aktiven auch selbstbewusster auftreten.
    Die Giordano-Bruno-Stiftung macht ordentlich Druck und bringt Themen voran, hat allerdings keine Ortsvereine.
    Heute steht die Islamkonferenz wieder in der Zeitung. Man sollte den Politikern auch öfters Fragen zur Stellung der Religionen/Weltanschauungen stellen. Scheinbar geht der Zug im Moment nicht dahin, dass Steuerprivilegien abgeschafft werden, sondern dass andere Religionen sich auch darum bemühen - mit der Folge, diese zu strukturieren/demokratiekompatibel zu machen. Aber dann müssten die Humanisten auch auf den Zug aufspringen.

  • 266. Horst  |  25.06.09 at 10:21

    Also 78 EUR / Jahr ist ja nichts, womit man mal eben die Atheisten des Landes dazu bewegen könnte, sich offiziell registrieren zu lassen. Es müsste auch nen Beitrag für passive Mitglieder für 0-10 EUR geben. Zudem sagt mit der Humanistische Verband direkt nichts. Die Giordano-Bruno-Stiftung und Michael Schmidt-Salomon sind sehr aktiv in der Presse. Man bräuchte schon eine populäre Stimme, denke ich. Wenn sich alle auf unterschiedliche Verbände verteilen, dann ist nichts gewonnen.

  • 267. Fridolin  |  25.06.09 at 10:57

    @ Horst

    Man braucht erst mal den Beweis, daß überhaupt Leute da sind die sich in irgendeiner Form vertreten lassen wollen.

    Offenbar sind die meisten nicht religiösen Menschen komplett zufrieden und sehen ihren Unglauben als Privatsache.

    Sie wollen gar keine große öffentliche Diskussion oder Vertretung.

    Eine Neid-Kampagne zieht einfach nicht.

    Ich werde mich nicht aktiv dafür Einsetzen, daß die Arcandor- oder Opel-Mitarbeiter auf der Strasse stehen auch wenn das jeweilige Management versagt hat.

    Weshalb soll ich mich dafür einsetzen, daß die Menschen die jetzt das Geld das der Staat für kirchliche Zwecke ausgibt arbeitslos werden. Die Empfänger des Geldes sind nicht böse.

    Erster Schritt wäre meiner Meinung nach zu bewirken, daß nicht religilöse Menschen sich nur mal statistisch erfassen lassen.

    Zu diesem Zweck hat man ja einfach mal ‘nicht religiös’ versucht näher zu definieren und dem ganzen den Namen ‘bright’ gegeben.

    Sich als ‘bright’ zu registrieren kostet nichts und verpflichtet zu nichts. Es bedeutet nichts weiter, als daß man sich selbst konform mit der Definiton des Begriffs erklärt.

    Nachdem bereits dieser kostenlose und unverbindliche Schritt offenbar schon zu viel verlangt ist kann man getrost abwarten, bis sich der Leidensdruck etwas erhöht hat.

    Solange nicht viele Menschen einen Wunsch nach Veränderung haben kann man seine Zeit durchaus sinvoller verbringen.

  • 268. Evil Ernie  |  25.06.09 at 11:08

    @ Fridolin:

    weißt du warum rechts in der linkliste nicht http://www.brights-deutschland.de/ verlinkt ist, sondern nur Berlin und Marburg?

  • 269. keine Panik  |  25.06.09 at 13:02

    was man halt möchte. Die gbs übt Kirchenkritik und hat angesehene Vorzeigeleute in ihren Reihen, der Humanistische Verband (den es vielleicht nicht überall gibt …) hilft auch im alltäglichen Leben. Organisiert Namensfeiern statt Taufe, Jugendfeier statt Konfirmation, Trauerreden bei Beerdigungen, sie arbeiten Konzepte für Patientenverfügungen aus. Kann man halt im Web nachsehen wer will. Mit einer reinen Registrierung wären noch keine gemeinsamen Forderungen aufgestellt, die verfolgt werden sollten - ob das was bringt?

  • 270. Evil Ernie  |  25.06.09 at 13:21

    * Zentralrat der Atheisten und Freidenker gründen

    das wurde ja oben schon einmal genannt.

    und mir war, als hätte ich das irgendwo gesehen gehört oder gelesen, dass das in planung ist.
    war da nicht sogar Schmidt Salomon involviert?

    das wäre eine prima sache, und der mann hat ahnung von PR und der materie….

    mir fällt nur nicht ein, wo ich das her hatte.

    keiner hier eine idee oder infos?

  • 271. fridolin  |  25.06.09 at 13:24

    @ keine Panik

    Ist es sinvoller, erstmal Leute zu sammeln und die dann über Forderungen abstimmen zu lassen oder sollte man zuerst Forderungen aufstellen, und Anhänger dafür finden?

    Ich halte es für sinvoller, erstmal Leute zu sammeln, die sich als nicht religiös bekennen und eine Bereitschaft zeigen, sich zumindest an einer Abstimmung über Forderungen zu beteiligen.

    Die Leute können sich ja nichtmal auf einen Namen oder eine Logofarbe einigen - ein komplexes Programm wird niemals genug Zustimmung finden.

    Mein Ansatz wäre: ‘Jetzt sammeln wir uns erst mal, dann überlegen wir ob oder was wir
    gemeinsam tun möchten….’

    Beim Zusammenfinden sollte erst mal auf Konsens gesetzt werden - zerstreiten kann man sich dann immer noch….

  • 272. fridolin  |  25.06.09 at 13:31

    @ Evil Ernie

    Ein Zentralrat muss sich schon irgendwie legitimieren.

    Man sollte schon benennen können, wen man vertritt und nachweisen können, daß die Vertretenen auch mit der Vertretung einverstanden sind.

    Ich persönlich fühle mich übergangen, wenn sich jemand plötzlich als Vertreter meiner Interessen darstellt.

    Natürlich darf die gbs die eigenen Mitglieder der gbs vertreten - aber wie viele oder wie wenige sind das?

  • 273. fridolin  |  25.06.09 at 14:49

    @ Evil Ernie

    Hier eine recht intelligente kritische Stimme zum Zentralrat aus den eigenen Reihen:

    http://www.giordano-bruno-stiftung.de/Projekte/ladwigmuenchen.pdf

  • 274. keinePanik  |  25.06.09 at 17:49

    Na der Bericht macht ja richtig Mut! )-:
    Immerhin - auf die Feuerbach-Briefmarke kann man jetzt richtig stolz sein.
    Schönen Gruß und tschüß.

  • 275. Evil Ernie  |  25.06.09 at 22:24

    hi fridolin.

    hatte das heute nachmittag mal überflogen.
    viele sachen sind sicher richtig, viele sachen interessant, manche sachen finde ich aber überflüssig und manchmal scheint es, als wäre da einer beleidigt.
    diese idee steht am anfang, aber wird jetzt schon von irgendwelchen “spaltern” niedergeredet, etc…

    ich würde sagen eins nach dem anderen.
    gib der sache eine chance. unter dem strich überwiegen wahrscheinlich die gemeinsamkeiten unter atheisten, humanisten, naturalisten, etc.

    und kompromisse MUSS man eingehen, wenn man der ganzen sache wirkliches gewicht verleihen will, das ist doch auch klar.

    und grundsätzlich finde ich die idee immer noch besser als hunderte kleine grüppchen, verbände, vereine, die doch keinen interessieren und die letzlich auch nichts bewegen/verändern werden.

    meine meinung.

  • 276. Fridolin  |  25.06.09 at 22:36

    @ Evil Ernie

    Die Teilnehmer in diesem Forum sind der lebende Beweis für Intoleranz und Nörglerei.

    Wenn hier schon nichts konstruktives zusammenkommt da ständig nur rumgemeckert wird - wie soll das dann im großen Maßstab funktionieren können?

    Ein Zentralrat kann sich doch nicht einfach selbst ernennen. Woher soll die Legitimation Deiner Meinung nach kommen ?

    Ich könnte mich ja auch zum Zentralratsvorsitzenden der Brillenträger erklären….

  • 277. Evil Ernie  |  25.06.09 at 23:38

    Fridolin…

    die intoleranz und nörgelei war doch oft wirklich nichts anderes als schiere notwehr gegen die christliche troll-armee. und noch immer geben die keine ruhe.

    da bin ich doch recht nachsichtig.

    legitimation? ich gehe mal davon aus, dass die jungs schon wissen was sie tun. ich selbst hab ehrlich keine ahnung wie da die (juristischen) abläufe sind. aber ich gehe mal davon aus, dass die meine stimme kriegen, auch wenn das das dann letztlich auf die beine gestellt wird nicht zu 100% jeder meiner faser entspricht.

    und solltest du dann wirklich zentralratsvorsitzenden der brillenträger werden….
    meinen “segen” hast du =;)

    gute nacht.

  • 278. Fridolin  |  26.06.09 at 00:04

    @ Evil Ernie

    Ich fürchte die Meisten Menschen sind nicht so großzügig wie Du in der Erteilung einer pauschalen Vertretungsvollmacht.

    Du bist doch sonst kritisch und skeptisch - aber Deine Meinung lässt Du von Jungs die vermutlich schon wissen was sie tun vertreten?

    Wie sollen die Jungs im Zentralrat denn glaubhaft machen, daß sie auch legitimiert sind Evil Ernie vertreten?

  • 279. keinePanik  |  26.06.09 at 08:05

    Geht einfach zum nächsten atheistischen Verein und stellt irgendetwas auf die Beine. Aktionsstand in der Fussgängerzone, Betreuung einer Jugendgruppe, Vorträge organisieren, … der Fantasie sind da keine Grenzen gesetzt.
    Ich bin sicher, dass Ehrenamtliche überall gebraucht werden. Zu viel hochtrabende Theorie macht einen nur verrückt.

  • 280. Horst  |  26.06.09 at 11:55

    Ich weiß ja nicht, ob ich da ne Einzelmeinung vertrete, oder mit der Mehrheit gehe. Für mich ist die christliche Kirche im Alltagsleben nicht sichtbar. Ich kenne kaum religiöse Menschen (abgesehen von meiner Freundin und deren neuapostolischer Familie) oder wenn, dann meist nur solche, die sich plötzlich im nachhinein als gläubig outen, aber eigentlich überhaupt kein religiöses Leben führen. Ich habe kein Problem damit, Trauerfeiern für meine Familie in einer Kirche auszurichten, wenn die Predigt neutral ist und hauptsächlich dem verstorbenen Menschen und nicht Jesus gedenkt.

    Ich möchte hauptsächlich, dass der Atheismus sichtbar und selbstverständlich wird. Die meisten Menschen denken gar nicht großartig über Religion nach. Daher sind sie einfach Christen, weil es sich nicht gehört, es nicht zu sein. Es gehört sich so, dass man seine Kinder tauft etc.

    Es geht also mehr um Sichtbarkeit als um Organisation und Vereinsmeierei. Und es geht auch nicht primär um Abgrenzung. Der Begriff “Bright” ist einfach dekadent. Ich selbst habe einen sehr hohen IQ. Es liegt mir fern, das als Grund zu nennen, mich über andere Menschen zu erheben. Und wenn ich nichts mit der Mensa zu tun haben will, dann natürlich auch nicht mit den “Brights”, auch wenn ich Dawkins sehr schätze. Das Signal ist elitär und falsch. Unser Problem ist eher die bildungsferne Unterschicht, als gebildete Akademiker. Da sind doch eh die meisten unserer Meinung, auch wenn die öffentliche Wahrnehmung eine andere ist. Diese gilt es zu korrigieren.

  • 281. Bärli  |  26.06.09 at 18:16

    @ 280 Horst, für den ersten Abschnitt muß ich Ihnen - leider - Recht geben. Was die Akademiker betrifft, sehe ich das nicht so ganz. Also ich erinnere mich an eine Jugendgottesdienst, da wurden wir gefragt, warum man nur Studenten und Akademiker erreicht und keine jungen Arbeiter. Gerade freie Kirchen sind großenteils von Akademikern besucht.
    @ 277 Evil Ernie: wo Fridolin Rechte hat, da hat er Recht. Weiter schreibe ich lieber nichts, sonst gieße ich Öl in Ihr Feuer.
    @ 279 keine Panik: da habe ich (wohl leider im falschen Forum) solche Vorschläge gemacht von
    Ehrenamtlichen. Huch, da wurde ich aber von Nikk kräftig abgebürstet. Er ist wohl der Ansicht, daß nur Profis das alles richtig machen.
    Obwohl ich nicht Atheist bin, kann ich einem solchen Vorschlag nur zustimmen. Augen auf, wo Hilfe gebraucht wird.

  • 282. AdmiralT  |  27.06.09 at 19:45

    Sind das denn alle Ideen? Ist das alles was wir tun könnten?
    Ich hoffe die ganze Zeit das mir mal noch ein super Geistesblitz kommt, aber… absolute Leere in meinem Kopf.
    Da die “Aktion ‘Die Münze’ ” von fridolin was ernstes zu sein scheint, hoffe ich das zwischen ihm und euch der Buskampagne oder bald der gottlos-glücklich.de Seite eine gewisse Zusammenarbeit herscht/herschen wird. Wenn nicht wäre da irgendwas nicht richtig, wenn jeder sein eigenes kleines Ding durchziehen will/durchziehen wird,ist das so als will man einen Auspuff mit einer Mücke verstopfen.
    Wir müssen an einem Strang ziehen, letztenendes egal an welchem Projekt. Gegen einen Gott können wir nicht vorgehen(das ist so als will man ein echtes Perpetuum mobile zerstören), gegen einzelne Gläubige nur bedingt. Dem Fischereiverein “Kirche” muss entgegengetreten werden, auch wenn dafür der Teich trocken gelegt werden muss.

  • 283. Fridolin  |  27.06.09 at 23:24

    @ AdmiralT

    Keine Ahnung, wer genau zum gottlos-glücklich.de Team gehört aber meine Mitwirkung war explizit unerwünscht - daher dränge ich mich da nicht weiter auf.

    Ansonsten sehe ich hier wirklich nichts Förderungswürdiges und ich habe meine Fühler daher in andere Richtungen ausgestreckt.

    Mich nervt die ewige Neid-Kampagne die hier betrieben wird. Solange es niemanden gibt, der mit dem Geld was besseres tut soll es der Staat doch der Kirche geben - die tun wenigstens irgendwas und beschäftigen sich nicht nur mit Hass und Selbstmitleid.

    Es geht nicht ums Geld - die Buskampagne hätte ich auch ohne Verrenkungen alleine stemmen können. Es geht um einen Plan zu tun - und da kommt hier leider gar nichts brauchbares.

    Das Forum scheint jetzt eh rapide auszusterben - ich gucke trotdem ab und zu rein und bin gespannt auf den tatsächlichen Inhalt der ‘gottlos-glücklich.de’ Seite wenn sie denn online geht.

  • 284. Barbara  |  28.06.09 at 08:27

    So, ich bin im richtigen Forum, und stelle fest, dass sich diese Trolls immer noch hier herumtreiben, obwohl es eindeutig aussagt, dass es hier um ein Forum der Religionsfreien geht, in dem über neue Ideen gesprochen werden soll. Auf dieser Homepage gibt es auch eine Abteilung, in dem die Religionsfreien die Teilnehmer des Campus fragen dürfen, das wäre evtl. für diese cinderella01,bärli, manu etc. was, obwohl auch nur beschränkt, da die Buskampagne Homepage eine religionsfreie Seite ist. Ich z. B. gehe nicht in ein Forum, in dem über das letzte Bundesligaspiel diskutiert wird, weil ich zu wenig von Fußball verstehe. Das ist auch nachweislich eines der Anzeichen von Fanatikern, dass diese nicht merken, wann ihre Ansichten unangebracht und nicht erwünscht, bzw. total daneben sind. Deshalb schlage ich den o. g. kreuz.net usw vor. Auch da gibt es Religionsfreie, die sich da aufhalten, um sich bestätigt zu wissen. Zurück zum Thema: @fridolin, wie weit ist die Münzensache gediehen, habe Bedarf und der Klingelbeutel wartet :-)). Und die Idee von @237 ist nur insoweit gewagt, als dass wir uns damit auf die Niederungen der Religionen begeben würden, und das wäre nicht in unserem Interesse. Vielmehr sollte etwas getan werden, um diese Missionarschule (wo die in Jemen ermordeten jungen Frauen gehirngewaschen wurden) von staatlicher Seite überprüfen zu lassen (muss mir da was einfallen lassen) und wenn die schon so Konferenzen machen, sollten wir Religionsfreien einen Platz dort haben.

  • 285. itz  |  28.06.09 at 17:23

    Das wäre mal ein Spaß!

    Heidenmission live im Fernsehen :-)

  • 286. itz  |  28.06.09 at 17:25

    Der Link dazu:

  • 287. itz  |  28.06.09 at 17:29

    Last try:
    http://www.hurriyet.com.tr/english/domestic/11952462.asp?scr=1

  • 288. Barbara  |  28.06.09 at 18:07

    itz Ich hoffe, Du hast bemerkt, dass Du hier im Forum: “Nach der Bus Kampagne - neue Ideen” bist . Dein Hinweis auf den Link zu einem Artikel in der türkischen Bild-Zeitung mag zwar manche interessieren, aber ich bin sicher, nicht in diesem Forum. Habe ihn mir trotzdem kurz angesehen, um festzustellen, dass er nichts mit diesem Thema zu tun hat (ich bin der englischen Sprache mächtig). Freundlichen Gruß

  • 289. itz  |  28.06.09 at 18:42

    @Barbara
    Kann man sich eine bessere Werbung für Atheisten vorstellen?
    Ein Priester, ein Imam, ein Rabbi und ein Buddhist versuchen Ungläubige zu bekehren.
    Da könnte es hoch hergehen!
    Aber so ernst war der Vorschlag ja auch nicht gemeint. Spaßfreie Zone?
    Apropos Spaßfrei:
    Habe vor zwei Wochen meine ganz private “Fahrradkampagne” gestartet - seitdem drei “Plattfüße”! Kann das zusammenhängen?
    Gruß zurück.

  • 290. Barbara  |  28.06.09 at 18:51

    Hi itz, im Gegenteil. Wir Religionsfreie sind ein ganz fröhliches Volk, schließlich sind wir frei und brauchen niemand bekehren. Wir wollen nur die Menschen anstoßen, ihren eigenen Verstand zu benutzen und selbst Verantwortung für ihr Leben zu übernehmen.

    Es kommt ganz drauf an, welchen Aufkleber Du auf Deinem Fahrrad hast: Sollte es sich um “Jesus liebt Dich” oder ähnlichem handeln, so sind die Platten berechtigt, weil Du Dich hier mit Deinem Beitrag nicht gottgefällig verhältst. Mit einem “Gottlos glücklich-Aufkleber hättest Du garantiert keinen Platten gehabt. Aber ich sollte nicht so leichtsinnig sein, bei meinem Vorderrad, habe ich eben festgestellt, ist auch wenig Luft drin.

  • 291. keinePanik  |  28.06.09 at 19:18

    Meine Masche “viele kleine Leute an vielen kleinen Orten verändern mit vielen kleinen Taten die Welt” scheint hier bei den Revoluzzern nicht anzukommen.
    Vielleicht wäre es mal ein Angehen, dass die Medienbericht etwas kirchenkritischer werden. Und wenn man durch Leserbriefe nachhilft - falls sie denn veröffentlicht werden.

  • 292. itz  |  28.06.09 at 19:35

    “Gottlos glücklich” - zu bunt und zu wenig Punk!
    Es ist ein “Bad Religion” - Aufkleber!

  • 293. Barbara  |  28.06.09 at 19:49

    @itz - das ist es! Es gibt nämlich keine GUTE Religion, alle Religionen machen die Menschen zu Marionetten, die nicht selbstständig moralisch (bitte auf selbstständig achten) handeln und selbst Verantwortung übernehmen können/dürfen/müssen/wollen. Deshalb sind ich und die Meinen religionsfrei und lassen unser Leben vom Humanismus begleiten. Das funktioniert ganz wunderbar. Die drei Rs: Respekt vor dir selbst
    Respekt vor den anderen
    Responsibility (Verantwortung) für Dein Handeln - passt besser in Englisch. Der “Gottlos-glücklich-Aufkleber” ist meiner Tochter leider zu Pink, hat sie mir gesagt.

  • 294. Ralf  |  28.06.09 at 21:37

    @291.keine Panik

    “Und wenn man durch Leserbriefe nachhilft - falls sie denn veröffentlicht werden.”

    Habe ich schon versucht. Kannst Du bei einem christlich-konservativen Schmierblatt wie der Rhein-Zeitung im nördlichen Rheinland-Pfalz glatt vergessen.
    Der Bus hat in deren Verbreitungsgebiet nicht angehalten - da haben die die ganze Buskampagne komplett totgeschwiegen. Und meine Leserbriefe zu dem Thema sind auch nicht erschienen. Dafür gibt es aber keinen Tag, an dem nicht irgendwelche kirchlichen Meldungen erscheinen.
    Wenn es hier in der Gegend eine andere Tageszeitung mit Lokalteil gäbe, hätte ich das Schmierblatt schon lange gekündigt.

  • 295. Fridolin  |  29.06.09 at 00:16

    @ Atheisten

    Weshalb ist es für Euch akzeptabel, Alkohol zu trinken aber nicht akzeptabel, religiös zu sein?

    Seit Ihr alle konsequente Antialkoholiker um blos jeden Moment Eures Lebens ‘pur und unverfälscht’ genießen zu können?

    Ich verstehe einfach nicht, warum man nicht den religiösen Menschen die Spass an ihrem Glauben haben diesen nicht einfach lassen kann.

    Seit Ihr alle so arm daß Euch nur der Neid um das Geld das Ihr eh nicht kriegt antreibt?

    Ihr verwendet Eure Energie ja auschließlich für den Protest und Rebellion GEGEN etwas und nicht FÜR irgendeine Sache.

    Schon beeindruckend zu sehen, was die Religiösen Menschen so an Veranstaltungen und Events gebacken kriegen während die religionsfreien überhaupt nichts auf die Reihe kriegen. Und ob ihr es glaubt oder nicht - es liegt mit Sicherheit NICHT am Geld, sondern an der Motivation und Tatkraft der Beteiligten.

    Ich verrate Euch das Geheimnis:

    Religiösen Menschen reicht eine geringfügige Übereinstimmung mit einem Club und sie engagieren sich trotzdem zu 100% auch wenn sie die offizielle Club-Meinung vielleicht zu weit weniger als 50% teilen.

    Die Nichtreligiösen würden sich nur bei einer notariell nachgewiesenen 102% Übereinstimmung aus ihrem Sessel bequemen. Die Farbe des Logos oder sonst ein Pups reichen völlig als k.o.-Kriterium um lieber erstmal abzuwarten.

    Es ist halt wie im echten Leben - erfolgreiche Menschen handeln anstatt zu jammern und zu nörgeln. Das einzige was sich bei den Loosern bewegt ist das Mundwerk.

    Hier wird dauernd darüber geschimpft, daß die religiösen Fanatiker die Arbeit der Atheisten stören oder behindern. Wo ist denn hier bitteschön ein Atheist der an irgendwas konstruktivem arbeitet? Hab ich was verpasst?

    Ihr seid wirklich echte Helden!

    Wenn dieser Haufen hier das stolze Ergebnis einer 45000€ Kampagne ist dürfen die Religiösen sich wirklich auf die Schenkel hauen und im Kreis hüpfen.

    Die durch die Kampagne mobilisierten Atheisten stellen fest:

    … der Aufkleber ist mir zu pink.
    … ich habe ja schon über eine kündigung meiner Zeitung nachgedacht - und tue es aber nicht.
    … die Brights sind mir zu elitär. Ich will mit meinem hohen IQ ja nicht angeben.
    ……

    Fürs weiterhin Nichtstun schein keine Ausrede zu blöd zu sein

    Die Veranstaltung hier erinnert schon ungemein ans Unterschicht-TV in der sich die ganzen Talk-Opfer den Frust von der Seele schimpfen dürfen und gar nicht merken, welche hilflose und mitleiderregende Figur sie dabei abgeben.

    Hat den schon jemand vom Angebot der kostenlosen ‘gottlos-glücklich’ Buttons Gebrauch gemacht? Auch zu mühsam - nicht wahr?

  • 296. keinePanik  |  29.06.09 at 07:00

    Ich bin sicher, dass jede Menge Humanisten/Nichtgläubige in etlichen Organisationen FÜR etwas tätig sind und Gutes machen. Ich in meinem Bereich übrigens auch. Bloss ist es eigentlich völlig verquer, dies in einem Anti-Glaubens-Verein zu tun. Man ist eher für die Allgemeinheit tätig, Gleichheit, Freiheit, Brüderlichkeit, Demokratie - du verstehst?
    Aber dieser demokratische Staat lässt uns inzwischen im Regen stehen, weil angeblich kein Geld da ist und schickt uns zur kirchlichen Wohlfahrt, die komischerweise Geld hat und nicht nur aus der eigenen Tasche.
    Diese Homepage ist genau was du schreibst und man kann nicht mehr erwarten: Einige schimpfen sich mal anonym den Frust von der Seele und man merkt, dass es anderen auch so geht. Ist doch gut so.
    Als Aktion könnte ich mir noch vorstellen, massenhaft Leserbriefe zu einem relativ harmlosen kirchenkritischen Thema an verschiedene Zeitungen zu schicken. Wird es veröffentlicht - okay, wenn nicht, hat man ein weiteres Beispiel, dass Meinungsäüßerungen unterdrückt werden. Auch könnte man verschiedene Politiker mal schriftlich auffordern, zu dieser Diskriminierung Stellung zu nehmen. War das nicht ein Herr Bornemann, der vor etlichen Jahren Anfragen an Politiker schrieb und die Antworten veröffentlichte?

  • 297. Fragende  |  29.06.09 at 07:34

    @ Fridolin Bist du etwa kein Atheist?

    Die Kampagne war doch ein Erfolg, zumindest in meinen Augen.

    Solange Religion Privatsache bleibt, hat hier niemand ein Problem damit.

    Das ‘Geheimnis’, hinter dem Erfolg von Religionen ist deren Belohnung-Strafe-System.

    Eine Religion, bei der auch Atheisten ohne ihr zutun (Anbetung von Gott) in den Himmel kommen, wäre kaum so erfolgreich und “motiviertend” für diejenigen, die an Gott Glauben.

    Vielleicht sollten wir ein solches Belohnungs-Strafe-System hier auch einführen? :-D

  • 298. Fragende  |  29.06.09 at 07:49

    Zu dem, was folgt.

    Wieso unbedingt zentral organisieren? Hier wurden doch gute Beispiele gebracht, was jeder Einzelne tun kann, um auch Atheisten in der Gesellschaft mehr Gehör zu verschaffen. Wenn diese Homepage bestehen bleibt, könnten hier doch Berichte über solche Einzelaktionen (Infostände, Flyeraktionen, Leserbriefe…) veröffentlicht werden. Diese Kampagne wird auch den einen oder anderen dazu angeregt haben, sich in der Öffentlichkeit eher zu Wort zu melden, wenn das Thema Religion, Atheismus und Co. mal angesprochen wird.

  • 299. Fridolin  |  29.06.09 at 09:50

    @ keine Ahnung

    Du sagst:
    “Aber dieser demokratische Staat lässt uns inzwischen im Regen stehen, weil angeblich kein Geld da ist ….”

    Wen genau meinst Du mit ‘uns’ ??

    Wenn eine Zeitung nicht jeden Leserbrief veröffentlicht, spricht das für die Qualität der Redaktion.

    Du könntest Doch Deine Leserbrief-Vorschläge hier diskutieren. Hast Du noch einen Textentwurf? Einen wirklich guten Text könnte man ja auch als Anzeige schalten. Erst muss aber mal ein wirklich guter Text her der es wert ist veröffentlicht zu werden.

    @ Fragende

    Welche Erwartungen hattest Du an das Ergebnis der Kampagne und wonach bemisst Du den Erfolg?

    Ich habe durch die Kampagne gelernt daß das Kapital der Kirchen nicht auf Bankkonten liegt sondern in der Motivation und dem Engagement der Mitglieder.

  • 300. Fragende  |  29.06.09 at 10:04

    Ich habe durch die Kampagne gelernt daß das Kapital der Kirchen nicht auf Bankkonten liegt sondern in der Motivation und dem Engagement der Mitglieder.

    Die Mehrheit der Kirchenmitglieder, sind das nicht eher passive Kirchensteuerzahler (die vielleicht höchstens noch ab und zu Sonntags und an kirchlichen Feiertagen in die Kirche gehen)?

  • 301. Evil Ernie  |  29.06.09 at 10:09

    @ 278. Fridolin:

    die antwort auf deine frage findest du annähernd in deinem eigenen post unter 295.

    “Religiösen Menschen reicht eine geringfügige Übereinstimmung mit einem Club und sie engagieren sich trotzdem zu 100% auch wenn sie die offizielle Club-Meinung vielleicht zu weit weniger als 50% teilen.”

    daher ist es für mich ganz ähnlich eine frage der prioritäten.

    wenn ich also in den grundätzlichen dingen weitgehend mit dem übereinstimme, was ich z.b. von Schmidt Salomon gehört, gesehen, gelesen habe, darf dieser mich gerne in einem zentralrat vertreten.

    und dann spielt es für mich eine wesentlich kleinere rolle ob er die aufkleber in pink bevorzugt.

    und so sehe ich die buskampagne auch als vollen erfolg aber in erster linie auch als anfang.

  • 302. Fridolin  |  29.06.09 at 11:22

    @ Evil Ernie

    Für mich zeigt die Buskampagne ganz deutlich, wie unwichtig und unnötig den religionsfreien Menschen Veränderngen in diesem Land sind.

    Angeblich wurden 20 Mio Menschen von der Kampagne erreicht und 371 Dankschreiben gingen ein - das ist eine Quote von unter 1:50.000

    253 T-Shirts verkauft - das sind 1:80.000

    Schön, die Kampagne wurde von vielen Menschen wahrgenommen - aber z.B. der Amoklauf von Winnenden auch.

    Allein die Tatsache bemerkt worden zu sein stellt für mich noch keine so herausragende Erfolgsleistung dar.

    Aus meiner Sicht hat die Kampagne nicht für mehr gegenseitiges Verständnis sondern für mehr Polarisierung der Gesellschaft gesorgt.

    Man sieht, es gibt wohl auch in den eigenen Reihen recht unterschiedliche Definitionen von ‘vollem Erfolg’.

  • 303. Fridolin  |  29.06.09 at 11:31

    @ 300 Fragende

    Die stillen Fördermitglieder zu halten ist auch eine grossartige Leistung.

    Mir ist nichts von Massenaustritten in den letzten Wochen bekannt geworden. Hätte doch eigentlich bei 20 Mio. Kontakten passieren müssen - oder ??

    Wenn nur jedes hundertste Kirchenmitglied festgestellt hätte, ‘hoppla, ich zahle für einen Verein den ich gar nicht unterstützen will’ hätte es weit über 100000 Austritte geben müssen.

    Offenbar sind sich die stillen Kirchenmitglieder ziemlich sicher, daß sie ihren Verein auch weiterhin finanziell unterstützen möchten.

  • 304. Fragende  |  29.06.09 at 11:47

    Die stillen Fördermitglieder zu halten ist auch eine grossartige Leistung.

    Wahnsinnige Leistung. Weisst du warum mich meine Eltern getauft haben? Damit ich später einmal in der Kirche heiraten kann.

    Mir ist nichts von Massenaustritten in den letzten Wochen bekannt geworden. Hätte doch eigentlich bei 20 Mio. Kontakten passieren müssen - oder ??

    Wieso hätte das passieren müssen?

    Offenbar sind sich die stillen Kirchenmitglieder ziemlich sicher, daß sie ihren Verein auch weiterhin finanziell unterstützen möchten.

    Eben. Finanziell “unterstützen”. Mir ging es um die vielen aktiven, supermotivierten Kirchenmitglieder. Die sind nunmal nicht die Mehrzahl.

    Für mich zeigt die Buskampagne ganz deutlich, wie unwichtig und unnötig den religionsfreien Menschen Veränderngen in diesem Land sind.

    Für die Mehrheit dürfte das zutreffen. Aber ist das nicht in allen Bereichen, wie z.B. dem Umweltschutz ebenso?

    Aus meiner Sicht hat die Kampagne nicht für mehr gegenseitiges Verständnis sondern für mehr Polarisierung der Gesellschaft gesorgt.

    War dass das Ziel der Kampagne? Für gottlose Menschen haben die wenigsten Hardcore-Christen verständnis, und daran wird sich wohl auch kaum etwas ändern. Das liegt in der Natur der christlichen, aber auch islamischen und jüdischen Religion.

  • 305. keinePanik  |  29.06.09 at 11:48

    @fridolin (auch ein netter name)
    pöbel, pöbel. Ich tue das in meinem Bereich Mögliche. Allerdings bin ich nicht so einflussreich 45.000 Euro zu spendieren oder auf die Idee zu kommen, ich könnte irgendetwas drehen, dass die Baptisten-Gemeinde Brake mal unter die staatliche Lupe genommen wird (wie Barbara vorschlug). Auch beabsichtige ich nicht im gbs-Kreis persönlich mitzumischen. Große Sachen wie du sie gern hättest, werden nicht in Foren wie diesen ausgeheckt.

  • 306. Evil Ernie  |  29.06.09 at 12:04

    Fridolin:

    noch einmal:
    für mich ist das ein ANFANG!

    und wenn du zu diesem zeitpunkt schon
    “herausragende Erfolgsleistung” erwartest, dann ist dein problem vielleicht hier zu suchen - eben in deiner erwartungshaltung.

    (bei dir ist das glas auch immer halb leer?)

    wenn ich im besten falle oben die 371 mit 253 addiere, komme ich auf 624 menschlein, die hier immerhin schon aktiv geworden sind. auch wenn es nur “danke” und ein “shirt” ist.

    für dich nicht genug, aber für mich immer noch ein anfang.
    wenn davon jetzt wieder nur ein teil am ball bleibt, ….

    btw: wie kann ich auf deinem münzen-link was uploaden? geht das nur über einen link auf einen server? oder kann ich auch direkt was vom rechner hochladen?

  • 307. Fridolin  |  29.06.09 at 12:43

    Schon gut.

    Ich finde es schade, daß die Kampagne es nicht geschafft hat Menschen die sich in der Lage sehen was großes auszuhecken zusammenzuführen.

    Weiss denn zufällig jemand, wo die großen Sachen ausgeheckt werden? Die Leute die das tun scheinen sich gut versteckt zu halten.

    Ich habe keine Wunder erwartet - aber zumindest eine Gruppe messbarer Größe die sich zusammenfindet und nun was unternehmen will.

    Mir fehlt eine Komponente bei der Aktion, die erreichten Leute irgendwie zu halten.

    Man hätte doch vor dem Start eine Seite mit Newsletter-Abo einrichten können.

    Ich finde es schade, daß die Leute die den Bus gesehen haben jetzt wieder genauso in alle Winde zerstreut sind wie sie es vorher waren.

    Man sieht ja daß die Besucherzahlen hier im Forum stark rückläufig ist - nur noch ein kleines Grüppchen von vermutlich nicht mal 20 Leuten.

    War’s das?

  • 308. AdmiralT  |  29.06.09 at 14:41

    @ fridolin

    Nehm mir das jetzt nicht übel aber kann das sein das du dich mit deiner Münzaktion (die ich grundsätzlich Gut finde) auf einem “Rache-Ego-Tripp” befindest? Weil deine Hilfe abgelehnt wurde. Und deswegen ziehst du noch ein bisschen über die Macher her?

  • 309. !!!  |  29.06.09 at 15:37

    Hallo Webmaster, wars das jetzt bald?
    Nebenan schreiben sich auch alle nur noch ‘n Knoten ins Hirn.
    Die Welt hat andere Sorgen.
    Ein iranischer Schriftsteller, der meint, dass seine Arbeit der Sinn seines Lebens sei, bekommt jetzt Sendezeit.
    Habe keine Kabarett-Sendung gesehen, in der die Bus-Kampagne vorkam - immer nur Politiker-Abwatschen.

  • 310. Barbara  |  29.06.09 at 16:03

    Evil Ernie, Fridolin, AdmiralT, Ralf und wer immer mir konkret helfen kann (und nicht gleich schreien, dass das sowieso keinen Sinn hat!)
    Wen von den Berliner Machern schreibe ich an, wenn ich darauf hinweisen will, dass diese o.g. Sekten, u. a. auch diese ziemlich fadenscheinige Schönstatt-Bewegung (da geht es schlimmer zu als bei den Scientologen und die ganz Kleinen werden mit Gummibärchen bei Laune gehalten) einmal unter die Lupe genommen werden. Und eben ist mir aufgefallen, dass in der Praämabel des Grundgesetzes ….vor Gott steht. Das können/müssen die Herrschaften dort ganz dringend ändern, weil sonst gilt es nicht für mich und die Allah-Anbeter können auch sagen, dass ihrer nicht Gott heißt. Wie sieht es mit einer Petition aus. Ist für mich Neuland, aber wir haben unter unseren Leuten nicht nur schlaue sondern auch noch superschlaue Menschen hier, auch Anwälte und so. Möchte meine eMail hier nicht angeben (habe da Schiss vor solchen Cindas, bärlis, manus, martins usw -:))) die mich womöglich noch um meinen Verstand bringen.

  • 311. Fridolin  |  29.06.09 at 16:32

    @ AdmiralT

    die Macher der Kampagne haben meinen höchsten Respekt dafür, daß sie so viel persönlichen Einsatz gebracht haben um nicht nur zu reden sondern wirklich etwas zu tun. Als groß angelegtes Experiment finde ich das ja auch wunderbar - man sollte nur die Ergebnisse es Experiments unvoreingenommen studieren um den maximalen Nutzwert zu bekommen.

    Meinungsverschiedenheiten in den Ausführungsdetails sind doch eine normale Sache. Ich finde in so einem Forum wie hier sollte man doch auch offen diskutieren können wo man Dinge anders sieht oder anders gemacht hätte.

    Es ist einfach meine persönliche Meinung daß die Wurzel allen Übels nicht das Christentum sondern das schlechten Image des Atheismus in der Gesellschaft ist.

    Ich meine, dieses Problem kann mit einer Kampagne die Provokation als Stilmittel verwendet nicht effektiv gelöst werden.

    Das sind meine Ansichten und ich gestehe jedem zu anders darüber zu denken.

    Wie kommst Du darauf, daß ich einen Ego-Rache-Feldzug plane?

    Ich habe ein konkretes Projekt vorgeschlagen und kein Schwein interessiert sich dafür - dann darf ich es doch alleine machen - oder nicht?

    Dein Kommentar vom 24.6. im Forum zur Münze war die letzte Beteiligung.

    Die Tatsache daß niemand der Einladung zur Diskussion folgen will und auch sonst keine konkreten Projekte vorgeschlagen wurden zeigt mir halt, daß die ganz oben erwähnte ‘gesellschaftliche Kraft, die sich ihrer selbst durch die Kampagne bewusst geworden ist’ noch ein sehr sehr zartes Pflänzlein ist ;)

    Ich habe nicht gesagt, daß ich das Projekt der ‘gottlos-glücklich.de’ Seite definitiv nicht unterstützen würde. Ich warte gespannt - aber mit einer gewissen Skepsis.

    Ich habe durch die Kampagne wesentlich mehr über Atheisten als über religiöse Menschen gelernt und brauche noch etwas Zeit meine Erkenntnisse richtig zu sortieren.

  • 312. Ralf  |  29.06.09 at 18:07

    @311.Fridolin

    “Es ist einfach meine persönliche Meinung daß die Wurzel allen Übels nicht das Christentum sondern das schlechten Image des Atheismus in der Gesellschaft ist.”

    ???????????????????????????????????

    Das ist doch jetzt wohl nicht Dein ernst.

    Das schlechte Image des Atheismus kann max. der Grund sein, warum die Atheisten es (noch) nicht geschaffft haben, unser Leben vom Übel der Religionen zu befreien.
    Nenne mir ein Übel, dass durch den Atheismus erzeugt wurde!

  • 313. AdmiralT  |  29.06.09 at 18:36

    @ 310 Barbara

    Als guter Bürger habe ich das Grundgesetzt zu Hause und natürlich gleich in der Präambel nachgelesen: Ich kann es ja echt nicht “glauben” das steht ja wirklich drin. [frechheit]

    (Wenn ich jetzt nichts falschverstehe) So was habe ich schon mal mit gemacht. Wir haben uns damals in der 9. oder (wohl eher) 10. Klasse mit so einem Schreiben beschwert, warum die die Prüfungszeit in den Hauptfächern gekürzt haben. Das war im Rahmen des Sozialkundeunterrichtes. Wir waren damals zur relativ selben Zeit im Bundestag in Berlin und hatten auch die Grundrechte im Unterricht. Und weil das so gut gepasst hat zum Unterrichtsstoff haben wir uns für die schon genannte Sache beschwert. Dieser Brief ging Richtung Bundestag oder in eine spezielle Abteilung. Dort kann man wegen so ziemlich jeden Anliegen, jeder, jederzeit eine Petition einschicken. Das schöne ist die dürfen keinen Brief ignorieren und müssen Antworten. Sogar die Form des Briefes (Handschrift, mt PC Schriftgröße art…)ist egal die müssen antworten. Es ist natürlich klar das wenn die Petition ordentlich aussieht und schön viel Paragraphen gelaber drin stehen hat mehr erfolg haben kann.
    Ich werde mal versuchen die Adresse aus meinen alten Kontakten zu ziehen, aber das wird dauern, wenn es überhaupt klapt, da hab ich wenig hoffnung das ich die Adresse noch erhalte.

  • 314. Barbara  |  29.06.09 at 19:33

    AdmiralT: 313 - Diese Grundgesetz Präambel Formulierung habe ich gerade an eine für mich absolute fachliche Autorität weitergeleitet, wobei ich mir sicher bin, dass dies dort bekannt sein dürfte. Ist echt eine Frechheit. Bei dieser Partei-C/Regierung (scheinheilig hoch drei) dürfte es schwierig sein, da eine Änderung herbeizuführen und diesbezüglich müssen wirklich Fachleute ran.
    @Fridolin - Deine diversen Kommentare: Es erschüttert mich geradezu, dass Du teilweise so negativ urteilst, und auch ein bisschen, na ja, herablassend, z. B. mit dem Ausspruch: So eine Kampagne hätte ich auch alleine stemmen können. Ich denke wirklich, bei allem Frust, der hier entstehen kann, und da bewundere ich wirklich Deine Geduld, m. E. wirklich Vergeudung Deiner Energie, wenn wir uns mit cindas, manus, bärlis und jetzt auch noch mit dem martin 350 rumschlagen müssen. siehe auch hierzu mein Kommentar an Martin. Bei Letzterem und auch bei den anderen ist in keinem der Beiträge auch nur ein Funken eigener freier Verstand dabei, es ist auch nicht unser Ziel, irgendjemand zu irgendwas zu bekehren, außer dazu, dass religionsfreie Menschen anerkannt werden müssen. Auch wenn diese Menschen schon gehirngewaschen sind, müssen sie sich trotzdem an unser Grundgesetz halten.

  • 315. AdmiralT  |  29.06.09 at 20:22

    @ Barbara

    Ich denke es ist klar das wenn nur einer von uns so eine Petition nach Berlin schickt wird das nicht viel bringen. Aber wenn jeder von uns (absprache denkbar), immer immer wieder eine Petition schickt und dann immer mal mit Leuten (Anwälte o.ä.) die davon Ahnung haben richtig Feuer machen, kann das mal was werden.
    Denkt mal an den Film “Die Verurteilten” als dieser Andy Dufresne zig Jahre lang jede Woche ein Brief schrieb bis ihm seine Beantragten mittel genehmigt wurden.
    Wir müssen nur langen Atem zeigen.

    Also meine neue Idee: Rund um die Uhr sich ganz oben Beschweren, mit allen mitteln die wir haben!

  • 316. Dawkinist  |  29.06.09 at 21:23

    http://www.laizisten.de/index.php?option=com_content&task=view&id=94&Itemid=33

  • 317. Barbara  |  29.06.09 at 21:28

    Also, nach einer endlosen googelei habe ich jetzt ein Schreiben an die Bundesregierung geschickt, mit dem Bezug auf den Wortlaut in der Präambel
    unseres Grundgesetzes. So in etwa, leider habe ich es nicht hinbekommen, das auszudrucken: Im Interesse der Gleichberechtigung gegenüber den Nicht-Gott-Gläubigen, die bereits einen Großteil der Bevölkerung ausmachen, und auch aufgrund der neuen Rechtschreibung (Bewusstsein ist da noch mit scharfem S geschrieben) wäre eine Aktualisiert angebracht. Das sind nicht die genauen Worte, aber sowas in der Art. Mal sehen, was die mir schreiben, falls sie denn schreiben. Egal, ich wollte einfach mal was t u n !

  • 318. kP  |  29.06.09 at 22:01

    @fridolin 307
    Ähm, ist jetzt vielleicht unnötig, aber
    auf den Link von der giordano-bruno-stiftung bist du schon gestoßen, oder?
    Da gibts auch ein nettes Video von den Leuten,die sowas wie die Buskampagne anschieben.

  • 319. Bärli  |  29.06.09 at 22:39

    @ 300 Fragende: Fridolin hat Recht und Sie haben auch Recht. Kommte eben darauf an, wen es betrifft.
    @ 304 Fragende: Da muß ich ein wenig widersprechen: ich persönlich habe für Atheisten und überhaupt grundsätzlich für jeden Menschen Verständnis. Nur gebe ich ehrlich zu, wie hier einige Atheisten eigentlich nichts anderes tun, als auf Christen “draufzuhauen” und eben gar kein Verständnis für sie zu haben, das enttäuscht mich und erschreckt mich auch. Also, wenn ich mein Christsein darauf gründen müßte, daß ich Atheisten so schlimm finde, dann würde ich es ganz schnell aufgeben. Mein Glauben gründet sich auf Gott und Jesus, auf meine Entscheidung, eben so zu leben. Darum kann ich andere Menschen akzeptieren, selbst wenn ich es persönlich vielleicht nicht verstehe.
    Außerdem habe ich in meinem Elternhaus und in der Schule gelernt, nie über etwas zu spotten, was anderen Menschen wichtig ist. Unabhängig, ob ich es vielleicht komisch finde oder so. Genau das vermisse ich hier. Das betrifft Sie jetzt nicht persönlich. Es ist übrigens immer gut, fragend zu bleiben. Ich bin das auch. Also, seien Sie von mir von Herzen akzeptiert.
    @ 297 Fragende: habe da noch eine interessante Meinung gelesen. Und ich muß Ihnen da in einem gewissen Sinn Recht geben. Jedenfalls was Religionen im allgemeinen betrifft. Aber warum? Wenn Menschen sich Religion ausdenken oder sie zu ihrem Vorteil benutzen, dann brauchen sie auch dieses System um Macht auszuüben. Aber hier genau sehe ich den Unterschied bei einer persönlichen Beziehung zu Gott und Jesus. Da bin ich nicht an Menschen gebunden und ihre Meinung, auch nicht wenn ich zu einer Kirche gehöre. Darum schreibt Johannes 1.Joh 4,18+19
    Wahre Liebe vertreibt die Angst. Wer Angst hat und vor der Strafe zittert, bei dem hat die Liebe ihr Ziel noch nicht erreicht.
    Wir lieben, weil Gott uns zuerst geliebt hat.
    Was bleibt ist wohl Ehrfurcht, aber das ist etwas ganz anderes.
    Leider ist auch der christliche Glaube oft zu einer Religion mutiert.
    Nochmals alles Gute!

  • 320. Bärli  |  29.06.09 at 23:00

    @ 312 Ralf: Schon der Apostel Paulus hat darüber nachgedacht und geschrieben:
    “Denn Geldgier ist eine Wurzel alles Bösen.”
    Das hat sich doch gerade mal wieder gezeigt und uns allen eine hübsche Krise eingebracht.
    @ 310 Liebe Barbara, die Schönstatt-Bewegung ist schlimmer als die Scientologen? Also ehrlich! Was haben Sie denn da so dagegen. Ich bin ja nicht für diese Marienverehrung, bin schließlich nicht katholisch. Aber in welcher Weise sind sie eine Gefahr für unsere Gesellschaft?
    @ 314 Barbara: Und wo bleibt bei Ihnen die so viel gepriesene Toleranz Andersdenkender gegenüber?

  • 321. kP  |  30.06.09 at 07:22

    Hier haben sich Leute mal vorgetraut, da müssten sie eigentlich volle Rückendeckung bekommen, tatsächlich aber schicken Evangelikale massenhaft E-Mails und Beschwerden an Rundfunk-verantwortliche

  • 322. kP  |  30.06.09 at 07:26

  • 323. kP  |  30.06.09 at 07:31

    kaum Plan von html.
    Folgendes war aber gemeint:

    http://zapp.blog.ndr.de/2009/06/24/evangelikalen/

  • 324. Ralf  |  30.06.09 at 08:48

    @320.Bärli

    “@ 312 Ralf: Schon der Apostel Paulus hat darüber nachgedacht und geschrieben:
    “Denn Geldgier ist eine Wurzel alles Bösen.”
    Das hat sich doch gerade mal wieder gezeigt und uns allen eine hübsche Krise eingebracht.”

    Versuchst Du mit dieser Äußerung einen Zusammenhang zwischen Geldgier und Atheismus zu konstruieren?
    Das bestärkt meine Auffassung, dass Ihr Christen Euch nun wirklich für überhaupt keine Geschichtsverfälschung zu schade seid.
    - der Ablasshandel hatt natürlich überhaupt nichts mit Geldgier zu tun.
    - der Vatikan hat eine eigene Bank, die definitv nicht nach dem Prinzip der Selbstlosgkeit arbeitet
    - bei christlichen Vereinigungen in den USA wurden den Gemeindemitgliedern durch die Kirchen Geldanlagen bei speziellen Banken empfohlen. Das Geld der Mitglieder ist weg. Die Kirche kann natürlich überhaupt nichts dafür.
    - das die Kirche hier in Deutschland versucht bei Menchen die schon lange ausgetreten sind (http://hpd.de/node/7310) hat natürlich auch überhaupt nichts mit schamloser Gier zu tun.
    - in der Nähe der großen Börsen sind Kirchenvereinigungen tätig, die den Börsianern in ihren Pausen seelischen Beistand in dieser schweren Zeit geben soll. Damit die nach ihrer Pause wieder frisch motiviert die nächsten Milliarden verzocken können.

    Die Kirche und die Christen sind gewisse nicht weniger Geldgierig wie alle anderen. Aber Schuld sind natürlich nur die Atheisten.
    Klar doch - ist ja schließlich der christliche Glaube die Quelle aller Moral und alle anderen können von Natur aus keine Moral besitzen.

    (das die Geldgier eigentlich der christlichen Lehre widerspricht, ist hier nicht von Bedeutung. Ich messe die Christen an ihren Taten, nicht an ihren Worten)

    Ich finde das immer wieder interessant, wenn hier Christen, die in Ihren übrigen Texten immer wieder auf weichgespült und tolerant machen, dann versehentlich Ihre Maske fallen lassen und zeigen, dass sie in wirklichkeit mit Bischof Mixa voll auf einer Linie sind.

  • 325. kp  |  30.06.09 at 18:03

    @323 kP
    Merkwürdigerweise werde ich beim zapp-blog keinen Kommentar los. Habt ihr schon mal probiert?

  • 326. born2blog  |  30.06.09 at 22:27

    wie weiter nach der kampagne? nun, diese frage stellte ich mir bis heute morgen auch. jetzt nicht mehr, denn ich hatte ein aha-erlebnis in der berliner u-bahn (bvg). dort lief auf den monitoren, die in jedem wagen hängen, ein werbefilm mit christlichem inhalt. es war werbung für das “fest der kirchen” am 4. juli in berlin. unter anderem mit dem spruch “gott kommt auch!” diese werbung ist brandneu und würde somit gegen den vorstandsbeschluß der bvg verstoßen, in dem es angeblich hieß, nie wieder werbung von religiösen gruppierungen oder weltanschauliche werbung anzunehmen. somit hält sich die bvg nicht an ihre eigenen regeln, während uns von deren seite jegliche werbung untersagt wird.

    ich würde als nächsten schritt der buskampagne rechtliche mittel prüfen. wir werden hier absichtlich “übersehen” und ich kann mir gut vorstellen, wie man gerade auf kirchenseite gut über uns lacht!!!

  • 327. Bärli  |  1.07.09 at 00:44

    324 Ralf: also, ich würde es irgendwie super finden, wenn Sie nicht alles, was ein Nichtatheist schreibt, als Angriff sehen. Habe doch nur auf @311 Fridolin und @312 von Ihnen noch einen Grund geschrieben, was eben der Grund allen Übels ist.
    Wieso sie das nun wieder gleich auf sich bzw. alle Atheisten beziehn, tut mir leid, verstehe ich nicht. Und ich möchte mich da auch nicht weiter drauf einlassen.
    Machen Sie es mal gut und denken nicht gleich, daß Christen nur Fehler bei anderen suchen.

  • 328. Gernot Back  |  1.07.09 at 12:29

    @127 SaBa

    Deine Idee finde ich sehr gut.

    Man sollte sich dabei gezielt die Orte aussuchen, an denen auch die Christen ihre Plakate kleben.

    Hier an meinem Wohnort in Köln ist das z.B. der U-Bahnhof Poststraße, an dem sich die U-Bahnen, die in Nord-Süd-Richtung fahren mit jenen treffen, die in Ost-West-Richtung verkehren. Da gibt es an der Weiche regelmäßig Stau und die U-Bahnen halten da oft etwas länger.

    Man liest da z.B. Plakate des christlichen Plakatdienstes.

    Zuletzt prangte dort dieses hier.

    Ich habe fast den Verdacht, dass dieser “christliche Plakatdienst” sogar Freundschaftspreise von den Kölner Verkehrsbetrieben erhält und diese Plakate vermehrt dann geklebt werden, wenn Werbeflächen nicht verkauft werden können.

    Solche “christlichen” Plakate könnte man aufgreifen mit atheistischen Slogans wie “Lebe lieber hier und jetzt (statt dich auf ein jenseitiges Leben vertrösten zu lassen)”.

    Man könnte auch Reklame für Klaus Dedes Buch Jesus - schwul? machen.

    Dieses gut recherchierte Buch über den teilweise im hellenistischen Kulturkreis wirkenden historischen Jesus, in dem Homosexualität gesellschaftlich akzeptiert war, hätte nämlich meines Erachtens viel mehr Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit verdient.

    Außerdem kann man Christen mit so einer Mutmaßung wunderbar ärgern und sie dazu verleiten, dass sie ihr intolerantes, allgemein sexualfeindliches, homophobes Gesicht offenbaren.

  • 329. Markus  |  1.07.09 at 21:20

    zu 328 Schön das du weißt wie jeder Christ aussieht. Ich zum Beispiel würde so ein Plakat ignorieren so wie ich auch christliche Plakate ignoriere.

  • 330. Schneewittchen  |  2.07.09 at 00:15

    @326

    Ich denke dass wenn Ihr ein Atheistenfest auf die Reihe bringt, ihr dafuer vielleicht Werbung machen koenntet. Aber bisher hatte ich den Eindruck, dass Ihr GEGEN was und nicht FUER was werben wollt.

  • 331. Schneewittchen  |  2.07.09 at 00:20

    @328
    “Außerdem kann man Christen mit so einer Mutmaßung wunderbar ärgern und sie dazu verleiten, dass sie ihr intolerantes, allgemein sexualfeindliches, homophobes Gesicht offenbaren”.

    Hier geht es ja um nichts anderes als um Provokation und das nennt sich im Atheismus “Toleranz”?

    Man kann an Eurem Verhalten wunderbar erkennen ob jemand nicht an Gott glauben KANN oder nicht an Gott glauben WILL.

  • 332. Fragende  |  2.07.09 at 07:20

    Man kann an Eurem Verhalten wunderbar erkennen ob jemand nicht an Gott glauben KANN oder nicht an Gott glauben WILL.

    Was ich glauben kann oder will, und was nicht, bzw. warum ich nicht an Gott glauben kann, ist meine private Angelegenheit, und geht grundsätzlich niemanden etwas an, auch dich nicht. Glauben ist eine Privatangelegenheit! Das ist für Christen und andere religiös Gläubige nur schwer zu begreifen.

    Hier geht es ja um nichts anderes als um Provokation und das nennt sich im Atheismus “Toleranz”?

    “Hier” geht es nicht nur um Atheismus, sondern auch um Pro-Säkularität. Dagegen sind allerdings wiederum die (meisten) Christen, un meinen, sich hier im Forum verteidigen oder wehren zu müssen. Da ist es doch nur logisch, dass hier auch wiederum von Atheisten darauf reagiert wird, indem Gründe genannt werden, die Atheisten dazu veranlassen, für Säkularität einzutreten, und darauf hinzuweisen, dass auch das Christentum bei weitem nicht so harmlos ist, ist von einigen Christen oder sogar Nichtchristen behauptet.

    Frage an dich, Schneewittchen: Bist du gegen oder für einen säkularen Staat? Wenn dagegen, was hast du gegen einen säkularen Staat? Niemand will dir verbieten, Christ zu sein. Nur sollte das reine Privatsache sein und auch bleiben.

  • 333. Fragende  |  2.07.09 at 07:36

    Kleine Satzänderung meinerseits: Was ich glauben kann oder will, und was nicht, bzw. warum ich nicht an Gott glaube, ob ich nur nicht glauben kann oder nicht will, ist meine private Angelegenheit, und geht grundsätzlich niemanden etwas an, auch dich nicht. Glauben ist eine Privatangelegenheit! Das ist für Christen und andere religiös Gläubige nur schwer zu begreifen.

  • 334. kp  |  2.07.09 at 07:37

    Leute, der Wahlkampf beginnt! Streitet euch nicht um Glauben oder Nicht-Glauben!
    Sprecht mal die Bundestags-Kandidaten auf diese Themen an und lest die Wahlprogramme.
    Formulierungen wie: “eine solidarische Bürgergesellschaft ist ohne den Einsatz von Kirchen und Religionsgemeinschaften nicht denkbar. Sie sind für uns zugleich wichtige Partner auf dem Weg zu einer humanen Gesellschaft und im ethischen Diskurs” schreien geradezu nach Nachfragen! Warum fordert man die Kirchen geradezu auf, aus der privaten Ecke rauszukommen? Als was gelten denn dann die Humanisten, als Religionsgemeinschaft oder gar nicht? Ist es denn okay, dass Kirchengemeinden mit ihren Ehrenamtlichen staatliche Aufgaben wuppen sollen, damit Gelder für sonst qualifizierte öffentliche Bedienstete eingespart werden können? Wir haben jede Menge Arbeitssuchende. Sind kirchliche KiGas so vorbildlich, die ihren Erzieherinnen nicht mal das Streiken erlauben? usw. usf.

  • 335. Schneewittchen  |  3.07.09 at 06:26

    @332,

    Frage an dich, Schneewittchen: Bist du gegen oder für einen säkularen Staat? Wenn dagegen, was hast du gegen einen säkularen Staat?

    Hallo Fragende,

    Ob ich fuer eine saekularen Staat bin, wuerde davon abhaengen wie dieser aussieht. Ich bin FUER Religionsfreiheit (egal welcher Religion) und nicht fuer Religionsszwang.

    Aus manchen Kommentaren (nicht Deinen) geht aber eher hervor, dass man mit allen Mitteln eine “gewisse Religion” provozieren und beschuldigen moechte, um politiche Ziele zu verfolgen.

    Manipulation von Menschen, GEGEN eine Religion, ist das was soviel Unheil in der Welt geschaffen hat und das hatten wir gerade schon mal vor 60 Jahren. Veraenderungen sollten mit Vernunft und nicht mit Gewalt geschaffen werden.

    Schneewittchen

  • 336. Evil Ernie  |  3.07.09 at 08:56

    “Manipulation von Menschen, GEGEN eine Religion, ist das was soviel Unheil in der Welt geschaffen hat und das hatten wir gerade schon mal vor 60 Jahren. Veraenderungen sollten mit Vernunft und nicht mit Gewalt geschaffen werden.”

    ?????????????????

    ich versuche das mal anders auszudrücken:

    manipulation von menschen DURCH religionen und deren institutionen haben soviel unheil in der welt geschaffen und schaffen noch immer!
    und genau das hatten wir vor 60 jahren auch schon MIT UNTERSTÜTZUNG DER KIRCHEN!

  • 337. Schneewittchen  |  4.07.09 at 07:04

    @336, (Evil) Ernie.

    Schoen von Dir zu hoeren. Ich melde mich bald, bin nur grad zu muede.

    Schneewittchen.

  • 338. Fragende  |  4.07.09 at 07:38

    Ob ich fuer eine saekularen Staat bin, wuerde davon abhaengen wie dieser aussieht. Ich bin FUER Religionsfreiheit (egal welcher Religion) und nicht fuer Religionsszwang.

    Säkular eben. ;-)

    Die Religionsfreiheit möchte hier auch niemand beschneiden. Nur ist das einigen Christen die in diesem Forum schreiben scheinbar immer noch nicht klar geworden.

    Zum Religionszwang: den sehe ich eindeutig im Schulunterricht gegeben. Keine Ahnung wie das heute ist, aber zu meiner Zeit musste ich dem Religionsunterricht in einer öffentlichen Schule beiwohnen, obwohl ich auch lieber frei gehabt hätte, wie die Konfessionslosen oder Nichtchristen. Bis zum 18 Lebensjahr benötigte man die Genehmigung und Unterschrift der Eltern, um vom Religionsunterricht, der streng nach katholisch und evangelisch getrennt war, fern zu bleiben. Für mich ist das eindeutig Relgigionszwang! So etwas, der Religionsunterricht an öffentlichen Schulen ansich, gehört untersagt. Das gehört zu einem säkularen Staat nunmal dazu.

    Manipulation von Menschen, GEGEN eine Religion, ist das was soviel Unheil in der Welt geschaffen hat und das hatten wir gerade schon mal vor 60 Jahren. Veraenderungen sollten mit Vernunft und nicht mit Gewalt geschaffen werden.

    Manipulation findet in diesem Forum keine statt. Hier werden lediglich Meinungen geäussert, die, wenn sie überzeugend sind, natürlich auch eine gewisse Schlagkraft haben, und Menschen beeinflussen können. Bei der einseitigen Berichterstattung über Religionen in den öffentlichen Medien ist es nur verständlich, dass hier vorwiegend die kritischen Elemente hervorgehoben werden. Und sei mal ehrlich, würden hier nicht andauernd irgendwelche Gottesgläubige schreiben würden, wären die Äusserungen von den Atheisten vielleicht gar nicht so, wie es dir scheint, extrem.

  • 339. Fragende  |  4.07.09 at 07:52

    Manipulation von Menschen, GEGEN eine Religion, ist das was soviel Unheil in der Welt geschaffen hat und das hatten wir gerade schon mal vor 60 Jahren. Veraenderungen sollten mit Vernunft und nicht mit Gewalt geschaffen werden.

    Niemand will, zumindest nicht in Deutschland, mit brachialer Gewalt Veränderungen bezüglich Religionen herbeiführen. Woher kommt nur diese Paranoia unter Religionsanhängern? Indoktrinierung? Wird das von der Kanzel geprädigt? Das könnte bestätigen, dass Mixas Äusserungen nicht die Ausnahme zu sein scheinen, sondern eher die Regel!? Nichts gegen dich, Schneewitchen, aber manchmal kommt mir das schon so vor. Wird jemand mal wirklich etwas kritisch gegenüber Religionen, werden sofort Verfolgungs- und Vernichtungsphantasien laut.

  • 340. Fragende  |  4.07.09 at 08:34

    Wird jemand mal wirklich etwas kritisch gegenüber Religionen, werden sofort Verfolgungs- und Vernichtungsphantasien laut.

    …und bei Mixa, Cinderella01 und Manu scheint es zu genügen, sich einfach als Atheist zu outen, um diese Phantasien wach zu rufen.

  • 341. kp  |  5.07.09 at 08:51

    Ich wünschte mir eine erreichbare, mindestens monatlich erscheinende Zeitung, in der solche Themen und aktuelles Geschehen behandelt werden. Die MIZ ist eventuell nicht schlecht, aber nicht mal in der Bahnhofsbuchhandlung zu bekommen. Außerdem könnten die bestehenden Zeitschriften aus dieser ideellen Ecke mal bessere Layouts gebrauchen - diese ellenlangen Texte in winzigen Schriftgrößen! Kann jemand etwas empfehlen?

  • 342. Schneewittchen  |  6.07.09 at 07:17

    @Fragende, 338

    “Die Religionsfreiheit möchte hier auch niemand beschneiden. Nur ist das einigen Christen die in diesem Forum schreiben scheinbar immer noch nicht klar geworden.”

    Vielleicht hast Du hier noch nicht alles gelesen, doch steht das im Wiederspruch zu etlichen Aussagen, die ich hier gefunden habe.

    “Bis zum 18 Lebensjahr benötigte man die Genehmigung und Unterschrift der Eltern, um vom Religionsunterricht, der streng nach katholisch und evangelisch getrennt war, fern zu bleiben.”

    Solltest Du das dann nicht mit Deinen Eltern ausmachen? Ich musste nie in einer deutschen Schule am Religionsunterricht teilnehmen und habe es auch nie getan. Wie man hier sieht, bringt der Zwang ja auch keinen Glauben im Menschen hervor.

    “Und sei mal ehrlich, würden hier nicht andauernd irgendwelche Gottesgläubige schreiben würden, wären die Äusserungen von den Atheisten vielleicht gar nicht so, wie es dir scheint, extrem”

    Wahrscheinlich wuerde schon bald gar keiner mehr schreiben.

    @339

    “Niemand will, zumindest nicht in Deutschland, mit brachialer Gewalt Veränderungen bezüglich Religionen herbeiführen. Woher kommt nur diese Paranoia unter Religionsanhängern? Indoktrinierung? Wird das von der Kanzel geprädigt? Das könnte bestätigen, dass Mixas Äusserungen nicht die Ausnahme zu sein scheinen, sondern eher die Regel!? Nichts gegen dich, Schneewitchen, aber manchmal kommt mir das schon so vor. Wird jemand mal wirklich etwas kritisch gegenüber Religionen, werden sofort Verfolgungs- und Vernichtungsphantasien laut.”

    Erstens lebe ich nicht mehr in Deutschland und zweitens habe ich mich mit Mixa bisher noch gar nicht auseinandergesetzt. Ich habe mich aber waehrend meiner Schulzeit in Deutschland intensiv mit der deutschen Geschichte im 19. Jahrhundert, insbesondere dem NS-Regime und der Manipulation der Menschheit im 3. Reich auseinandergesetzt.

  • 343. Dawkinist  |  6.07.09 at 09:52

    @ Evil @ Fridolin (Gibts Gott…)

    brights und Buskampagne verfolgen ja schon das Ziel einer Zusammenführung. Ich persönlich glaube, daß die Buskampagne (oder demnächst gottlos-glücklich-Kampagne) die größeren Chancen hat, in der breiten Öffentlichkeit wahrgenommen zu werden. Aber warten wir mal auf die neue Website…

  • 344. Fragende  |  6.07.09 at 10:25

    @Schneewitchen

    Vielleicht hast Du hier noch nicht alles gelesen, doch steht das im Wiederspruch zu etlichen Aussagen, die ich hier gefunden habe.

    Kannst du mir da ein Beispiel nennen? Manche Gläubige haben da etwas seltsame Ansichten von “Religionsfreiheit”, deshalb frage ich. Denn es kann auch gute Gründe dafür geben, Religionsfreiheit mitunter einzuschränken.

    Solltest Du das dann nicht mit Deinen Eltern ausmachen?

    Das ist meiner Ansicht nach der falsche Weg, Eltern können hier sehr unterschiedlich reagieren und sich weigern, ihr Kind vom Religionsunterricht zu befreien. Religionsunterricht sollte, wenn er denn stattfindet, freiwillig sein. Die Kinder oder Jugendliche sollten selbst entscheiden können, was sie wollen. Heute wird ja auch an manchen Schulen “alternativ” Ethikunterricht angeboten. Zu meiner Zeit war Religion ein Pflichtfach, und so konnte ich einfach selbst entscheiden.

    Ich musste nie in einer deutschen Schule am Religionsunterricht teilnehmen und habe es auch nie getan. Wie man hier sieht, bringt der Zwang ja auch keinen Glauben im Menschen hervor.

    Bei mir war Religion Pflichtfach. Freigestellt waren mitunter Moslime, Zeugen Jehovas und Nichtgläubige (durch die Unterstützung der Eltern). Warst du damals evangelisch, katholisch oder freikirchlich?

    Ich bin eh der Meinung, Religionsunterricht hat nichts an öffentlichen Schulen zu suchen, stattdessen sollte ein allgemeiner Ethikunterricht eingeführt werden, in dem Religionen natürlich auch ihre Erwähnung finden - allerdings neutral, unvoreingenommen und durchaus auch kritisch.

  • 345. Fridolin  |  6.07.09 at 10:44

    @ Jemand

    ich kann mich Inhaltlich voll und ganz hinter die Leitlinien der Brights stellen. Hier ein Auszug:

    8. Die Brights-Bewegung ist eine positive Kraft

    Wir streben eine wachsende Gemeinschaft von Brights an, die dazu in der Lage sind, in einer konstruktiven Art und Weise gesellschaftlichen und politischen Einfluss zu nehmen. Die Brights-Bewegung ist vom Prinzip her keine anti-religiöse Kraft in der Gesellschaft. Das übergeordnete Ziel ist eine faire Beteiligung an der Gesellschaft für alle, was einen Platz für Menschen mit naturalistischer Haltung in Politik und Gesellschaft erforderlich macht.

    Es gibt die menschliche Schwäche, wir/sie-Kategorien zu erfinden, in denen das “sie” negativ oder ablehnend betrachtet wird. Obwohl einige individuelle Brights negative Sichtweisen von Personen mit Glauben an Übernatürliches haben mögen, sieht sich die Brights-Bewegung Anderen nicht überlegen an und verachtet Andere auch nicht.

    Was angestrebt wird ist gesellschaftliche Aktzepanz und Gleichberechtigung. Diese Bewegung lehnt nicht nur mit Bestimmtheit verbale Vergleiche ab, die Brights als geringwertigere Bürger darstellen als religiöse, sondern lehnt auch solche ab, die religiöse Bürger als geringwertiger darstellen als die Brights.

    9. Die Brights-Bewegung sucht nach Anerkennung und Einfluss in der Gesellschaft

    Die Vereinigung von Personen mit naturalistischen Weltbildern muss eine soziale und politische Schlagkraft erhalten, die ihrer Größe entspricht. Als Teilnehmer dieser Internet-Vereinigung arbeiten wir darauf hin, dass die Gesellschaft diesen Fakt erkennt. Brights der Internet-Vereinigung widerstreben ihrer Nicht-Beachtung, Ausgrenzung und Diskriminierung in unseren Gesellschaften. Wir werden darauf zu arbeiten, dass wir als Bürger akzeptiert werden und zwar auf dem selben Level wie Personen mit anderen Weltbildern.

    Wir möchten, dass die Gesellschaft erkennt, dass es eine große Anzahl an Brights gibt und dass sie nicht länger als Gemeinschaft ignoriert werden. Noch werden wir uns auf die Rolle einer Randgruppe festlegen lassen, die von oben herab behandelt und definiert wird.

    Mir ist klar, das die meisten hier sich dieser Ansicht nicht anschließen werden.

  • 346. Fridolin  |  6.07.09 at 11:12

    @ Jemand

    Es ist mir neu, daß das Ingenieurbüro Karle in Ludwigshafen neuerdings auch die Interessen der Atheisten in Deutschland vertritt :)

    http://www.ibka.org kenne ich aber.

    Wo gibt es denn irgenwo Angaben über Mitgliederzahlen? Bei einer sechsstelligen oder besser siebenstelligen Mitgliederzahl würde ich mich schon überzeugen lassen, daß es sich dann nicht mehr um eine kleine Randgruppe handelt.

    In der Politik haben CDU/CSU und SPD zusammen eine satte Mehrheit - Mengenmässig vergleichbar mit katholischer und evangelischer Kirche in der Religionslandschaft.

    Jeder darf per Klage oder per Demonstration gegen die großen Parteien ins Feld ziehen - macht sich aber meiner Meinung damit recht lächerlich.

    Mit der Piratenpartei haben es ein paar Leute geschafft, ihre Anliegen so zu formulieren daß sie jetzt genug unterstützung haben um ernsthaft bei der nächsten Bundestagswahl anzutreten.

    Es geht doch darum, die Menschen FÜR eine bessere Sache an Bord zu kriegen und nicht GEGEN irgend etwas aufzuhetzen.

    Alle Kraft sollte in das Größenwachstum investiert werden - und da hat man ja gesehen daß man mit moderatem Budget schon eine große Reichweite erzielen kann. Für mich war nur die Aussage ziemlich diffus.

    Solange man Randgruppe ist, muss man ertragen als Randgruppe behandelt zu werden.

    Das unbefriedigende an der aktuellen Situation für mich ist nicht die Tatsache, daß die Interessen der konfessionslosen übergangen werden sondern dass selbigste es nicht schaffen, sich um eine vernünftige Interessensvertretung zu kümmern.

    Ich bin gespannt auf den Augang der Musterklage. Eigentlich sehe ich keinen Rechtsgrund, weshalb eine Werbefirma sich nicht aussuchen dürfte wofür sie wirbt und wofür nicht. Ich darf auch einen Laden aufmachen in dem ich nur Cola in roten und nicht in blauen Flaschen verkaufe.

    Die Buskampagne hat ja gezeigt, daß es problemlos möglich ist anderweitig Werbung zu plazieren.

    Wer es schafft eine Partei zu gründen, der hat einen rechtlich gesicherten Anspruch auf Wahlwerbung. Die Partei der bibeltreuen Christen (PBC) macht es vor….

  • 347. Soli  |  6.07.09 at 12:19

    Um den permanenten Diffamierungsversuchen der Kirchen entgegenzutreten und mehr in der Öffentlichkeit wahrgenommen zu werden, so wie wir sind - nämlich sehr viele und völlig normal - sollte man sich immer wieder einmal gezielt outen.
    Die Schwulen tun letzteres z. B. gerade mit dem Christopher Street Day. (Btw, wenn man liest, was die Piusbruderschaft dagegen so an volksverhetzenden Aufrufen und Kommentaren auffährt, wird einem schlecht. http://www.focus.de/politik/deutschland/piusbruderschaft-nazi-vergleich-falsch-verstanden_aid_414098.html )
    Der Bus war an sich ja auch so eine Demonstration, er fuhr u.a. stellvertretend für die vielen, vielen Spender, die die ganze Aktion mit möglich gemacht haben.

    Wie wäre es mit einem verabredeten Tag im Jahr, an dem in ganz Deutschland Menschen ihre “Gottlos glücklich”-Buttons tragen, ihre Atheisten- und No religion-T-shirts oder sonst ein bestimmtes Zeichen, mit dem sie ihre Geisteshaltung nach außen tragen.

  • 348. mensch_manfred  |  6.07.09 at 17:58

    “Allah,Jesus,Manitu – Gebrauchsanleitung zum Glück?”

    Bei “Menschen bei Maischberger” hatte die Sendung vor Kurzem den Titel: “Allah,Jesus,Manitu”. Von den Gästen war eine Frau zu “Allah” übergetreten, eine ehemals “Ungläubige” hat sich zu “Jesus” bekannt und die dritte hatte einen Indianerhäuptling geheiratet und hat sich zu “Manitu”, bzw. diese Indianerreligion bekannt.

    Hallo!
    Religion ist Illusion. Das kam hier auch rüber

    Da dachte ich, es wäre alles gesagt, da kommen drei Frauen und die haben sich unterschiedlich umprogrammiert.
    Da programmiert sich die Jüngste, meiner Ansicht nach, mit der jüngsten der IJK-Religionen und schreibt ein Buch darüber. Wenn ich nicht so faul wäre, würde ich es vielleicht lesen.
    Über den “Vater” von Jesus habe ich weiter unter schon geschrieben.
    Bei Manitu dachte ich, den hat Karl May erfunden.

    Von der ältesten der IJK-Religionen habe ich nichts gehört. Zugegeben, ich habe auch zu spät eingeschaltet.
    Da gab es vorher schon den Sonnengott der Ägypter, die Götterwelt der Griechen, u.s.w.
    War Wotan nicht ein Gott der Germanen oder der Wikinger? Die Menschen haben sich schon “immer” um den “Erzeuger” Gedanken gemacht.
    Da kann doch nur jemand dran glauben, der unbedingt die Illusion braucht oder, wie unten aufgeführt, so programmiert wurde und damit zufrieden ist.

    Vor Kurzem habe ich im Fernsehen gehört, dass der Mensch Millionen oder Milliarden Bakterien beinhaltet.
    Wenn meine jetzt auch an einen Gott glauben und ich weiss gar nichts davon?

    Gruss mensch_manfred

    Jetzt erscheint die mail, die ich an “gottlos glücklich” gesandt habe.

    From: mensch_manfred
    Subject: gottlos glücklich
    Date: Tue, 26 May 2009 15:18:18 +0000

    Hallo!
    Ich bin im “Nachtcafe” am Montag früh auf “gottlos glücklich” aufmerksam geworden.
    Ich konnte auch noch nicht alles lesen was hier geschrieben wurde. Weil ich aber meine Gedanken noch nirgends gehört habe, will ich sie mitteilen.
    Ein Gott, der seinen Sohn am Kreuz verrecken lässt, dem kann ich nicht vertrauen.
    Als ich vor ca. vierzig Jahren aus der Kirche ausgetreten bin, hätte ich das so noch nicht formulieren können.
    Ich hatte nur das Gefühl, dass irgendetwas nicht stimmt. Und damit ist das für mich eine schlechte Story.
    Martin Luther, der wie Jesus, mit seiner Religion nicht zufrieden war, hatte wenigstens Freunde die ihn gerettet haben.

    Warum glaubt aber jeder Mensch so fest an “seinen” Gott?
    Darauf habe ich jetzt auch eine Antwort gefunden.

    Am 27.6.2001 hat ein Wissenschaftler im “Ersten” gesagt:
    Menschen sind “Bio-Computer” und seine Kollegen seien nicht dieser Meinung.
    Ich habe also nach Gemeinsamkeiten zwischen Computer und Bio-Computer gesucht und bin fündig geworden.
    O.W.Fischer hat kurz vor seinem Tod in der Talkshow bei “Fliege” gesagt:
    “Menschen werden dumm geboren.” (Herr Fliege nannte ihn darauf einen Philosophen)
    Das trifft auch auf Computer zu, wenn man das Einschalten als Geburt betrachtet. Umgekehrt könnte man das Durchtrennen der Nabelschnur auch als Einschalten des neuen Menschen ansehen.
    Dann kommt bei beiden das “hochfahren”. Und erst dann kann man mit den beiden Computern etwas anfangen.
    “Anwender” gibt es auch bei beiden. „Anwender“ ist derjenige, der den Computer bedient. Beim Bio-Computer wird sie meist “Mama” genannt wird. Es kommen noch weitere hinzu, bis der Bio-Computer selbst zum “Anwender” wird. Der Computer ist da noch nicht so weit.

    Wenn die Computer “hochgefahren” sind, kann “der Anwender” ihnen Programme vorgeben, mit denen sie sich programieren. Beim “Bio-Computer” ist das z.B. das jeweilige Sprachprogramm. Kinder programmieren sich durch “nachplappern” mit dem Sprachprogramm Ihrer Anwender.
    Parallel dazu programmieren sie sich mit dem “Religionsprogramm” ihrer Anwender. Egal ob das die Mutter, die Stiefmutter, die Adoptivmutter oder wer auch immer es ist und woher auf dieser Welt sie kommen bzw. gegangen werden.

    In einer Rätselsendung wurde gefragt, warum die Chinesen kein “R” sprechen können. Die Antwort war, dass es in der chinesischen Sprache kein “R” gibt und deshalb nicht gelernt wird.
    Als Beispiel war ein Chinese mit Anhang anwesend. Die kleine Tochter, in Deutschland aufgewachsen, konnte das “R” proplemlos aussprechen. Ich könnte noch weitere Beispiele aufzeigen, will aber nur zwei hier aufführen, von denen ich annehme, dass sie fast jeder kennt.
    1) Die Hexenverbrennung
    2) Da haben zugewanderte Brüder ihre Schwestern ermordet, nur weil die sich “deutsch”, bzw. anders programmiert hatten, als sie es für richtig hielten.
    Jeder glaubt also, von Ausnahmen abgesehen, an die Richtigkeit dessen, was er in der Jugend gelernt hat und kann sich etwas anderes nur sehr schwer oder gar nicht mehr vorstellen.
    Jeder hält das “eigene Wissen” für richtig.
    Deshalb glaubt jeder nur an “seinen” Gott, obwohl alle “ihren” Gott nur vom Hörensagen kennen.

    Und Missionare wollen die Menschen nur umprogrammieren um an ihr Potential zu kommen. Und deshalb werden immer gleich pompöse “Gotteshäuser“ gebaut.

    Ich möchte niemanden missionieren. Ich schreibe nur meine Beobachtungen auf.
    Menschen sind Dumm, verkündet jeden Tag das Fernsehen und August Lämmle sagte:
    Wenn mr Dumm ist, das ist so, selber merkt mr nix dr`vo.
    Jeder kann eben nur auf seiner Basis agieren. Und für sein Wissen ist jeder selbst zuständig.

    Gruss mensch_manfred

    Der Vollständigkeit halber: Einen „Computer-Virus“ für Bio-Computer gibt es auch. Es ist das Nikotin, das der Mensch im allgemeinen nicht braucht. Es mogelt sich über den Ruß der Zigarette in den Körper und tut das Gehirn umprogrammieren und „…fügt ihnen und den Menschen in Ihrer Umgebung erheblichen Schaden zu“, wie auf vielen Zigarettenschachteln zu lesen ist. Durch den Nikotinverbrauch, der sich einstellt, entstehen hohe Kosten und gesundheitliche Schäden, die noch einmal Geld kosten. Auch bei den Zigaretten gilt:
    Alles nur Illusion!

  • 349. Bärli  |  6.07.09 at 21:52

    @ 348 mensch_manfred: Sie sollten einfach mal in Dresden die Arbeit von Sabine Ball besuchen - die ältere Dame, die nach langem Suchen zu Jesus fand. Ihre Arbeit mit Kindern, um die sich sonst niemand kümmert, sagt alles in Tat aus, was sie in Worte sagte.

  • 350. Fragende  |  7.07.09 at 07:06

    Sie sollten einfach mal in Dresden die Arbeit von Sabine Ball besuchen - die ältere Dame, die nach langem Suchen zu Jesus fand. Ihre Arbeit mit Kindern, um die sich sonst niemand kümmert, sagt alles in Tat aus, was sie in Worte sagte.

    Es ist sehr lobenswert, wenn sich Menschen um Hilfsbedürftige kümmern, und ihnen helfen. Bedenkenswert ist, wenn die Hilfsbedürftigkeit dazu ausgenutzt wird, um zu bekehren und zu missionieren.

  • 351. Alexander VI.  |  7.07.09 at 07:53

    Erinnert Ihr Euch? Als vor kurzer Zeit einige Atheisten einen recht harmlosen Spruch durch Berlin fahren lassen wollten, stellten sich die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) quer und behaupteten, sie wollten von nun an keinerlei weltanschauliche Werbung mehr zulassen. Das dies dreist gelogen war, weiß jeder U-Bahn-Fahrgast in Berlin. Überall wird Jesus vermarktet wie der neueste Weichspüler und werden Menschen in die Gottesdienste im Berliner Dom gelockt.

    Die mit Abstand größte religiös Kampagne macht das “Bischöfliche Missionswerk Misereor”. U.a. eine verklemmt lächelnde Nonne und der honduranische Kardinal Rodríguez werben für Gott. Die katholische Kirche in Honduras unterstützt den Militärputsch gegen den gewählten Präsidenten Zelaya und Kardinal Rodríguez forderte diesen in einer Fernsehansprache auf, nicht in sein Land zurückzukehren.

    So konsequent ist die BVG: Harmlose Sprüche der Atheisten werden nicht gestattet, Werbung für Unterstützer von Militärputschs ist kein Problem…

  • 352. Bärli  |  7.07.09 at 09:49

    @ 350 Fragende: Schön, daß Sie alles so genau wissen. Oder doch nicht so genau? Besser genau informieren. Alles Gute für Sie!

  • 353. Evil Ernie  |  7.07.09 at 10:08

    352. Bärli:

    na, steht doch sogar in der wiki:

    “In einem missionarischen Einsatz in der noch bestehenden DDR beschloss sie, hier zu bleiben.”

    aber letztlich ist das natürlich eine beeindruckende geschichte. und hätte durchaus vorbildfunktion für alle religiösen/kirchlichen institutionen…

    … wenn nur nicht schon wieder das missionieren wäre…

    =;)

  • 354. Fragende  |  7.07.09 at 10:55

    @ Bärli 352.

    Quelle meiner Informationen:

    “Das Ziel der Sabine-Ball-Stiftung ist die Förderung von sozial benachteiligten Kindern und Jugendlichen. Dabei besteht das vorrangigste Ziel darin, dass die Kinder und Jugendlichen Jesus Christus persönlich kennen lernen und zu einem praktischen Leben mit Gott ermutigt und angeleitet werden. Insbesondere soll dieses Ziel durch den stoffwechsel e.V. verwirklicht werden.”
    http://www.sabine-ball-stiftung.de

  • 355. Wolfgang  |  7.07.09 at 15:05

    “Tapferkeitsorden”
    ” 3 Milliarden für neuen Rüstungsauftrag”

    Ach du lieber Gott, bist du noch zu retten?

  • 356. Deacan  |  7.07.09 at 15:24

    Wenn ich so über den großen Teich schaue, dann fällt mir die ACA ins Auge, die Jungs und Mädels rund um Matt Dillahunty haben in Texas eine “örtliche” Sendung fürs TV…
    ( http://www.atheist-experience.com/ )

    Sicherlich nicht leicht zu gestalten, auf der anderen Seite: wozu gibt es eigentlich die kleinen, lokalen Sender?

    Was ich definitv nicht sehen möchte IST reine Werbung für Atheismus, sondern eine Plattform für Denkanstöße…
    Ein I-Net Podcast zum Beispiel…

  • 357. Bärli  |  8.07.09 at 00:43

    354 Fragende. Und was ist da bitte falsch dran?Ich habe dort kurz reingeschaut. Die Kinder kamen aus der Schule und setzten sich zum Essen an den Tisch. Das haben sie zu Hause nicht - aus welchen Gründen auch immer. Frau Ball hat diesen stoffwechsel gegründet und für sie ist der christliche Glaube eben mehr als ein schönes Sonntagsgefühl. Es ist nicht immer gerade einfach, mit Kindern und Jugendlichen aus schwierigen Verhältnissen umzugehen. Die sind ja nicht plötzlich “lammfromm”. Und niemand wird zu etwas gezwungen.
    Und da es in diesem Forum ja um neue Ideen geht: da wäre doch eine. In vielen, vielen Städten, auch kleineren, gibt es so hilfebedürftige Kinder. Daß eine Christin ihren Glauben mit einbringt, ist doch nur logisch. Also, nicht schimpfen, sondern handeln.

  • 358. kp  |  8.07.09 at 05:25

    Ja, sozial handeln ist grundlegend und sinnstiftend. Dies wird auch bei der Giordano-Bruno-Stiftung genannt. Das mag allerdings noch nicht ganz so verbreitet sein - egoistische Selbstverwirklichung war ja (in Westdeutschland) lange Zeit die Richtlinie, der Staat hat die Voraussetzungen dafür zu schaffen. Dass jeder am staatlichen Apparat und der politischen Gestaltung mitwirken muss, geriet leider auch oft in Vergessenheit.
    Welche atheistische Institution fängt Leute unbürokratisch auf, die auf Sinnsuche sind?
    Colin Goldner kritisiert den Dalai Lama, weil er angeblich nur Kalendersprüche von sich gibt und dümmlich lacht. Was ist schlecht daran, Lebensweisheiten, die letzendlich ganz schlicht sind, auf den Punkt zu bringen und auch populär zu verbreiten? Ich mag letztendlich zu der Einstellung gelangen, dass man auf all dies auch ohne religiösen Glauben kommen kann, aber damit in Berührung gekommen ist man doch durch Religionsunterricht, Horoskoplesen, Weisheiten zum Tage, Wort zum Sonntag, etc. Im Alltag haben doch die Religionen die Philosophie und Ethik größtenteils für sich. Deshalb meint man ja inzwischen, dass die Politik von Ethikräten unterstützt werden müssten - Politiker selbst haben da wohl scheinbar keine Kompetenz. Deshalb reklamiert der Papst nun seinen Anspruch auf einen Platz in einer Weltautorität, einem Weltethikrat der UN.

  • 359. Schneewittchen  |  8.07.09 at 06:52

    @336, Evil Ernie

    “manipulation von menschen DURCH religionen und deren institutionen haben soviel unheil in der welt geschaffen und schaffen noch immer!
    und genau das hatten wir vor 60 jahren auch schon MIT UNTERSTÜTZUNG DER KIRCHEN!”

    Hallo (Evil) Ernie; nein ich habe Dich nicht vergessen; im Gegenteil, ich habe mir waehrend meiner Arbeit sehr viel Gedanken ueber das gemacht, was ich hier nun versuchen moechte, fuer Dich verstaendlich zu machen.

    Zum Einen habe ich mich schon immer fuer Geschichte interressiert, insbesondere das Dritte Reich und das Judentum. Ausserdem habe ich die Verhaltensmuster der Menschheit lange beobachtet. Auch habe ich versucht gewisse Maenner und deren merkwuerdiges, zum Teil undurchschaubares oder unerklaerliches, jedoch in manchen Faellen vergleichbares Benehmen zu verstehen, und das nicht nur in meinem Leben, sondern auch im Allgemeinen. Dabei habe ich Buecher ueber Psychologie, zwischenmenschlichen Beziehungen und Controlfreaks intensiv durchforscht.

    Dabei habe ich folgendes entdeckt:
    Jeder wird in seinem Leben irgendwann und mehr oder weniger schlimm verletzt. Zu was man sich durch diese Verletzungen letzendlich entscheidet, spielt in unserem Leben eine ausschlaggebende Rolle. Auch Hitler wurde bereits in seiner Kindheit sehr stark gepraegt und durch seine Entscheidung entstand eine Hetzkampagne; der Antisemitimus wurde geschuert und letzendlich war dies, das leidvolle Ende vieler wertvoller Menschen.

    Die Kirche hatte Hitler bereits im Griff bevor er zur Vernichtung der Juden ueberging. Es war die Manipulation der Menschen GEGEN die juedische Religion, die Hitler benutzt hat um seinen eigenen Hass gegenueber den Juden auszuleben. Dabei solltest Du Dich ueber die Herkunft Hitlers informieren, dann geht Dir vielleicht ein Licht auf. Dass er kein Deutscher war, nehme ich an weisst Du ja, obwohl sich viele Menschen ausserhalb Europas nicht einmal dessen bewusst sind.

    Auch habe ich in letzter Zeit die Geschichte von Stalin naeher betrachtet. Wie auch Hitler, wurde er von seinem alkoholkranken Vater in seinen Kinderjahren verpruegelt. Das Bedürfnis, nie mehr geschlagen zu werden, setzte er in die Haltung um, dann eben andere zu schlagen. Man koennte das auch als Rache bezeichnen oder als Versuch den Hass in sich selbst zu toeten. Man schätzt, dass der Tyrann Stalin für den Tod von mindestens 20 und moeglicherweise sogar 30 Millionen Menschen verantwortlich ist, ueberwiegend Juden und Christen.

    Interressant finde ich, dass er ein Priesterseminar in Tiflis GEGEN den Willen seines Vaters besucht hat, wobei er sich zum atheistischen Marxisten entwickelte. Von dort wurde er dann wegen seinem revolutionaeren Verhalten und wegen seinen Kontakten zu den Kommunisten entlassen. Ob es noch andere Hintergruende gibt, warum er dieses Seminar besucht hat, ist mir noch nicht ganz klar, aber erstaunlich finde ich ist, dass seine drei Ehefrauen alles Juedinnen waren. Auch war er dafuer bekannt, dass er die Frauen nur benutzt hat, wobei er sie auch gezielt emotional verletzte. Seine zweite Frau Nadeschda Allilujewa wurde mit einem Revolver in ihrer Hand erschossen aufgefunden. Zuvor hatte Stalin sie verbal zutiefst beleidigt.

    Was ich hiermit sagen moechte ist, dass es nicht die Religion an sich ist, sondern die Ablehnung, die Aversion und das Unverstaendnis GEGEN Religionen, Menschen und Rassen, die Tyrannen wie Hitler, Stalin und andere benutzt haben um Menschen zu manipulieren und um ihre persoenlichen und politischen Ziele zu verfolgen. Dabei versuchten sie ihren eigenen Hass, ihre Aggressionen und sogar Aengste auszuleben.
    Vergebung haette dies verhindern koennen.

    Liebe Gruesse von
    Schneewittchen

  • 360. NikK1506  |  8.07.09 at 14:27

    @ 357. Bärli: Ihr Engagement für Kinder in Ehren, aber in vielen, vielen Städten, auch kleineren gibt es NICHT nur hilfebedürftige Kinder und christliche Ideologen, die was für diese Kinder tun und sie beiläufig mit einem Zimmermann bekannt machen wollen, der vor 2000 Jahren gelebt haben soll (ich als Jurist frage mich, ob man da nicht Schadensersatzansprüche wegen Nichterfüllung gem. § 280 Abs. 1 und 2 i.V.m. § 283 BGB geltend machen kann, falls sie es nicht schaffen einen mit Jesus persönlich bekannt zu machen), sondern auch sehr viele sozial und gerade auch für benachteiligte und bedürftige Kinder engagierte Atheisten, die den Kindern einfach so helfen (ohne ihnen irgendwelche religiösen Märchen zu erzählen oder sie auf der anderen Seite gegen Religionen aufzubringen). Soziales Engagement ist eben nicht von der Religion, der Glaubensrichtung oder der Weltanschauung abhängig Bärli.

  • 361. Wolfgang  |  8.07.09 at 14:41

    Es ist schwer, gegen die Institution Kirche anzugehen, zumal sie sich hat staatlich schützen lassen.
    Also bleibt nur das Mittel, sie madig zu machen, ihre Fratze vom wahren Gesicht herunterzureißen und immer daran arbeiten, umso mehr Licht in die Geschichte der Kirche gebracht wird, desto dunkler wird sie. Diese herzzerreißende kirchlichen Mitteilungen, es wird doch soviel für die Kinder und die Armen getan, ist noch nicht einmal ein kleiner Tropfen auf den heißen Stein, denn die Gelder erbringt dafür allein der Staat, also wir, Atheisten und andere Nichtchristen!!
    Darum heißt es ja “Glaube”!!

  • 362. NikK1506  |  8.07.09 at 14:51

    @ 359. Schneewittchen: Vielleicht sollten Sie noch etwas nachforschen, vor allem was die Fakten über Stalin anbetrifft. Also die meisten Historiker gehen von 20 Mill. Opfern stalinistischer Terrorherrschaft aus (ca. 28 Mill. Sowjetbürger sind dann – so heißt es – zusätzlich im zweiten Weltkrieg ums Leben gekommen), wovon natürlich nicht die meisten Juden oder (gläubige) Christen waren (so viele Juden und gläubige Christen gab es nämlich in der UdSSR zu der Zeit nicht). Und die Hetzte gegen die Juden hat erst richtig nach der Staatsgründung Israels angefangen, die noch zu seiner Zeit von der UdSSR mit als erstem Land unterstützt wurde. Es begann im November 1948 mit der Liquidierung sämtlicher Mitglieder des jüdischen antifaschistischen Komitees, es kam die Kampagne gegen die Kosmopoliten, und schließlich vor Stalins Tod die Kampagne “gegen die Mörder im weißen Kittel”, als er sich vor seinen Ärzten fürchtete (die natürlich Juden waren).

    Ich habe von diesen Dingen schon früh durch meine Großeltern erfahren. Da meine Großeltern auch Juden sind, sind sie damals 1953 nur knapp den Deportationszügen entgangen, die für Juden im ganzen Land schon bereitgestellt wurden. Dann kam aber zum Glück Stalins Tod dazwischen. Das wussten meine Großeltern damals natürlich nicht. Erfahren hat man darüber erst nach und nach.

    „Was ich hiermit sagen moechte ist, dass es nicht die Religion an sich ist, sondern die Ablehnung, die Aversion und das Unverständnis GEGEN Religionen, Menschen und Rassen, die Tyrannen wie Hitler, Stalin und andere benutzt haben um Menschen zu manipulieren“

    Das mag ja sogar stimmen, aber wie haben es diese Tyrannen denn geschafft so viele Menschen zu manipulieren? Und zwar so zu manipulieren, dass die Menschen bereit waren andere Menschen massenweise zu töten, zu foltern, zu denunzieren, etc..? Sie schufen ihren eigenen Glauben, ihre eigene Religion, die vom Konzept her ebenso funktioniert hat wie jede andere, auch die christliche (jedenfalls die längste Zeit ihrer Existenz: das ganze Mittelalter lang bis in die Neuzeit hinein). Im Übrigen siehe hierzu mein Beitrag 495 bei „Im Auftrag des Herrn…“ (mag mich nicht zehn mal wiederholen).

  • 363. NikK1506  |  8.07.09 at 15:00

    Zu 360. NikK1506: Entschuldigung der hier evtl. einschlägige Paragraph wäre natürlich § 311a Abs. 2 BGB (Schadensersatz statt der Leistung wegen anfänglicher Unmöglichkeit) und nicht die §§ 280, 283 (wegen nachträglicher Unmöglichkeit).

  • 364. Fragende  |  8.07.09 at 16:11

    Und was ist da bitte falsch dran?

    Die Hilflosikteit der Menschen dazu auszunutzen, um zu missionieren, dass sind normalerweise Methoden einer Sekte. Und das halte ich für bedenklich.

    Daß eine Christin ihren Glauben mit einbringt, ist doch nur logisch. Also, nicht schimpfen, sondern handeln.

    Ich schimpfe ja gar nicht, finde es nur bedenklich, wenn die Hilfsbedürftigkeit von Menschen zu Missionierungszwecken mißbraucht werden. Immerhin ist die Missionierung laut eigener Aussage das oberste Ziel der Stiftung.

    Wenn eine Christin ihren Glauben in ihre soziale Arbeit mit einbringt, ist nichts dagegen einzuwenden. Aber bei der genannten Stiftung wird der Glaube nicht etwa nur mit eingebracht, sondern ist, laut eigener Aussage, Missionierung das “vorrangigste Ziel” schlechthin. Mir scheint, als sei die Stiftung nur zu dem Zweck errichtet worden, um zu missionieren. Das halte ich nunmal für bedenklich, ohne die Arbeit der Stiftung schlecht reden zu wollten.

    Ich bin überzeugt, dass es für die Kinder so immer noch besser ist, als wenn die Stiftung überhaupt nicht existiere. Es wäre aber noch besser, wenn das Missionieren etwas mehr in den Hintergrund treten, oder gar völlig zur Nebensächlichkeit dieser Stiftung werden würde.

  • 365. Bärli  |  8.07.09 at 18:50

    @ 364 Fragende: habe das auch gelesen. Weiß aber aus der Praxis, daß dies jetzt nicht etwa immerzu geschieht. Die Kinder brauchen unheimlich viel Zuwendung, richtiges Essen, Hausaufgabenhilfe und eben alles, was sie eigentlich zu Hause erhalten sollten. So gesehen, wird nicht “missioniert”, sondern die Kinder können vor allem an den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen sozusagen hautnah erleben, was Christsein bedeutet. Und gewiß dürfen sie auch biblische Geschichten hören oder Lieder singen.
    Hier die neueste Nachricht, die ich gerade gelesen habe:
    Dresden – Die als „Mutter Teresa von Dresden“ bekannt gewordene Sabine Ball ist am 7. Juli in Dresden im Alter von 83 Jahren gestorben. Nach Angaben des von ihr gegründeten Vereins „Stoffwechsel“ erlitt sie am Morgen in ihrer Wohnung einen Herzinfarkt.

    Herbeigerufenen Ärzten gelang es nicht, sie wiederzubeleben. Die gebürtige Königsbergerin begann 1993 in Dresden eine sozialmissionarische Arbeit unter Straßenkindern und heimatlosen Jugendlichen. Im Herbst 2005 gab sie die Verantwortung für diese Arbeit ab. Frau Ball führte ein bewegtes Leben. 1945 überlebte sie den Bombenangriff auf Dresden. Später wanderte sie in die USA aus, heiratete einen Millionär, von dem sie sich nach zehn Jahren scheiden ließ (ihr Mann war Alkoholiker). Sie suchte Lebenssinn im Buddhismus, kümmerte sich um Hippies in Kalifornien, bevor sie schließlich Christin wurde und unter anderem in New York als Missionarin arbeitete. Nach der friedlichen Revolution in der DDR kehrte sie nach Dresden zurück und startete ihr sozialmissionarisches Projekt, das heute rund 350 Kinder und Jugendliche erreicht. Im Jahre 2000 erhielt die Wohltäterin den mit 10.000 Euro dotierten Förderpreis der Plansecur-Stiftung (Kassel) für soziales Engagement. 2007 wurde sie von der Neues-Leben-Stiftung mit dem Werte-Preis ausgezeichnet. Im Januar 2009 war Frau Ball bundesweit auf Plakaten der Aktion „Alter schafft Neues“ des Bundesfamilienministeriums zu sehen.

  • 366. Fridolin  |  8.07.09 at 21:15

    @ NikK1506

    Vergiss mal einen Moment daß ich Feind bin, ich hätte eine ernst gemeinte Frage.

    Wie siehst Du als Jurist die Aussichten einer Klage gegen die Werbefirmen wegen der Absage auf die ursprünglich geplante Plakatierung?

    Ich habe mir das AGG (Allgemeine Gleichbehandungsgesetz) mal angeguckt aber finde da noch keine wirklich anwendbaren Bestimmungen.

    Gibt es noch andere Gesetze, mit denen man argumentieren kann?

  • 367. NikK1506  |  8.07.09 at 22:47

    @ 366. Fridolin: Ich habe nie angenommen, dass Sie mein Feind sind.

    Also die Angaben sind für mich etwas dürftig: Ich müsste eigentlich für eine konkrete Prüfung die genauen Absprachen zwischen dem (Kunden?) und der Firma kennen und wenigstens eine genaue Schilderung wie das abgelaufen ist. Das brauche ich um zu beurteilen ob ein Rechtsgeschäft bzw. (Dienst?) Vertrag wirksam zustande gekommen ist. Wenn eines zustande gekommen ist, handelt es sich möglicherweise um eine Pflichtverletzung der Firma, aus der Schadensersatzansprüche des Kunden gegen die Firma resultieren können.

    Das AGG spielt nur eine Rolle, wenn die Werbefirma den Vertragsschluss aufgrund einer Ungleichbehandlung aus Gründen bspw. der Weltanschauung und Religion (oder aus anderen in § 1 AGG genannten Gründen) verweigert hat. D.h. dass die Firma bspw. nur für den atheistischen Verein aufgrund von dessen Weltanschauung die Plakatierung verweigert (und für alle anderen auch Glaubens- und weltanschauliche Vereine plakatiert). Hier würde das zivilrechtliche Benachteiligungsverbot des § 19 AGG in dem Falle eingreifen, wenn es sich bei der von der Firma angebotenen Leistung um ein Massengeschäft handelt und für die unterschiedliche Behandlung kein sachlicher Grund i.S.v. § 20 AGG vorliegt (die stehen da ziemlich ausführlich und relativ eindeutig drin). Würde hier also § 19 AGG eingreifen, die Werbefirma also gegen das Benachteiligungsverbot verstoßen, so würden dem benachteiligten Kunden nach § 21 AGG (Rechtsfolge) gesetzliche Ansprüche auf Beseitigung und Unterlassung zustehen. M.a.W.: Der Kunde könnte durch seinen Anspruch auf Beseitigung (und bei Wiederholung der Benachteiligung auf Unterlassung) den Vertragsschluss erzwingen einerseits. Andererseits hätte der Kunde in dem Fall möglicherweise auch einen Anspruch auf Ersatz des durch die diskriminierende Ablehnung des Vertragsschlusses entstandenen Schadens (falls da wirklich ein (Vermögens)Schaden entstanden ist) gem. § 21 Abs. 2 Sätze 1 und 2 AGG. Ebenso könnte der Kunde ggf. auch eine Entschädigung in Geld für den erlittenen immateriellen Schaden (Schmerzensgeld) verlangen gem. § 21 Abs. 2 Satz 2 AGG.

    Aber wenn Sie einen wirklichen konkreten Fall haben empfehle ich Ihnen zum Anwalt oder zur Rechtsberatung zu gehen. Die können Ihnen auf jeden Fall sehr professionell und zuverlässig weiterhelfen.

  • 368. kp  |  9.07.09 at 07:30

    Meine Meinung zu Tafeln u.ä. ist allerdings nicht so positiv. Das ist Sozialwesen wie zu Christi Zeiten. Ich wünschte, die Leute, die sich da engagieren, würden lieber für politische Verbesserungen kämpfen. Der Weg zu Ganztagschulen, in denen die Kinder gemeinsam Mittag essen und ihre Hausaufgaben erledigen, ohne dass einer als armer Almosenempfänger gekennzeichnet wird, ist viel besser. Leider hat es sehr lange gedauert, dass Eltern in den Schulen ihrer Kinder Dampf machen und es gibt immer noch zu wenige, die sich da betätigen.
    Ich frage mich auch, ob die Tonnen Lebensmittel die inzwischen verteilt werden, reine Überschussprodukte sind, oder nicht extra für die Tafelspenden überzählig angeschafft werden. Wirtschaftlich positiver Effekt wäre ja, dass die Begüterten im Lande auch um 22 Uhr noch ein volles Sortiment im Geschäft finden, die fast abgelaufenen Ladenhüter können dann ja (steuerlich absetzbar?) an die Armen verteilt werden.
    Ich bin sicher, dass in finanzielle Notlage geratene Alleinerziehende oder Rentner lieber etwas mehr Geld hätten und selbst einkaufen würden - und sei es im Secondhand-Laden.

  • 369. Schneewittchen  |  10.07.09 at 05:53

    @344

    Fragende:
    “Die Religionsfreiheit möchte hier auch niemand beschneiden. Nur ist das einigen Christen die in diesem Forum schreiben, scheinbar immer noch nicht klar geworden.”

    Schneewittchen:
    “Vielleicht hast Du hier noch nicht alles gelesen, doch steht das im Wiederspruch zu etlichen Aussagen, die ich hier gefunden habe.”

    Fragende:
    “Kannst du mir da ein Beispiel nennen? Manche Gläubige haben da etwas seltsame Ansichten von “Religionsfreiheit”, deshalb frage ich. Denn es kann auch gute Gründe dafür geben, Religionsfreiheit mitunter einzuschränken”.

    Hallo Fragende;
    Beispiele moechte ich lieber keine nennen, denn ich moechte nicht unendlich viele Kommentare von denen bekommen, die ich hier erwaehnen muesste. Ausserdem haette ich auch gar nicht genug Zeit, um den Betreffenden zu antworten. Schlechthin sind es diejenigen, die am lautesten schreien, die am wenigsten von dem was sie “nicht glauben” ueberzeugt sind! (Siehe unter anderem Kommentare bei 9.Juni und Gibt’s Gott jetzt oder nicht, oder was….) Aber versuche Dich doch mal in die Rolle eines Glaeubigen zu versetzen und lese mal die Kommentare aus deren Sicht…!!

    Religionsfreiheit einschraenken sollte man jedoch dort, wo “Gewalt” und “Zerstoerung” verkuendet wird.
    Auch moechte ich hier noch hinzufuegen, dass wenn viele der Kommentare die hier ueber das Christentum und ueber Jesus gemacht wurden, statt dessen, gegenueber einem “gewissen Propheten” oder einer “gewissen anderen Religion” geaeussert worden waeren, sicherlich bereits viele deutsche Fahnen brennen wuerden und bestimmt schon von Vernichtung die Rede waere.

    “Religionsunterricht sollte, wenn er denn stattfindet, freiwillig sein. Die Kinder oder Jugendliche sollten selbst entscheiden können, was sie wollen.”

    Da stimme ich Dir voellig zu. Gott bietet uns an: Wer WILL, der komme und nehme das Wasser des Lebens umsonst” (Offb 22,17)

    “Heute wird ja auch an manchen Schulen “alternativ” Ethikunterricht angeboten”.

    Auch das ist hat guten Einfluss auf die Kinder. Viele in diesen Foren wuerden sich bestimmt viel manierlicher verhalten, wenn sie solch einen Unterricht genossen haetten.

    “Bei mir war Religion Pflichtfach. Freigestellt waren mitunter Moslime, Zeugen Jehovas und Nichtgläubige (durch die Unterstützung der Eltern). Warst du damals evangelisch, katholisch oder freikirchlich?”

    Was ich damals war und was ich heute bin, moechte ich hier nicht klarstellen, denn ich habe hier folgendes beobachtet:
    Wenn jemand den Eindruck gibt, dass er Katholik ist, dann wird man sofort mit Mixa oder dem Papst unter ein Dach geschoben.
    Wenn jemand sagt er ist evangelisch, dann wird man mit Luther auf eine Stufe gestellt, obwohl er schon ueber 450 Jahre nicht mehr lebt. Wenn man keines der beiden ist, gehoert man gleich zu einer Sekte. Dabei moechte ich hier erst mal klarstellen was eine Sekte ist:

    Das Wort Sekte bezieht sich auf den Begriff Abspaltung, was aber heutzutage fast auf die gleiche Stufe eines Kultes gesetzt wird, jedoch ist ein Kult etwas total anderes.

    Ich habe mich bereits in meinen Jugendjahren dafuer eingesetzt um zwischen den verschiedenen Denominationen der Christen einen gemeinsamen Nenner zu finden, sowie auch Bruecken zu bauen zwischen Juden und Christen. Das Christentum ist auch nur eine Abspaltung vom Judentum und die Christen haben mit den Juden so vieles gemeinsam. Anstatt sich ueber die Unterschiede zu streiten, ist es doch viel besser, sich auf die Gemeinsamkeit zu konzentrieren. Das nennt sich Toleranz. Jesus hat auch gesagt: “Selig sind die Friedfertigen, ……(Matthaeus 5 Vers 8)

    Mir geht es hier auch gar nicht um eine gewisse Kirche oder einer gewissen Glaubensgruppe, sondern vielmehr um das “Recht” zu glauben oder “auch nicht”.
    Durch meinen Beruf komme ich staendig mit Menschen von allen Nationen und Religionen in Kontakt. Ich respektiere alle, solange ich meinen eigenen Glauben leben darf. Ich draenge niemandem etwas auf, jedoch mache ich aber auch kein Geheimnis aus meinem Glauben wenn mich jemand danach fragt, und viele fragen.

    Soviel fuer heute,
    Ich wuensche Dir einen schoenen Freitag,
    Schneewittchen.

  • 370. Fragende  |  10.07.09 at 07:45

    Beispiele moechte ich lieber keine nennen, denn ich moechte nicht unendlich viele Kommentare von denen bekommen, die ich hier erwaehnen muesste. Ausserdem haette ich auch gar nicht genug Zeit, um den Betreffenden zu antworten.

    Nun gut. Dann lassen wir das doch einfach mal beiseite. Du schreibst: “Auch moechte ich hier noch hinzufuegen, dass wenn viele der Kommentare die hier ueber das Christentum und ueber Jesus gemacht wurden, statt dessen, gegenueber einem “gewissen Propheten” oder einer “gewissen anderen Religion” geaeussert worden waeren, sicherlich bereits viele deutsche Fahnen brennen wuerden und bestimmt schon von Vernichtung die Rede waere.”, womit Du sicherlich recht hast. Aber findest Du das gut? Meinungsfreiheit ist für mich ein wesentlich höheres Gut, als die Religionsfreiheit, und darf durch diese auch nicht beschnitten, eingeschränkt oder gar untersagt werden. Und es ist traurig, wenn eine Karikatur eines bestimmten Gottes Hass und Gewalt auslösen können. Man sollte deshalb aber auch nicht den Islam speziell in den Dreck ziehen, denn dort sind bei weitem nicht alle Extremisten.

    Es gibt nicht nur die Religionsfreiheit, sondern auch die Meinungsfreiheit, und das schließt mit ein, dass man sich auch kritisch und nicht nur positiv zu Religionen äussern darf. Wenn hier im Forum Meinungen und Äusserungen über Jesus und das Christentum gemacht werden, die dir nicht gefallen, hat das nicht unbedingt etwas mit der Verletzung der Religionsfreiheit zu tun. Das meinte ich auch damit, als ich angesprochen hatte, dass einige religiös Gläubige eine etwas seltsame Auffassung von Religionsfreiheit besitzen. Die Religionsfreiheit ist keinesfalls dadurch eingeschränkt, wenn sich jemand kritisch über Jesus, das Christentum oder anderer Religionen äussert.

    Da stimme ich Dir voellig zu. Gott bietet uns an: Wer WILL, der komme und nehme das Wasser des Lebens umsonst” (Offb 22,17)

    Ich sehe das etwas anders: Ich bin der Meinung, es gibt keinen Gott, und somit kann dieser uns auch nichts anbieten wollen. ;-) Es sind und bleiben Menschen, die Religion leben und in ihr wirken, anderen Menschen etwas anbieten oder davon überzeugen wollen, wovon sie selbst überzeugt sind, und nicht Gott.

  • 371. Schneewittchen  |  10.07.09 at 08:03

    @370, Fragende,

    “Man sollte deshalb aber auch nicht den Islam speziell in den Dreck ziehen, denn dort sind bei weitem nicht alle Extremisten”.

    Genausowenig sind alle Christen Extremisten und deshalb sollte man NIEMAND in den Dreck ziehen, egal welcher Religion.

  • 372. Fragende  |  10.07.09 at 09:06

    Hallo Schneewitchen.

    Genausowenig sind alle Christen Extremisten und deshalb sollte man NIEMAND in den Dreck ziehen, egal welcher Religion.

    Ich kann mich nicht daran erinnern hier gelesen zu haben, dass alle Christen Extremisten seien. Und berechtigte Kritik zu äussern hat nichts mit “in den Dreck ziehen” zu tun. Vielleicht mag hier die eine oder andere Kritik überzogen oder gar unangebracht sein, aber da kann man ja dann, wenn man will, dagegen argumentieren.

    So habe ich mich kritisch zum Christentum geäussert, weil es die Bibel als wichtigste, vielleicht gar einzigste autoritäre Quelle betrachtet. Auf meine Fragen, was von den Gewalttaten des Alten Testaments zu halten ist, die von Gott toleriert oder gar von ihm beauftragt wurden, kam leider keine Antwort, auch von Dir nicht.

    Wünsche Dir auch einen schönen Freitag!

  • 373. NikK1506  |  10.07.09 at 09:32

    @ Schneewittchen: Der Islam macht gerade die Phase durch, die beim Christentum sehr lange gedauert hat (und die ihn in der ganzen Welt verbreitet hat - mit dem Schwert). Wenn ein gläubiger Christ fordert entschieden gegen Islamisten vorzugehen (was ich im rechtsstaatlichen Rahmen für absolut richtig halte) ist es doch von einer ziemlichen Doppelmoral geprägt. Diesen Christen müsste man dann fragen: Wo wurde eigentlich bislang die Kirche für ihre jahrhundertelangen Verbrechen (rechtsstaatlich) zur Verantwortung gezogen? Bis heute fand keine offizielle ernsthafte und klare Entschuldigung von Seiten des Vatikans statt, dessen Archive bis heute verschlossen gehalten werden. Bis heute zahlen Nicht- und Andersgläubige in Deutschland Geld für Kirchenpersonal und kirchliche Veranstaltungen (siehe mein Beitrag 520 bei “Im Auftrag des Herrn…”). Bis heute werden Menschen in diese Einrichtung, also die Kirche, reingeboren, die für jahrhundertelangen Terror und Verbrechen verantwortlich ist. Lange durfte selbst in der Bundesrepublik die Kirche und ihre Position in der Gesellschaft nicht in Frage gestellt werden - bis zu den 68gern. Heute können und müssen wir die Kirche mit ihrer gesamten Geschichte, aber auch ihrer heutigen Rolle in Frage stellen. Und um wirkliche Glaubens- und Weltanschauungsfreiheit (die ist nämlich auch in Art. 4 des GG enthalten) unter Wahrung der Gleichheitsrechte aus Art. 3 des GG wirklich durchzusetzen müssen Religion und Staat endlich konsequent voneinander getrennt werden.

  • 374. Soli  |  11.07.09 at 01:15

    @Schneewittchen:
    Nee, es sind nicht alle Christen Extremisten, ich halte sie nur für ein bißchen, sagen wir mal, dämlicher als Atheisten… Weshalb?
    Wir alle bekamen als Kinder das Märchen vom Weihnachtsmann erzählt… es wurde uns selbst überlassen, herauszufinden, dass die Story, die uns die Menschen, denen wir am meisten vertrauen, da vorsetzten, gar nicht stimmen kann.
    Irgendwann, entweder durch Anstoss von aussen (z. B. ältere Kinder) oder durch eigenständiges Nachdenken kamen wir darauf, die Sache anzuzweifeln: ein einziger Mann, alle Geschenke auf dieser Welt, das in der kurzen Zeit und woher weiss der denn, was ich genau will… Kurz hat man vielleicht noch überlegt, ob man seinen Eltern das offenbaren sollte - vielleicht gab es dann Weihnachten keine Geschenke mehr? Aber dann sahen es die Eltern sofort ein und eventuell waren sie stolz auf den cleveren Nachwuchs, der es so schnell gemerkt hat und sich kein X für ein U vormachen liess, Geschenke gab es natürlich weiter…
    Was haben wir daraus gelernt? 1. Alles gute, das einem getan wird, kommt immer von anderen Menschen, die einen mögen. 2. Man sollte niemandem blind vertrauen, sich nicht einfach auf die Auskünfte anderer verlassen, keine Hemmung haben, an ihnen zu zweifeln und grundsätzlich versuchen, über alle Dinge, die einen betreffen, einmal selbst Informationen einzuholen und nachzudenken.
    Das war eine sinnvolle Lehre fürs Leben - damit uns nicht später jeder, der ein bißchen nett zu uns ist und unser Vertrauen gewonnen hat, einfach über den Tisch ziehen kann.
    Leute, die als erwachsene Menschen immer noch von der Existenz eines Gottes o.ä. überzeugt sind, denen geht ganz klar etwas ab:
    die kognitiven Fähigkeiten zum Lerntransfer.

  • 375. Evil Ernie  |  11.07.09 at 11:08

    etwas off topic, aber hier gleich der erste eintrag…
    *hüstel*

    http://www.denk-mit.info/kirche/kirchesexskandaleohneende.html

    sagen wir mal so, es kamen wenigstens keine unschuldige oder kinder zu schaden und das pferd hatte, u.u. noch ein wenig spaß…

    *räusper*

  • 376. Bärli  |  11.07.09 at 16:19

    gerade gelesen:
    Heilsarmee hilft Flüchtlingen in Pakistan

    Die Behörden baten die Freikirche um Unterstützung.
    Islamabad/Köln – Die Heilsarmee hilft in Pakistan der Bevölkerung, die vor militärischen Auseinandersetzungen im Nordwesten des Landes geflohen ist.
    Die Zahl der Flüchtlinge sei seit dem Ausbruch der Kämpfe zwischen Regierungstruppen und der radikal-islamischen Taliban im Frühjahr auf fast zwei Millionen gestiegen, teilte die Freikirche am 10. Juli in Köln mit. Die Betroffenen lebten meist in öffentlichen Gebäuden wie Schulen oder in Flüchtlingslagern. Die Heilsarmee wurde nach eigenen Angaben aufgrund ihres guten Rufs und der Erfahrung in Katastropheneinsätzen von den Behörden der Islamischen Republik um Hilfe gebeten. In einem Flüchtlingslager verteilten Heilsarmee-Soldaten Zelte, Kochutensilien, Matten, Kissen und Decken. Neben der materiellen Hilfe wolle man den Notleidenden auch zeigen, dass sie nicht vergessen sind, hieß es. Von den 156 Millionen Einwohnern Pakistans sind 95 Prozent Muslime, 3 Prozent Christen und 1,8 Prozent Hindus. Die Heilsarmee wurde 1865 von dem englischen Methodistenpastor William Booth (1829-1912) gegründet. Um schnell und wirksam an sozialen Brennpunkten nach dem Motto „Suppe, Seife, Seelenheil“ handeln zu können, strukturierte er die Kirche nach militärischem Vorbild. Die Heilssoldaten (Mitglieder) sind ebenso wie die Offiziere an der Uniform leicht zu erkennen. Weltweit zählen etwa drei Millionen Personen in 118 Ländern zur Heilsarmee. In Deutschland hat sie rund 4.500 Mitglieder und Angehörige in 45 Korps (Gemeinden) und 42 Sozialeinrichtungen.

  • 377. NikK1506  |  11.07.09 at 18:46

    @ 376. Bärli: Das ist schön, dass die Heilsarmee als Körperschaft des öffentlichen Rechts mit dem Geld des deutschen Steurzahlers in Pakistan hilft. Das meine ich ernst! Um es zu präzisieren: Ich finde es schön wenn Steuergelder auch für die Hilfe von Flüchtlingen weltweit eingesetzt werden. Weniger schön finde ich, dass diese Hilfe dann von einem Verein organisiert wird, der nicht nur aggressiv-missionarisch auftritt, sondern auch noch militaristisch ist!

  • 378. Evil Ernie  |  11.07.09 at 22:18

    Nikk1506:
    ich fände es auch schön, wenn die gelder weltweit und auch politisch eingesetzt werden würden, um im gewissen rahmen flüchtlingsströme erst gar nicht entstehen zu lassen.
    bildung, aufklärung und weniger religiöser eifer wären z.b. ein schöner anfang.

    =;)

  • 379. NikK1506  |  11.07.09 at 22:50

    378. Evil Ernie: Hätte ich auch nichts gegen ;).

  • 380. Evil Ernie  |  12.07.09 at 15:13

    119 Fridolin:

    es ging um einen Zentralrat Der Konfessionsfreien.

    hab das hier gefunden,
    schon etwas älter, aber deswegen nicht weniger aktuell:

    http://www.giordano-bruno-stiftung.de/Archiv/zentralrat.pdf

  • 381. Bärli  |  12.07.09 at 22:52

    377 Nikki: Also, ich möchte mal erleben, daß Sie nicht gegen alles sind, was ich schreibe. Da ich die Heilsarmee kenne, kann ich Ihnen versichern, daß Sie diese Einsätze nicht mit Steuergeldern aus Deutschland finanziert. Ja, die dort Eingesetzten sind sehr wahrscheinlich gar keine Deutschen. Hier wäre die notwendige Ausrüstung nicht vorhanden. Außerdem ist die Heilsarmee nicht militaristisch. Menschen, die da eine Ahnung haben sagen, die Heilsarmee sei die einzige Armee, die keinen Krieg gegen jemand führt. Auch Feuerwehr, Polizei usw. tragen Uniformen. So muß man das sehen. Und die Heilsarmee kommt aus England, da tragen ja alle irgendwie Uniform, auch Schulkinder. Also regen Sie sich nicht unnötig auf. Lesen Sie die Geschichte des Gründers William Booth. Der hat sich seinen Einsatz für Gerechtigkeit was kosten lassen - meine nicht zuerst finanziell. Sein Sohn kam sogar ins Gefängnis, weil er alles dransetzte, schlimme Ungerechtigkeit gegen Minderjähre zu beweisen - im viktorianischen Zeitalter. W.B. gilt in England als der größte Sozialreformer des 19. Jahrhundert. Also, zuerst einmal genau informieren und dann beschweren. Aber vielleicht jemand schon diese Begeisterung verstehen, um gegen alle Widerstände für soziale Gerechtigkeit zu kämpfen. Na ja, es ist bestimmt nicht jedemanns Sache, eine Uniform anzuziehen. Und wenn Sie dann noch weiter forschen, werden Sie feststellen, daß eben diese Armee in über 100 Ländern wirkt. Dort trägt sie dann gar nicht diese uns bekannte Uniform, sondern die im Land übliche Kleidung. Äußere Formen sind immer nur Hilfsmittel und darum auch änderbar. Bin gespannt, was Sie da nun wieder Schlimmes finden. Schade!!! Ach, noch ein Nachtrag: habe das ja nicht selbst erlebt, aber von anderen gehört. Die Heilsarmee war die erste Organisation nach dem Krieg, die sofort nach Deutschland kam, um der Zivilbevölkerung zu helfen. Diese Organisation erhält auch keine Steuergelder für ihre normale Arbeit, aber wohl für Heime (wie alle anderen auch).
    @ 378 Evil Ernie: Ja, wer wünschte es sich nicht, daß Menschen endlich in Ruhe in ihrer Heimat bleiben können. Aber, wir können ja nicht nur wünschen, daß es so sei, sondern uns dafür einsetzten (haben Sie da eine Idee, ohne bloß wieder völlig unberechtigt auf Christen zu schimpfen?) Und wenn es sie dann doch gibt, müssen wir diesen Menschen helfen. Leider gibt es immer mehr Flüchtlinge, ein riesiges weltweites Problem.
    Ich bin nie auf der Flucht gewesen, mußte als Kind aber sechs Wochen durch “Umsiedlung” in Lagern leben. Da ist man glücklich, ein bißchen privaten Raum für sich zu haben. Religiöser Eifer mag im Fall Pakistan zutreffen, aber sehr oft hat es andere Gründe. Bekannte hatten kaum ihre Arbeit als Ärzte in Kenia aufgenommen, als sich dort die Menschen verschiedener Stämme hart bekämpften und viele mal wieder fliehen mußten. Selbst Mitarbeiter in der Klinik wurden von dieser Stammesfehde, die ja politisch durch die Streitigkeiten über die Wahlen ausgelöst wurden, betroffen und mußten fliehen. Alles ein sehr großes Problem und sie sind froh, daß es sich dort wohl gelegt hat.
    Gute Nacht!

  • 382. NikK1506  |  12.07.09 at 23:21

    @ Bärli: Ich habe mich sehr wohl informiert bevor ich das geschrieben habe. Die Heilsarmee ist militärisch mit Dienstgraden und einer Befehlsstruktur organisiert. Wozu braucht ein Wohltätigkeitsverein militärische Ränge? Bis 31. Dezember 2007 hieß ihr offizielles Magazin in Deutschland “Kriegsruf”! Militarismus heißt nicht unbedingt, dass man Kriege anstrebt oder führt. Militarismus ist auch eine Verherrlichung des Militärischen. Und das ist wohl bei dieser Organisationen unzweifelhaft gegeben, sonst könnte sich deren oberster Leiter auch einfach Vorsitzender oder Präsident statt General und die Organisation sich einfach Heilsfürsorge statt Heilsarmee nennen. Ich kenne die Geschichte des Gründers. Und?! Darüber wer der größte Sozialreformer des 19. Jahrhunderts war kann man sich streiten und dafür dass Sie wissen wofür die Heilarmee deutsche Steuergelder ausgibt will ich einen Beleg. Fakt ist zunächst nur, dass sie deutsche Steuergelder bekommen.

  • 383. NikK1506  |  12.07.09 at 23:26

    abgesehen davon Bärli bin ich überhaupt nicht gegen alles was Sie schreiben: Ich habe doch das von Ihnen unter “Im Auftrag des Herrn” beschriebene Konzept der Freikirchen ausdrücklich unterstützt.

  • 384. Evil Ernie  |  13.07.09 at 12:50

    bei antitheismus.de
    gerade diese lustige zukunftsvision gefunden…

    http://antitheismus.de/uploads/gott-gibt-es-nicht2.jpg

  • 385. Bärli  |  13.07.09 at 17:12

    @ 382 Also, die Heilsarmee ist in Deutschland auch eine Freikirche. Und es ging doch darum, ob der Einsatz in Pakistan von deutschen Steuergeldern finanziert wird. Wird er logischerweise nicht. Und ob jemand Präsident oder General heißt, ist doch im Prinzip egal. Wichtig sind die Tatsachen. O.k. das mit dem Kriegsruf stimmt natürlich (War Cry), wurde aber auch schon lange intern moniert. In anderen Ländern hat man halt nicht so ein Problem damit. Und gegen Ungerechtigkeit kann man halt nicht immer nur mit sanften Tönen vorgehen. Da braucht es schon mal Kampf, aber eben im positiven Sinn. Das geht nicht vom Sofa aus. Hundertpro werden Sie nichts finden, daß eben diese Armee in irgendwelchen ungerechten Kämpfen verflochten war. Aber immerhin - Sie kennen sich in manchem aus - nur der tiefere Grund ist dann halt verborgen. Ist es nicht auch interessant, daß ausgerechnet bei den Nazis und auch in der DDR die Heilsarmee verboten war? Offiziell eben auch, weil man in dieser Armee eine “Konkurenz” zur eigenen sah.
    Aber in diesem Forum sollen doch neue Ideen gesammelt werden. Vielleicht kann da die Heilsarmee auf neue Ideen bringen - natürlich ohne militärische Ränge und so. Nur mal so richtig umschauen, z.B. in Dresden oder Chemnitz. War auch noch nicht da, soll aber sehr gut sein.

  • 386. NikK1506  |  13.07.09 at 21:45

    @ 385. Bärli: „Also, die Heilsarmee ist in Deutschland auch eine Freikirche.“

    Sie ist aber auch Körperschaft des öffentlichen Rechts.

    „Und es ging doch darum, ob der Einsatz in Pakistan von deutschen Steuergeldern finanziert wird. Wird er logischerweise nicht.“

    Wieso? Woher nehmen Sie diese Logik, dass deutsche Steuergelder – die die Heilsarmee definitiv bekommt – nicht wenigstens mittelbar dem Hilfseinsatz in Pakistan zu Gute kommen?

    „Und ob jemand Präsident oder General heißt, ist doch im Prinzip egal. Wichtig sind die Tatsachen. Ok, das mit dem Kriegsruf stimmt natürlich (War Cry), wurde aber auch schon lange intern moniert. In anderen Ländern hat man halt nicht so ein Problem damit. Und gegen Ungerechtigkeit kann man halt nicht immer nur mit sanften Tönen vorgehen.“

    Da widersprechen Sie sich jetzt selber. Einerseits sagen Sie dass es keinen Unterschied macht ob der Leiter „Präsident“ oder „General“ heißt, andererseits rechtfertigen Sie die Bezeichnung „General“ (und damit das militaristische Auftreten dieser Organisation) damit, dass man es braucht um effektiv gegen die Missstände in der Welt vorzugehen. Wenn es keinen Unterschied macht, warum machen die ihre Wohltätigkeitsarbeit nicht mit einem Präsidenten an der Spitze? Andere Organisationen, wie die UNO, leisten ihre Hilfsarbeit (nicht Sicherheitsarbeit durch Blauhelme – das ist was anderes) auch ohne militärische Dienstgrade und Symbolik. Die Antwort: Weil sie militaristisch sind.

    „Hundertpro werden Sie nichts finden, daß eben diese Armee in irgendwelchen ungerechten Kämpfen verflochten war.“

    Hab ich was Gegenteiliges behauptet?!

    „Aber immerhin - Sie kennen sich in manchem aus - nur der tiefere Grund ist dann halt verborgen.“

    Inwiefern? Was wollen Sie hier damit sagen?

    „Ist es nicht auch interessant, daß ausgerechnet bei den Nazis und auch in der DDR die Heilsarmee verboten war? Offiziell eben auch, weil man in dieser Armee eine “Konkurrenz” zur eigenen sah.“

    Die Verbotsbegründung halte ich, unabhängig davon dass sie von Unrechtsregimen ausgesprochen wurde, an sich für überaus nachvollziehbar. Ich halte es für überaus bedenklich, dass neben dem offiziellen staatlichen Militär und Sicherheitskräften eine staatsferne Organisation (staatsferne KdöR) militärische Dienstgrade und Hierarchien verwendet. Aber Sie können beruhigt sein: Ich fordere kein Verbot der Organisation.

    „Vielleicht kann da die Heilsarmee auf neue Ideen bringen“

    Auf welche neuen Ideen soll die Heilsarmee uns denn bringen? Sozial engagieren tun sich Atheisten, wie schon tausendfach erläutert, auch. Sie machen das meist nur ohne dabei zu missionieren.

  • 387. NikK1506  |  13.07.09 at 21:51

    Die erste Frage nach den Steuergeldern war übrigens eine ernst gemeinte! Ich weiß, dass die Heilsarmee öffentliche Zuschüsse (also Steuergelder) für ihre Einrichtungen bekommt. Da Sie sich aber auszukennen scheinen frage ich Sie eben (Bärli), wie die mit ihren Geldern haushalten. Und vor allem ob das auch transparent abläuft.

  • 388. Bärli  |  14.07.09 at 23:45

    @ 387 Nikk1506 Einfach mal nachfragen bei der Zentrale in Deutschland, in Köln.
    @ 386 tut mir leid, habe aber keine Zeit, darauf Antwort zu geben. Wir drehen uns da auch nur im Kreis. Sie können auch gar kein Verbot fordern. Sorry, finde ich komisch. Aber macht ja nichts.

  • 389. NikK1506  |  15.07.09 at 00:19

    @ 388. Bärli: Wieso kann ich kein Verbot fordern? Wenn ich dafür wäre die zu verbieten könnte ich selbstverständlich ein Verbotsverfahren (politisch) fordern. Was soll daran jetzt komisch sein?

    Und wir drehen uns nur insofern im Kreis, als dass Sie immer neue Beispiele bringen, in denen es darum geht wo Gläubige Hilfsarbeiten in armen Ländern leisten oder sich sozial engagieren, und uns damit beweisen (?) wollen, dass Glaube soziale Verantwortung fördert oder begründet, wovon wir egoistische Ungläubige uns ein Stückchen abschneiden sollten (ich hab’s jetzt bewusst etwas überspitzt: Aber so kommen Ihre Beiträge einfach rüber). Fakt ist, dass Atheisten sich genau so sozial engagieren und in internationalen Hilfsorganisationen sowohl ehrenamtlich, als auch beruflich tätig sind (und nicht wenige übrigens; ich weiß das, weil ich gute Bekannte habe, die das machen). Nur leisten die ihre Arbeit in aller Regel ohne zu missionieren (und zwar auch nicht in atheistische Richtung). Das habe ich aber auch alles schon geschrieben. Ich stimme Ihnen übrigens auch zu, dass es gut wäre wenn sich mehr Leute (Gläubige und Nichtgläubige !) sozial engagieren würden. Aber das ist nicht das eigentliche Thema dieses Forums.

  • 390. kp  |  15.07.09 at 06:22

    Es ist bloß so, dass schon seit längerem z.B. öffentliche Sozialeinrichtungen privatisiert werden und oft an kirchliche Organisationen gehen. Dagegen müsste etwas getan werden! Die beschäftigen dann wieder nur Kirchenmitglieder. Hat es überhaupt Zweck Sozialpädagogik o.ä. zu studieren, wenn man nicht in einer Kirche ist?

  • 391. royal123  |  15.07.09 at 19:32

    Da wird immer wieder gefragt, was denn der Atheismus zu bieten habe!
    Darum kann es doch nicht gehen!
    Als Kirchen gegründet wurden, ging es doch nicht um die Frage, was man den Gläubigen bieten könne!
    Das war so seit Moses, Jesus, Mohammed. Es ging weiter mit Reformern:
    Zwingli, Kalvin haben doch nie gefragt, was können wir jetzt Neues bieten!
    Auch Luther wollte Irrtümer beseitigen, z.B. über den Ablass.
    Das geht hin bis zu den neuen Religionen, z.B. Zeugen Jehovas.
    Niemandem kommt auch nur in den Sinn, ob die was Tolles bieten können!?
    Im Gegenteil: Die meisten Religionen fordern von ihren Anhängern etwas.

    Was aber alle Religionen und Kirchen bieten können:
    Eine Gemeinschaft, von der Geburt bis zum Tod!!!

    “Nebenbei” vermitteln sie dem Gläubigen das Gefühl, im Besitz der Wahrheit zu sein.

    Auf diese beiden Punkte kommt es an.
    Zumindest für den Anfang müsste sich der Atheismus dessen bewusst sein.
    Dazu muss der “Wahrheitsanspruch” der Religionen als Erfindung und Lüge entlarvt werden.
    Die Wahrheit ist: Es gibt keinen Gott!
    Einen Atheisten im stillen Kämmerlein, der keinerlei Kontakte sucht, kann man vergessen!

    Deshalb müssen Organisationsstifter her!

    Ein Aufruf an die Öffentlichkeit: Wir sind da!!

    Das war der Haupteffekt der Buskampagne.

    Viele Atheisten wollen einfach frei und unbeschwert von religiösem Kram leben.
    Sie wollen nicht die Organisation “Kirche” gegen eine neue eintauschen.
    Aber genau das ist nötig, denn so einfach ist das Leben nicht!

    Und nur eine Organisation (nennen wir sie beispielsweise “humanistische Vereinigung”)
    kann die Interessen ihrer Anhänger politisch vertreten.

    Lasst uns eine große Organisation gründen:
    Zuerst regional, staatlich gebunden, dann daraus eine weltumspannende!

  • 392. NikK1506  |  15.07.09 at 22:57

    @ 391. royal123: Es gibt ja bereits einige Organisationen (siehe allein die Verlinkungen auf dieser Seite). Das Problem diesbezüglich ist, was Fridolin auch schon häufiger angesprochen hat, dass wir im Augenblick als Atheisten keinen gemeinsamen Dachverband oder einfach irgendeine gemeinsame Organisation haben, in der sich ALLE Atheisten wieder finden. Auf dem Weg dahin haben wir zwei große Probleme: Erstens sind sich viele Ungläubige nicht richtig bewusst Teil einer gesellschaftlichen Gruppe zu sein und haben an den Fragen des gesellschaftlichen Verhältnisses zwischen Gläubigen und Nichtgläubigen relativ wenig Interesse. Erst recht ist es dann schwer aus einem passiven Ungläubigen einen aktiven oder zumindest organisierten Atheisten zu machen. Zweitens ist es ein deutsche Angewohnheit, sobald einem in einem Verein etwas nicht passt (auch wenn sonst bis auf diese Einzelfrage Übereinstimmung besteht) einen neuen Verein zu gründen. Das führt zur Spaltung und häufig damit auch zur Schwächung von gesellschaftlichen Interessensgruppen. Aber ich bin auch da recht zuversichtlich. Ich denke wenn wir weiterhin mit Aktionen wie der Buskampagne, mit Klagen gegen rechtswidrige Verflechtungen von Staat und Kirche, mit weiteren Kampagnen uns ins Bewusstsein der Öffentlichkeit bringen, werden mehr Atheisten sich organisieren und irgendwann kriegen wir es dann auch hin einen gemeinsamen Dachverband der Atheisten in Deutschland aufzustellen.

  • 393. Barbara  |  16.07.09 at 06:29

    @royal123 - Ich stimme Dir zu, und was Nikk1506 sagt, stimmt tatsächlich. Die Giordiano Stiftung mit Herrn Schmidt Salomon leistet tatsächlich gute Dienste im Bereich der Aufklärung mit Büchern, Vorträgen, etc. Wie wir wissen und wie essich in den vielen Beiträgen auf dieser und anderen Seiten bestätigt, leidet mit der blinden Gottgläubigkeit auch der logische Verstand. Tatsächlich bekomme ich Gänsehaut, wenn ich diverse Beiträge lese, weil sie beweisen, und das habe ich schon sehr oft auch hier im Forum dargestellt, dass die Christen nichts verstanden haben: Weder den Sinn der Buskampagne noch der grundsätzliche Anliegen der Religionsfreien. Ich muss mich da einfach raushalten und bewundere nach wie vor die Geduld, die ihr aufbringt. Es ist wirklich offensichtlich, dass die Gehirnwäsche in diesen Fällen funktioniert hat, die Pros für die Gottgläubigkeit sind an Fadenscheinigkeit nicht zu überbieten, es erfüllt mich mit Grausen. Nicht, weil sie gottgläubig sind, sondern weil sie nach all diesen vielen vernünftigen und nachvollziehbaren Argumenten tatsächlich noch mit Heilsarmee und Kindern aufffahren, deren Mutter in ein helles Licht gegangen ist. M. E. ist es ein Verbrechen, Kindern in diesem Alter solche Lügen zu erzählen, wo doch die ehrliche Antwort so einfach wäre. Mit der Wahrheit nehmen es diese Leute aber nicht so genau. Ich habe schon einmal geschrieben, dass mich meine damals neunjährige Tochter ausgelacht hat, als ich ihr die Geschichten (Kindermord von Heroden, Sintflut, Versteinerung der Lotfrau, Abraham und Isaak und die unbegleckte Empfängnis etc etc)aus der Kinderbibel vorgelesen hatte, und da auch noch von einem lieben und gütigen Gott die Rede war. Da bin ich dann doch wieder zum Märchen- und Sagenschatz zurückgekehrt, oder den Biografien von Menschen, die wirklich etwas für die Menschheit geleistet haben, nicht weil sie von irgendjemand den Befehl erhalten haben, sondern weil sie Menschen waren. Ich bin sehr zuversichtlich, trotz der Verzweiflung, die mich beim Lesen von schneewittchens Beiträgen überkommt, dass viele Menschen bereits aufgewacht sind, es nur noch nicht richtig wahrgenommen haben, wie frei sie plötzlich sind, wenn sie als Mensch nach den Rechten der Moral und des Humanismus ihr Leben leben können, ohne Angst vor Strafe usw. Das ist es, was wir vermitteln wollen.

  • 394. Barbara  |  16.07.09 at 06:48

    Nachtrag zum Beitrag 393: Und auf längere Sicht, wissend, wer in unserer Regierung momentan am Ruder ist, die Abschaffung der erzwungenen Religonszugehörigkeit Unmündiger (erst im Alter der Wahlberechtigung), die Änderung des Wortlautes der Präambel in unserem Grundgesetz, die Einziehung der Kirchensteuer durch den Staat, die teilweise noch herrschende Gebührenpflicht beim Kirchenaustritt, die Abschaffung des kirchenspezifischen Religionsunterrichtes, Einführung des Berlin-Modells, Ethik für alle als Pflichtfach unter Einbeziehung der Aufklärung über Religonsgemeinschaften, wie dies auch für politische Parteien der Fall ist usw. usw. Es ist noch viel zu tun. Dank der Evolution gebe ich die Hoffnung auf Weiterentwicklung des menschlichen Geistes nicht auf. Nietsche hatte nicht Recht: Gott ist nicht tot, er hat nie gelebt, sondern ist ein Gespinst geschäftstüchtiger und machthungriger Menschen, die leider auch geistig noch auf den Bäumen leben.

  • 395. royal123  |  16.07.09 at 11:16

    @392. NikK1506
    @394. Barbara

    Es müssen und können nicht alle Atheisten in einem großen Verein erfasst werden.
    Aber es muss ein Anfang gemacht werden.

    Besonders der letzte Beitrag von Barbara spricht mir aus der Seele.

    Ich selbst bin Mitglied der gbs. Diese leistet gute Arbeit, sie ist aber kein “Kirchenersatz” und will es auch nicht sein.

    “Kirchenersatz” bedeutet ja nicht, dass jeden Sonntagmorgen um halb zehn eine Versammlung stattfindet. Aber ein großes Treffen vielleicht einmal im Jahr könnte organisiert werden. Klar, das kostet auch Geld.
    Deshalb müssten Atheisten auch bereit sein, einen kleinen Obolus zu entrichten.

  • 396. Evil Ernie  |  16.07.09 at 12:05

    ich hatte das hier oben schon mal gepostet.

    macht euch mal die mühe und lest das durch.
    der spricht/schreibt mir aus der seele.

    und an dem punkt sollte einfach der ein oder andere verein auch einen kleinen schritt zurückstecken, um diese große sache zu fördern und voranzutreiben.

    hier würde ich mich sehr wohl gut vertreten sehen, auch wenn es dann im detail wahrscheinlich (wie überall) positionen gibt, mit denen ich nicht 100% übereinstimme…

    es geht darum, dass alle am selben strang ziehen - ob mit nur einer hand, oder mit vollem körpereinsatz bleibt letztlich jedem einzelnen selbst überlassen.

    —————————————
    es ging um einen Zentralrat Der Konfessionsfreien.

    hab das hier gefunden,
    schon etwas älter, aber deswegen nicht weniger aktuell:

    http://www.giordano-bruno-stiftung.de/Archiv/zentralrat.pdf

    —————————————

  • 397. royal123  |  17.07.09 at 16:54

    @347. Soli

    …………Ich möchte deinen Vorschlag noch etwas erweitern:
    ………… Ein Tag im Jahr (z.B. der erste
    …………Samstag im August) soll als
    …………”Tag der Atheisten” ausgerufen werden!

    …………An diesem Tag sollten alle Atheisten sich von 11 bis 12 Uhr
    ………… in der nächsten größeren Fußgängerzone
    …………aufhalten und den “Gottlos glücklich”- Knopf tragen.
    ………….In großen Städten könnte an diesem Tag auch an einem Stand
    ………….diese Knöpfe und TShirts verkauft werden.

    …………Wir sollten uns auch nicht lächerlich machen lassen
    …………von Leuten der übelsten Sorte - auch hier
    …………im Forum - , die so tun, als wollten sie
    …………den Atheisten gute Ratschläge geben, in
    …………Wirklichkeit aber nur Fallen stellen wollen.

    …………Ich glaube, es ist bald soweit, dass ich diesbezüglich wieder
    ………….einige Namen nennen muss.

  • 398. AdmiralT  |  17.07.09 at 16:58

    http://www.darwin-jahr.de/e-day /

    weil du gerade das mit dem Tag der Atheiten sagtest fiel mir ein da war mal was ähnliches.

  • 399. b.chic  |  17.07.09 at 18:32

    Natürlich muss etwas gesellschaftspolitisch geschehen. Aber es gibt andere die sich um Themen wie ein Zentralrat der Konfessionslosen, um die Frage der Fernsehräte, Kirchenfinanzierung etc. kümmern.
    Das schöne an dieser Kampagne war aber genau das Fehlen von ständigem Genörgel und Forderungen. Das tun die Parteien, die Gewerkschaften, die Arbeitgeberverbände, die Ärzteschaft, die Umweltaktivisten …
    Diese Kampagne war einfach nur positiv: “Schaut her, wir sind Atheisten und keine Unmenschen. Wenn Ihr auch nicht (mehr) an Gott glaubt, so steht dazu.” Und genau da sollte die Kampagne weitermachen. Weiter mit öffentlichkeitswirksamen Kampagnen die einfach nur dieses Gefühl transportieren.
    Wenn wir erreichen, dass eine wachsende Zahl von Gottlosen sich in ihrem privaten Umfeld dazu bekennen, ist mehr erreicht als mit endlosen lähmenden politischen Kampagnen. Diese werden folgen, wenn sich eine Mehrheit in Deutschland zu der bisher nur im Stillen eingestandenen Abkehr vom Glauben bekennt.

  • 400. royal  |  17.07.09 at 21:41

    @398

    Eigentlich wollte ich die Super-Idee von Schmidt-Salomon nicht durch einen neuen Vorschlag
    verwässern.

    Der “Evolutionstag” am Himmelfahrtstag soll ja alle Menschen erreichen, nicht nur Atheisten!

    Auf der anderen Seite kann durchaus am gleichen Tag auch noch ein zweiter “Gedenktag” sein.

    Ich persönlich aber favorisiere einen zweiten noch unbesetzten Tag.
    Ein Samstag ist günstig, weil viele Menschen dann
    nicht arbeiten, er aber doch verkaufsoffen ist.

    @399

    Ich bin jedem dankbar, der eine Kampagne für den Atheismus macht, auch wenn nicht jeder dies nörgelfrei akzeptiert.
    Da sind Atheisten wohl kaum besser als ultrakonservative Gläubige.
    Irgendwann wollen wir auch unsere Bedeutung politisch erkennbar machen.

  • 401. mensch_manfred  |  19.07.09 at 14:44

    @Bärli 149 (82 (+10)), eine Rosine aus einem Kuchen sagt nichts über den Kuchen.

    Ich habe nichts gegen Frauen, die einen Millionär heiraten und dann Gutes tun.
    Ich habe nichts gegen Frauen, die einen Indianerhäuptling heiraten und dann Gutes tun.
    Ich habe auch nichts gegen Frauen, die ein Buch schreiben und sich damit etwas Gutes tun.
    Was ich bei dieser Sendung, bzw. bei diesen Frauen so interessant fand war, daß sich alle drei in ihrem Glauben zu unterschiedlichen Religionen umprogrammiert hatten.
    Warum haben sie das getan? Gläubige Menschen beten. War das das Ergebnis?

    Aber die Rosine hat mir zu weiteren Fragen verholfen:

    Warum glauben die Oberen der jüdischen Religion und ihre Anhänger nicht an Gott oder Allah?
    Warum glauben der Papst und seine Anhänger nicht an Jehova oder Allah?
    Warum glauben die Oberen der islamischen Religion und ihre Anhänger nicht an Jehova oder Gott?
    Ich habe die Fragen auf die IJK-Religionen begrenzt, sonst würde ich jetzt noch schreiben.

    Sollte sich ein „Gott“ an den vielen Religionen stören, dann wird er (oder sie) hoffentlich zuerst die „Oberen“ ausschimpfen.
    Außerdem gehe ich davon aus, daß ein Gott um ein vielfaches intelligenter ist, als er/sie von den Menschen dargestellt wird.
    Wie soll ich als kleiner, dummer Mensch wissen wer Recht hat. Soll ich aus vorauseilendem Gehorsam alle Bedingungen erfüllen, die in den verschiedenen Lektüren zu finden sind?
    Nein, da warte ich lieber ab, bis der „liebe Gott“ selber vorbei schaut. - Ich kann also getrost in die Zukunft blicken. -

    - Vom „Kampf zwischen Glauben und Vernunft“ wurde vor Kurzem im Fernsehen bei PHOENIX gesprochen. Ich habe leider nur halb zugehört. Aber der Satz gefällt mir.
    - Es scheint mir eine Parallele zu geben, wenn man
    - vom „Kampf zwischen Rauchern und Nichtrauchen“ spricht. Nichtraucher brauchen kein Nikotin. Das Nikotin hat die Raucher umprogrammiert und sie brauchen fortan Nikotin.
    - Wer oder Was hat die „Gläubigen“ umprogrammiert? Da muß ich noch drüber nachdenken.
    -
    - Bei PHOENIX war von der Erde als Mittelpunkt der Welt und Galilei (*15.2.1564 - +8.1.1642) und dem Papst, der Galilei Hausarrest verordnet hatte usw. die Rede. Galilei hatte 1609 ein Fernrohr konstruiert und damit den Lauf der Planeten beobachtet. Er schloss sich daraufhin den Lehren des Kopernikus an und wurde der Irrlehre beschuldigt. Dafür den Hausarrest, bis zum Widerruf. Er soll danach noch gesagt haben: „…und sie bewegt sich doch!“
    - Galilei wurde erst 1990 von der Kirche rehabilitiert. So lange haben die gebraucht bis die Vernunft in dem Fall die Oberhand gewann.
    - Gruß mensch_manfred

    Sabine Ball ist am 7.7. gestorben? Welch ein Zufall. Am 7.7. hahen wir Geburtstag gefeiert. Aber diese Gemeinsamkeit wollenl wir keinem Gott zuschreiben. Oder?

  • 402. mensch_manfred  |  19.07.09 at 14:50

    @mensch_manfred 401
    Ein Fehler: Gemeint war Bärli 349 und nicht 149

  • 403. Wolfgang  |  19.07.09 at 18:31

    Wenn eine Frau rückwärts eine Treppe herabging,
    wurde sie als Hexe am nächsten Sonntag(!) öffentlich lebendigen Leibes verbrannt.

    Das ist ein wahrhaft göttliches Christentum dem die Verachtung aller Zeiten gebührt!

    Und dennoch kriechen tausende von Christen in die Kirchen und flehen bei ihrem “gott” um ihr Seelenheil.

    Gute Nacht, Christen!

  • 404. royal123  |  20.07.09 at 19:18

    @Wolfgang

    Die entsetzlichen Schandtaten der vergangenen zwei tausend Jahre - besonders im ausgehenden Mittelalter und der beginnenden Neuzeit - gehen ganz zu Lasten der christlichen Hetzprediger, die zum Teil noch jetzt wüten.

    Die armen Menschen, die von Kindheit an diesem Kirchenterror ausgesetzt waren (sind), sind in meinen Augen nicht schuldig, sondern nur zu bedauern.
    Wie sollen sie sich verhalten, wenn doch ihr Gehirn von Kindheit an so geprägt/umgepolt wurde, dass sie schuldvoll in die Kirchen kriechen müssen!

    Man braucht einen sehr starken Willen, diese Bevormundung radikal abzuschütteln.

    Ich denke, wir können stolz darauf sein, dass uns dies gelungen ist.

    Missionierung hin - Missionierung her:

    Als sozial eingestellte Wesen sollten wir diesen armen Kreaturen zeigen, wie sie - ohne schuldbeladen zu kriechen - glücklich leben können!

  • 405. Wolfgang  |  20.07.09 at 19:25

    Einverstanden, aber immer der Kirche mitsammt dem Christentum den Spiegel vorhalten und auch nicht ruhen, unsere Verachtung gegenüber jenem Unternehmen zu zeigen.
    Denn Bangemachen gilt nicht!

  • 406. Markus  |  21.07.09 at 10:22

    Ich hätte auch noch eine Idee. Ein Forumular womit ich mich vom Solidaritätszuschlag befreien lassen kann. Schließlich geht es bei der Kichensteuer ja auch.

  • 407. NikK1506  |  21.07.09 at 11:40

    @ 406. Markus: Der Solidaritätszuschlag ist auch weltanschauungsneutral. Insofern ist seine Erhebung von Staatswegen auch grundsätzlich gerechtfertigt (ob es im Einzelnen auch gerechtfertigt ist, ist eine andere Debatte). Die Kirchensteuer ist nicht weltanschauungsneutral, weil sie eben nur einer organisierten Weltanschauung zugute kommt. Der Staat unterliegt bei uns aber dem Neutralitätsgebot. Daher ist die Kirchensteuer nicht gerechtfertigt. Und auch dass man erst seine Weltanschauung offenbaren muss, bevor man von der Kirchensteuer befreit wird ist nicht gerechtfertigt, da Art. 4 unseres Grundgesetzes auch eine negative Glaubensfreiheit- und Weltanschauungsfreiheit enthält, nämlich die Freiheit sich zu seiner Weltanschauung überhaupt nicht zu äußern (was man aber natürlich tun muss, wenn man keine Kirchensteuer zahlen will, was wiederum ein verfassungsrechtlich anerkanntes Interesse ist).

  • 408. Markus  |  22.07.09 at 14:36

    zu 407 Ich finde es nicht gerechtfertigt das man zur Solidarität per Staat durch diesen Zuschlag gezwungen wird.

  • 409. NikK1506  |  22.07.09 at 15:01

    408. Markus: Das mag sein, es ist aber weltanschaulich (Weltanschauung i.S. des Art. 4 GG) neutral. Der Staat ist zur weltanschaulichen Neutralität verpflichtet. Die Erhebung einer Kirchensteuer verstößt gegen dieses Neutralitätsgebot (wie vorher dargelegt). Ich streite mit Ihnen nicht über die konkrete Berechtigung des Soli. Vielleicht ist der Soli auch aus anderen Gründen ungerechtfertigt (und das entsprechende Gesetz nicht verfassungsgemäß) Ich sage nur, dass der Vergleich des Soli mit der Kirchensteuer nicht zieht. Letztere, ums noch mal klar zu sagen, verstößt (ob der Soli nun gerechtfertigt ist, oder nicht) gegen das Neutralitätsgebot und ist daher ungerechtfertigt.

  • 410. Fritz  |  22.07.09 at 15:16

    @Wolfgang

    Du und natürlich andere hier auch, urteilen über etwas, was sie gar nicht richtig verstehen wollen. Man pickt sich nur den Bruchteil heraus, der einem passt, und fertig,.

    Das würde dem gleichen, wenn man ein Buch nur anhand der von anderen stammenden Kritik beurteilt, ohne sich jemals selbst die Mühe machen zu wollen, sich selbst ein Urteil zu bilden.

    Warum aber muss man beweisen, das es Gott gibt?
    Mir braucht auch keiner beweisen, das nicht das Christkind die Weihnachtsgeschenke bringt.
    Beweisen, das es das Christkind doch gibt, müsste man mir es nur, wenn ich doch heimlich still u. leise glauben würde, das etwas wahres drinnen ist.

    Und so ist es auch mit dem geforderten Gottesbeweis, der freilich so, wie er erwünscht wird, nie gegeben werden kann.

    Aber ist es nicht auch schwer, Gefühle zu beweisen, die auch wissenschaftlich schwer bis gar nicht nachweisbar sind - ausser durch das Ansprechen gew. Hirnregionen.

    Den blinden Glauben gibt es nicht nur bei den Christen, sondern den gibt es verstärkt auch bei den Atheisten, den als Ersatz für den Gottesglauben muss doch oft die Wissenschaft herhalten, und deren Erkenntnisse glaubt so mancher bedingungslos.

    In diesem Sinne, keiner konnte mir beweisen, das es Gott nicht gibt - deshalb bleib ich bei meinem Glauben. Und keiner konnte beweisen, das es Gott gibt, so bleiben die Atheisten bei ihrem nicht glauben.

    Doch selbst ich war mal eingefleischter Atheist, und wer es glauben möchte, aus Saulus wurde ja auch Paulus - vielleicht ist das ja eure Angst, das so mancher erkennt, das nicht Atheismus glücklich macht, sondern der Glaube.

    Kann mir schon denken, was jetzt als Reaktion kommt, nur zu, lasst euren Aggressionen gegen die Gläubigen freien Lauf ;-))

    Lebt ruhig weiter, glücklich ohne Gott und ändert ja nicht eure abweisende Haltung gegen Christen..

  • 411. NikK1506  |  22.07.09 at 15:55

    410. Fritz: Keine Aggression! Antworten Sie mir nur auf die eine Frage:

    Wie funktioniert das Beweisen von Theorien?

  • 412. NikK1506  |  22.07.09 at 16:57

    Fritz: Jetzt habe ich keine Zeit aber am späteren Abend, oder sonst morgen früh kommt die Auflösung der Frage. Bis dahin haben Sie ja noch Zeit sich Gedanken zu machen (oder als kleiner Tipp: sich das Forum und die bisherigen Diskussionen mal zu überfliegen).

  • 413. NikK1506  |  22.07.09 at 16:57

    Korrektur von 412: Sollte natürlich “@ Fritz” heißen.

  • 414. Wolfgang  |  22.07.09 at 17:27

    an Fritz:

    Atheisten “glauben” nicht, daß ist richtig.
    Atheisten wissen nämlich, daß es keinen gott gibt.
    Es gibt die 2 großen Kirchen und dann noch ein Haufen Sekten, die sich die Rosinen aus dem Kuchen picken wollen, aber auch keine Antworten bieten.
    Tiere haben im Christentum keinen besonderen Stellenwert, auch nicht die Natur.
    Und das ist eben fies.
    Wenn ein “Jesus” aus Wasser Wein macht, ist das kein Wunder, sondern eine Straftat.
    Und wenn der Wunderknabe nicht einmal einen Feigenbaum erkennen kann, wann der Baum Früchte trägt, ist das ein dummer Junge.
    Das wegen Aufsammeln von Holz an einem Sonntag gleich die göttliche Todesstrafe erfolgt,
    spricht von einem geistigen Armutszeugnis eines männlichen Gottes.
    Und die geistige Armut macht das Christentum zu seiner Grundidee.
    Also bleibt mir weg mit euerem Jotte, einer Fehlgeburt des männlichen Geistes.

  • 415. royal  |  22.07.09 at 22:11

    @414. Wolfgang

    Wir hatten doch schon so viele Christenfundis, die immer das gleiche Bla-Bla bringen.
    Sollen wir wirklich immer wieder aufs Neue uns von solch primitivem Gedankengut provozieren lassen?
    Wie oft wurde gesagt, dass es ein Unterschied ist, ob ich etwas behaupte, oder ob ich eine Behauptung als nicht bewiesen ablehne.
    Wenn es da keinen Unterschied gäbe, könnte jeder etwas völlig Absurdes behaupten, wie etwa “das Unsichtbare Rosarote Einhorn”, das die Welt erschaffen hat.
    Niemand dürfte - nach der Logik von Gläubigen - sagen, das sei Unsinn.

    Dieses Beispiel wurde schon so oft durchgekaut, aber nie hat ein Gläubiger dagegen irgendein Argument gebracht!

    Im Gegenteil, sie bilden sich ein, durch ihre Religion glücklich zu sein.

    Solch stupide Denkmuster werden wir durch noch so viel Intelligenz nie durchbrechen können.

    Leider sind wir dazu verurteilt, immer wieder darauf zu reagieren, weil wir sonst der Dummheit das Feld überlassen!

    Gruß
    royal

  • 416. Ralf  |  23.07.09 at 08:11

    Hallo Leute,

    nachdem ich nun ein paar Wochen hier im Forum abwesend war wollte ich jetzt doch mal schauen, wie es hier inzwischen so aussieht.

    Mein Fazit:
    Wäre es nicht besser, das Forum hier zu schließen?
    Ihr kommt doch nicht wirklich weiter, sondern seid ständig nur damit beschäftigt zu verhindern, dass immer neue Christentrolle das Forum mit den ständig gleichen substanzlosen Gesülze zumüllen.

    Grüße

    Ralf

  • 417. Barbara  |  23.07.09 at 08:39

    Guten Tag, Ralf. Es ist genau mein Eindruck und es sind ja auch noch andere Foren da. Hier passiert tatsächlich nichts mehr, außer, wie Du schon schreibst, werden wir mit substanzlosem Gesülze zugemüllt. Meine Bewunderung gilt wirklich Nikk1506, royal und einigen anderen, die sich so geduldig bemüht haben. Danke auch, ich habe viel gelernt.


WICHTIGE UNTERSEITEN

LINKLISTE