Der Stand der Dinge

7.04.09 | Peder |

Obwohl Werbung mit religiösen Inhalten in Deutschland fast überall zugelassen wird, haben wir nach den Rückziehern aus Berlin und München auch von den Verkehrsbetrieben in Stuttgart, Dresden, Potsdam, Hamburg, Leipzig, Dortmund, Regensburg und Bremen definitive Absagen für unsere Slogans erhalten. Aus vielen anderen Städten kommen verbindliche Stellungnahmen nur schleppend oder es möchte niemand zuständig sein (z.B. in Frankfurt/Main). Vielsagend ist die Absage aus Bremen: dort lehnte man uns am Telefon mit der Begründung ab, kurz vor dem Kirchentag im Mai einen Imageschaden durch unsere Kampagne zu befürchten. Die Rückmeldungen weiterer Städte stehen noch aus.

Die Reaktionen der Verkehrsbetriebe, eure Spenden und das rege Presseecho zeigen die Relevanz unserer Kampagne deutlich, so dass wir auf jeden Fall weiter machen. So viel sei gesagt: wir haben vielversprechende neue Ideen, das gesammelte Geld im geplanten Sinne einzusetzen. Ihr dürft also gespannt sein – über jede Form der Unterstützung freuen wir uns weiterhin. Vielen Dank an dieser Stelle auch für die zahlreichen Angebote, auf die wir zum Teil sicher noch zurückkommen werden. Bleibt dran!

Darüber hinaus prüfen wir derzeit, ob juristische Schritte aussichtsreich sind. Da wir aber nur ungern Streit beginnen wollen, liegt der Fokus weiterhin auf unserer fröhlichen Botschaft, mit der wir bald in einen dogmenfreien Frühling starten werden.

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  • 1. Angst vor Atheisten : Mal&hellip  |  8.04.09 at 12:30

    [...] Die feigen Verkehrbetriebe Berlin, München, Stuttgart, Dresden, Potsdam, Hamburg, Leipzig, Dortmund, Regensburg und Bremen weigern sich, ihre Busse mit dem Slogan “Es gibt (mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichk…. [...]

  • 2. voltaire  |  8.04.09 at 12:30

    Warum nicht mit dem Geld eine Großdemo oder einen Weltatheisten-Tag organisieren ? Das sollte weiterhin Aufmerksamkeit erwecken in der Öffentlichkeit. Viell. gibt es auch namenhafte Bands die sich ebenfalls zu einer freien Weltanschauung bekennen…

    Gerichtliche Schritte ? Ob das was bringt, zudem in fast jedem Gerichtssaal ein Kreuz hängt, das Urteil dürfte in allen Fällen klar sein… :-( Aber gut versuchen könnte man es, vorallem in Bezug auf die EU-Richtlinien.

    Desweiteren fällt mir hier noch Plakatwerbung mit dem Flugzeug oder gar Zeppelin ein. Oder was ist mit einer LKW-Flotte eines Spediteurs ?!

    Desweiteren sollten “wir” auf Solidarität setzen, gibt es andere Verbände, die uns offen gegenüber stehen ?!

  • 3. Keine Atheisten-Busse | k&hellip  |  8.04.09 at 13:57

    [...] Link [via] [...]

  • 4. Quasipresseschau 215 | NI&hellip  |  8.04.09 at 19:45

    [...] Inhalten scheinbar niemanden stören, wird eine Aussage, die solchen Glauben infrage stellt als unzumutbar eingeschätzt. [...]

  • 5. KB » Blog Archive &&hellip  |  8.04.09 at 23:04

    [...] Wenn nur Kirchen werben dürfen Written by Kai Bojens on 08. April, 2009 – 23:04 Wenn Kirchen für ihren Glauben werben wollen, ist das kein Problem für öffentliche Verkehrsbetriebe, wie man auf dieser Seite weiter unten sehr gut sehen kann. Wenn Atheisten allerdings freundlich darauf aufmerksam machen wollen, dass dieses Glaubensdingens vielleicht nicht von jedem geteilt wird, knicken die Verkehrsbetriebe schneller ein als freistehende Buchen bei Windstärke 12: “Obwohl Werbung mit religiösen Inhalten in Deutschland fast überall zugelassen wird, haben wir nach den Rückziehern aus Berlin und München auch von den Verkehrsbetrieben in Stuttgart, Dresden, Potsdam, Hamburg, Leipzig, Dortmund, Regensburg und Bremen definitive Absagen für unsere Slogans erhalten. Aus vielen anderen Städten kommen verbindliche Stellungnahmen nur schleppend oder es möchte niemand zuständig sein (z.B. in Frankfurt/Main). Vielsagend ist die Absage aus Bremen: dort lehnt man uns offiziell mit der Begründung ab, kurz vor dem Kirchentag im Mai einen Imageschaden durch unsere Kampagne zu befürchten. Die Rückmeldungen weiterer Städte stehen noch aus.” (Seite) [...]

  • 6. es gibt (wahrscheinlich) &hellip  |  9.04.09 at 11:36

    [...] muss wieder zu fuss gehen (taz), der stand der dinge [...]

  • 7. Evoluzzer  |  9.04.09 at 15:26

    Hier

    http://www.derwesten.de/nachrichten/wr/2009/4/2/news-116073122/detail.html

    steht, dass die Verkehrs-AG Essen mitmachen würde, aber zur Zeit des Artikels (1. April, war hoffentlich kein Scherz) noch nicht gefragt worden sei.

    Habt Ihr das mittlerweile nachgeholt?

  • 8. Peder  |  9.04.09 at 17:54

    Die Anfrage an Essen ist rausgeschickt, vor Ostern kam aber noch keine Reaktion. Wir sind gespannt ;-)

  • 9. Max  |  11.04.09 at 16:39

    Dabei hätten die Berliner Verkehrsbetriebe das Geld so bitter nötig:
    http://www.tagesspiegel.de/berlin/BVG-Sanierung;art270,2754433

  • 10. Thomas  |  12.04.09 at 09:56

    Gibt es bereits Kontakt nach Hannover?

  • 11. Thomas  |  12.04.09 at 09:59

    Wie geht es denn mit den T-Shirts und weiteren Werbeartikeln voran?

  • 12. Rudi  |  14.04.09 at 09:00

    Es ist eine Sache (und natürlich absolut notwendig und richtig), den Rechtsweg gegen die Ablehung der Verkehrsbetriebe zu verfolgen.

    Eine andere Sache, und ebenso notwendig, ist, Alternativen nicht nur anzudenken, sondern tatsächlich zu gehen. Das wurde hier schon ein paar Mal angeregt: ERSETZT DIE BUSSE DURCH TAXIS. Taxis kommen weit rum, stehen an Haltestellen. sind weitaus günstiger.

    Anlssich der Aussagen von Herrn Mixa zum Atheismus (= Massenmord) tut die Kampagne wirklich not! Nicht warten. HANDELN!

    Gruß aus Berlin,
    R

  • 13. Manu  |  14.04.09 at 09:27

    Ich mache mal etwas anderes:
    Ich wünsche euch, dass ihr weiterhin kläglich scheitert. Denn ihr fügt euch und vielen anderen erheblichen Schaden zu mit eurem Atheismus-Wahn.

  • 14. Ulrich  |  14.04.09 at 10:02

    Eigentlich ist es doch egal, was ein Herr Mixa sagt. Eigentlich ist es doch egal, was ein Papst sagt. Die dürfen wie alle ihre Meinung sagen, sind dabei aber meist realitätsfremd und schießen über das Ziel hinaus, weil sie denken, sie hätten die Weisheit mit Löffeln gefressen. Und die breite Masse, die Schäfchen, die hören halt darauf. Beati pauperes spiritu. Wehe, wenn die Indoktrination nicht mehr die breite Masse erfasst.

    Wir sind noch nicht so weit. Wir können froh sein, dass wir überhaupt schon so weit sind. Und wir dürfen froh sein, dass wir überhaupt die Möglichkeit haben, eine derartige Kampagne zu starten. In islamischen Ländern würde das “Kopf ab” oder was auch immer bedeuten. Denn Toleranz, die Kraft, auch einmal eine andere Meinung zu akzeptieren, haben die Kirche und diejenigen, die ihr nahe stehen, noch nie gehabt; das wird auch so schnell nicht geschehen. Religionen brauchen keine Menschen, die denken, sie brauchen Menschen, die folgen und gehorchen … und die kriegt man einfach nicht dazu, Kritik einzustecken oder diese gar in der Öffentlichkeit durch die Städte zu fahren.

    Irgendwann klappt es und es finden sich offene und clevere Werbeträger, die den Mut haben, auch mal den Mund aufzumachen. Wir sind so weit gekommen, und wir kommen auch noch weiter.

    Das Wichtigste ist, dass wir uns nicht den Mund verbieten lassen.

  • 15. Evoluzzer  |  14.04.09 at 10:10

    @Manu

    Warum dieser Hass? Warum dürfen Menschen nicht eine andere Meinung haben als Du?

    Du bist Dir vermutlich absolut sicher, dass es Gott gibt und dass wir Atheisten alle in der Hölle landen. Wäre doch Strafe genug. Ich bin mir absolut sicher, dass es ihn nicht gibt und dass mein Bewusstsein mit dem Tod endet. Du führst weiter Deine Webseite mit Deiner Ansicht, und wir kleben ein paar Plakate mit unserer Ansicht, die im übrigen niemanden persönlich angreift, anders als manch katholischer Bischof.

    Wo ist das Problem? Soll sich doch jeder seine eigene Meinung bilden. Muss man denn ständig nachtreten?

  • 16. Manu  |  14.04.09 at 15:32

    @ Evoluzzer:
    Wenn mein Glaube in den Schmutz gezogen wird - in welcher Form auch immer - dann kann und werde ich das nicht einfach hinnehmen.
    Wenn “Atheisten” meinen die ganze Menschheit in die Hölle treten zu müssen, dann ist es als Bürger mit Anstand und Moral meine Pflicht, Menschen wie dir und den anderen “Atheisten” so gut wie möglich Einhalt zu gebieten.

  • 17. Stefan  |  15.04.09 at 15:55

    @Manu:

    Nu bleib mal ganz cool und nüchtern sachlich!
    Die Buskampagne zieht niemanden in den Schmutz. Auch wird kein Glaube angegriffen.
    Es wird nur der Standpunkt (”Nichtglauben”, “Atheismus”, “Bekenntnislosigkeit”) vieler Menschen unserer Gesellschaft schriftlich formuliert und auf ein Plakat gedruckt.

    Das tritt auch niemanden in die “Hölle”.

    Du solltest Dir mal überlegen, ob Dein Verhalten nicht einen Angriff auf “Andersgläubige” darstellt.
    Du verhältst Dich äußerst unchristlich.
    Geh in Dich und denk mal in Ruhe und ohne Eifer darüber nach!

  • 18. Stefan  |  15.04.09 at 15:57

    @ Manu:

    PS: Gerade als “Bürger mit Anstand und Moral” wäre es Deine Pflicht, die Meinung anderer zu respektieren, auch die gedruckte und auf Plakaten veröffentlichte Meinung.
    Du verhältst Dich also auch gegen Anstand und Moral und gegen unsere Verfassung.

  • 19. Einstein-Hitler-Kopfgeld-Gleichung  |  15.04.09 at 17:23

    Frage an Herrn Wolfgang Huber :
    wie heißt die Einstein-Hitler-Kopfgeld-Gleichung ?
    Antwort :
    e = m * c- quadrat

  • 20. Manu  |  15.04.09 at 18:30

    Und? Stefan?
    Du verhälst dich auch gegen eine Verfassung. Nämlich gegen Gottes Verfassung!

  • 21. gute Idee  |  15.04.09 at 18:39

    >>Und? Stefan?
    >>Du verhälst dich auch gegen eine Verfassung. Nämlich gegen Gottes Verfassung!

    Das ist auch gut so, ansonsten wuerde Stefan jeden umbringen der Samstags arbeitet, wuerde Sklaven halten, Leute verbrennen, die mit ihrer Schwiegermutter geschlafen haben und jeden steinigen der ein Hemd aus zwei verschiedenen Stoffarten traegt.

    So steht das in der Bibel, und das ist schliesslich Gottes Verfassung.

    Oder irre ich mich da, Manu?

  • 22. Manu  |  15.04.09 at 18:50

    Ich verkneife mir jede Antwort, da du jede Antwort nicht so verstehst, wie es sinnvoll für dich ist.

    In diesem Fall ist es nicht gut, wertvolle Perlen vor die Sau zu werfen.

  • 23. gute Idee  |  15.04.09 at 19:03

    Was gibt es da falsch zu verstehen? Das ist Gottes Wort, schwarz auf weiss. Laesst nicht sonderlich viel Spielraum fuer interpretation zu.

    Warum will Gott meinen oeffentliche Hinrichtung durch Steinigung, wenn ich ein Hemd aus zwei verschiedenen Stoffen trage? Die Antwort interessiert mich uebrigens wirklich. Hier ist deine Chance mich mit einer guten Antwort zu verblueffen und mich zum wahren Glauben zu bekehren.

  • 24. Agnostiker  |  16.04.09 at 20:46

    @22. Manu: Um mal Peter Alexander falsch zu zitieren: Die Bibel ist kein Wunschkonzert. Als bibeltreuer, auf Erlösung hoffender Christ kann ich mir doch nicht raussuchen, was ich gut oder blöde finde in der Bibel.
    Aus meiner Sicht weichst du einer Diskussion aus, weil dir Argumente fehlen und/oder du Gefahr läufst, zu viel über deine eigenen Aussagen nachzudenken.

  • 25. Stefan  |  17.04.09 at 13:00

    @Manu:
    “Und? Stefan?
    Du verhälst dich auch gegen eine Verfassung. Nämlich gegen Gottes Verfassung!”

    Wieso das denn?
    Weil ich Dich auffordere, Respekt vor anderen zu haben und Andergläubige oder Nichtgläubige nicht anzugreifen und zu bekömpfen, wie Du hier ankündigst?

    Was ist daran verwerflich?
    Bitte eine präzise Antwort!

  • 26. Martin  |  22.04.09 at 15:53

    Besonders daneben finde ich, das derzeit in den Bahnen der Linie U2 in Hamburg auch noch Werbung der “Christian Science” Sekte zu finden ist.
    Werde den Verkehrsbetrieben meine Mißbilligung und meine “Beleidigtsein” mitteilen.

  • 27. Thomas  |  23.04.09 at 23:12

    Ich finde die Atheisten kampagnen super, inklusive Brights, Giordano Bruno Stiftung & Co. !!! Weiter so =)

  • 28. simons.cat  |  9.05.09 at 12:08

    soviel zur freien meinungsäußerung….unglaublich mit wie viel erfurcht die auf einmal alle gefüllt sind…sind doch sonst nich so….

  • 29. Ursula  |  31.05.09 at 23:04

    @ Manu Bitte bleib mal locker. Als Christin solltest du anders reagieren. Ich bin auch Christin, aber ich finde, daß wirklich jeder seine Meinung öffentlich sagen kann. Nur, wo die Gefahr besteht, daß die Demokratie gefährdet ist, da muß eingeschritten werden. Am heutigen Pfingstfest erinnere ich an die Gaben des Geistes: “Der Geist Gottes dagegen läßt als Frucht eine Fülle von Gutem wachsen, nämlich: Liebe, Freude und Frieden, Geduld, Freundlichkeit und Güte, Treue” Gott segne dich.
    @ gute Idee Ich frage mich, ob du das selbst in der Bibel gefunden hast oder von anderen. Bei ersterem: mein Kompliment. Ich kenne das natürlich, mußte es jetzt aber doch mal suchen: 3. Mose 19, 19 und 5. Mose 22, 11. Also im Zusammenhang lesen. Noch ein interessanter Vers als Sicherheitsbestimmung: Vers 8 in letzter Stelle.
    Zum ersten: hier wird in keiner Weise irgendeine Strafe verhängt oder verlangt, schon gar keine Todesstrafe. Also keine falsche Interpretation oder Schlußfolgerung. Warum das so gesagt wird, weiß ich auch nicht genau. Aber solche Gesetze zum Ritus und zur Lebensform des Volkes Israel gelten für uns Christen heute nicht mehr. Obwohl es immer gut ist, mal so darüber nachzudenken. Wir haben die 10 Gebote und darüber sollten wir wohl mehr nachdenken für unser Leben.
    So weit meine Antwort. Ob ich dich damit zum “wahren” Glauben bekehre? Wohl kaum, und ich kann das auch nicht. Das kann nur Gottes Geist, wenn wir uns ihm öffnen. Dann kommen wir vom Zweifeln zum Staunen. Also: Fragen sind immer erlaubt. Weiterhin alles Gute!

  • 30. Timmi  |  1.06.09 at 00:00

    @29.Ursula:
    Also im Zusammenhang lesen.[...]hier wird in keiner Weise irgendeine Strafe verhängt oder verlangt, schon gar keine Todesstrafe. Also keine falsche Interpretation oder Schlußfolgerung.
    Tu tust so, als seien GuteIdees indirekte Bibelzitate eine Ausnahme, die zudem noch aus dem Zusammenhang gerissen wurde. “Komplimente”, dass sie/er es geschafft hat, eine unangenehme Passage in der Bibel aufzuspüren?
    Lest verdammt nochmal die verdammte Bibel! Sie besteht zu gut 90% aus abscheulichen Grausamkeiten und absurden, hohlen Wüstenmärchen. Die restlichen 10% sind landwirtschaftliche Tipps, Tipps zur Sklavenhaltung und ähnlich zeitgemäßes Zeug.
    Die Gesetze gelten für uns nicht mehr?? Sagt wer, und auf welcher Grundlage? Sklaverei, Vergewaltigung und Völkermord waren zur Bronzezeit super und gottgefällig, aber heute nicht mehr? Warum denn nicht? Die Bibel schreibt allerhand vor, was wir Menschen heute nicht mehr akzeptieren. Suche mal in der Bibel nach Regelungen, z.B.:
    - wie behandelt man weibliche Kriegsgefangene? Wann darf man diese vergewaltigen?
    - wie markiert man einen Sklaven auf Lebenszeit?
    - was ist das Leben eines Sklaven wert? (i.S.v. Schadenersatz, wenn man den “Knecht” des Nachbarn mal beim Ausparken überfahren hat)
    Und so weiter und so fort. Dieses Drecksbuch ist randvoll mit diesem Zeug.

    Die vielen sachlichen Fehler sind ein Thema für sich. Um Gedanken und Diskussion anzuregen:
    - wenn ich um ein Becken mit zehn Ellen Durchmesser herumlaufe und es abmesse: wie lang ist der Umfang
    - würdest du einen Hasen als Wiederkäuer einordnen? Dein allwissender “Schöpfer” macht genau das
    - weisst du, in welcher Saison ein Feigenbaum Früchte trägt? Dein allwissender Schöpfersohn-Zombie wusste es auch nicht.
    Mir reicht es jetzt. Gute Nacht.

  • 31. Timmi  |  1.06.09 at 00:10

    Eins noch, Ursula:
    Wir haben die 10 Gebote und darüber sollten wir wohl mehr nachdenken für unser Leben.
    Fangen wir doch mal an. Schlag’ doch mal deine zehn Gebote in der Bibel nach und zitiere sie hier mal.
    Schreib’ neben jedes der Gebote deine Gedanken, warum das jeweilige Gebot für richtig hältst.
    Und dann schreib’ zum Schluss noch einen Satz hin, warum du die Gebote für vollständig hältst. Und dann - sei doch so lieb - noch einen Satz, warum du meinst, dass die Gebote von einer höheren Intelligenz stammen.

    Das klingt zwar zynisch, aber ich meine es wirklich ernst: mich würde es interessieren. Und ich denke, die Übung (Gedanken über diese Texte, die du verehrst) wäre auch in deinem Interesse.

  • 32. Ursula  |  2.06.09 at 00:17

    @ Timmi (30+31) Also, bei Dir geht alles schön durcheinander. Natürlich könnte ich die zehn Gebote aufschreiben und auch noch, was ich darin wichtig erachte. Das würde aber viel zu lange. Lies sie doch bitte erst mal nach: 2. Mose Kapitel 20. Ich könnte dir gerne näher Auskunft geben, aber so ein Forum ist nicht dazu da. Also: gerne gebe ich persönlich Antwort.
    Ansonsten komme ich bei Deinen Ausführungen echt nicht mit. “Hase” steht in der Übersetzung Luthers und meint wohl eher einen Klippdachs. Aber das ist ja wohl nicht so wesentlich. Lies doch bitte einmal ganz unvoreingenommen ein Evangelium. Keine Verse raussuchen, sondern im Zusammenhang. Beim Lesen ist es ja immer wichtig, wirklich sich in den Schreiber zu versetzen. Du wirfst hier leider auch das Alte und Neue Testament durcheinander. Aber auch das Alte Testament spricht viel mehr von Gottes Fürsorge, seine Liebe und Geduld. Manches erscheint für uns heute allerdings befremdend. Und die Gebote für Rituale im jüdischen Gottesdienst gelten doch heute nicht mehr.
    Wieso hat GuteIdee eine unangenehme Passage in der Bibel gefunden? Eher eine ungewöhnliche, die wir heute nicht mehr ganz zuordnen können und auch nicht müssen. Auch viele der anderen Stellen, die Du anführst, sind gerade nicht mehr für uns relevant. Aber dafür gibt es ganz viele andere, die uns im Leben helfen und uns Gott zeigen. Ich lese die Bibel gerne und finde es schade, daß Du so schlimme Worte über sie gebrauchst (die ich hier nicht wiederhole, weil ich sie sowieso nicht in meinem Wortschatz habe). Also, nun wurde es doch noch lang. Machs gut.

  • 33. Fridolin  |  2.06.09 at 00:59

    Es wird den Atheisten ja vorgehalten, ohne Gott nicht moralfähig zu sein.

    Die 10 Gebote kennt jeder - es wird nicht erwartet dass sie nochmal abgetippt werden. Eine kurze Stellungnahme wie von Timmi angeregt wäre aber interessant.

    Atheisten halten die 10 Gebote für nicht unbedingt zeitgemäss.

    Es gibt verschiedene Entwürfe für moralische Richtlinien die ohne einen Gott auskommen.

    Ein Beispiel wäre zum Beispiel das hier:
    http://www.schmidt-salomon.de/bruno/human/manangebote.htm

    Das erste Angebot der Liste wird bei Christen auf wenig Verständnis stossen - ok - aber wie sieht es mit dem Rest aus?

    Atheisten sind halt der Teil der Gesellschaft, der auch ohne Gott gut sein will und kann.

  • 34. Ursula  |  3.06.09 at 00:49

    Bringe hier mal was aus einem anderen Block von mir
    @ an alle, die einmal andere Meinungen hören/lesen wollen, als die hier angeführten:
    schaut einmal rein bei: http://www.domradio.de/aktuell/artikel_3514.html oder bei Google: Gregor Gysi bei Domradio über Religion. Außerdem bei google: Humane Gesellschaft ohne Gott? Dort geht es bei “Cicero” zu einem Artikel von Andreas Püttmann.
    Also vor allem das Interview mit Gregor Gysi hat mich echt überrascht (das andere bei diesem Sender schaut besser nicht an, sonst regt ihr euch nur unnötig auf - denke ich mir, habe es aber selbst nicht angeschaut) Ich denke, daß bringt hier vielleicht neue Ideen - von einem Nichtgläubigen. Bin auf Reaktionen gespannt.
    @ Fridolin
    Habe die sogenannten “10 Gebote” von euch gelesen. Finde 7 und 8 gut. Andere auch zum Teil, habe aber noch nicht so genau durchgeschaut. Das erste dagegen macht als Einstieg die ganze Sache für mich eben nicht annehmbar. Und der Anfang ist wichtig.

    Nur mal eine Frage: kennt ihr wirklich die 10 Gebote? Das ist nun kein Zweifel an jemandes Intelligenz oder Kenntnis. Aber die meisten (auch Christen) fangen an mit: Du sollst, du sollst nicht. Aber sie beginnen mit der Tat Gottes:
    “Ich bin der HERR Dein Gott, der dich aus dem Land der Sklaverei geführt hat.”
    Das ist superwichtig. Denn ein Gott, der dies für ein Volk und den Einzelnen tut bzw. getan hat, hat sich als vertrauenswürdig erzeigt, als einer, der es wirklich gut meint. Schließlich will ich z.B. in den Bergen niemandem vertrauen, der keine Ahnung hat oder gar böswillig ist. Wieviel mehr ist es wichtig, wem ich meinen Lebensweg anvertraue. Auch und gerade, wenn es durch dunkle Täler und über schwierige Geröllhalden geht. Und die hatte ich schon reichlich. Aber Jesus ist wirklich ein guter Hirte.
    Alles Gute weiterhin!

  • 35. gute Idee  |  3.06.09 at 03:21

    @Ursula

    Meine Frage war eher: Viele Glaeubige sagen, die Bibel ist das Wort Gottes und kommt direkt von ihm. Wenn die Bibel das Buch Gottes ist, warum finden wir dann so wirres Zeug darin? Warum toetet Gott zb. alle neu geborenen Aegypter fuer die verfehlte Politik des Pharaos?

    “Eher eine ungewöhnliche, die wir heute nicht mehr ganz zuordnen können und auch nicht müssen.”

    Das hoert sich nach Rosinen picken aus. Woher weisst du welche Stellen “Gott nicht so gemeint hat”. Hast du mit Gott geredet? Hat er dir gesagt, dass er jetzt ploetzlich doch Sklaverei verurteilt? Warum hat er das nicht schon vor ein paar tausend Jahren getan?

    Mein Punkt, den ich damit eigentlich machen wollte ist: Moralische Werte haben wir nicht aus der Bibel. Die Bibel wurde in einer Zeit geschrieben, in der Sklaverei Salonfaehig und die Todesstrafe an der Tagesordnung war.

    Von Gleichberechtigung der Frau, tolerieren von Homosexuellen und aehnlichen Errungenschaften der Neuzeit findet man erstaunlich wenig in der Bibel. (und mit letzterem tut sich die PBC heutzutage immer noch sehr schwer bzw die Christen im bible belt siehe “god hates faqs” etc)

    Eine andere Frage die ich noch an dich haette ist: Warum zeigt sich Gott nicht einfach? Wuerde sich Gott offenbaren, dann koennten wir zumindest alle Religionskriege in der Welt beenden. Warum agiert Gott im Verborgenen? Warum spricht er nicht zu uns ganz offen? Ich sehe zumindest keinen logischen Grund fuer das Versteckspiel, es sei es gibt ihn gar nicht.

    Und eine Frage, die mich wahnsinnig interessiert, die ich aber leider hier noch nie beantworte bekommen habe ist: Wenn du ehrlich zu dir selbst bist, hast du nicht auch manchmal Zweifel an der Exitenz Gottes? Wenn ja, wie gehst du mit Zweifel um? Wie gehst du mit logsichen Widerspruechen um? Verdraengst du die oder machst du dir Gedanken darueber?

  • 36. Ursula  |  3.06.09 at 21:38

    @ 35 Gute Idee, möchte nur mal auf die letzte Frage antworten. Nein, ich hatte noch nie Zweifel an der Existenz Gottes. Das bedeutet nun aber nicht, daß ich noch nie sehr unglücklich war mit dem, wie es lief. Unser erstes Kind starb schon im Mutterleib. Da hatte ich Fragen. Ich habe schon so manche Krankheit durchgemacht, auch Krebs, das steckt man nicht mit einem Lächeln weg. Eine Freundin, die für blinde Kinder in Brasilien arbeitete, starb mit 50 Jahren an Krebs. Da habe ich Gott schon heftig gefragt: Wieso sie? Auch so manches andere verstehe ich nicht. Das verdränge ich nicht. Brauch ich auch nicht. Wenn du mal Klagepsalmen in der Bibel liest, da wird Gott ganz schön angeklagt. Und das Tolle dabei: Gott ist nicht beleidigt und die Menschen finden wieder aus dem finsteren Loch heraus. Mir ging es auch immer so. Meine Freundin übrigens hat nie daran gezweifelt, daß der Weg Gottes mit ihr auch durch die Krankheit gut ist. Dabei hätte sie so gerne noch gelebt - für die blinden Kinder. Aber auch im Glauben sind manche Menschen stark und andere nicht. Die Ärzte haben sich über sie gewundert. Ich war so 16, da hörte ich einen italienischen Prediger. Der hat in seinem Leben echt Furchtbares durchgemacht, bei den Nazis in Lager usw. Aber er hatte ein Bibelwort über sein Leben gesetzt aus dem Brief des Apostels Paulus an die Christen in Rom (die wurden zu der Zeit heftig verfolgt): “Wir wissen aber, daß denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Guten beitragen müssen.” (Römer 8, 28) Das hat mich damals echt umgehauen. In guten Zeiten kann man so etwas leicht sagen, aber in solchen Situationen? Und ob Du das nun glaubst oder nicht, dieses Wort schrieb mir ein Freund beim Tod dieses Kindes. Eigentlich ja ein “dicker Hund”, aber für ein Trost. Ich würde das nicht jedem schreiben, der gerade durch schlimme Situationen geht. Aber da war es schon richtig.
    ————-Übrigens sind Zweifel und Skepsis an sich überhaupt nicht falsch. Das bedeutet: ich schaue mir etwas aus einer Entfernung an, um es besser kennen zu lernen. Bei all den Angeboten heute sollten wir sicher eher öfter skeptisch sein. Und Gott hat nichts gegen Zweifler. Nur müssen wir ehrlich sein - auch im Zweifel. Wollen wir die Sache, der wir skeptisch gegenüberstehen, wirklich kennenlernen oder lieben wir den Zweifel? Wir müssen uns ja auch im Alltag immer irgendwie entscheiden.

    Ich kann hier nicht heute alles beantworten. Aber noch zu der zitierten Bibelstelle mit den zweifachen Stoffen. Ich habe darauf hingewiesen - mit Bibelstelle - daß dort nichts über steinigen oder sonst einer Strafe steht.
    Ansonsten jetzt eine gute Nacht!

  • 37. gute Idee  |  3.06.09 at 21:55

    danke fuer die Antwort! :-)

    Ich kann mir schon vorstellen, dass es teilweise einfacher ist, wenn man an einen Gott glaubt. Auch wenn man stirbte, man hat ja ohnehin ein ewiges Leben hat. Auch Freunde trifft man ja im Himmel wieder und mit der Ewigkeit verglichen sind ein paar Jahrzehnte Wartezeit ja nicht sonderlich lange.

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