BVG und MVG lehnen die Schaltung unserer Motive ab.

16.03.09 | Peder |

Siehe unsere Meldung unter aktuell. Kommentare dazu bitte hier.
Kennt jemand Beispiele für religiöse Verkehrswerbung in München?

196 Kommentare

  • 1. Heini  |  16.03.09 at 12:24

    Hallo, wo sind wir denn hier? Jeden morgen das Gebimmel und dann sind die Herrschaften wahrscheinlich in ihren religiösen Gefühen verletzt. Das wolln wir doch mal sehen, ich spende erst recht!

  • 2. Andreas  |  16.03.09 at 14:44

    War ja klar! Ich wette wenn es religiöse Werbung gewesen wäre, kein Schwein hätte da einen Rückzieher auch nur in Betracht gezogen!

  • 3. Norbert Froese  |  16.03.09 at 15:10

    Diese Entscheidungen sollte man keinesfalls einfach hinnehmen. Angesichts der Vielzahl mit Steuermitteln finanzierten religiösen Propaganda (von der Bezahlung von Religionslehren bis hin zum “Wort zum Sonntag”) ist es indiskutabel, dass öffentliche Verkehrsbetriebe privat finanzierte religionskritische Werbung ablehnen.

    Eine derartige Benachteiligung der Ungläubigen beim Zugang zum öffentlichen Raum darf keinen Bestand haben.

    Mein Vorschlag: Natürlich sollte man weiterhin versuchen Busse ans Rollen zu bekommen. Aber ein Teil der Mittel sollte man dazu verwenden um politischen und rechtlichen Druck aufzubauen. Nehmt doch das Geld, das für die Berliner Busse vorgesehen war, für “So Nicht!” Aktionen zur Entscheidung der BVG Berlin. Anwälte und extra Pressekonferenzen kosten Geld, aber diese Verwendung der Spendengelder wäre wohl im Sinne der deutlichen Majorität der Spender. Und wenn die BVG nachgibt, haben wir die Kohle für die Werbung bestimmt schnell wieder beisammen.

    Grüße Norbert

  • 4. Detlev Lück  |  16.03.09 at 15:37

    Eine noch nicht einmal religionsfeindliche, sondern nur atheistenfreundliche Werbung abzulehnen (während christliche Botschaften vorbehaltslos und gern gedruckt werden) ist ein gutes Beispiel für die Intoleranz von (vielen) Christen. Man sollte es nicht nur als zu überwindende Hürde sehen, sondern als einen zu dokumentierenden Beleg für die Notwendigkeit von PR-Maßnahmen wie der Buskampagne.

  • 5. Pirat des FSM  |  16.03.09 at 19:35

    Ich kann mich Heini nur anschließen und auch Spenden. Auch Norberts Kommentar finde ich sehr gut und ich hieße es gut wenn ihr seinen Vorschlag in betracht zöget.

  • 6. Peder  |  16.03.09 at 20:04

    zu “Anwälte und extra Pressekonferenzen kosten Geld, aber diese Verwendung der Spendengelder wäre wohl im Sinne der deutlichen Majorität der Spender. Und wenn die BVG nachgibt, haben wir die Kohle für die Werbung bestimmt schnell wieder beisammen.”

    Darüber haben wir heute diskutiert. Gibt es weitere Stimmen?

  • 7. Dr. Markus Berger  |  16.03.09 at 20:27

    Hoffentlich klappt es doch noch!
    Bitte auf jeden Fall eine Anfrage an die VGA in Augsburg senden, falls nicht geschehen!

  • 8. MAX STIRNER  |  16.03.09 at 20:47

    Da hilft nur Einklagen!!!
    Die Scheißsekte “Akropolis” macht Werbung in der U-Bahn (MVG!) —

    Als 1. Schritt schlage Ich vor, einen RA zu beauftragen, dass er denen einen Brief schreibt, in dem er denen nochmals erklärt, dass sie einlenken sollen (freie Meinungsäußerung etc. pp.) — wenn die dann immer noch nicht wollen, organisieren Wir als

    2. PROtestaktionen (Flugis / Pressekonferenzen / AUFKLEBER etc. pp.) —

    3. dann gnadenlosen Rechtsweg!!!!!!!!!!!!!!!
    Das wollen Wir doch mal sehen! Eine Gemeinschaftsaktion von allen Unterstützerorganisationen!!!!

    und………..

    BITTEBITTEBITTEBITTEBITTEBITTEBITTEBITTE
    BITTEBITTEBITTEBITTEBITTEBITTEBITTEBITTE
    BITTEBITTEBITTEBITTEBITTEBITTEBITTEBITTE

    Nietzsche irrte sich, als er sagte, Gott ist tot.
    GOTT HAT NIE EXISTIERT !!!

    Also >>> lasst den Quatsch mit dem

    “mit an Sicherheit grenzender Wahrsch(w)einlichkeit”

    einfach weg. ;-)

    Also Mein Vorschlag:

    GOTT HAT NIE EXISTIERT.

    (die Untertitel sind OK und können noch durch andere Vorschläge ergänzt werden)

    PS:
    Lest !!!
    Max Stirner “Der Einzige und sein Eigentum”
    Reclam Verlag

  • 9. SaBa  |  16.03.09 at 21:41

    Auch ich habe gespendet und ich habe mir schon vorher gedacht, dass die Verkehrsbetriebe den Schwanz einziehen werden.
    Das dürfen wir denen nicht durchgehen lassen!
    Ich habe nichts dagegen, dass mein Spendenbeitrag für die Beschreitung des Rechtsweges genutzt wird.
    Vielleicht kann man so sogar mehr öffentliches Interesse schaffen als ‘nur’ mit Bussen!
    Und ich denke, dass weitere Spenden reinkommen werden…

    Also: Angriff ist die beste Verteidigung!

  • 10. Uli  |  17.03.09 at 00:50

    Es ist schon sehr merkwürdig das zwischen der Anfrage und dem tatsächlichen Auftrag die BVG einen solchen Beschluss nimmt. Zugleich bin ich auch sehr gespannt ob die BVG in einem halben Jahr vielleicht den Beschluss wieder aufhebt.

    Bitte verfolgt auf jeden Fall die Aktion in den Städten, die sich jetzt verweigern weiter. Es gibt Alternativen zu den Bussen: S-Bahn, Plakate, Megaposter.

  • 11. buddel  |  17.03.09 at 12:02

    moin

    ich seh´s wie SaBa,
    beschreitet von den spendengeldern den rechtsweg,
    dies ist sogar vielleicht öffentlichkeitswirksamer als die kampagne an sich.
    und wenn der rechtsweg erfolgreich beschritten ist,
    dann gebe ich gerne erneut

    buddel

  • 12. Andreas  |  17.03.09 at 13:46

    Wird hier nicht vergessen, dass es sich bei den Verkehrsbetrieben um private Dienstleister handelt? Es sich somit um das gute Recht, so sehr man diesen Rückzug auch nicht in Ordnung findet, der Betriebe handelt?

    Oder sind das staatliche/öffentliche Verkehrsbetriebe, die also nicht privat sind?

  • 13. Norbert Froese  |  17.03.09 at 14:21

    Hallo Andreas,

    die BVG sind eine Anstalt des öffentlichen Rechts, siehe: http://www.bvg.de/index.php/de/Bvg/Index/folder/181/name/Impressum.

    oder als HTML (falls das klappt):

    Da gibt es durchaus recht interessante juristische Optionen. Man sollte allerdings den Rechtsweg sowieso nur als Teil einer umfassenderen politischen Kampagne sehen. Und da sind die BVG allemal als öffentliches Eigentum, deren Defizite routinemäßig vom Steuerzahler beglichen werden, auch via Senat und Abgeordnetenhaus unter Druck zu setzen.

    Grüße Norbert

  • 14. Andreas  |  17.03.09 at 16:48

    Ah ok!

    Dann drücke ich natürlich die Daumen, dass da was erreicht werden kann.

  • 15. Ralf Dingeldey  |  17.03.09 at 17:29

    Lasst uns doch alle Protestmails an die Verkehrsbetriebe schreiben, oder lasst uns Unterschriften sammeln.

    Wenn so viele Leute, wie hier gespendet haben, jeder eine E-Mail (oder vielleicht einen brief) da hin schickt, vielleicht in Kopie an die Presse oder so, dann würde das doch einen imensen Druck auf die Verkehrsbetriebe ausüben.

    Lasst uns das mal diskutieren und vielleicht organisieren.

    Gruß Ralf

  • 16. Peder  |  17.03.09 at 19:21

    Hinter den Kulissen läuft allerhand. In München z.B, ist die Lage etwas unübersichtlich: Der eine dementiert, was der eine sagt, die MVV ist gar nicht zuständig, sondern die MVG und die ist scheinbar doch noch nicht so klar entschieden. … Bald wieder mehr.

  • 17. Norbert Froese  |  17.03.09 at 21:00

    Ich habe einen Artikel zur ablehnenden Haltung der BVG in jetzt.de gefunden. Inspiriert durch den Beitrag von Ralf habe ich dazu eine E-Mail verfasst und an die Redakteurin, wie den Pressesprecher der BVG geschickt. Zur Info stelle ich den Text mal hier ein. Die Formulierungen sind bewusst deutlich gewählt.

    Liebe Frau Stricker,
    sehr geehrter Herr Waclak,

    in Kommentierung des Artikels “Fahrverbot für Atheisten” in jetzt.de
    http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/468703 vom 17.3.2009 möchte ich
    folgendes anmerken:

    Wenn ich recht sehe versucht die BVG durch einen Vorstandsbeschluss das
    Verfassungsprinzip der weltanschaulichen Neutralität des Staates auszuhebeln.
    Als Anstalt des öffentlichen Rechts unterliegt sie aber dieser Pflicht.

    Wenn das im Anhang übermittelte Bild kein fake ist (und ich habe keinerlei
    Grund dies anzunehmen), dann hat die BVG bisher keine Bedenken gehabt
    religiöse Werbung zuzulassen. Wenn sie aber genau zum Start der “Buskampagne”
    ihre Politik ändert, und jetzt urplötzlich erklärt in Zukunft solle keine
    religiöse oder weltanschauliche Werbung mehr zugelassen werden, dann ist dies
    doch wohl nur ein schlecht kaschierter Versuch “Ungläubiger Werbung” jene
    Möglichkeiten zu verwehren, die “Gläubiger Werbung” bedenkenlos eingeräumt
    werden.

    Im Zusammenhang mit der ja durchaus etwas ungewöhnlichen Maßnahme der “Pro
    Reli” Initiative eine Unterschriftensammlung auf dem Gelände der BVG zu
    ermöglichen, wird zudem der Verdacht genährt, dass der Vorstand der BVG
    fortgesetzt versucht seine privaten religiösen Überzeugungen durch selektiven
    Umgang mit staatlichen Ressourcen einen vollständig unangemessenen Ausdruck
    zu verleihen.

    In der Satzung der BVG ist Werbung als ausdrückliches Ziel verankert. Dass
    diese Werbung die Zustimmung von allen Christenmenschen finden muss, ist
    nicht erwähnt. Genau nach diesem Prinzip scheint aber die BVG zu handeln. Die
    Belästigung von Ungläubigen durch religiöse Werbung war der BVG bisher egal.
    Jetzt ist es aber plötzlich ein Problem, wenn Gläubige den Bannern der
    Buskampagne ausgesetzt sind.

    So etwas nenne ich in meinem Wortschatz Doppelmoral.

    Mit freundlichen Grüßen

    Norbert Froese

    (Ein Spender der Buskampagne)

    Anhang:
    http://www.born2blog.de/P3160887.jpg

  • 18. Rudi  |  17.03.09 at 21:31

    Da meine frühere mitteilung hier irgendwie verschwunden ist, nochmal dat ganze:

    Wenn die Verkehrsbetriebe nicht wollen, und - das muß man natürlich herausfinden - der Rechtsweg entweder zu aufwändig ist oder zu wenig erfokgsversprechend oder zu langwiereig, sollte man schnell auf andere Werbeträger ausweichen. Busse im ÖNV sind ja nun nicht der einzige rollende oder sich bewegende Werbeträger.

    Deshalb.
    VORSCHLAG: Wie wäre es mit Werbung auf Taxen. Das ist (a) billiger und (b) in grösseren Städten genauso effektiv, wenn nicht effektiver, weil man ja mehr Taxen bestücken kann…

    Taxen kommen viel rum und stehen viel rum. Mehr als Busse…

    Vg aus Berlin…

  • 19. james c. cooper  |  17.03.09 at 23:25

    wenn es keinen gott gibt, warum missioniert ihr dann?

  • 20. kpi  |  18.03.09 at 00:15

    @19
    “wenn es keinen gott gibt, warum missioniert ihr dann?”

    -wenn es einen gott gibt, warum missionieren *religion deiner wahl* dann?
    Wir leben in einer Gesellschaft die noch immer stark in der christlichen Religion verwurzelt ist, zudem beherbergt Deutschland eine wachsende Gruppe gläubiger Muslime. Die meisten Atheisten die sich mal ein paar Gedanken gemacht haben sehen den Glauben an sich als überholt und die Moralvorstellungen als auf Willkühr basierend an.

    Es wird Zeit für eine auf sekulären Werten basierende Gesellschaft in der Religion zu 100% in den Privatbereich des Einzelnen gehört.

  • 21. Herbert  |  18.03.09 at 10:18

    Möchte alternativ (oder additiv) Essen als Standort vorschlagen. Der Essener Hbf ist meines Wissens der größte Umsteigebahnhof Europas. Selbst wenn das nicht ganz stimmen sollte und er im Moment wegen Umbaus nicht grade ansehnlich ist, liegt Essen mitten in einem der verkehrsreichsten Gebiete des Landes mit entsprechend großer Zielgruppe. Alternativ könnte man auch die Bochumer Verkehrsbetriebe (Bogestra) ansprechen, die auch Gelsenkirchen mit bedienen und insgesamt weit über die Stadtgrenzen hinausfahren.
    Wo auch immer man letztendlich einen Partner findet - es würde mich freuen, wenn irgendwo im Ruhrgebiet Busse fahren würden.

  • 22. Adam Potocki  |  18.03.09 at 10:39

    Es gibt keinen Gott, aber einen Allahu?

    Wenn sich die Kampagne nicht nur auf den Gott konzentrieren würde, sondern auch auf den Allahu, dann würde ich sie auch unterstützen, aber so, hört sich das wie Christen Bashing an.

    Was wäre, wenn man die Transparente auch auf Türksich verfassen würde, oder fehlt hier der Mutt?

  • 23. Kleingeist  |  18.03.09 at 12:28

    Wie genial, die Transparente NICHT auf türkisch zu verfassen!
    So denkt sich nämlich jeder “Warum?”.

  • 24. Auklärung  |  18.03.09 at 12:49

    Ich unterstütze es, wenn meine Spende für rechtliche Schritte in Kombination mit Medienaufmerksamkeit eingesetzt wird. Meiner Meinung nach ist der Effekt der Kampagne dann mindestens so groß, denn: ja, es ist so, dass unser Land faktisch auf dem säkulären Rückschritt ist, ja, es ist Realität, dass so bereits so eine Kampagne nicht umsetzbar ist - obwohl sie niemanden beleidigt und keine verfassungswidrige Ideologie unterstützt. Also?! Lasst uns mehr Leute zum Nachdenken bringen!

  • 25. Linker  |  18.03.09 at 13:50

    Nicht nachlassen! Die Entscheidung der BVG ist skandalös. Aber sie kann sich zu einem publicity- Eigentor entwickeln.

    http://www.die-linke-berlin.de/nc/pro_ethik/erklaertes/detail/zurueck/erklaertes/artikel/bvg-muss-sich-in-glaubensfragen-neutral-verhalten/

  • 26. kptn  |  18.03.09 at 17:01

    Ich bete zu keinem Gott das Ihr mit Eurem Quatsch auf Bildzeitungs-Niveau Schiffbruch erleidet – denn ich bin Atheist aus klarem Menschenverstand, nicht wegen einer dürftigen Werbekampagne…

    Die bisher einzig positive Folge ist die öffentliche Diskussion über das pro/contra Ideologiemotivierter Werbung. Und dazu gehört Ihr leider auch.

    für intelligente Argumente!

  • 27. Peter  |  18.03.09 at 17:14

    Leute, macht doch einfach mal halblang.

    Was vergeudet ihr eure gute Laune an eine Sache, die nach 1 Monat eh schon wieder vergessen ist…

    Was für eine Verschwendung von Ressourcen. Bleibt doch einfach locker.

    Gibt’s nicht drängendere Probleme als das in der Welt?

  • 28. Martin  |  18.03.09 at 18:16

    In der Stuttgarter S-Bahn sehne ich mir einen solchen Werbebanner regelmäßig herbei. In fast jedem Wagen wird dort religiöse Werbung gemacht. Und nicht nur das, an den Geleisen in der Nähe des Hauptbahnhofs steht ein Schild “Jesus Chistus - Retter der Welt”. Ob dafür überhaupt jemand gezahlt hat. Da könnten wir unseres doch daneben stellen. Oder direkt daneben drei weitere identische Schilder, bloß mit anderen Namen, wie z.B. Barack Obama, Superman oder Linus Torvalds.

    @kptn: Es handelt sich nicht um einen Kampf auf Bildzeitungniveau und wenn Du intelligent bist, ist das schön für Dich, aber viele Atheisten müssen sich angesichts übermäßiger religiöser Werbung oder Themen allgemein ziemlich alleingelassen fühlen. Mir persönlich geht es z.B. viel besser mit dem Wissen, das ich mit meinem Unglauben nicht alleine da stehe. Und das wird es auch noch länger als nur einen Monat nach der Aktion (war @Peter).

  • 29. Guido  |  18.03.09 at 20:36

    Ob es sich um öffentliche oder private Verkehrsbetriebe handelt ist meines Erachten juristisch irrelevant, da eine öffentliche Dienstleistung angeboten wird. Falls die Verkehrsbetriebe weltanschauliche Werbung nicht allgemein unterlassen, sondern nur in diesem Einzelfall, so ist das doch ganz eindeutig eine Diskriminierung nach §2 des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (siehe Wikipedia Link):

    „Benachteiligungen aus einem in § 1 [Religion oder Weltanschauung] genannten Grund sind nach Maßgabe dieses Gesetzes unzulässig in Bezug auf [...] Zugang zu [...] Dienstleistungen, die der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen…”

    Falls die jetzt tatsächlich für uns ihre gängige Praxis für Weltanschauungen zu werben ändern, so soll mir persönlich das nur Recht sein. Dann darf das halt niemand mehr, umso besser. Aber dann sollten sie das in einer rechtsverbindlichen Form äußern (verbindlich für die Zukunft). Habt ihr die Ablehnungen in einer justiziabelen Form erhalten (d.h. am besten Schiftform mit dem Änderungsbeschluss und Begründung), oder hat man das etwa nur fernmündlich mitgeteilt?

    Als juristischer Laie empfehle ich dringend und schnell sich von einem Rechtsanwalt beraten zu lassen. Das Spendengeld wird in diesem Falle sachgerecht verwendet, da der konkrete eigentliche Spendenzweck ja möglicherweise vereitelt werden soll. Klagefrist sind 2 Monate nach der Ablehnung. Wer jetzt sagen kann, welchen Fachanwalt mit welchem Tätigkeitsschwerpunkt man hierfür am besten befragt ist wahrscheinlich ein echter Jurist.

  • 30. CicelyTyler  |  18.03.09 at 21:22

    Wie ärgerlich, dass das nicht geklappt hat. Schon mal die RNV in Mannheim angeschrieben?

  • 31. BERBERJESUS  |  18.03.09 at 23:56

    Abend allerseits -
    wie wär’s z. B. alternativ mit den Bus-, U- und S-Bahnlinien in der Region Stuttgart! Da finden sich nämlich zu Hauf Bibelzitate und andere hohle christlichen Sprüche - vor allem in den Verkehrsmitteln. Ich fühle mich dadurch durchaus belästigt. Wie wäre es denn hier mit einer atheistischen Kampagne?

    Ich freue mich übrigens schon auf die T-Shirts,
    die hoffentlich bald verfügbar sind!

  • 32. Norbert Froese  |  19.03.09 at 15:38

    Ist Dormund angefragt worden? Wenn die ablehnen wäre es echt spannend zu hören mit welcher Begründung. Die lassen einen Linienbus mit dem Slogan “Keine Sorge: Es gibt Gott.” herumfahren.

    http://www.die-tagespost.de/2008/index.php?option=com_content&task=view&id=100046899&Itemid=1

  • 33. Wissender  |  19.03.09 at 15:52

    Gibts hier zufällig einen Juristen??
    Ist das kein Fall von Diskriminierung und Beschneidung der Meinungsfreiheit? Die Kirchenwerbung darf ja .,…

  • 34. Roland  |  19.03.09 at 16:25

    zu 33.)
    interessanter Zeitungsartikel, ich hab ihn gerade überflogen. Da ist die Rede von “radikalen Atheisten” (=Dawkins) und “guten Christen”. Warum nicht “radikale Christen” und “gute Humanisten”??
    Sehr interessant ist ja dies hier: „Gerade da, wo sich Religion immer mehr ins Private zurückzieht, immer mehr auch ins Private gedrängt wird, regen sich irgendwann gegenläufige Tendenzen, die dann ihrerseits Gegenbewegungen auslösen. Wenn Sie so wollen, ein ,Kampf der Geister‘.“ - Also sehen die Kirchenvertreter Religion nicht als Privatsache, dennoch wird Atheisten hier im Forum ständig gepredigt, sie sollen den Menschen doch ihren Glauben lassen (d.h. zu “Glaubensfragen” den Mund halten), dies sei doch ihre Privatsache.
    Kirchenvertreter sprechen hingegen offen von einem “Kampf der Geister”.

  • 35. Jemand  |  19.03.09 at 17:26

    @Roland:

    Es handelt sich um eine katholische Zeitung. Da wundern mich diese einseitige Berichterstattung nicht, es ist ja auch wohl das, was die Leser hören wollen!

  • 36. Roland  |  19.03.09 at 21:14

    @Jemand: Dass es sich um eine katholische Zeitung handelt, habe ich tatsächlich erst kapiert, nachdem ich meinen Post abgesendet habe. Die Aussage über die Religion, die immer mehr ins Private abgedrängt werde, finde ich dennoch sehr interessant.

  • 37. born2blog  |  19.03.09 at 21:47

    BVG Beschwerdeadresse:

    Kundendienst
    Berliner Verkehrsbetriebe (BVG)
    Anstalt öffentlichen Rechts
    Kundendienst / Beschwerdemanagement
    Fach 43431
    10773 Berlin

    Für alle, denen religiöse Werbung auf den Senkel geht. Schreibt zahlreich! Die könnens brauchen!

  • 38. Thomas  |  20.03.09 at 00:29

    Was soll man dazu nur sagen?
    Weicheier sind es die solche BANNER ablehnen.
    Wenn man bedenkt was sonst für MIST an Bussen klebt dann verstehe ich das Theater nicht.
    Fakt ist dass es GOTT nicht gibt und dieses nur in den kranken Köpfen von NAIVEN Menschen steckt.

    Meinungsfreiheit.
    Soll ich mir das auf die Stirn tätowieren lassen?

  • 39. xabraxas  |  20.03.09 at 09:01

    Man sollte schon versuchen die Sache schnell durchzufechten. In Anbetracht der Tatsache, dass der Erleuchtete Herr Lehmann (http://www.berlinonline.de/imperia/md/images/berlinerzeitung/berlin/berlin200811/090309_proreli_lab_412×315.jpg) Berlin am 26.April eine Volksabstimmung aufdrückt, die derzeit vor allem von den Christen ernst genommen wird, wäre es vielleicht sinnvoll schnell umzuschalten und statt 3 Busse für 3 Monate auf die Strasse zu schicken 300 Private PKW für 3 Jahre mit den entsprechenden Botschaften auszustatten. Ich stelle meinen schon mal vorsorglich zur Verfügung.

  • 40. Dirk  |  20.03.09 at 09:15

    Ich bin für Gleichberechtigung. Wenn “religiöse Werbung” nicht zulässig ist, dann wünsche ich mir, dass Kirchen ab jetzt nicht mehr mit den Glocken läuten dürfen, um damit Werbung für ihren Gottesdienst zu machen, dass Wachturm-Eckensteher von den Straßen verbannt werden, dass Kreuze und religiöse Bilder/Zeichnungen von und aus öffentlichen Gebäuden verschwinden, dass dominante Dom- und Kirchengebäude verhüllt werden (vielleicht mit braunen Papiertüten wie in Amerika der Alkohol, harhar), und so weiter und so fort.

    In einer Gesellschaft, in der religiös motivierte Symbole an jeder Ecke dominieren, fühle ich mich in meinem Nicht-Glauben diskriminiert.

    Sobald ich mit solchen Argumenten komme, wird mir meist vorgehalten, ich solle mich in Toleranz üben. Wo aber ist die Toleranz, die meinem Nicht-Glauben entgegen gebracht wird?

    Toleranz sollte auf Gegenseitigkeit basieren. Die Gesellschaft, in der wir momentan leben, verlangt allerdings, dass Atheisten sich in Toleranz üben, Gläubige das allerdings nicht tun müssen.

  • 41. Thomas  |  20.03.09 at 14:47

    Vielleicht sollte da mal jemand ‘ne Partei gründen? Wenn’s die Christliche-DU/SU gibt, wie wär’s denn dann mal mit einer Atheistischen-…
    Als Parteivorsitzender wäre mein Favorit Dr. Schmidt-Salomon - wenn sie sonst ein einigermaßen guten Programm hätten, könnte ich mir vorstellen, die zu wählen! ;)
    Oder wie wäre es mal mit ein paar Demonstrationen oder sonstigen Veranstaltungen - ich kenne nur die regelmäßigen Gegenveranstaltungen zum Kirchentag - das ist ja bisher recht wenig.
    Oder gibt’s mehr - klärt mich ruhig auf! ;)

  • 42. born2blog  |  20.03.09 at 20:22

    alle mann t-shirts anziehen und einen ganzen tag lang bvg fahren, immer in schönen großen gruppen, damits auffällt und schöne bilder für die medien bringt. billiger gehts nicht und es wirkt bestimmt. zumal man so noch schön mit den anderen fahrgästen diskutieren kann…
    was haltet ihr davon?

  • 43. christine  |  20.03.09 at 21:24

    Ich finde es gut das die Verkehrsbetriebe es ablehnen, denn ich finde es sehr beleidigend ich finde es respektlos gegenüber anders Gläubigen.
    Denn Atheisten glauben halt an sich selbst und an ihr Urteilsvermögen die Weisheit und die Richtigkeit über ihre Weltanschauung.
    wenn du ein Plakat bei dir in der eigenen Wohnung aufhängst, ist es deine Sache, wenn du aber öffentlichen Raum einnimmst ist es wieder eine anderen Sache, denn das betrifft auch Menschen die das nicht toll finden, wir könnten ja vielleicht mal wieder Judensterne verteilen, und an die Geschäfte von Christen ein Schild hängen
    “wir Atheisten finden Glauben scheiße”, sehr freidenkend, sehr tollerant auf jeden Fall muß ich schon sagen.
    toller Respekt gegenüber anders denkender oder anders Glaubender.
    Aber als Atheist hat man ja keine moralischen Vorstelllungen und Werte mehr als wie kann ich am besten und am schönsten Leben, scheiß egal was andere denken und fühlen.
    Schönes Weltbild auf jeden Fall, schön einfach

    Wenn man vielleicht mal gegen die Verblödung im fernsehen, in unmengen von Werbespots,
    oder Casting Akts dann würde mir das ganze noch begreiflich sein, so empfinde ich es aber
    als Direkten Angriff auf alle Gläubigen und das ist schon ganz schön heftig. Denn ich gehe nicht raus und schreibe auf einen Bus
    Atheisten sind dumm weil sie nicht an Gott glauben, sie müssen selbst wissen was sie tuen, und entscheiden muß sich jeder selbst ob er glaubt oder nicht.
    Gott will keine Heuchler, er will Gläubige die wirklich an ihn glauben, alles andere ist sinnlos.

    Ich spiele gedanklich mal durch ich sehe einen solchen Bus und müsste damit fahren,
    ich würde nicht einsteigen.
    Oder ein Christ ist Busfahrer und soll nun diesen Bus fahren, somit kann er sagen er macht es nicht oder ist seinen Job los.

    Jesus sagt: Und wenn jemand meine Worte hört und nicht glaubt, so richte ich ihn nicht; denn ich bin nicht gekommen, um die Welt zu richten, sondern damit ich die Welt rette. Wer mich verwirft und meine Worte nicht annimmt, der hat schon seinen Richter. Das Wort, das ich geredet habe das wird ihn richten am letzten Tag. (Joh. 12, 47)

    Und noch was zum Wort am Sonntag oder ähnliches fragt doch mal wo die Kirchen einen Anteil an Redakteuren stellt und diese auch bezahlt.

    Und noch was eigentlich müßte das Forum Atheistisches Forum heißen, denn hier kann sich jeder beweihräuchern, denn die meisten haben die selbe Meinung.
    Von einem wirklichen Gedankenaustausch kann man nicht wirklich sprechen, ja wir finden das alle ganz toll, da die meisten dann kurz mal ganz schön nett betitelt werden.
    Der kleine feine Unterschied eines freidenkenden Menschen und eines nicht freidenkenden Menschen ist es nämlich den anderen so zu akzeptieren wie er ist und auch wenn er nicht die selbe Meinung hat ihn respektvoll zu behandeln.

  • 44. Roland  |  20.03.09 at 22:38

    “Der kleine feine Unterschied eines freidenkenden Menschen und eines nicht freidenkenden Menschen ist es nämlich den anderen so zu akzeptieren wie er ist und auch wenn er nicht die selbe Meinung hat ihn respektvoll zu behandeln.”

    der Spruch ist doch nicht schlecht, liebe christine.
    Dann fangen Sie doch bitte selbst mal an, danach zu handeln und “den anderen [...] auch wenn er nicht die selbe Meinung hat [ihn] respektvoll zu behandeln” und nicht mehr sofort mit dem jüngsten Gericht zu drohen, Atheisten als dumm und unmoralisch zu bezeichnen und mit der SA gleichzusetzen.
    Vielen Dank im voraus für Ihre Bemühungen, ich bin mir sicher, mit etwas gutem Willen schaffen Sie das!

  • 45. Peder  |  20.03.09 at 23:47

    Hallo Christine.

    „wir könnten ja vielleicht mal wieder Judensterne verteilen, und an die Geschäfte von Christen ein Schild hängen “wir Atheisten finden Glauben scheiße”, sehr freidenkend, sehr tollerant auf jeden Fall muß ich schon sagen.“

    Moment mal, das sind hier DEINE Phantasien …

    „Aber als Atheist hat man ja keine moralischen Vorstelllungen und Werte mehr als wie kann ich am besten und am schönsten Leben, scheiß egal was andere denken und fühlen.“

    … und das ist DEIN Bild von Nichtgläubigen.

    „den anderen so zu akzeptieren wie er ist und auch wenn er nicht die selbe Meinung hat ihn respektvoll zu behandeln.“

    Darum bitte ich. Nur: Wo ist es denn respektlos zu sagen „Gott gibt’s nicht“, wenn es nicht respektlos ist zu sagen „Jesus spricht …“?

  • 46. Julius  |  21.03.09 at 13:01

    @Christine

    Meinungsfreiheit.
    Du schreibst es doch selbst !

    Jesus : Wenn jemand meine Wort hört
    und nicht glaubt so richte ich ihn nicht

    Es geht hier aber auch um ein Ungleichgewicht
    in der Öffentlichkeit !
    Diskussionen, geschichtliche Wahrheiten werden fast immer zugunsten der Religonen nicht gezeigt oder geführt.
    Das sehe sogar ich obwohl ein gläubiger Mensch bin.

    Liebe Grüße
    Julius

  • 47. Alexander  |  21.03.09 at 13:24

    Die deutsche Bahn lässt am laufenden Band religiöse Werbung an Ihren Bahnhöfen zu. In Wuppertal haben wir vor kurzem noch tränen glecht weil ein Plakat extrem absurd war. Dann gibt es auch Plakate in Duisburg, Düsseldorf usw.

    Porbiert euer Glück doch mal in Essen (evag.de) oder in anderen Ruhrgebietsverkehrsbetrieben.
    Dortmund Bochum usw.

  • 48. Spiritus  |  21.03.09 at 19:49

    …. und wenn ihr euch einen - vielleicht auch mehrere - LKW mietet, die Aufkleber daran macht und dann durch Deutschland tourt?
    …. oder Plakatwände an Ein- und Ausfallstraßen mit den Slogans beklebt.

    Wir haben so etwas im Wahlkampf mit gutem Erfolg durchgeführt. Statt LKW hatten wir einen Trabbi umlackiert, mit dem Parteinamen versehen und immer wieder woanders aufgestellt. Manchmal ist einer nur damit hin und her gefahren

    Auf jeden Fall halte ich meine Augen auf was proreligiöse Werbung im ÖPNV anbelangt

  • 49. keineahnung  |  21.03.09 at 23:56

    @Spiritus
    Deine Idee mit dem Trabbi find ich gut, bitte fahr dann auch Du damit rum, ist doch richtig Standesgemäß. Honni würd sich in der Kiste vor Freude umdrehen.

  • 50. Fritzi  |  22.03.09 at 00:49

    Hi,
    Also, ich denke schon irgendwie es gibt eine Höhere Macht.
    Aber auf Gott kann ich sehr gut verzichten.
    Ich würde mich sehr freuen, wenn auch die Atteisten eine Ordentlich Hörbare oder auch Sichtbare Stimme bekommen.
    Denn es wird echt Zeit.

    (lol) Gott zum Gruß

    Fritzi

  • 51. christine  |  22.03.09 at 19:45

    Na es ist fraglich ob diejenigen keine Stimme haben, ich habe sie oft genug vernommen und ich nehme sie auch sehr stark in Medien, Büchern etc. wahr.

  • 52. keineahnung  |  22.03.09 at 19:59

    @christine
    Du meinst jetzt vermutlich in Geschichtsbüchern..
    der Höhepunkt wurde ja bisher im 20.Jahrhundert erreicht…

  • 53. Roland  |  22.03.09 at 22:45

    Christine, ich kann Sie ja so gut verstehen. Da gibt es Menschen, die haben eine andere Meinung als Sie und sind dann auch noch so dreist, sie nicht für sich zu behalten, sondern tun sie auch noch kund…in Medien… in Büchern - anstatt einfach rücksichtsvoll die Klappe zu halten. Sie sind natürlich für Meinungsfreiheit, aber es gibt Menschen, die wissen mit Meinungsfreiheit nichts anzufangen, als sie zu missbrauchen - Meinungsfreiheit ist schliesslich dazu da, um den HERRN zu preisen, und nicht um nur zu provozieren. Ihre Meinung sollten nur diejenigen öffentlich kundtun dürfen, die auch mit einer solchen Freiheit weise umgehen können, so wie Sie, nicht wahr, Christine ;-)

  • 54. Jens Siegfried  |  23.03.09 at 03:06

    Ich hoffe, daß diese und andere Aktionen Diskussionen anregen werden. Ich gewinne aber mehr & mehr den Eindruck (=> christine u.Ä.), daß viele Gläubige diese Diskussion nicht besonders aufgeschlossen führen werden, da viele Gläubige Angst um Ihre Vorteile haben.
    Es wird interessant werden, zusammen eine gute Balance für alle zu finden.
    Ich werde von Zeit zu Zeit wieder hier vorbeischauen und ggf. noch mehr spenden.
    Viel Erfolg für euch und viel Glück für uns alle - Gläubige mit eingeschlossen!

  • 55. Spiritus  |  23.03.09 at 12:11

    Inzwischen habe ich den Eindruck gewonnen, das, um so mehr diese Kampagne an Form gewinnt, die gläubigen Christen dagegen sind. Plötzlich sind sie nicht mehr die Platzhirsche, die die Welt mit ihren Botschaften beglücken. Sie müssen begreifen, dass das Reden vom Teilen tatsächlich mehr bedeutet.
    Ich befürchte:
    Sie wollen diese Kampagne nicht! Sie werden alles unternehmen, um diese Kampagne zu verhindern, zu unterminieren zu boykottieren und wie auch immer.
    Die Absage der Verkehrsbetriebe bestätigt meine Befürchtung.
    Die christliche Toleranz entlarvt sich zusehendst als kollektive Worthülse.

  • 56. keineahnung  |  23.03.09 at 17:54

    Hoffentlich schafft ihr euere Buskampagne, da macht Busfahren erst für “echte Christen” wieder richtig Spaß!
    Endlich ohne Umschweife mit einem kleinen Hinweis auf diese tolle Werbung kann man gleich zum “richtigen” Thema kommen.
    Jeder Bus wir zu einer fahrbaren “Kanzel” .
    Bitte jetzt bloß nicht an eine katholische Kirche denken. “Kanzel”symbolisch!
    Ich werde auch was dazu spenden.
    Wir wollen doch nicht unnötig Zeit verlieren.
    Zeit ist knapp.

  • 57. Kölnerin  |  24.03.09 at 12:08

    Also wenn es mit den Verkehrsbetrieben nicht klappt, wie wäre es mit Großflächigen Vinylnetzen, die in Köln jetzt an jeder größeren Baustelle zu sehen sind?

    Beispielsweise hier http://www.blowup-media.de. (Nein, ich arbeite dort nicht, es ist nur zur Veranschaulichung gedacht)

    Dies könnte eventuell mehr Aufmerksamkeit auf sich ziehen, als Busse die z.B. in Köln durch die Vororte gurken. Innerstädtische Buslinien gibt es hier nämlich nicht soviele.

    Da es sich hier um private Werbeflächen handelt, könnte es einen Versuch Wert sein.

  • 58. keineahnung  |  24.03.09 at 16:52

    Echt sehr großartige und gute Idee, wo viele Neugierge sich zusammen finden, rentiert sich Evangelisieren noch viel mehr, Gott findet seine Leute immer.

  • 59. keineahnung  |  25.03.09 at 17:50

    Hey, ihr kennt doch die Spruch-Bänder die von Flugzeugen rum gezogen wird, das wäre DIE IDEE, die sieht man weit, jedoch werden Ansammlungen vermieden, die Bibelchristen schamlos für IHRE Zwecke ausnutzen könnten.

  • 60. keineahnung  |  26.03.09 at 21:39

    Da jedoch Atheisten niemanden über sich empfinden dem sie einmal Rechenschaft für ihr Leben ablegen müssen, solltet ihr allerdings bei jedem Flug mindestens zwei vertrauenswürdige Piloten mit dieser wertvollen Informationsschrift aufsteigen lassen.
    Man weiß ja nie…

  • 61. keineahnung  |  26.03.09 at 23:22

    @Alexander
    Ja, im Ruhrgebiet besonders in Essen finde ich ganz ausgezeichnet, wie sich die Leute freuen
    über ein Buch von

    “Ihrem Jugendpastor”

    Du kennst in sicher den

    “Wilhelm Busch”

    wenn dann die Christen seinen Buchschlager

    “Jesus unser Schicksal”

    mit eurer Werbung freudig unters Volk bringen.

  • 62. Kleingeist  |  26.03.09 at 23:33

    @keineahnung:
    Da Atheisten keinen Gott haben, ist die Informationsschrift auch nicht so wertvoll.
    Das dürfte ein harter Brocken für dich sein.

  • 63. keineahnung  |  27.03.09 at 00:03

    Nein, soll das heissen ihr wollt die großartige Kampagne fallen lassen?
    Das wäre echt schade. Was macht ihr dann mit dem spendierten Geld?
    Ihr habt sicher schon eine gute Idee dafür.
    Ich empfehle damit den Spiegel zu unterstützen, der bewährt sich immer treu, wenn wieder über Gott und sein schwaches Fußvolk gehetzt werden kann.
    ;)

  • 64. Kleingeist  |  27.03.09 at 00:10

    @keineahnung:
    Zwischen “Ich halte meinen Mund” und “Ich spreng mich in die Luft” gibt es noch eine Reihe anderer Handlungsmöglichkeiten.
    Mir leuchtet aber ein, dass das für so manchen Gläubigen schwer nachzuvollziehen ist.

  • 65. keineahnung  |  27.03.09 at 09:30

    “Ich spreng mich in die Luft”

    das wär auch schon wieder nachgemacht und wäre aber auch echt schade um Dich.
    Ich bin sicher Gott bewahrt Dich davor.

  • 66. Kleingeist  |  27.03.09 at 15:07

    @keineahnung:
    “Ich bin sicher Gott bewahrt Dich davor.”
    Ich bin sicher mein Verstand bewahrt mich davon.

  • 67. Spiritus  |  27.03.09 at 17:18

    In Dortmund ist religiöse Werbung möglich! Siehe dazu den Artikel vom 27.03.2009 auf der Seite von: idea.de.
    Offensichtlich wird in dieser Republik mit zweierlei Maß gemessen: Alles, was nicht christlich ist, hat hier keine Chance - so vernünftig es auch sein mag.
    Stattdessen sehe ich überall diese Fische auf den Autos. Vereinzelt sehe ich Schaukästen: “Jesus liebt Dich!” Aber an jedem Samstag kommt das Wort zum Sonntag!
    Da bleibt mir nur noch Kopfschütteln und die Erkenntnis: Busse, LKW, Werbeflächen, Internetseiten, Blogs, T-Shirts usw. usw. … Wurden die Atheisten, Brights, Agnostiker nicht lange genug von der Omnipräsenz des Christlichen gedemütigt?

  • 68. keineahnung  |  27.03.09 at 17:22

    In euren Händen sind doch viele Fernsehsender RTL z.B.

  • 69. Carlo  |  30.03.09 at 09:58

    Es ist schon sehr schade, dass, in einer Welt, in der das Christentum immer weiter in die Ecke gedrängt wird und die originär-christlichen Werte säkularisiert werden, es noch Organisationen gibt, die sich nicht damit begnügen, dass das Christentum bereits genügend “Probleme” mit zu aufgeweichten “Christen” hat, sondern Unentschlossene noch weiter von Gott trennen wollen. Gott sei Dank haben die Verkehrsbetriebe in den deutschen Großstädten soviel Verstand bewiesen, eine solche Aktion niederzuschmettern!
    Denkt einmal über euch nach !!!

  • 70. vorschlag  |  30.03.09 at 10:12

    Ich haette den Vorschlag, dass man die ganze kampagne vielelcith auch in nicht-westliche Staaten, wie zB Saudi-Arabien, Afghanistan Iran etc. bringt. Dort wird man sicherlich mit Begeisterung reagieren! Wuensche viel Erfolg!

  • 71. Kleingeist  |  30.03.09 at 12:16

    @70. vorschlag:
    Angesichts der “Begeisterung” hier stellt sich die Frage, in wie weit wir uns von den von dir aufgezählten Ländern diesbezüglich unterscheiden.
    Mich würde es jedenfalls nicht wundern, wenn die Macher auch Morddrohungen erhalten.

  • 72. Spiritus  |  30.03.09 at 12:32

    @Carlo,
    solange christliche Werbung auf Bussen steht, halte ich es für legitim, dass auch Werbung für andere Sichtweisen gezeigt werden sollte.
    Entweder alle Parteien - ob religiös oder nicht - oder keine!
    Das Christentum ist keine privilegierte Religion mit einem Alleinvertretungsanspruch auf Erden.
    Ich wehre mich gegen jede Art der geistigen Bevormundung und Religion ist dabei die stärkste. Wer glauben will soll es, aber ich lasse mich nicht dafür verurteilen bzw. verfolgen, wenn ich es nicht tue.

    Ich zitiere Carlo: “Gott sei Dank haben die Verkehrsbetriebe in den deutschen Großstädten soviel Verstand bewiesen, eine solche Aktion niederzuschmettern!
    Denkt einmal über euch nach !!!”
    Niederschmettern - schön gesagt! Das verdeutlicht mir die Lust an der Unterwerfung Andersdenkender.
    Und das soll eine Frohe Botschaft sein? Wer es glaubt!

  • 73. keineahnung  |  30.03.09 at 13:19

    @Spiritus

    Ich wehre mich gegen jede Art der geistigen Bevormundung und Religion ist dabei die stärkste. Wer glauben will soll es, aber ich lasse mich nicht dafür verurteilen bzw. verfolgen, wenn ich es nicht tue.

    Das sehe ich genauso wie Du, einschließlich Kommunismus und Sozialismus

  • 74. keineahnung  |  30.03.09 at 13:47

    Ihr solltet allerdings schon anders Werbung machen, stellt euch mal einen Marktplatz vor, da werden lauter interessante Artikel angeboten, daneben ein - ganz leerer Stand - mit einer riesigen Werbung,
    –HIER gibt es NICHTS, mit an Sicherheit grenzender Warscheinlichkeit–
    darf es auch ein bisschen mehr sein?

    Ja klar, die Bibelchristen helfen gerne aus.

  • 75. Spiritus  |  30.03.09 at 15:55

    Warum sollen nicht christliche Erfolgsmodelle der Werbung (Werbung an Bussen) kopiert werden? Was spricht dagegen? Nichts!

    Die Weigerung der angeschriebenen Unternehmen des ÖPNV die Werbung der Buskampagne zu transportieren ist ein Armutszeugnis. Stattdessen machen sie sich zu Handlangern anachronistischer Sichtweisen wie in Dortmund oder anlässlich des Weltjugendtages. Da frohlocken dann die Christenseelen.
    Die Weigerung der Unternehmen des ÖPNV schafft nur eines, eine Verhärtung der Fronten zwischen Gläubigen und Nicht-Gläubigen.

    Ich sach’ nur: Regt euch nicht über die hohen Steuern auf, tretet erstma ausse Kirche aus, dann hab’ta auch mehr Geld inne Knippe. So einfach is das - sach’ ich doch!

  • 76. Kleingeist  |  30.03.09 at 16:18

    @74. keineahnung:
    Nein. Kein eigener Stand, sondern ein Warnschild, das darauf hinweist, was die ganzen Stände für unnützen, zum Teil giftigen Ramsch anbieten, den man sich besser nicht kauft.

  • 77. Smily  |  30.03.09 at 17:22

    Ich würde vorschlagen, jeder Befürworter bekommt 2 Poster. Da kann er dann als wandelnde Litfaßsäule damit rumgehen und muss sich nicht hinter anonymen Werbeaktionen verstecken. Und das Spendengeld kann unter allen “Werbeträgern” aufgeteilt werden. Besser wär’s aber z. B. bei der Welthungerhilfe usw. angelegt.

    Mal im Ernst. Lasst uns Christen unseren Glauben in einem friedlichen Nebeneinander mit Nicht- oder Andersgläubigen ausüben. Es wird ja auch niemand zum Glauben an Gott gezwungen. Sich mit Gott und Jesus zu beschäftigen ist eine Chance, die jeder annehmen, aber auch ablehnen kann. Beleidigungen gegenüber Gott sind auch Beleidigungen uns Christen gegenüber.
    Noch ein Tip: mal googlen z. B. unter Stichwort Manduria.

  • 78. Roland  |  30.03.09 at 17:35

    @Smily:
    und das “friedliche Nebeneinander” sieht so aus, dass Atheisten das Maul zu halten haben, denn “Beleidigungen gegenüber Gott sind auch Beleidigungen uns Christen gegenüber.”

  • 79. Kleingeist  |  30.03.09 at 18:29

    Sich mit der Nichtexistenz Gottes zu beschäftigen ist eine Chance, die jeder annehmen, aber auch ablehnen kann.

  • 80. smily  |  30.03.09 at 19:31

    @Roland:
    und das “friedliche Nebeneinander” sieht so aus, dass Atheisten das Maul zu halten haben:

    Das habe ich weder geschrieben noch gemeint. Ich finde nur die ganze Aktion ziemlich sinnlos. Es wird doch nichts dadurch richtig, nur weil man es in großen Buchstaben abdruckt oder auf Busse schreibt. Ganz egal, welche Meinung man vertritt. Wer hat denn recht? Derjenige, der größer schreibt oder derjenige, der mehr Busse plakatiert? Ich selbst habe 2 Brüder und viele Freunde, die nicht an Gott glauben (Krisenzeiten mal ausgenommen). Jeder respektiert einfach die Meinung des anderen. Warum muss man denn da streiten?

  • 81. Spiritus  |  30.03.09 at 19:52

    ……. und warum muss immer wieder auf Bussen zu christlichen Veranstaltungen aufgerufen werden?
    Warum?
    Warum muss im öffentlich-rechtlichen Fernsehen das Wort zum Sonntag gesendet werden?
    Warum müssen immer wieder Gottesdienste im öffentlich-rechtlichen Fernsehen bzw. im Radio übertragen werden?
    Entspricht das etwa dem Bildungsauftrag des öffentlich-rechtlichen Fernsehens und Radios?

    @smily
    Und wenn in Deinen Augen diese Aktion sinnlos ist, lass es uns doch tun!

    Für mich war dieser ganze Hype um den Weltjugendtag in Köln eine Kette der Sinnlosigkeiten!
    Es liegt alles im Auge des Betrachters!
    Ein friedliches Miteinander wird es nur dann geben, wenn den Nicht-Gläubigen die gleichen Rechte und Möglichkeiten wie den Gläubigen eingeräumt werden.
    Ist das so schwer?
    Offensichtlich ja!

  • 82. smily  |  30.03.09 at 20:19

    @ Spiritus
    Zitat:”Warum muss im öffentlich-rechtlichen Fernsehen das Wort zum Sonntag gesendet werden?
    Warum müssen immer wieder Gottesdienste im öffentlich-rechtlichen Fernsehen bzw. im Radio übertragen werden?”

    Weiss ich auch nicht. Wort zum Sonntag interessiert mich jetzt auch nicht so wahnsinnig. Bei Gottesdiensten bin ich lieber live dabei.

    Aber: Läuft denn sonst nichts in Fernsehen oder Rundfunk? Gibt es keine Fernbedienung zum Umschalten? Der Auftrag der öffentlich-rechtlichen ist ja gerade, dass für alle was angeboten werden soll. Ich muss mir doch nichts anschauen/anhören, was mich langweilt.

    Wenn’s nach mir geht, haben Nichtgläubige selbstverständlich die gleichen Rechte, Ihren Standpunkt sachlich und frei nach aussen hin zu vertreten. Von mir aus, macht doch die Aktion. Mir erschließt sich nur der tiefere Sinn einfach nicht, warum jemand auf Biegen und Brechen auf einen Bus schreiben will: es gibt keinen Gott. Naja, dann halt nicht. Ich lese das dann einfach nicht.

    Zugegeben: man muss auch nicht sowas drauf schreiben wie “bekehrt Euch, sonst kommt Ihr in die Hölle”.

  • 83. bronko  |  31.03.09 at 22:00

    im Ferliner Fenster lief heute Werbung für http://www.prochrist.org/

  • 84. Quax  |  1.04.09 at 18:22

    Ich befürworte juristische Schritte, kein Ausweichen. Diese Diskriminierung sollte nicht widerspruchslos hingenommen werden.

  • 85. Balsamikum  |  2.04.09 at 08:59

    Hat eigentlich mal jemand darüber nachgedacht, die Busse einfach mit den Slogans zu besprühen, wenn sie uns über den legalen Weg nicht zur freien Meinungsäußerung kommen lassen? Vor allem wenn sie gleichzeitig auch noch religiöse Werbung erlauben, sollte man das nicht so einfach hinnehmen. Und als Zielfläche würde sich eben jene religiöse Werbung anbieten.

  • 86. Spiritus  |  2.04.09 at 15:49

    @Balsamikum
    Befürworte ich nicht! Das würde diese Aktion ins Abseits stellen!

    Alternativvorschlag:

    T-Shirts der Kampagne an, im ÖPNV mit einem 24 Stunden Ticket in unterschiedlich großen Gruppen unterwegs, dann mal an Knotenpunkten aussteigen und warten. Eine weitere Gruppe kommt unerwartet hinzu. Dann wird ein Bus mit 20 - 30 Leuten bestiegen.

    …. und das alles, wenn in Berlin oder München was los ist: z.B. Oktoberfest

    Ich habe noch weitere Ideen …..

  • 87. Felix  |  2.04.09 at 20:38

    #83
    guter Hinweis. Offenbar war die Aussage mit ‘keine religiöse und weltanschauliche Werbung mehr’ eine Lüge.
    Die BVG hatte ja angeblich angst vor ‘emotionalen Reaktionen’. Vielleicht sollte sie die jetzt mal wirklich bekommen.
    Man hatte Schiss vor Extremisten, die wegen der Atheistenkampagne ausrasten. Aber die ach so unmoralischen Atheisten kann man ja ruhig mundtot machen, belügen und stattdessen christliche Propaganda senden.

    Verdammt noch mal, in welchem Land leben wir eigentlich? Ist das hier plötzlich Utah geworden?

  • 88. Timmo  |  2.04.09 at 21:16

    Moin,

    wie wärs mit Bandenwerbung in Flughäfen? Deutschland als offener, säkularer Staat.
    So empfängt man seine Gäste!

    Und bitte auch diesen “…mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit…” Halbsatz weglassen. Das haben wir echt nicht nötig.

    Es lebe die Aufklärung!

    Grüsse
    Timmo

  • 89. Felix  |  2.04.09 at 21:32

    Timmo,
    ganz richtig. Diese Qualifikation der Aussage hat bisher nichts als Spott und falsche Vorwürfe eingebracht. Die Relativierung sollte die Chancen erhöhen, überhaupt zugelassen zu werden.
    Das ist gescheitert. Atheisten sind unerwünscht uns sollen die Klappe halten, egal wie höflich, sachlich und ehrlich sie daherkommen.
    Christen dürfen Moslems zum Konvertieren aufrufen (Christlicher Plakatdienst e.V.), aber wer mal zum Nachdenken über die Grundbehauptung anregt hat zu schweigen, es könnte sich ja jemand aufregen.

  • 90. Soran  |  2.04.09 at 22:01

    Ich würde Frankfurt vorschlagen, da es immerhin das Finanzielle Herz von Europa ist, dadurch auch viele Geschäfftsreisende usw. erreicht werden würden und so viel mehr aufmerksammkeit erregen würde ;)

  • 91. Kaiser  |  2.04.09 at 23:50

    Hier kommt immer wieder die Frage, weshalb Christen es nötig haben anderen ständig ihre Jesus Heilsbotschaft aufzudrücken.

    Allerdings ist dies eine logische und auch moralische Handlung, die Christen tun müssten. Christen, welche andere nicht ständig ansprechen und von ihrem Glauben überzeugen wollen handeln ziemlich unmoralisch.

    Stellt euch mal vor ihr würdet im Besitz einer Wahrheit sein. Diese Wahrheit, an welche ihr mit mehr oder weniger absoluter Gewissheit glaubt, besagt, dass alle die ihr folgen werden in Ewigkeit glücklich sein werden und alle, die dies nicht tun, Ewigkeiten voller Qualen erleiden müssen.

    Würdet ihr euch als moralische Menschen nicht geradezu gezwungen sehen, so vielen Menschen wie möglich zu “helfen”? Es wäre geradezu egoistisch und herzlos anderen Menschen diese “Wahrheit” zu verschweigen.

    Genau das ist aber auch das große Problem der Religionen. Sie sind eben nicht Besitzer einer Wahrheit sondern haben nur eine Ansammlung vieler haltloser, realitätsferner und nicht beweisbarer Behauptungen.

    Nun hätte ich nichts dagegen, wenn religiöse Menschen diese Behauptungen für sich behalten würden (obwohl es auch hier z.B. mit der Kindesindoktrination problematisch wird) aber genau das machen religiöse Menschen nun mal nicht - und werden es u.a. aus oben erwähnten Grund auch nie tun.

    Und damit nicht genug: Nicht nur, dass religöse Menschen behaupten Sachen zu wissen, die sie nicht wissen können (und auch nicht den kleinsten Funken an Beweisen für ihre fantastischen Behauptungen liefern können), sie fordern zudem noch, dass man ihre Behauptungen akzeptiert und kritiklos hinnimmt.

    Es kann nicht sein, dass wir im 21. Jahrundert uns immer noch mit bronzezeitlichen Mythen rumschlagen müssen, diese die Politik, Wissenschaft,… beeinflussen und trotzdem nicht kritisiert und hinterfragt werden dürfen.

  • 92. Spiritus  |  3.04.09 at 10:08

    @kaiser,
    denn die Atheisten haben die Klappe zu halten - Deutschland ist nach christlichen Grundsätzen geordnet und wo kämen wir denn hin, wenn sich auch noch Atheisten artikulieren dürften und das auch noch öffentlichkeitswirksam, so geht das aber nicht. Diesem Treiben muss Einhalt geboten werden.

    Sehe ich anders: Dem Treiben der Religionsmafia muss Einhalt geboten werden.

  • 93. Enrico  |  4.04.09 at 03:12

    der Atheismus ist halt eine aussterbende Religion.

  • 94. Kleingeist  |  4.04.09 at 14:51

    @Enrico:
    Na dann gibt es ja nichts zu befürchten, oder?

  • 95. Frank Voeth  |  4.04.09 at 18:03

    @Enrico

    1. Ist Atheismus (wie hier schon oft bewiesen) keine Religion

    2. Atheismus existiert eigentlich erst seit ca. 200 Jahren, davor trachtete deine Partei jedem nach dem Leben, der anderer Meinung war.

    3. Wenn man sich dann diese Zahlen anschaut, wächst die Anzahl an Atheisten weitaus stärker als Christen, Moslems, …. oder andere abergläubische Gruppen.

  • 96. born2blog  |  4.04.09 at 19:54

    … und womit hängts zusammen… bildung. nicht umsonst steht in der bibel irgendwo: esst nicht vom baum der erkenntnis…
    zum glück wird die menschheit nicht dümmer, also kanns nur aufwärs gehen mit dem atheismus

  • 97. zweckmäßig sind kurze , übersichtliche Hinweise  |  5.04.09 at 18:05

    zweckmäßig sind kurze , übersichtliche Hinweise:
    keine langen Texte z. B. :

    ————————————————————-
    Sonnen-Gleichung:
    Merkel-Gleichung:
    E = m * C - Quadrat ,
    d.h. nichts ist ewig

  • 98. zweckmäßig sind kurze , übersichtliche Hinweise  |  5.04.09 at 19:01

    Ein möglichst grausames Bild von Hiroshima:
    mit der Überschrift / Unterschrift
    ———————————————————
    E = m * C-Quadrat

  • 99. Soran  |  5.04.09 at 20:09

    @Frank

    Atheismus gab es schon immer, nicht erst seit 200 jahren. Damals haben sich eben die meisten nurnicht getraut dazu zu stehen, weil man ja sonst auf den Scheiterhaufen gekommen wäre.

    @born2blog

    wir wollen es hoffen ^^

    Ich finde, man sollte hier endlich mal eine Trennung von Kirche und Staat einführen, die ist hier nicht wirklich existent. Der Staat sollte auf Humanismus basieren (nein Humanismus basiert nicht auf christlichen werten, auch wenn die Kirche das dauernd behauptet. Der Humanismus ist älter als die Kirche und kann daher garnicht darauf basieren).

  • 100. Kleingeist  |  5.04.09 at 22:06

    … aber die Kirche hat den fruchtbaren Boden für den heutigen Humanismus bereitet bla bla bla bla bla bla …

    ;-)

  • 101. Soran  |  6.04.09 at 10:40

    Tjo so kommentare kommen auch Häufig. Ist recht lustig, als die Kirche an der Macht war war das Finstere Mittelalter. Mit der Aufklärung verbreitete sich der Humanismus (der hat sich in den letzt 2500 jahren auch kaum verändert, also kann man nicht vom heutigen Humanismus sprechen).
    In gewisser weise haben sie sogar recht, immerhin haben sie mit dem Mittelalter ein abschrekendes Beispiel geschaffen xD

  • 102. Enrico  |  6.04.09 at 16:01

    @Frank

    dass ist DEINE Meinung und du hast dich halt geirrt.

  • 103. Freyer  |  6.04.09 at 22:33

    Dachte, ich schau mal rein, finde die meist belanglosen Kommentare allerdings mehr als dürftig. Liegt wohl nicht so sehr an der Engstirnigkeit der Schreiber als vielmehr am Thema, das m.E. eine Totgeburt ist. Aber macht Euch nur weiter Luft, besser wird die Welt allerdings dadurch nicht: Einfach mal umsehn, wohin die (materialistische) Gier des Menschen uns gebracht hat und dann nochmal nachdenken, wofür man sich einsetzen sollte - oder eben nicht. Schönen Abend noch…

  • 104. codexhammurabi  |  7.04.09 at 00:06

    hallo an alle,

    bin über Umwege auf Euch gestossen. Ich habe viele Kommentare gelesen.

    Um was geht es hier? Warum für NICHTS werben?
    Und wieso wird ständig auf Jesus draufgehaun? So schlimm war der doch nicht?

    Wenn es wenigstens um Werte gehen würde…aber danach sieht es nicht aus.

    Und zum Fernsehen… glaubt Ihr mir als gläubigen Christ gefällt es was an Ostern den ganzen Tag (vor allem ÖR) gezeigt wird? ICH SCHALTE UM.

    Ich habe keine Probleme damit, dass Busse mit Eurer Werbung fahren. Ich finde es nur schade um das Geld.

    Hey..Ihr hättet sogar einen Mitstreiter (für kurze Zeit), wenn statt Gott, Allah stehen würde…aber wer hätte sooo grosse Eier und truge die Verantwortung.
    Naja ..mit den Christen kann mans ja machen, die sind harmlos. ups. harmlos? dann machts doch keinen sinn?

    Wie dem auch sei, vielleicht müsst Ihr einfach nur etwas differenzieren und neue Ziele anpeilen. Die Christen sind definitiv nicht eure Feinde aber eine leichte Beute.

    in diesem Sinne

    PS: Jesus hat weder gemordet, gestohlen, belogen, sklaven gehalten, überfallen, noch andersgläubige bedroht. Er hat stets aufrichtige Liebe gepredigt. DAFÜR LOHNT ES SICH ZU “KÄMPFEN” !!

  • 105. Alexander  |  7.04.09 at 02:12

    Bevor das mühsam gesammelte Geld möglicherweise für einen Rechtsstreit verwendet wird, plädiere ich für bundesweite Plakate.
    Neben “Nutella”, “British Airways” und “OBI” macht sich unsere Aktion auch nicht schlecht.
    Oder stellen sich die kommerziellen Werbeträger auch hier quer ?

  • 106. Evoluzzer  |  7.04.09 at 09:41

    @Freyer

    Eines verstehe ich nicht: warum jemand, der sich die Existenz der Welt ohne Gott erklären kann, automatisch (materialistisch) gierig sein soll. So was drückst Du zwischen den Zeilen aus, und das ist eines der Lieblingsargumente der Gläubigen.

    Also denken (viele) Gläubige, man könne nur dann ein guter Mensch sein, wenn man fürchtet, nach dem Tode zur Rechenschaft gezogen zu werden? Das halte ich für ein Armutszeugnis.

  • 107. Evoluzzer  |  7.04.09 at 09:57

    @codexhammurabi

    Wer haut denn auf Jesus rum? Es wird allenfalls die Existenz Gottes bezweifelt. Hier wird dafür geworben, dass Leute, die nicht an Gott glauben, dazu stehen und sich nicht verstecken. Es geht sehr wohl auch um Werte, dass diese nämlich von Menschen ausgehen und jene die Verantwortung dafür tragen.

    Die Kampagne richtet sich nicht gegen Christen oder Andersgläubige, sondern soll den Atheisten eine Stimme geben. Jeder mag glauben, was er will. Du sagst, Gott existiert und Jesus war ein Gutmensch. Damit schlägst Du nicht auf mich ein, ich toliere Deine Meinung, teile sie aber nicht. Ich glaube, es gibt keinen Gott und Jesus war, wenn er überhaupt eine reale Person war, ein Prediger, der am Ende am Kreuz starb. Keiner kann den anderen widerlegen, also soll jeder die Meinung des anderen so stehen lassen, ohne ihn damit (s.o.) moralisch abzuwerten oder sich beleidigt zu fühlen. Darum geht es in der Kampagne.

    P.S.: Ist es verwerflich, wenn ich mein Geld für’s Essen Gehen ausgebe, wenn anderswo Menschen hungern? Könnte Deine Kirchensteuer umgekehrt nicht mehr Menschen helfen, wenn Du sie direkt ans Rote Kreuz spenden würdest?

  • 108. Kleingeist  |  7.04.09 at 10:31

    @Evoluzzer:
    Toll, dass du nicht müde wirst, zu antworten!
    Meinen vollen Respekt dafür!

    Ich kann’s einfach nicht mehr sehen und je mehr dieses Thema öffentlich wird umso mehr wird mir bewusst, wie arrogant und intolerant viele Menschen tatsächlich sind.

    Bei aller Betonung des Rationalen und aller Argumentation geht ein bisschen etwas wesentliches unter bei der ganzen Sache:
    Diese Verachtung entgegengebracht zu bekommen tut einfach weh.

  • 109. Evoluzzer  |  7.04.09 at 11:18

    @Kleingeist

    Wenn alles Friede, Freude, Eierkuchen wäre, dann bräuchten wir die Kampagne ja tatsächlich nicht. Durch die Äußerungen mancher Gläubigen hier im Forum wird ganz offensichtlich, dass sie notwendig ist, und wie schlecht es um das Ansehen der Atheisten bestellt ist. Zum Trost: so ein Forum zieht natürlich die Hardliner an, die uns mal so richtig die Meinung sagen wollen.

    Klar, wenn man felsenfest davon überzeugt ist, im Besitz der absoluten Wahrheit zu sein und eine Leugnung der Existenz Gottes als reine Blasphemie betrachtet, dann können Atheisten ja nur die Ausgeburt des Satans sein. Zweifel hat da keinen Platz, könnte ja gar im Jenseits bestraft werden. Vermutlich wird man fast keinen Gläubigen davon überzeugen können, dass es auch nur eine Restwahrscheinlichkeit gibt, dass er falsch liegen könnte, egal wieviele Widersprüche man ihm aufzeigt. Aber die Unentschlossenen und die Nichtgläubigen, die bisher geschwiegen haben, die lassen sich erreichen. Und das sind Wähler und Steuerzahler; oft sogar Kirchensteuerzahler.

    Ich bin schon zufrieden, wenn uns die schlimmsten Ausgeburten des Kreationismus erspart bleiben und unsere Politiker (wie auch die in den USA, Russland, hoffentlich auch Pakistan) ihre Entscheidungen im Sinne der Menschen und nicht im Sinne der Kirchenmeinung treffen. Wer meint, es einem Gott, Allah, Jupiter, Isis oder Gilgamesch recht machen zu müssen, der mag das tun, solange er andere damit zufrieden läßt.

  • 110. Freyer  |  7.04.09 at 17:58

    @Evoluzzer: Ich glaube (und das kann man täglich beobachten), daß die meisten Menschen Orientierung und Werte brauchen. Wer Gott ablehnt, wird sich andere Orientierungen suchen, also an etwas anderes glauben, denn nicht glauben, das kann der Mensch m.E. nicht (einfach mal die Ergebnisse der Hirnforschung ansehn). Man sucht sich also zwangsäufig Ersatzgötter (Geld, Wohlstand, Weiber, Drogen, Anerkennung, dickes Auto usw., mit allen Folgen, die das für den Planeten Erde hat). Du magst da eine Ausnahme sein, das besagt aber statistisch gesehn gar nichts. Und daß Christen (ich bin übrigens kein aktiver Christ, eher aus og. Gründen ein Sympathisant) Angst vor der Abrechnung am Jüngsten Tag hätten und deshalb Wohlverhalten zeigten, mag für einige zutreffen und ist ja nicht verkehrt, wenn dadurch weniger Dreck produziert wird; für andere trifft das wohl nicht zu. Das ist eher eine Meinung, die Atheisten vertreten, die nicht wirklich etwas vom Glauben wissen, der zB. einen liebenden Gott annimmt. Vielleicht gibt es einige Leute, die keinen Gott brauchen und erfüllt leben, bei den meisten wird das Leben jedoch zum Tanz ums Goldene Kalb, armselig im Vergleich zu dem, was aus ihnen hätte werden können. Aber ich will hier niemand agitieren, jeder soll seine eigenen Erfahrungen machen, aber bitte ab und zu anhalten, hinsetzen und schaun, was man in der lezten Zeit so getrieben hat und wie man sein weiteres Leben zu verbringen gedenkt (das werden wohl ohnehin nur die wenigsten tun). Und für die anderen: Gib Gas, ich will Spaß… bis der Arzt kommt.

  • 111. Kleingeist  |  7.04.09 at 18:26

    @Freyer:
    Wer ist “man”?

  • 112. Marie  |  7.04.09 at 18:52

    Freyer, kennst du schon http://www.youtube.com/watch?v=pkCuc34hvD4 :)

  • 113. Freyer  |  7.04.09 at 20:02

    @Marie: Danke, und ich habe auch etwas für Dich:
    http://www.jfrs.de/storch/blog/wordpress/tag/Genesis/

  • 114. Freyer  |  7.04.09 at 20:08

    Nachtrag: Mit dem Inhalt der Website habe ich nichts zu schaffen, mir geht es nur um diese kleine Geschichte von Buber, die ich sehr anrührend finde, und Google hat sie zufällig auf dieser Seite gefunden.

  • 115. codexhammurabi  |  8.04.09 at 00:32

    tut mir leid ich komm irgendwie bei Euch nicht mit hier.

    Ich kann verstehen, dass man ausgiebig über ein Thema diskutieren kann vor allem über Gott, aber dass man auf Bussen die Nichtexistenz Gottes wirbt und sich zusammenschliesst in “Anti-Gott” Vereinigungen find ich persönlich nicht nachvollziebar. “Gott ist scheisse” geht ja nicht…da es ihn ja nicht gibt, oder?
    Was ist das Ziel?

    Anders sieht es aus, wenn man sich die Menschen (Propheten) und Ihre Institutionen (z.B. Kath.Kirche/Orthodoxie oder Islam)anschaut. Dass heisst man muss sich mit Ihren WERTEN auseinandersetzen.

    Die Institutionen und Werte der verschiedenen Religionen, kann man angreifen und kritisieren.

    Also ich denke man müsste hier Konkreter sein. Wenn Ihr der Meinung seid die Kathol. Kirche ist eine Gefahr für die Menschen, dann sagt es von mir aus und wirbt damit.

    Ich hoffe Ihr versteht was ich meine.

    ach noch was …bei Eurem “Kampf” gegen Gott habe ich das Gefühl, dass nur wir Christen ständig eins auf den Deckel bekommen. Ihr wisst ja wer in 20-30 Jahren in Deutschland (Demographie sei Dank) das sagen hat.
    Welcome Sharia.

    gruss

  • 116. Michael C.  |  8.04.09 at 08:28

    Also ich habe den Eindruck, dass viele nicht verstehen, dass es nicht darum geht, irgendeinen Glauben oder irgendwelche gläubigen Menschen zu beleidigen.

    Diese Kampagne richtet sich auch in diesem Sinne nicht an Menschen, um sie zu bekehren. Bekehren wozu? Atheismus ist streng ausgelegt noch nicht einmal eine Weltanschauung, sondern - im Gegenteil - die Weigerung, eine Weltanschauung als Grundlage unserer Existenz in Betracht zu ziehen.

    Oder anders gesagt: Atheismus kann zwar Teil einer (humanistischen) Weltanschauung sein, Atheismus selbst ist aber keine. Allein deswegen kann und will hier niemand irgendjemanden bekehren. Denn es gibt schlicht und ergreifend nichts, wozu ein Atheist jemanden bekehren kann.

    Und in diesem Sinne sollte auch die Kampagne verstanden werden. Sie ist mehr als ein Lebenszeichen zu verstehen: seht her, es gibt uns Atheisten, und wir sind nicht wenige, sondern viele!

    Und ganz ehrlich, in einem Land, in dem täglich die Glocken von den Kirchtürmen läuten und Muezzine von Minaretten zu Gebeten aufrufen, sollten sich Gläubige eine etwas andere Argumentation zurechtlegen, um gegen ein paar harmlose Busse zu votieren, die zu absolut gar nichts auffordern.

    Die Slogans - so wie sie jetzt sind - sind nichts weiter als ein Statement. Da könnte auch draufstehen “die Welt ist schön”. Da würde sich dann aber niemand drüber aufregen. Würde ja keinen Widerspruch erzeugen. Wenn diese Slogans also Widersprüche auslösen, ist das in erster Linie nicht unser Problem, sondern ein problem der Menschen, die sich von diesen Slogans (oder von der Kampagne als solche) angegriffen fühlen. Diese Menschen sollten also noch mal ganz genau und scharf nachdenken, was genau sie denn daran auszusetzen haben. Ich für meinen Teil kann da absolut nix bei finden, was auch nur annähernd anstößig wäre.

  • 117. Evoluzzer  |  8.04.09 at 09:16

    @110 Freyer

    Dass der Mensch in seinem Urinstinkt an irgendetwas glauben will, das kann ich unterschreiben. Solange jeder für sich an seinen persönlichen Gott oder Allah oder was auch immer glaubt, ist das ok.

    Für mich persönlich ist die Behauptung eines Schöpfers, der Gebete erhört, völlig irrational. Ich kann daran nicht glauben. Woran glaube ich dann? Zunächst einmal, dass man die Welt rational erklären kann. Dass es vor dem Urknall andere Universen gab, dass es ein ewiger Kreislauf ist. Dann, dass der Mensch (im Durchschnitt und in einer gesunden Gemeinschaft) moralisch ist, und unsere heutigen Gesetze auf einem natürlichen, angeboren Rechtsempfinden beruhen.

    Und dass ich nach dem Tod tot bin, so wie ich es vor der Geburt war. Wenn jemand stirbt, z.B. durch einen Unfall, dann weiß ich, dass dies nichts Böses ist oder Gott denjenigen zu sich rufen wollte, sondern ein Unglück, eine Verkettung von unglücklichen Zufällen. Für die mag ein Mensch verantwortlich sein (im Straßenverkehr nicht aufgepasst, Material nicht korrekt gewartet, wie auch immer) oder nicht. Ich glaube, dass Beten nichts hilft, sondern man selbst etwas tun muss, wenn man Einfluss nehmen will.

    Ich sehe mich da überhaupt nicht als Sonderfall, alle Atheisten, die hier schreiben, scheinen ganz ähnliche Ansichten zu haben, und viele bekannte Wissenschaftler sind bzw. waren auch Atheisten. Und wir wehren uns gegen Diskriminierungen wie “alle Atheisten sind unmoralisch” und dagegen, dass die Kirche Denkverbote zu bestimmten Themen aussprechen und über alle Menschen bestimmen will.

  • 118. Nun  |  8.04.09 at 09:31

    Wäre das hier eine Religion die Werbung auf Bussen machen wollte, hätte kein Verband ganz Deutschlands das abgelehnt. Aber sobald es an die Vernunft der Bevölkerung appeliert und auch nur ein Wort Gegen Religionen ansatzweise suggeriert, wird es abgelehnt. Von wegen Toleranz in Deutschland!

  • 119. Freyer  |  8.04.09 at 15:01

    @Evoluzzer: “…Diskriminierungen wie “alle Atheisten sind unmoralisch”- davon hab ich noch nie gehört, und mir ist auch egal, woran jemand glaubt, solange sich sein (aus dem Glauben resultierendes) Verhalten nicht negativ für unsere Welt auswirkt. Eine spirituelle Komponente im Leben ist doch ein Geschenk, kein Muss, und wem das m.E. Dürfig-Mechanistische, das der Atheismus zu bieten hat, ausreicht, der soll damit glücklich werden, niemand will und wird ihn bekehren. Goethe sagte schon: „Wenn ihr’s nicht fühlt, ihr werdet’s nicht erjagen.” So, damit genug, gehabt Euch wohl… ;)

  • 120. Evoluzzer  |  8.04.09 at 15:50

    @Freyer

    “…Diskriminierungen wie “alle Atheisten sind unmoralisch”- davon hab ich noch nie gehört”

    Bezog sich auf Dein Statement

    “Man sucht sich also zwangsäufig Ersatzgötter (Geld, Wohlstand, Weiber, Drogen, Anerkennung, dickes Auto usw., mit allen Folgen, die das für den Planeten Erde hat).”

    In ähnlichem Sinne hier:

    http://www.idea.de/index.php?id=355&tx_ttnews%5Btt_news%5D=66145&tx_ttnews%5BbackPid%5D=18&cHash=43c355e738

    Nein und nochmals nein, den höheren moralischen Anspruch kaufe ich Euch Gläubigen nicht ab.

    @Marie 112: köstliches Video, wobei ich noch schwanke, ob das bloß eine geniale Satire ist, oder am Ende doch die ernst gemeinte Ausgeburt eines überaus einfach gestrickten Geistes.

  • 121. froesi  |  9.04.09 at 11:14

    ai… also die magdeburger verkehrsbetriebe weigern sich ebenso… und das wegen massiv scheinheiliger ausreden…. aber wie wäre es mit dem versuch das auf eine stadt zu konzentrieren, und die somit mit einem fetteren geldangebot zu locken. welcher verkehrsbetrieb würde schon 30 tausend euro ausschlagen. dafür läuft die aktion dann entsprechend länger. soll jetzt nicht auch für den zivilrechtlichen bereich das antidiskriminierungsgesetz eingeführt werden? wenn das ergebnis dieser werbeanfragen dann das ende theistischer werbung auf öpnv wäre, wär ja auch schon mal was geschafft.

  • 122. Quax  |  9.04.09 at 17:28

    Antwort der BVG bezüglich Anfrage zu religiöser Werbung in Berliner U-Bahnen:

    “Sehr geehrter Herr XXXXXXXX,

    vielen Dank für Ihren Hinweis.

    Die Anfrage der „Atheist Campain Buskampagne“, auf Berliner Linienbussen zu werben, ist von den Berliner Verkehrsbetrieben nach einem internen Abstimmungsprozess ablehnend beschieden worden. Dabei spielte das eigentliche Anliegen der Kampagne nur insofern eine Rolle, als dass es sich hierbei um eine weltanschauliche Werbung handelt. Mit einer Genehmigung dieser durchaus originellen Kampagne, müssten wir, im Sinne auch der von Ihnen geforderten Gleichbehandlung, jeder danach folgenden weltanschaulichen Werbung unabhängig von ihrem Inhalt, ebenfalls eine Genehmigung erteilen.

    Es war gerade die in der ganzen Stadt extrem kontrovers diskutierte Entscheidung unseres Unternehmens, eine Unterschriftensammlung der Initiative „Pro Reli“ in der U-Bahn zu genehmigen, die uns in dieser Entscheidung bestärkt. Auch wenn es vorrangig die zu diesem Zeitpunkt in Berlin herrschenden Minusgrade waren, die unsere Entscheidung maßgeblich beeinflusst haben, sehen wir das Ganze doch im Nachhinein mit einem sehr viel kritischeren Blick. Die durchaus heftige, und für uns doch überraschende öffentliche Resonanz auf unsere Entscheidung hat uns deshalb dazu bewogen, in Zukunft, außer der Parteienwerbung im Rahmen gesetzlich vorgeschriebener Wahlkampfphasen, keine weltanschauliche Werbung mehr zuzulassen. Entsprechend wurde auch die Wall AG, die die Vermarktung unserer Fahrzeuge und Anlagen betreibt, informiert.

    Unsere Betriebsbereiche U-Bahn, Straßenbahn und Bus sind ebenfalls aufgefordert worden, möglicherweise noch vorhandene, ältere Werbungen mit entsprechendem  Charakter zu entfernen.

    Die BVG ist ein Verkehrsunternehmen, das seine Aufgabe darin sieht, gemeinsam mit der S-Bahn GmbH für die Bürgerinnen und Bürger Berlins und die zahlreichen Gäste unserer Stadt rund um die Uhr ein weitverzweigtes und gut in sich verknüpftes Nahverkehrsangebot zu leisten. Dabei bemühen wir uns tagtäglich unseren Fahrgästen – völlig unabhängig von Herkunft, Nationalität und Weltanschauung – ein besonders gutes Angebot zu bieten.

    Wir bedanken uns für Ihr Interesse an unserem Unternehmen und wünschen Ihnen allzeit gute Fahrt mit Ihrer BVG.

    Mit freundlichen Grüßen

    Andrea Mallon

    Kundenservice

    FVM-B3

    iPLZ: 43431

    Tel.: +49 30 19 449

    Fax: +49 30 256-49256

    Mail: info {at} BVG(.)de

  • 123. Piefel  |  10.04.09 at 20:25

    Irgendwo finde ich das schon amüsant. Werbung für den christlichen Glauben ( und somit gegen jede andere Religion, Atheismus und Agnostizismus ) ist kein Problem. Werbung für Atheismus ist ein Problem, da provokant. Auf deutsch: man hat Angst vor den Reaktionen sich provoziert fühlender Christen. Und zwar ausschließlich Christen, denn hätte man vor sich provoziert fühlenden Juden, Moslems, Hindus, Buddhisten, Thelemiten, Wiccanern, Asatrus, Discordianern, Pastafaris usw Angst, würde man diese Leute ja nicht mit christlicher Werbung provozieren.
    Unterm Strich ist also eine Absage nichts weiter als ein den Christen durch die Verkehrsbetriebe ausgestelltes Armutszeugnis.

  • 124. codexhammurabi  |  13.04.09 at 01:51

    @ Piefel

    Das glaubst du doch selbst nicht?
    Welche Christen sind denn auf die Barrikaden gegangen?
    Welche Christen haben die Busse angezündet?
    Welche Christen sind brüllend auf die Strassen gegangen?

    du willst doch einfach nur “Anti” sein.

    hey.. wenn du wirklich grosse Eier hasst, dann lauf doch z.b. in Berlin mit einem T-Shirt rum: Es gibt keinen Allah.

    Daran erkennt man, dass es eine Christenhetze ist.

    gruss

  • 125. Cotane  |  13.04.09 at 10:17

    Ich würde auch ein “Es gibt mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit keinen Allah/Gott” T-Shirt anziehen, mal davon abgesehen, dass Allah nur ein anderes Wort für Gott ist…

  • 126. Marek  |  13.04.09 at 16:45

    Hey, das überrascht mich nicht. Ich gebe euch recht: DAS IST ZENSUR.

    Aber man muss auch gleichermaßen sagen, dass keine Busse mit der Aufschrift “Allah gibt’s nicht” oder “Mohammad war nur ein Zimmermann” rumfahren.

    Dieses anti-Christen gehetze ist doch echt lächerlich. Ich bin selbst kein Christ, aber mal ehrlich: ihr wisst selbst, dass eure Kampagne nicht anders als irgendwelche anti-Juden/anti-Islam Parolen sind.

    Von wegen menschliche Werte…

  • 127. Evoluzzer  |  13.04.09 at 19:43

    @Marek

    Auf den Sprüchen steht nirgendwo irgendeine bestimmte Gruppe drauf, die diskriminiert wird. Da steht nur, dass es wahrscheinlich keinen Gott gibt, was einfach mal eine Tasache ist (bevor der Widerspruch kommt: “Es gibt keinen Gott” wäre eine unbeweisbare Behauptung, keine Tatsache; in Abwesenheit von Nachweisen für Gott stimmt aber die Schlussfolgerung, dass es ihn sehr wahrscheinlich nicht gibt). Da hätte auch stehen können “es gibt sehr wahrscheinlich keinen Osterhasen”.

    Wer sich da angegriffen fühlt, der muss wohl ein Problem mit unserer Verfassung haben, die Meinungs- und Religionsfreiheit (zumindestens auf dem Papier, mit der Praxis hapert’s wohl noch) garantiert.

  • 128. SaBa  |  14.04.09 at 10:09

    Tut mir leid, aber gerade die Dortmunder Verkehrsbetriebs-Entscheidung macht mich rasend. Die betteln ja schon fast darum, verklagt zu werden!!
    Ich bin kein Anwalt, aber wir können hier einen Präzendenzfall schaffen; wenn eine Klage hier erfolgreich ist, dann fallen die anderen wie Dominosteine…
    Und irgendwer muss dagegen ja mal angehen, warum nicht wir ?!

    Noch was:
    Ich will nicht, dass man als Ergebniss der Feigheit der Verkehrsbetriebe unsere Plakate nur auf der hintersten Dorflinie in Storkow in der Pampa sieht; ich will nicht, dass man unsere Plakate nur auf verlassenen Parkplätzen in Industriegebieten aufhängt…
    Was ist eigentlich mit diesen fahrbaren Werbeträgern, z.B. mit Anhängern und Plakatwänden drauf? Die könnten in den Zentren unterwegs sein und sollten auch nicht zu teuer sein. Gibts sowas überhaupt noch? Notfalls selber machen…
    Das Timing ist hier im Moment günstig…(Mixa ;-)
    Macht doch mal eine ad-hoc Aktion mit Plakatwänden; parallel rechtliche Schritte vorbereiten.

  • 129. Rudi  |  14.04.09 at 11:13

    A propos T-shirts. In Ermanglung des deutschsprachigen habe ich eines bei den Freunden in London bestellt und trage es so oft ich kann. Die meisten Leute reagieren erst etwas verblüfft, wenn man mitz ihnen spricht, aber interessiert und meist absolut positiv. Der Gottesglaube ist längst auf dem Rückzug. Jedoch ist die Gottesfurcht tief verwurzelt und manch Aussage des Papstes oder/und eines Mixa hauen mit Absicht genau in diese Kerbe. Auch daran (und an der Feigheit/Furcht der Verkehrsbetriebe und der Politik) kann man sehen, wie wichtig diese Kampagne ist.

    Unbewegliche Plakatwände halte ich wenig sinnvoll. Taxis sind beweglich und relativ billig, das wäre schon viel besser. Uns muß einfach noch viel mehr einfallen. Wird schon.

    In Anbetracht der Reden des Herrn Mixa denke auch, dass man das Spendenziel ruhig auf 100k erhöhen sollte und auch kann. Damit man etwas beweglicher ist.

  • 130. hmmm  |  14.04.09 at 12:01

    ich fänd ja ne demonstration oder was in der richtung spitze…
    nicht eine demonstration gegen christen oder so sondern einfach wat wie den kirchentag für leute die dran glauben.. ein zusammenkommen von leuten die nicht dran glauben .. und das auch demonstrieren…

    ok ne demonstration gegen die scheiß kirche oder für eine religionsfreie welt wär schon genial…

    ProKöln durfte gegen die synagoge demonstrieren… (absoltuer scheiß war das)
    eine demonstration gegen die kirche - fantastisch.. oder gleich gegen religionen an sich…
    find ich ^^

  • 131. Evoluzzer  |  14.04.09 at 12:59

    Nee, mal bloß keine Demos. Wer heute so alles demonstriert (NPD, G8-Gegner etc.) und meist gesellen sich noch ein paar Berufsrandalierer dazu, das ist für’s Image wenig förderlich.

    Auch nicht ein aggressiver Ton in der Diskussion mit Gläubigen, man erreicht dadurch keine Einsicht, nur Verhärtung der Fronten und Argumente bzgl. “aggressiver Atheisten”.

    Plakate sind schon ok, wenn sie da hängen bzw. besser noch herumgefahren werden, wo sie auffallen. Die Medien müssen drüber berichten, damit die Diskussion ins Fernsehen kommt (was teilweise schon klappt), so dass viele Menschen erreicht werden. Deswegen müssen die Plakate auch *ein wenig* anstoßen, sonst werden sie einfach ignoriert, insbesondere von der Presse.

    Der Text ist schon ganz ok für den Zweck, er stößt genau bei denen auf, für die Atheismus ein Frevel und Toleranz gegenüber Andersdenkenden ein Fremdwort ist. Genau die Sorte Leute, die sich über gekreuzigte Frösche oder Moscheen in Köln aufregen.

    Vielleicht sollte man Dawkins mal einladen, einen Vortrag vor einer großen Runde zu halten (mit ein bisschen Werbung bekommt man bestimmt wie der Dalai Lama eine Sporthalle voll). Oder ein Fernseh-Streitgespräch zwischen Dawkins und Mixa :-) Wenn der nicht kneift :-) Aber es muss ins Fernsehen, ARD, ZDF, RTL.

  • 132. es gibt einen Gott !!!  |  14.04.09 at 16:35

    es gibt einen Gott !!!
    ——————————–
    der Beweis ist Bischof Wolfgang Huber ,
    Sohn des Hitler-Beraters Ernst-Rudolf Huber :
    Der hat einfach Theologie studiert und geht so allen unbequemen Fragen betreffend
    Massenmord usw. aus dem Wege:
    —————————————————
    Hilft dabei nicht auch noch der Paragraf 166 ?
    wer sich über Huber äußert , ist der nicht ein erbärmlicher Gotteslästerer ?
    ——————————————————–
    mich persönlich würde dieser Zirkus überhaupt nicht interessieren :
    aber ich bin aus dieser Ecke als Nazi denunziert worden - ich bin kriegsbeschädigt :
    —————————————————–
    Frage : was ist kriminell ???

  • 133. Daniel D.  |  14.04.09 at 19:21

    Schade, dass es in den Metropolen bisher nicht klappt. Ich Würde als Alternative Aachen vorschlagen, eine Großstadt mit 250.000 Einwohnern. Dort treffen drei Länder in der Euregio aufeinander und die ASEAG, das Busunternehmen, ist das einzige richtige Verkehrsmittel, mit rund 200 Bussen und etwa 65 Millionen Beförderungen im Jahr. In den Bussen gibt es bereits Werbung für “Pro Christ” und andere ähnliche Organisationen, eine säkulare wäre wirklich angebracht!

  • 134. hmmm  |  14.04.09 at 20:23

    @ evoluzzer

    ich dachte jetzt auch nicht an eine demo wo kirchen angezündet und steine auf gläubige geworfen werden sollen sondern einfach eine zusammenkunft der leute die zeigen wollen: Hey - es geht auch ohne…
    nja ich fänds gut ^^

    ja ich bin überhaupt erst auf diese kampagne gestoßen durch die sendung ”menschen bei maischberger”
    unglaublichen stuss den die da alle geredet haben. mixa ..pfffff hahaha .. falls es hier nochjemanden gibt der das geguckt hat :p

    also medienaufmerksamkeit wär super.
    (würd eine ”demo” zwangsläufig mit sich bringen.. vorallem wenn viele leute zusammen kommen);)

  • 135. Evoluzzer  |  14.04.09 at 21:05

    @ Daniel D.

    Schon abgelehnt.

    http://www.an-online.de/lokales/aachen-detail-an/849528?_link=&skip=10&_g=Gottlose-Sprueche-sind-fuer-die-Aseag-tabu.html

    Das hat schon System. Hätte nie gedacht, wie schlimm es in Deutschland um die Meinungsfreiehit bestimmt ist.

  • 136. Marie  |  14.04.09 at 21:53

    Mich überraschen die Ablehnungen überhaupt nicht.

    Wer wie ich jahrelang an französischen Laizismus gewohnt war, der kann sich nur darüber wundern, wie sehr die Kirchen und ihr Dogmatismus in Deutschland unterschätzt werden. Es besteht die Gefahr, dass sich Deutschland zum Gottesstaat entwickelt.

    Wovor die RKK und die EKD Angst haben, ist Säkularismus. Egal mit wieviel Charisma und gefälligen Worten Kirchenvertreter ansonsten auftreten, politische Initiativen zur Trennung von Kirche und Staat werden sie mit allen Mitteln bekämpfen.

    Wenn Atheisten und Agnostiker die Nase voll davon haben, dass Gottgläubigkeit als Standard und nicht als Option angesehen wird, müssen sie

    1) sich informieren, um ihre Argumente so schlagkräftig wie möglich hervorzubringen (z.B. Dawkins lesen);
    2) akzeptieren, dass unabhängiges Denken mit gemeinschaftlichem Engagement vereinbar ist;
    3) PR-Initiativen wie diese unterstützen, auch wenn sie nicht hundertprozentig den eigenen Vorstellungen entsprechen;
    4) sich im Klaren darüber sein, dass nicht öffentlich geäußerte Ablehnung als Zustimmung interpretiert wird.

  • 137. hmmm  |  15.04.09 at 11:04

    3) !

  • 138. Timmi  |  15.04.09 at 11:24

    Marie (#136) bringt es auf den Punkt: in D wird Gläubigkeit (oder genauer: die “Zugehörigkeit zu einer Religionsgemeinschaft”) stillschweigend unterstellt, wenn kein Widerspruch dem entgegensteht. Eine moderne, aufgeklärte Gesellschaft sieht anders aus. Religion sollte nicht mehr als “Standard” angenommen werden, sondern als Option gelten.
    Änderung des öffentlichen Bewusstseins ist für mich der Grund, diese Kampagne zu unterstützen.

  • 139. hmmm  |  15.04.09 at 11:26

    138 is nichts hinzuzufügen
    :)

  • 140. Daniel D.  |  15.04.09 at 20:15

    Was für eine Schande für die Meinungsfreiheit!
    Da frage ich mich was mit Pro Christ ist! Klar, da wird auch für Veranstaltungen geworben, jedoch ist zu bedenken, dass das Motto des Vereines: “Damit Jesus bekannt wird und Gemeinden blühen”. Zudem ist nach eigenen Angaben ein Ziel des Vereines (Beschreibung auf der Internetseite) “Als Unterstützer hilft er christlichen Gemeinden, die lokal, regional oder international unter dem Label „ProChrist“ eine Veranstaltung für Menschen auf der Suche nach einem tieferen Sinn im Leben anbieten wollen!”

    Sollte ein Antrag wirklich abgelehnt werden…
    Zumindest ein Versuch.

  • 141. codexhammurabi  |  16.04.09 at 02:01

    wovor habt ihr angst?

  • 142. Manuel  |  20.04.09 at 17:48

    Beispiel für Religiöse Werbung beim MVG: In den U-Bahnhöfen (insbes. Giselastr.) wirbt auf Plakaten seit Jahren eine “Iglesia Latina”

  • 143. nubert  |  21.04.09 at 03:01

    Die Kampagne hat einen sehr häßlichen Unterton: “Ihr Hirnlosen, ihr glaubt an etwas völlig Unwahrscheinliches!”

    Da bin ich dann zugegebenermaßen Utilitarist, und freue mich, solche Busse nicht sehen zu müssen.

  • 144. Ralf Dingeldey  |  21.04.09 at 10:51

    @nubert,

    den gleichen Unterton könnte man den religiösen Aufschriften unterstellen: “Ihr Hirnlosen, Ihr werden in der Hölle schmoren!”

    Ich würde mich freuen, sowas auch nicht mehr sehen zu müssen.

  • 145. Marie  |  21.04.09 at 17:48

    @nubert 143:

    Welchen Unterton du empfindest, sagt mehr über dich aus als über die Kampagne.

    Du hast dich offenbar so an die Idee der Kritikimmunität von Religion gewöhnt, dass du selbst Klarheit und Sachlichkeit als Angriff empfindest.

    Gar übles Gejammere im Sinne von “Buhuhuuu, die Atheisten von der Buskampagne haben meine RELIGIÖSEN GEFÜHLE verletzt!” lässt mich absolut kalt.

  • 146. 10of9  |  22.04.09 at 01:26

    Das, was die Buskamapgne zum Problem macht, ist, dass völlig unklar ist, was mit “Gott” gemeint ist. Einerseits kann “Gott” ein Konzept, Gottesbild also letztlich ein Aberglaube sein. Kaum jemand hätte ein Problem, dagegen vorzugehen. Es ist das, was die Aufklärung zu recht bekämpft hat. Der Punkt ist, dass mit “Gott” auch ein Verweis auf eine nicht- also irrationale WAHRHEIT gemeint sein kann, die etwas konstruktives enthalten kann und damit sozusagen ein Feature des Menschen und kein Bug ist (s. auch im Nachbarforum). Für viele Atheisten scheint das unbegreiflich, jenseits jeder Vorstellung und sie sehen reflexartig sobald sie das Reizwort “Gott”, Religion oder seine Verwandten hören in allem immer reflexartig Kategorie 1.

    Beispiel: Ein Krebskranker sagt “Ich werde den Krebs besiegen!”. Der Atheist müsste, wenn er dieser Aussage, wie einer Gottesaussage begegnen würde, zum Kranken ans Bett gehen und sagen: “Die Chancen, dass Du die Krankheit überlebst sind wissenschaftlichen Erkenntnissen zufolge nur 20/80%. Du irrst Dich also, denn es ist viel wahrscheinlicher, dass Du stirbst. Auch wenn Dein Glaube, dass Du überlebst nicht gerechtfertigt ist, weiß ich, dass nicht jeder so stark ist, der Realität ins Auge zu sehen und sich tröstliche aber irreale Gedanken macht und toleriere das.”

    In Kategorien der rationalen Wahrheit ist das korrekt, in menschlichen Kategorien arrogant und unangemessen und geht auch völlig an den Tatsachen vorbei, denn es ist gerade nicht Schwäche, die aus dem Kranken spricht, sondern ein starker unbändiger Lebenswille. Er setzt die WAHRHEIT “Ich werde nicht sterben!” und ob das rational ist, ist völlig zweitrangig, weil die Worte nicht die Sache sind. Die Worte verweisen auf etwas, geben diesem Ausdruck und verstärken es sogar, dass (viel) größer ist als sie - nämlich seinen Lebenswillen, also letztlich ein starkes lebendiges Gefühl.

    Und ähnlich ist es mit “religiösen Gefühlen”, sie können ein Ausdruck von Stärke und Gesundheit sein. Natürlich können sie auch in Kategorie 1 abrutschen und oft scheinen Mischformen vorzuliegen. Aber einige Atheisten scheinen über keine Differenzierungsmöglichkeit zwischen beiden Seiten zu verfügen und einen gesunden, konstruktiven Kern nicht von ausgedachtem Schnickschnack unterscheiden zu können. Vielleicht liegt die Ursache darin, dass manche -mehr oder weniger bewusst- die vergleichweise kleine rationale Wahrheit zu ihrem Gott der Kategorie 1 gemacht haben. Denn der Gott der Kategorie 1 soll ja gerade Kalkulierbarkeit und Sicherheit in einer chaotischen Welt geben -ein Kinderspiel für ein (tendenziell verabsolutiertes) wissenschaftliches Weltbild.

    Zu welchen Seltsamkeiten das führt, zeigt die Kampagne. Es ist den Kampagneros hoch anzurechnen, dass sie konsequent sind und sich treu bleiben, obwohl sie sich selbst schaden: Aber indem sie den Spruch “Es gibt keinen Gott!” mit der relativierenden Einschränkung “mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit” zur wissenschaftlichen Kriterien genügenden, rationalen Wahrheit machen, nehmen sie ihm auch jedes Leben und jede (Überzeugungs-)Kraft. Wenn es um einen wissenschatliche Kontext ginge, wäre das ein adäquates Vorgehen aber im Leben geht es eben oft auch um Grundüberzeugungen, die man nicht so schnell oder 100%-ig beweisen kann oder muss. Man kann nicht alles rationalisieren. Natürlich macht das die Welt auch riskanter, da man nicht mehr alles “Irrationale” über einen Kamm scheren kann und das “Irrationale” naturgemäß auch Chaos & Wahnsinn viel näher steht.

    Aber bei genauerem Hinsehen, ist das trotzdem gut so. Eine rationale Welt -obwohl seit den Zeiten des Laplacschen Dämons viel “feinmechanischer” geworden- würde letztlich immer eine mechanische Welt sein, die nicht mehr als die Summe ihrer Teile ist. Und überstrapaziertes oder gar verabsolutiertes rationales Denken würde auch den Menschen zur Maschine und wenn dieses Denken DAS Maß der Dinge wäre, klein machen. Der rationale Mensch, der Mensch ohne WAHRHEIT, stünde in der Gefahr zum “letzten Menschen” zu werden, den Nietzsche so treffend & geradezu prophetisch in seinem beschrieben hat.

    Woher glaube ich das so genau zu wissen: Ich erkenne es wieder, denn ich fühle mich derzeit, als wäre ich dieser letzte Mensch! Und wenn ich hier die verbale Keule gegen eine bestimmte Form des Atheismus schwinge, prügele ich wohl eigentlich mich…

  • 147. 10of9  |  22.04.09 at 01:32

    sorry, sieht ja scheußlich aus…

    deshalb kleiner HTML-Test:

    Zarathustra

  • 148. 10of9  |  22.04.09 at 01:37

    und nun (hoffentlich) die entfärbte Version:

    Das, was die Buskamapgne zum Problem macht, ist, dass völlig unklar ist, was mit “Gott” gemeint ist. Einerseits kann “Gott” ein Konzept, Gottesbild also letztlich ein Aberglaube sein. Kaum jemand hätte ein Problem, dagegen vorzugehen. Es ist das, was die Aufklärung zu recht bekämpft hat. Der Punkt ist, dass mit “Gott” auch ein Verweis auf eine nicht- also irrationale WAHRHEIT gemeint sein kann, die etwas konstruktives enthalten kann und damit sozusagen ein Feature des Menschen und kein Bug ist (s. auch Beitrag 716 im Nachbarforum). Für viele Atheisten scheint das unbegreiflich, jenseits jeder Vorstellung und sie sehen sobald sie das Reizwort “Gott”, Religion oder seine Verwandten hören in allem immer reflexartig Kategorie 1.

    Beispiel: Ein Krebskranker sagt “Ich werde den Krebs besiegen!”. Der Atheist müsste, wenn er dieser Aussage, wie einer Gottesaussage begegnen würde, zum Kranken ans Bett gehen und sagen: “Die Chancen, dass Du die Krankheit überlebst sind wissenschaftlichen Erkenntnissen zufolge nur 20/80%. Du irrst Dich also, denn es ist viel wahrscheinlicher, dass Du stirbst. Auch wenn Dein Glaube, dass Du überlebst nicht gerechtfertigt ist, weiß ich, dass nicht jeder so stark ist, der Realität ins Auge zu sehen und sich tröstliche aber irreale Gedanken macht und toleriere das.”

    In Kategorien der rationalen Wahrheit ist das korrekt, in menschlichen Kategorien arrogant und unangemessen und geht auch völlig an den Tatsachen vorbei, denn es ist gerade nicht Schwäche, die aus dem Kranken spricht, sondern ein starker unbändiger Lebenswille. Er setzt die WAHRHEIT “Ich werde nicht sterben!” und ob das rational ist, ist völlig zweitrangig, weil die Worte nicht die Sache sind. Die Worte verweisen auf etwas, geben diesem Ausdruck und verstärken es sogar, dass (viel) größer ist als sie - nämlich seinen Lebenswillen, also letztlich ein starkes lebendiges Gefühl.

    Und ähnlich ist es mit “religiösen Gefühlen”, sie können ein Ausdruck von Stärke und Gesundheit sein. Natürlich können sie auch in Kategorie 1 abrutschen und oft scheinen Mischformen vorzuliegen. Aber einige Atheisten scheinen über keine Differenzierungsmöglichkeit zwischen beiden Seiten zu verfügen und einen gesunden, konstruktiven Kern nicht von ausgedachtem Schnickschnack unterscheiden zu können. Vielleicht liegt die Ursache darin, dass manche -mehr oder weniger bewusst- die vergleichweise kleine rationale Wahrheit zu ihrem Gott der Kategorie 1 gemacht haben. Denn der Gott der Kategorie 1 soll ja gerade Kalkulierbarkeit und Sicherheit in einer chaotischen Welt geben -ein Kinderspiel für ein (tendenziell verabsolutiertes) wissenschaftliches Weltbild.

    Zu welchen Seltsamkeiten das führt, zeigt die Kampagne. Es ist den Kampagneros hoch anzurechnen, dass sie konsequent sind und sich treu bleiben, obwohl sie sich selbst schaden: Aber indem sie den Spruch “Es gibt keinen Gott!” mit der relativierenden Einschränkung “mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit” zur wissenschaftlichen Kriterien genügenden, rationalen Wahrheit machen, nehmen sie ihm auch jedes Leben und jede (Überzeugungs-)Kraft. Wenn es um einen wissenschatliche Kontext ginge, wäre das ein adäquates Vorgehen aber im Leben geht es eben oft auch um Grundüberzeugungen, die man nicht so schnell oder 100%-ig beweisen kann oder muss. Man kann nicht alles rationalisieren. Natürlich macht das die Welt auch riskanter, da man nicht mehr alles “Irrationale” über einen Kamm scheren kann und das “Irrationale” naturgemäß auch Chaos & Wahnsinn viel näher steht.

    Aber bei genauerem Hinsehen, ist das trotzdem gut so. Eine rationale Welt -obwohl seit den Zeiten des Laplacschen Dämons viel “feinmechanischer” geworden- würde letztlich immer eine mechanische Welt sein, die nicht mehr als die Summe ihrer Teile ist. Und überstrapaziertes oder gar verabsolutiertes rationales Denken würde auch den Menschen zur Maschine und wenn dieses Denken DAS Maß der Dinge wäre, klein machen. Der rationale Mensch, der Mensch ohne WAHRHEIT, stünde in der Gefahr zum “letzten Menschen” zu werden, den Nietzsche so treffend & geradezu prophetisch in seinem Zarathustra beschrieben hat.

    Woher glaube ich das so genau zu wissen: Ich erkenne es wieder, denn ich fühle mich derzeit, als wäre ich dieser letzte Mensch! Und wenn ich hier die verbale Keule gegen eine bestimmte Form des Atheismus schwinge, prügele ich wohl eigentlich mich…

  • 149. Ralf Dingeldey  |  22.04.09 at 02:21

    @10of9,

    also was für mich mit “Gott” gemeint ist, ist zunächst mal nur die Gottesvorstellung einer personifizierten, übernatürlichen Macht, die alles geschaffen hat und der unser Schicksal lenkt, so wie der Klabautermann das Schicksal der Seeleute. Hier ist für mich kein Unterschied, zwischen beiden Formen des Aberglaubens. Es existieren weder der Klabautermann, noch Gott.

    Für mich persönlich bedeuten aber “mein” Atheismus noch mehr, nämlich die Abkehr von allem Aberglauben, auch von Pseudowissenschaften, wie z.B. der Homöopathie.

    Ich wüerde aber einen an sterbenskranken nicht ausreden, dass es einen Gott gibt. Ich würde es sogar verstehen, weil er sich in einer psychischen Ausnahmesituation befinden und in einer solchen Situation weiß keiner von uns, wie er da reagieren würde. Jemand der Sterbenskrank ist, würde vielleicht auch zu einem Geistheiler gehen und Dinge tun, die an die auch die meisten Christen nicht glauben.

    Das sind aber zwei paar Stiefel, nur weil jemand das in einer psychischen Ausnahmesituation tut, heißt das doch noch nicht, dass es einen Gott gibt, oder dass es in “normalem” Zustand vernünftig ist an einen Gott zu glauben.

    Die Buskampagne ist auch nicht dazu gedacht einen Gläubigen zu beleidigen oder zu bekehren. Letzteres würde ohnehin nicht funktionieren. Ich sehe den hauptsächlichen Sinn darin, anderen Atheisten zu zeigen: “Du bist nicht alleine”.

    Umgekehrt müssen wir Atheisten doch auch “Eure” göttlichen Botschaften lesen. Da ist es doch nur legitim darauf hinzuweisen, dass es auch Menschen gibt, die anders denken.

  • 150. Michael C.  |  22.04.09 at 08:58

    Tja, und das ist im Unkehrschluß genau das, was viele Gläubige (aber zugegebener Maßen auch manche Menschen, die sich als Atheisten bezeichnen) am Atheismus mißverstehen.

    Ich zitiere mal aus Wikipedia:

    “Der weltanschaulich erweiterte Atheismus, naturalistische Atheismus oder Naturalismus bezeichnet die Ablehnung aller supernaturalistischen Ideologien, die den Glauben an übernatürliche Wesen, Kräfte oder Mächte göttlicher oder nichtgöttlicher Art ausmachen. Neben den mono- und polytheistischen Religionen werden damit u. a. auch Spiritismus, Animismus, Mystizismus, Neu-religiöse Bewegungen, Heidentum und Neopaganismus abgelehnt.”

    Atheismus ist also keinesfalls die Antithese zu irgendwelchen Glaubensbekenntnissen. Nur leider legt das gewählte Kampagnen Motto genau dies nahe.

    Wie auch immer - die öffentlichen Reaktionen zeigen, dass Atheisten immer noch nicht wirklich wohlgelitten sind in Deutschland. Wo bitte blieb zB der öffentliche Aufschrei über den Mixa, der ja sinngemäß behauptet hat, dass Atheisten unmenschlich seien (”Die Unmenschlichkeit des praktizierten Atheismus [...]“? Man stelle sich mal den Trubel vor, der Mixa hätte statt Atheisten Juden oder Moslems genannt…

    Mit anderen Worten: Atheisten haben hier in Deutschland und auch anderswo so gut wie keine Lobby. Und um das zu ändern ist mir ehrlich gesagt auch ein etwas unglücklich gewöhltes Motto recht.

  • 151. neune  |  22.04.09 at 10:14

    Die Ablehnung in dieser Formulierung gilt m.E. vorwiegend dem “persönlichen” Gott. D.h. Gott als bewusstes, eingreifendes Wesen. Eben ein “jemand” vor dem man sich fürchten sollte.

    Diesen gibt es nicht. Was man sonst noch so Gott nennt, kann man ja noch diskutieren.

  • 152. Kleingeist  |  22.04.09 at 11:05

    Zitat von 10of9 “(…) Der Atheist müsste, wenn er dieser Aussage, wie einer Gottesaussage begegnen würde, zum Kranken ans Bett gehen und sagen (…)”

    Eben nicht. Der Atheist kann aus seinem Atheismus nicht ableiten, was er tun muss.

  • 153. Evoluzzer  |  22.04.09 at 17:11

    @10of9

    Ich verstehe zwar, was Du mit dem Beispiel ausdrücken willst, aber es passt nicht wirklich.

    Erstens ist bekannt, dass der Wille durchaus der Heilung hilft (z.B. Placebo-Effekt).

    Zweitens besteht bei einer 20%igen Heilungschance durchaus noch Grund zur Hoffnung (mir ist das Gegenteil passiert: hatte einen Hörsturz mit 35, Tinnitus als Folge, und der Arzt meinte, es bestünde bei meinem Alter eine 95%ige Chance, dass dieser wieder verschwände; leider gehöre ich zu den 5%, wo’s nicht mehr weggeht). Bei einer Gotteswahrscheinlichkeit von 10^-35 oder so jedoch eher nicht.

    Drittens braucht dieser Mensch keinen Realismus, sondern Unterstützung und Trost.

    Richtig ist, dass Religion Trost liefern kann. Wenn Religion nur negativ wäre, dann gäbe es sie ja auch nicht mehr. Die Frage ist, ob dieser Nutzen den sonstigen Schaden (im Forum schon hinreichend dargelegt) rechtfertigt bzw. ob man auch Trost finden könnte, ohne an Gott zu glauben.

    Es ist wie im Film “die Matrix”: soll ich die Menschen weiter glauben lassen, sie lebten in einer heilen Welt, oder sollen sie erfahren, dass diese eine Illusion ist, geschaffen um sie auszunutzen? Angesichts von durch Religion motivierten Kriegen und Terroranschlägen stehe ich auf der Seite des Atheismus. Auch wenn ich mich jetzt manchmal frage, an wen ich mich wenden soll, wenn im Leben mal alles schief läuft…

  • 154. Ralf Dingeldey  |  22.04.09 at 18:05

    @Michael C.

    Zitat Michael C.: “Atheismus ist also keinesfalls die Antithese zu irgendwelchen Glaubensbekenntnissen. Nur leider legt das gewählte Kampagnen Motto genau dies nahe.”

    Das sehe ich nicht in dem Motto. Ich verstehe das Motto genauso, wie es Wikipedia definert.

    Zitat Michael C.: “Man stelle sich mal den Trubel vor, der Mixa hätte statt Atheisten Juden oder Moslems genannt…”

    Da hast Du zu 100 % recht. Wenn er das über Muslime gesagt hätte, wären vermutlich tausende auf die Straßen gegangen, das wäre ein riesen Skandal gewesen. Wahrscheinlich hätte man in einigen Ländern deutsche Fahnen verbrannt. Wahrscheinlich hätten ihn auch einige Politiker gerügt.

    Kurz gesagt, Mixa hätte sich das erst GARNICHT GETRAUT!!!! Denn so dumm ist er nicht, denke ich.

    Zitat Evoluzzer: “Erstens ist bekannt, dass der Wille durchaus der Heilung hilft (z.B. Placebo-Effekt).”

    Da muss ich jetzt leider mal klugscheißen. Es ist nicht der Wille, sondern der Glaube (Glaube im Sinne von “für wahr halten”, nicht zu verwechseln mit religiösem Glauben), der für den Placebo Effekt verantwortlich ist. ;-)

  • 155. Michael C.  |  22.04.09 at 20:24

    @Ralf

    Mit dem Antithese Statement meinte ich auch mehr (bezugnehmend auf die etwas längere Ausführung von 10of9, #148), dass Atheismus nicht als eine Reaktion auf irgendeine These gesehen werden darf. Nur weil einer sagt “es gibt Gott” wird man nicht zum Atheisten, indem man sagt “nein, es gibt keinen wie auch immer gearteten Gott”.

    Atheist IST man einfach. Dafür braucht man keine Rechtfertigung, keinen theoretischen Unterbau, einfach gar nix. Fertig. Aus. Vorbei. Daher ist Atheismus (wie ich schon in #116 gesagt habe) ja eben auch keine Weltanschaung.

    Und genau deswegen fand ich den Slogan “Gottlos glücklich” auch viel passender. Ich als Atheist hab es doch gar nicht nötig auf irgendwelche Kopfgeburten zu reagieren und dann meine Gegenargumente zu verifizieren. Wozu denn auch? Es gibt einfach nichts, was ich behauptet hätte und demgemäß erst recht nichts, womit ich dieses Nichts fundieren könnte. Und das wiederum ist, was Gläubige nur schwerstens kapieren.

    Dennoch gebe ich dir recht, dass ein Atheist auch mal einen Widerspuch wie das jetzige Kampagnen-Motto loslassen darf oder sogar muss, um eben seine Ablehnung deutlich zu machen. Nur entspringt dieser Widerspruch eben nicht dem Atheismus selbst (wie oben dargelegt), sondern einer humanistischen (oder wie auch immer gearteten) Weltanschauung. Das sind zwei verschiedene Paar Schuhe. Noch so eine Sache, die Gläubige nicht verstehen. Von wegen “praktizierter Atheismus”… hahaha, selten so gelacht ;)

  • 156. Ralf Dingeldey  |  22.04.09 at 23:17

    @Michael C.,

    Du denkst der Slogan “Gottlos Glücklich” wäre auf weniger Widerstand gestoßen? Das wäre interessant zu wissen, nur leider wird man das im Nachhinein nicht mehr feststellen können.

  • 157. Steffen Schaf  |  26.04.09 at 08:28

    Ich hätte einen Alternativ Vorschlag zur geplanten Buskampagne, der auch mit Bussen zu tun hat.
    (Allerdings sehr grob - von rechtlichen Voraussetzungen habe ich keine Ahnung)

    Idee: Warum mieten / kaufen wir nicht einen Bus, lassen ihn mit dem Slogan bedrucken und wählen dann eine Stadt unserer Wahl wo wir vorübergehend unsere “eigene Buslinie” gründen.
    Am besten kostenlos für die Fahrgäste! Das würde dann sogar ein wenig den Verkehrsbetrieben schaden. Ausserdem wäre die PR noch besser: “Schon gehört: Es gibt da grade diesen kostenlosen Bus! Ja, woran erkenne ich den? Da steht irgendwie drauf: Es gibt keinen Gott.”

    Also soweit die grobe Idee.
    Ich denke die Kosten wären natürlich höher und man musste sich vielleicht auf eine viel befahrene Strecke konzentrieren. Der Vorteil ist: bei neuen Spenden kann man die Aktion verlängern oder sogar noch in einer anderen Stadt starten.
    Natürlich wäre das ganze zunächst rechtlich zu prüfen.

    Schönen Tag euch allen,

    Steffen

  • 158. Ralf Dingeldey  |  26.04.09 at 13:48

    Die Idee von Steffen finde ich geil. Aber ich fürchte die ist nicht durchführbar. Bin zwar auch kein Jurist, aber wenn man Personen bevördern will, muss man ziemlich viel beachten.

    Aber vielleicht könnte man die Idee ja trotzdem mal durchdenken. Das wäre schon der Hammer, wenn sowas ginge. Und vor allem auch medienwirksam.

    Einen ähnlichen Gedanken hatte ich auch schon, eine Art Infobus, der durchs Land fährt. Auch christliche Organisationen und Parteien machen sowas. Dieser Infobus könnte dann z.B. gezielt Schulen anfahren und kostenloses Infomateriel (z.B. über Darwin und die Evolutionstheorie) an Schüler verteilen. Das würde auch prima zum Darwjahr passen.

  • 159. kolibri  |  26.04.09 at 17:08

    Tolle Idee, aber kann mir die Durchführung auch nicht vorstellen. Aber man ja theoretisch auch kleiner anfange… beispielsweise ein VW-Bus als Taxi hätte es vielleicht einfacher ^^

  • 160. Ralf Dingeldey  |  26.04.09 at 22:42

    Taxi dürfte ohne genehmigung auch nicht so einfach sein. In Deutschland ist ja so weit ich weiß sogar die Farbe für ein Taxi vorgeschrieben.

  • 161. cbuffner  |  27.04.09 at 09:07

    Ich find die Idee spitze. Mit gebrauchten Linienbussen kann halt niemand etwas anfangen, daher sind die spottbillig.

    Ich habe gerade mal bei Truckscout24 nachgeschaut. Da gibt es 10 Jahre alte Linienbusse (sehen sogar noch relativ fesch aus) für unter 5.000 Euro!

  • 162. born2blog  |  27.04.09 at 19:55

    mal zurück zur berliner bvg…

    hieß es von denen nicht, daß sie religiöse werbung nicht mehr zulassen wollen und bestehende religiöse werbung entfernen wollen? bis heute sind die aufkleber in fast allen u-bahnen berlins zu finden…
    wollen die das problem aussitzen? ihr solltet da nochmals nachhaken!

  • 163. Evoluzzer  |  30.04.09 at 21:23

    Gratulation zum Erfolg in Essen und viel Glück bei der Busrundreise!!!

    Bin auf das öffentliche Echo gespannt.

  • 164. Thomas Siemens  |  1.05.09 at 11:39

    Ich finde die Bussgeselschaften machen das mit dem Ablehnen volkommen richtig

  • 165. Katharina Schneider  |  1.05.09 at 12:07

    In Berlin gab es definitiv schon religiöse Werbung. Ich bis vor 1,5 Jahren dort gelebt und regelmäig Werbung a la “Jesus liebt dich” in öffentlichen Verkehrsmitteln gesehen. Bitte klagen Sie gegen diese Entscheidungen! Es kann nicht sein, dass in diesem Land Atheisten ständig ungestraft diskriminiert werden (siehe Kreuze-Urteil in Bayern)! Ich bin dafür gern zu einer Spende bereit.

  • 166. Felix  |  1.05.09 at 12:43

    Ich finde die Bussgeselschaften machen das mit dem Ablehnen volkommen richtig(sic)

    In wiefern? Religiöse Werbung zulassen und nur die atheistische ablehnen ist richtig?
    Im Spiegel-Online-Forum werfen gute Christen schon wieder mit Lügenpropaganda um sich dass es nur so kracht: man habe in Deutschland schlechte Erfahrungen mit ‘praktiziertem Atheismus’ gemacht, deshalb lehnten ‘die deutschen Städte’ die Buskampagne ab, Atheisten hätten die Nazis zum Antisemitismus geführt usw. usw.

    Merke: Lügen ist nur dann Sünde, wenn es nicht gegen Anders- und Ungläubige geht. Ansonsten gibts Pauschalvergebung und das Lügen geht weiter.

  • 167. Ralf Dingeldey  |  1.05.09 at 14:31

    @Felix, ich bin mir inzwischen nicht mehr sicher ob diese Leute bewußt lügen. Mittlerweile komme ich immer mehr zu der Überzeugung, dass die das alles glauben, was sie so erzählen.

  • 168. Anonymous  |  1.05.09 at 23:45

    Vielen Dank für eure Mühe - ich hoffe es trägt dazu bei den Millionen die ohne kirchlich organisierte Lobbygruppe auskommen müssen mehr Gehör zu verschaffen.

    IMHO ist die Ablehnung der Plakate eine Frechheit ohne rechtliche Grundlage. Aber etwas besseres hätte kaum passieren können. Die Rechtslage erscheint mir auf dem Papier mal recht eindeutig. Damit zahlen die Verkehrsbetriebe die Verfahren und erhöhen somit kostenlos das Medienecho. Einen Anwalt mit Interessse an dem Thema kann man sicher auch finden.

    Mich erinnert die Entscheidung schwer an Behörden. Unangenehme Anfragen ablehnen und schauen ob man damit durchkommt.

    Bitte klagt dagegen.

  • 169. Thomas S.  |  3.05.09 at 14:05

    @ Felix
    Ich hab nix dagegen wenn ihr für eure überzeugung werbt.
    Ihr macht aber andere Religionen schlecht. Dagegen hab ich was.

    Und ,,Ein erfülltes leben ohne glauben´´ ist im Kern wiedersprüchig. Ihr glaubt auch das es keinen Gott gibt.

    Wenn du meinst Lüge wird einem ja als Christ sowiso vergeben und man darf weiter Lügen, dann hasst du dich aber geschnitten. Wen man die vergebung als freibrief nimmt zu Lügen, dan ist das genauso Sünde.

  • 170. kolibri  |  3.05.09 at 14:29

    @ Thomas
    Merke: Unterschied zwischen Glauben (Gott, Elfen, Spaghettimonster) und Glauben (ich kann es nicht beweisen)
    … was gemeint ist, sollte man aus dem Zusammenhang erkennen können.

    Und ja… wir wissen nicht ob es vielleicht doch einen Gott gibt - so ehrlich sind wir schon - aber es spricht zumindest einiges gegen einen christlichen Gott, der die Erde an 6 Tagen erschaffen hat.

    Und was das Lügen angeht… so scheint es, als würden manche Hardcore-Christen denken, dass sie einen Lügenfreibrief haben. Allerdings denke ich mal, dass es mehr mit Dummheit zu tun hat, als mit bewusstem Lügen. :/

  • 171. Ralf Dingeldey  |  4.05.09 at 00:51

    @Thomas,

    wenn Christen oder wer auch immer, auf einen Bus schreiben dürfen: “Keine Sorge, es gibt Gott, also schönen Tag”, warum dürfen dann Atheisten nicht auf einen Bus schreiben: “Es gibt mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit keinen Gott.”?

    Der Nebensatz “mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit” entschärft den Satz und nimmt ihm den absoluten Wahrheitsanspruch, während der “christliche” Satz viel provokanter ist, weil er einen absoluten Wahrheitsanspruch für eine unbewiesene und sehr unwahrscheinliche Theorie erhebt.

    Also mach Dir mal Gedanken, wer hier aggressiver vorgeht.

  • 172. rudi  |  4.05.09 at 12:37

    Ausgerechnet Essen!
    Bravo Essen!
    Weiter, weiter, weiteressen!

  • 173. Thomas S.  |  4.05.09 at 15:13

    Hab ich das auf die Buse geschrieben ?
    Ich hättegeschrieben ,, Ich glaube an Gott und du ?” oder etwas in der art.
    Wnn man andere von seiner meinung überzeugen will ist es nicht immer Klug ihre anzugreifen.

  • 174. Ralf Dingeldey  |  5.05.09 at 03:19

    @Thomas,

    es ist kein Angriff, schon aufgrund dieses Nebensatzes: “Mia an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit”. Es wäre aber auch ohne diesen nebensatz kein Angriff, sondern einfach nur eine Meinung.

    Es geht auch hier nicht darum andere zu überzeugen, denn das ist in Glaubensfragen fast unmöglich. Es geht darum aufzuzeigen, dass es auch Menschen mit dieser Meinung gibt und dass man die auch außern kann.

  • 175. Ralf Dingeldey  |  5.05.09 at 03:27

    Ach noch eine Frage an Thomas.

    Findest Du es gerecht, dass ein Verkehrsbetrieb den Satz: “Keine Sorge, es gibt Gott, also schönen Tag” zuläßt, während er den Satz: “Es gibt mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit keinen Gott.” nicht auf seinen Bussen zuläßt?

    Wenn Du sowas in Ordnung findest, dann erkläre mir mal warum. Wenn Du es auch als ungerecht empfindest, dann weißt Du warum es notwendig ist, dass Atheisten auch eine Lobby bekommen.

  • 176. Chris  |  6.05.09 at 13:42

    Ich finde es wirklich amüsant, dass hier von Meinungsfreiheit geprochen wird und auf der anderen Seite schreibt jemand:

    “Fakt ist dass es GOTT nicht gibt und dieses nur in den kranken Köpfen von NAIVEN Menschen steckt.

    Meinungsfreiheit.
    Soll ich mir das auf die Stirn tätowieren lassen?”

    Ich bin gläubig, aber auch für Meinungsfreiheit, wie soviele Christen die ich kenne. Mein Mann ist nicht gläubig und ich komme damit klar. Aber wenn ich solche Kommentare lese, hat das nun wirklich nichts mehr mit Meinungsfreiheit zu tun, sondern mit Beleidigung. Und so kommt man bestimmt auch nicht weiter!
    Euch trotzdem viel Glück mit eurer Kampagne!

  • 177. Evoluzzer  |  6.05.09 at 13:54

    @Chris:

    Da hast Du vollkommen recht, solche Kommentare sind vollkommen unangebracht und werden von der großen Mehrheit der Atheisten hier nicht vertreten.

    Leider wird aber auch scho ein Satz wie “Es gibt (mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit) keinen Gott. Ein erfülltes Leben braucht keinen Glauben.” von so vielen Menschen als Beleidigung aufgefasst, dass (wie ich soeben gelesen habe) auch der letzte Busbetreiber unter dem Druck der Straße gekniffen hat.

    Was im katholischen Spanien ging, ist hier also unmöglich: eine andere Meinung als die Kirche öffentlich zu vertreten. So weit sind wir schon wieder in Deutschland, von wegen Meinungsfreiheit.

  • 178. Chris  |  6.05.09 at 14:03

    Hmmm…verstehe nicht dass man so etwas auf sich münzen muss, also euren Spruch. Ich fühle mich auch nicht angegriffen.Es kann ja nicht jeder gleich denken…Solange man sich nicht gegenseitig beleidigt und sich respektiert ist doch alles in Ordnung!

  • 179. Hans  |  6.05.09 at 17:45

    weil sich Leute in ihrer Weltanschauung gekränkt fühlten?! Fühlen die sich auch gekränkt wenn jemand sagt: “Die Erde ist keine Scheibe und nicht der Mittelpunkt des Universums, ja noch nichtmals unseres Sonnensystems!”?

    Ich find die Aktion super! Macht weiter damit, aber hütet euch vor der Inquisation :D

  • 180. Stein Gumprecht  |  6.05.09 at 19:38

    Welch überflüssiges Thema…

    Ich hoffe dass alle Unternehmen derartige Werbung, die die Welt nicht braucht ablehnt. ABER AUCH dass religiöse Werbung entfernt wird; auch diese gehört nicht an Busse und Bahnen.

    Diese Kampagne sortiere ich mal in folgende Schublade: “Dinge die die Welt nicht braucht!”. Man kann nicht sagen “ES gibt keinen Gott!” Und man kann auch nicht sagen “Es gibt einen Gott!” Man kann dran glauben, oder auch nicht. Ich glaube nicht dran. Und ich werde und wurde weder benachteiligt, diskriminiert noch sonst etwas…

    Letztendlich wissen tun wir es alle nicht, ob es da was gibt oder auch nicht. Vielleicht erfahren wir es nach unserem Leben. Vielleicht auch nicht. ICH weiß es nicht.

    Meinungsfreiheit her, Meinungsfreiheit hin, diese Kampangne ist überflüssig. Genausogut könnte man darüber lamentieren ob ein Hundehaufen stinkt oder nicht. Weitaus sinnvoller wäre es religiösen Wahn z. B. im Iran, zu bekämpfen. Aber nicht so ein Quatsch hier…

    Es gibt auch wichtige Probleme auf der Welt.

    Ich an Dirks Stelle würde hier keinen Bus vermieten…

  • 181. Ralf Dingeldey  |  6.05.09 at 22:28

    Wenn Essen schon eine schriftliche Zusage gegeben hatte, könnte eine Schadensersatzklage eventuell erfolgreich sein.

  • 182. Spiritus  |  7.05.09 at 09:15

    Die EVAG ist leider eingeknickt! Schade!

    Spiritus

  • 183. Wacke  |  8.05.09 at 10:15

    ist aus einem anderen Forum einfach so geklaut:

    Und Gott schuf den ÖPNV - und er sah, dass er schlecht war. ;-)

  • 184. Marcel  |  8.05.09 at 19:18

    Nur organisierte Atheisten haben mittel- bis langfristig die Chance als Gruppe/Bevölkerungsschicht/Wähler etc. ernstgenommen zu werden und ein wichtiges Gegengewicht zur Kirche zu bilden.
    Das Ganze Thema sollte meiner Meinung nach in diese Richtung gehen. Und wir sind ZU VIELE UM IGNORIERT ZU WERDEN!!!

    Bei dieser Gelegenheit sollten wir uns vielleicht auch gleich mal eines merken: Klagen/Protestieren gegen jede Form von religiöser Werbung bei Verkehrsbetrieben!

  • 185. Ralf Dingeldey  |  9.05.09 at 03:10

    @Marcel,

    Du hast völlig recht, aber es ist schwer Atheisten dazu zu bewegen sich zu organisieren. Ich sehs ja an mir selbst, ich denke schon seit Jahren darüber nach in den IBKA einzutreten und habe bis jetzt noch nicht den ersten Schritt geschafft.

    Ich kenne mehrere Atheisten, die das garnicht tun wollen. Vielleicht sollte so eine Organisation keine Beiträge erheben, sondern sich auf Spenden konzentrieren, denn das ist auch noch ein Punkt.

  • 186. M.Hager  |  15.05.09 at 12:29

    ich bin für religiöse und “anti”-religiöse werbung. sie sollte möglich sein, genauso wie parteien werbung und andere. ich sehe das zwar aus meiner christlichen perspektive, finde aber, die buskampagne sollte auch werbung machen dürfen. meinungsfreiheit und auch religionsfreiheit! schade, dass hierzulande eine diskussion über überzeugungen so schwierig ist.

  • 187. Alex  |  18.05.09 at 10:34

    Ich hab’ grad ein paar mails an Verkehrsbetriebe losgelassen, in denen ich meine Enttäuschung über die Ablehnung der Kampagnen-Werbung und damit in Zusammenhang das Unterlaufen von pluralistischer Meinungsfreiheit zum Ausdruck brachte. Ich werde noch Freunde dazu anregen, das ebenfalls zu tun.

  • 188. T.Luci  |  29.05.09 at 23:19

    Ich bin Atheist aus Überzeugung darüber das die Kirche immer das Machtinstrument der jeweils herrschenden Klasse war. Es gab nur wenige die Lesen konnten und so wurden die Menschen mit Hilfe des Glaubens immer schön “geführt”.
    Menschen starben und sterben weil sie einen anderen Glauben haben als der Kriegführende!

    Mit dieser Überzeugung aufgewachsen und erzogen, bin ich beruflich nach Bayern, genau nach Franken, gekommen.
    Dort blies mir der kalte Wind der christlichen Intoleranz entgegen. Das ging bis hin zur Androhung der Kündigung. Und das obwohl ich nie von mir aus meine Überzeugung kund tat, sondern immer nur auf Fragen nach meiner Religion geantwortet habe. Ich habe nie diskutiert, das kann ich als BUSFAHRER auch nicht. Und damit bin ich bei dem dümmlichen Eintrag dieser Christine: Ich als Nichtchrist fahre Christen, Moslems, Zeugen Jehovas und was es alles für Leute gibt. Ich fahre ohne zu diskutieren. Es ist mein Job!!!
    Aber Du meinst das ein Christ nicht mit einem Bus fahren könnte der diese Werbung trägt???

    Und genau da zeigt sich die Unfähigkeit der Christen, Menschen zu tolerieren die nicht “glauben”!
    Wir sollen ruhig sein, aber Ihr dürft pilgern, Menschen mit Glockengeläut belästigen, Strassen wegen Prozessionen sperren, Jesusplakate aufhängen, Kirchensteuern eintreiben, Geld für Eure Prunkbauten ausgeben und eben alle die nicht an Euren Gott glauben mit der ständigen Präsenz der Kirche belästigen.

    Ach ja und woher bekommt Ihr eigentlich das “täglich Brot” wenn Ihr kein Geld verdient, weil Ihr z.B. arbeitslos seid?? Von Eurem Pfarrer/Priester, von Eurem Herrn Jesus, oder doch eher vom Arbeitslosengeldvericherungszahler der eben auch ein Nichtchrist sein kann???

  • 189. T.Luci  |  29.05.09 at 23:22

    Noch ne Frage:
    Was ist eigentlich aus der “Rasterfandung im Land Brandenburg und Berlin” geworden?
    Da wurden ja Menschen belästigt die Irgendwann mal Kirchenmitglied waren und mussten nun “Nachzahlen”
    Wer weiß etwas darüber???

  • 190. Achim Peters-Lefeld  |  31.05.09 at 23:01

    Die Stadt Dortmund hat eure Kampagne abgelehnt. Umso mehr ärgert es mich, dass ich heute Nachmittag hinter einem Bus der Dortmunder Stadtwerke hinterherfahren musste, der ein logo des “katholischen Forums” trug. Aufschrift: “Keine Sorge, Es gibt Gott. Darum einen schönen Tag”.
    Offensichtlich eine Antwort auf eure Kampagne, die in Dortmnd aber gar nicht veröffentlicht werden durfte.

  • 191. Ursula  |  1.06.09 at 09:33

    Jemand hat mich auf eine Idee gebracht. So frage ich hier mal alle: Habt ihr auf einem Bus, einer Bahn außen und in voller Länge des Fahrzeuges fest aufgemalt christliche Werbung gesehen? Oder waren das immer nur Plakate in Fahrzeugen oder Bahnhöfen? Diese kann man ja auch austauschen. Also einmal konkret nachdenken. Die atheistische Werbung sollte ja “unablöslich” quer über den ganzen Bus laufen.

  • 192. Ursula  |  1.06.09 at 09:49

    @ 1-… Nehme hier noch einmal Bezug auf diese Zuschriften. Vielleicht ein bißchen spät, aber lieber spät als nie. Auch an diese Schreiber die Bitte, wo sie christliche Werbung in dieser Form wie es die Atheisten wünschen (fest auf der ganzen Länge des Fahrzeuges) gesehen haben. Oder waren es immer austauschbare Banner, Plakate usw.? Zum andern möchte ich sagen: wenn ich durch die Stadt gehe, sehe ich viel mehr unchristliche Werbung als christliche. Manches verletzt mich sogar. Es stimmt also nicht, wie das hier so gesagt wird, als wären unsere Städte und Dörfer mit christlicher Werbung und Symbolen überzogen. Zum Eigenversuch: geht bewußt durch Straßen und schaut euch mal all die Werbung, Plakate usw. an. Was daran ist christlich? Da wird viel mehr für alles möglichen esoterischen und anderen Dinge geworben. Mit dem Glockenläuten möchte ich sagen: wo es dem Muezzin erlaubt ist, über Lautsprecher zum Gebet zu rufen, fängt das viel früher an. In anderen Ländern läuten keine Glocken, ja Christen müssen sich heimlich versammeln. Das Läuten von Glocken gehört wohl zu unserer Kultur. Der Schlag der Uhr zu bestimmten Zeiten liegt übrigens in vielen Bundesländern seit Napoleon nicht in Händen der Kirchengemeinden, sondern einer Stadtverwaltung. Natürlich könnte man darüber nachdenken, ob es heute sinnvoll ist, da jeder eine Uhr besitzt. Wird das Glockenläuten hier beklagt, weil man direkt neben einer Kirche wohnt oder nur, weil man darin ein abgelehntes christliches Handeln sieht? Danke, wenn jemand wegen der großflächigen Werbung auf Verkehrsmitteln eine Antwort hat.

  • 193. Fridolin  |  1.06.09 at 09:53

    @ Ursula

    Was ist denn das für ein unsinniges Argument! Soll jetzt die maximale Buchstabenhöhe für atheistische Werbung von den evangelikalen Christen festgelegt werden? Hast Du das Bild von der Strassenbahn mit der Werbung für den Kirchentag in Bremen in der Rubrik ‘Bilder’ gesehen?
    Übrigens - auch Folienschriften können wieder entfernt werden. Weder ‘unser’ noch ‘euer’ Bus ist bis an’s Ende aller Tage runiniert. Rein technisch könnten die Busse auch ihre Botschaften tauschen - das ist dem Blech darunter ziemlich egal.

    Also worüber sollte man konkret nachdenken??

  • 194. Ursula  |  3.06.09 at 20:57

    @ 194 Ne, Fridolin, von Christen soll gar nichts festgelegt werden. Es geht doch hier um die Verwaltungen von öffentlichen Verkehrsbetrieben, oder?
    Habe da nur eine Erklärung versucht, sonst
    gar nix. Alles Gute.

  • 195. Martin  |  16.06.09 at 10:54

    Ist zwar nicht München, aber ich habe ziemlich verärgert religiöse Werbung auf der U3 in HH registriert und daraufhin eine mail an die Hochbahn geschrieben:

    “Sehr geehrte Damen und Herren,
    ich bin langjähriger ProfiCard-Abonennt (Nr. XXXXXXXX) . Mit großer
    Verärgerung habe ich am Sonntag die Werbung “Jesus tilgt Sünde” etc.
    einer evangelikalen Vereinigung auf Ihren Wagen der U3 (u.a. Wagen
    924-1) bemerkt. Nachdem Ihr Unternehmen nach meinen Informationen die
    Schaltung von Werbung für eine atheistische Buskampagne mit dem Hinweis auf die angebliche Verpflichtung zu weltanschaulicher Neutralität abgelehnt hat, halte ich die Schaltung von offensiv christlicher Werbung für eine Unverschämtheit. Sollte ich in Zukunft
    weitere offen religiöse Werbung bemerken, werde ich die Beibehaltung meines Abonnements überdenken. Bei religiöser Werbung, die ich als beleidigend empfinde, werde ich auch direktere Möglichkeiten meinem
    Unmut Ausdruck zu verleihen, in Erwägung ziehen.
    Gruß,

    Mein echter Name.


    Als Antwort habe ich bisher erhalten:

    Sehr geehrter Herr XXXXXX

    vielen Dank für Ihre E-Mail, die wir in die Verantwortung der Hamburger Verkehrsmittelwerbung GmbH (HVW) - ein Unternehmen der Ströer Gruppe - übergeben haben, da die HOCHBAHN ihre Werbeflächen an die HVW vermietet hat. Kontakt: 040 / 532 00-0

    Mit freundlichen Grüßen

    Volker XXXX

    Hamburger Hochbahn AG
    Bereich Marketing und Kommunikation
    20095 Hamburg
    Steinstraße 25

    Na, mal sehen, was da noch kommt.

  • 196. Hannes  |  6.07.09 at 14:53

    Ich bin seit 2 Wochen wieder in Berlin nach einem Jahr Ausland und habe keine religiöse Werbung mehr gesehen.
    Hat die BVG jetzt ernst gemacht und schaltet wirklich keine christliche Werbung mehr?
    gruß


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