Was ist atheistisch-sehenswürdig in eurer Stadt?
30.04.09 | Peder |
Für die Zusammenstellung der thematischen Busrundfahrten in den angesteuerten Städten sind wir noch offen für Anregungen. Interessant sind nicht nur kirchliche und religionshistorische, sondern auch wissenschaftliche, aufklärerische, atheistische Sehenswürdigkeiten. Wo hat wer gewohnt, liegt wer begraben, wo wurden Manifeste proklamiert, gab es Bücherverennungen, Inquisition, Erfindungen … ? Danke für eure Ideen!
51 Kommentare
1. Andreas | 30.04.09 at 15:13
“Atheistische Sehenswürdigkeiten” finde ich ein wenig weit her geholt. Es ist ja gerade das Wesen, dass man an nicht “glaubt”, das wird man doch nicht besonders hervorheben. Dann glaubt man ja schon wieder an etwas.
2. Agnostiker | 30.04.09 at 16:49
Zuallererst würde ich an den Zentralen jener öffentlichen Verkehrsbetriebe gaaaaanz laaaangsam vorbeifahren, die sich verfassungswidrig verhalten haben (Berlin zählt demnach z.B. nicht dazu, wohl aber Bremen).
Ja, das ist provokant, aber da Atheisten und Agnostiker sowieso bzw. höchstwahrscheinlich nicht in den Himmel kommen, können wir auch ruhig mal ein bisschen frech sein. Das zählt für mich auch zum Selbstverständnis eines öffentlich gelebten Nichtglaubens dazu.
3. Fred E. Wtal | 30.04.09 at 16:54
Ich muss misch schon wundern warum meine Stadt nicht zum Besuchsprogramm des Buses gehört, obwohl sie aus dem Weg zwischen Hagen und Essen liegt.
Im Tal der Wupper tummeln sich derart viele verschiedene Mormonen, Baptisten, Zeugen Jehovas, Freikirchler etc. und missionieren fleißig drauf los.
Schon Friedrich Engels bezeichnete das Wuppertal mit seinen über 80 (achtzig!) verschiedenen Sekten, treffend als das “Muckertal”.
In Wuppertal gibt es ausserdem ein ganz ausgezeichnetes “atheistisches” Denkmal. Im Engelshaus wird die Geschichte eines der engagiertesten deutschen Aufklärers und Kämpfer für den Fortschritt dokumentiert.
Friedrich Engels, der aus einer pietistischen Familie stammt, stemmte sich zeit seines Lebens gegen klerikalen Kleingeister und reaktionäre Gotteskrieger.
Zitat Engels:”Die Hohlheit ist längst dagewesen, denn die Religion ist der Akt der Selbstaushöhlung des Menschen; und ihr wundert euch, daß sie jetzt, nachdem der Purpur, der sie verdeckte, verblichen, nachdem der Dunst, der sie einhüllte, gestorben ist, daß sie jetzt zu eurem Schrecken ans Tageslicht tritt?”
Also kommt ins schöne Wuppertal, parkt den Bus neben der weltberühmten Schwebebahn und lasst euch durchs Engelshaus führen.
4. Peder | 1.05.09 at 07:41
Liebe Leute, ich kriege jetzt ganz ganz viele Mails, die fragen warum wir nicht zu ihnen kommen, warum wir so wenig im Osten sind u.ä. Es gab noch ein dutzend weitere Kandidaten, aber unsere Ressourcen sind begrenzt. Die Entscheidungen wurden daher nach Größe der Stadt und dem konkreten Engagement von Aktiven vor Ort gewählt. Schweinfurt, Rostock, Leipzig wären die nächsten Kandidaten gewesen, aber irgendwann muss man den Sack zu machen – und so etwas irgendwie demokratisch zu erheben zu wollen führt auch nicht weiter. DANKE dass ihr uns in eure Stadt wünscht, aber wir können nicht überall gleichzeitig sein und sind froh, wenn die Leute von Ort einen Teil der vielen Arbeit übernehmen.
5. Peder | 1.05.09 at 07:46
ESSEN – wer kann uns ein pressetaugliches Bild vom Bus dort erstellen? Bitte nehmt vorher einmal Kontakt auf, um die Details zu besprechen. mail {at} einheit-berlin(.)de
6. sapere aude | 1.05.09 at 09:34
Zunächst meinen herzlichen Glückwunsch zu dieser hervorragenden Idee einer Bustour!!!
Ich würde Euch gern vorschlagen auch einen Abstecher in eine der atheistischsten Städte Deutschlands zu machen: Der Stadt des berühmten sogenannten “Atheismusstreits”, der Stadt des “Gegenpapstes” Ernst Haeckel, der Stadt in der Karl Marx promovierte, die Friedrich Nietzsche gern besuchte, in der Schopenhauers Mutter begraben liegt und die Stadt in der der bedeutendste zeitgenössische deutsche Atheist zuweilen schöne Stunden verbringt.
Aber ich verstehe natürlich, dass Ihr Euch auf die wirklich wesentlichen Dinge beschränken müßt.
7. Theoderich | 1.05.09 at 18:25
Was ist “atheistsich”?
8. Gerrit | 1.05.09 at 19:22
Für Berlin empfehle ich das Museum für Naturkunde. Die haben bis zum 12.August eine große Sonderausstellung zu Darwin und der Evolutionslehre.
@Andreas: das hast Du wohl falsch verstanden
9. Michael C. | 1.05.09 at 19:46
Hannover: Denkmal für die “Göttinger Sieben” vor dem Landtag.
10. itz | 1.05.09 at 21:10
Tolle Idee!
Für NÜRNBERG schlage ich das Reichsparteitagsgelände vor. Wie wir dank Herrn Mixa wissen, trafen sich dort Atheisten schon vor 70 Jahren zu legendären Veranstaltungen.
Sarkasmus beiseite – folgende Route bietet sich an:
- Johannisfriedhof: schöner alter Friedhof und letzte Ruhestätte von Ludwig Feuerbach (für die Atheisten).
- Jakobsplatz: unweit des “Turm der Sinne” und zwischen kath. St Elisabeth Kirche und evang. St. Jakob Kirche (für die Skeptiker und diejenigen, die den Dialog suchen).
- Kornmarkt: Straße der Menschenrechte und Germanisches Nationalmuseum (für die Humanisten).
- Gewerbemuseumsplatz: Naturhistorisches Museum (für die Naturalisten).
-Wöhrder Wiese: Erfahrungsfeld zur Entfaltung der Sinne (für die Empiristen).
-Rechenberg: Feuerbach-Denkmal und Regiomontanus-Sternwarte (für die Rationalisten).
Leider geht die “Evolutions-Ausstellung” im Naturhistorischen Museum nur bis Mitte Mai. Und leider haben viele Museen montags geschlossen. Daher wäre eine Kooperation mit den genannten Einrichtungen natürlich wünschenswert!
Kleine Kritik am Rande: zwei Tage München und nur ein halber Tag Nürnberg? Immer diese Benachteiligung der Franken! Oder haben die Bayern Aufklärung nötiger?
Ich hoffe ich konnte ein paar Anregungen geben…
11. Wursthammer | 8.05.09 at 18:52
Also wenn Ihr in Münster vorbeikommt, macht halt an der Lambertikirche mit den 3 Käfigen der Wiedertäufer!
Die Geschichte dahinter ist ein wunderbares Beispiel wie menschenverachtend und barbarisch Religiöse Spinnerei sein kann.
Diktatur, Folter, Perversion, Mord und Todschlag inklusive! Alles das, was unsere christliche CDU/CSU heutzutage in Film, Fernsehen Internet und Computerspielen zensieren will…
Ausserdem quasi direkt daneben, das Rathaus wo der 30 jährige (Religions!-) Krieg beendet wurde, der damals halb Europa entvölkert hat.
Gruß,
Ralf
12. NineBerry | 10.05.09 at 02:30
Karlsruhe:
Bundesverfassungsgericht.
“Gott” in der Präambel des Grundegsetzes. Keine klare Trennung zwischen Religion und Staat im Grundgesetz. Kruzifixurteil.
Staatliches Museum für Naturkunde Karlsruhe
Denkmal für Karl Drais in der Beiertheimer Allee. Drais, der Erfinder der Draisine (Vorläufer des Fahrrads), der Eisenbahn-Draisine und eines Vorläufers der modernen Schreibmaschine. Drais war ursprünglich ein Adliger, der aber seinen Adelstitel niederlegte, als Demokrat die Revolution von 1848 unterstützte und dafür in den späteren Jahren vom Staat verfolgt wurde.
Universität Karlsruhe, eine “Elite-Universität”. Dort z.B. Heinrich-Hertz-Denkmal für den Entdecker der elektromagnetischen Wellen
Friedhof Neureut: Denkmal, das an die Waldenser und Hugenotten erinnert, die im 17. Jahrhundert wegen religiöser Verfolgung aus Frankreich nach Deutschland fliehen mussten.
Deserteurdenkmal im Gewerbehof
13. Thomas | 11.05.09 at 20:27
Hiermit mache ich auf folgende Aktion aufmerksam. Ich würde es gut finden, wenn Atheisten dieser Kampagne etwas von der Wahrheit erzählen. Ich habe bereits eine Email geschrieben.
http://www.aktion-kig.de/index.htm
Die Aktion besagt unter anderem:
Absoluter Schutz christlicher Symbole vor Blasphemie durch eine Reform des § 166 StGB: Die religiösen Empfindungen sollen respektiert, die Religionsbeschimp-fung soll bestraft werden, unabhängig davon, ob der öffentliche Friede gestört wird oder nicht.
Moment mal, “egal ob der öffentliche Friede gestört wird oder nicht” ????? Hab ich da richtig gehört ?
14. AdmiralT | 11.05.09 at 20:33
Das schlägt dem Fass den Boden aus.
Wenn das durchgehen sollte ist das das größte Armutszeugnis das je zustandekam.
15. Ex-Muslim | 17.05.09 at 16:09
Das Senckenbergmuseum in Frankfurt
16. vito | 17.05.09 at 16:57
In München auf jeden fall an den angrenzenden Strassen vom Marienplatz vorbeifahren. In der Gegend bewegen sich vorallem am wochenende die meisten Menschen!
Dort wird der Bus auch sicherlich am meisten Aufsehen erzeugen!
Und nicht zu vergessen, die Leopoldstrasse hoch und runter fahren!
17. Alex | 18.05.09 at 11:25
Hallo,
ist keine ‘Sehenswürdigkwitr’ im üblichen Sinne, aber etwas grad in Bayern Besonderes:
http://www.humanistische-schule.de/index.php?q=node/3
Und in Fürth, um die Ecke Eures Busstops Nürnberg.
18. Manfredinblack | 18.05.09 at 12:08
Naja, was immer auch gemeint ist: Ich arbeite in Düsseldorf und wüßte da nur das Heine-Haus. Infos unter http://www.heinehaus.de/
19. Frutex | 18.05.09 at 18:00
Angesichts der Tatsache, dass nicht einmal die größten Buchhandlungen Braunschweigs in ihrem Angebot Literatur etwa unter der Kategorie „Atheismus“ (auch nicht unter „Humanismus“, oder „Aufklärung“ ) vorrätig haben, wird auch dem tolerantesten Atheisten klar, wie notwendig es ist, in seinem persönlichen Umfeld Position zu beziehen. Deswegen bedauere ich es umso mehr, dass der Bus nicht durch Braunschweig fahren wird.
Ich möchte aber anregen, auch über eine Hymne der säkularen (aufgeklärten, evolutionären) Humanisten (ggf. als Hedonistenhymne) nachzudenken.
Mein Vorschlag hierfür wäre, als Text die nachfolgenden 4 Verse Heinrich Heines aus „Deutschland. Ein Wintermärchen“, Caput I) auszuwählen und diese etwa unter Verwendung der Melodie Martin Luthers „Eine feste Burg ist unser Gott“ zu vertonen.
Ein neues Lied, ein besseres Lied,
O Freunde, will ich euch dichten!
Wir wollen hier auf Erden schon
Das Himmelreich errichten.
Wir wollen auf Erden glücklich sein,
Und wollen nicht mehr darben;
Verschlemmen soll nicht der faule Bauch,
Was fleißige Hände erwarben.
Es wächst hienieden Brot genug
Für alle Menschenkinder,
Auch Rosen und Myrten, Schönheit und Lust,
Und Zuckererbsen nicht minder.
Ja, Zuckererbsen für jedermann,
Sobald die Schoten platzen!
Den Himmel überlassen wir
Den Engeln und den Spatzen.
Es wäre doch reizvoll den antisemitischen Luther mit dem Heine jüdischen Ursprungs zusammenzubringen.
20. Frutex | 19.05.09 at 07:57
Betr.: Hedonistenhymne
Vielleicht passt besser die Melodie von “Vom Himmel hoch, da komm ich her ….”
21. Jesus ist der einzige Weg | 22.05.09 at 05:46
Wie der Atheismus die biblische Wahrheit bezeugt!
Ja, verbal wird das Wort Gottes abgelehnt, aber inhaltlich bestätigt der Atheismus die biblischen Aussagen.
Das, was heute in der christlich geprägten westlichen Welt wächst und gedeiht, ist eine Bewegung, die von der Bibel für die Endzeit vorhergesagt ist.
Es kommt zum Abfall, dann zum Auftreten des Antichristen und schliesslich zur Wiederkunft Jesu in Herrlichkeit.
Es geschieht also aktuell “nur” das, was die Bibel vorhergesagt hat.
Niemand, der nicht an Gott glaubt, kann aufhören sich Sorgen zu machen. Bei Gott können wir die Sorgnelos werden.
22. Klaus | 22.05.09 at 09:56
In Rostock könnte man kurz Tycho Brahe gedenken:
Wikipedia….
Tycho Brahe hatte entscheidenden Einfluss auf das Wissenschaftsideal späterer Generationen und begründete mit seiner Arbeitsmethodik des immer exakteren Messens und immer wieder Nachprüfens den Arbeitsstil und die Methodik moderner Wissenschaft. Obwohl noch teils in Astrologie und christlicher Dogmatik beheimatet – jedoch weit weniger als sein Nachfolger Kepler – war er in seiner wissenschaftlichen Vorgehensweise seiner Zeit um Jahrzehnte, wenn nicht Jahrhunderte, voraus.
Sein Beobachtungsschatz, festgelegt unter anderem in den Rudolphinischen Tafeln und später herausgegeben von Kepler, war Grundlage nicht nur für Keplers Theorien, sondern auch für Isaac Newton, der seine Theorie der Gravitation fast ein Jahrhundert später auf diese Beobachtungswerte stützte[11]. Obwohl Brahe noch kein Fernglas kannte, waren seine Messwerte die verlässlichsten auch noch viele Jahrzehnte nach ihm.
Als Ironie der Geschichte erscheint es, dass gerade Brahe, der durch seine Arbeit ungewollt den Grundstein für den weiteren Ausbau und die Vervollständigung des heliozentrischen Weltbildes gelegt hatte, dieses Zeit seines Lebens ablehnte und bekämpfte.
Zitat Ende
Brahe war zwar meines Wissens nur Student in Rostock, aber die Stadt hat eine Tycho Brahe Sternwarte und es gibt irgendwo auch eine Gedenkplatte. Sonst wüsste ich der Stadt nicht viel atheistisches zuzusprechen. Abgesehen von breit gelebtem fröhlichen Unglauben
Ach ja…. Moritz Schlick, Philosoph und Kopf des sogenannten Wiener Kreises war in Rostock tätig. Er hat mit Einstein korrespondiert und, so wird gesagt, durchaus auch Einfluss auf die Interpretation der Einsteinschen Feldgleichungen. Es gibt glaube ich auch eine Moritz Schlick Gesellschaft, die sicher weiterhelfen kann, falls ihr ihm einen Besuch abstatten wollt und nicht wisst, welchen Punkt man da anläuft.
Artikel zu Schlick:
http://www.faz.net/s/Rub163D8A6908014952B0FB3DB178F372D4/Doc~E20746C60F5794571B660B7AB2F650D9B~ATpl~Ecommon~Scontent.html
23. cbuffner | 22.05.09 at 10:46
In Frankfurt auf jeden Fall das Senckenbergmuseum. Den Bus kann ich mir prima unter dem Dinosaurier vor der Tür vorstellen. Außerdem gibt es dort aktuell einige Veranstaltungen zum Darwinjahr.
24. Thomas R. | 27.05.09 at 14:07
humanistische schule ist eine sehr gute idee.
weshalb wird denn die kampagne von den humanisten nicht unterstützt? weder ein hinweis auf deren homepage, noch ein link auf dieser homepage!?!
25. BÄDA | 27.05.09 at 20:52
Hier ein paar Stationen für München
In Schwabing:
Gustav-Landauer-Bogen
Gleich bei der Münchner Freiheit / Leopoldstraße
Erich-Mühsam-Platz
NICHT bei google-map !!!!!!!!!!!! Warum auch immer!!!!!!!
BEI MVV (sorry für die monsterlange Adresse!!!)
>>>>> http://www.mvv-muenchen.de/de/home/fahrgastinformation/efa/fahrtauskunft/index.html?&nameInfo_destination=invalid&itdDateDay=27&typeInfo_destination=invalid&x=0&typeInfo_origin=invalid&itOptionsActive=&y=0&anyObjFilter_origin=0&type_origin=any&placeInfo_destination=invalid&name_destination=&sessionID=0&target_url=%2Fde%2Fhome%2Ffahrgastinformation%2Fefa%2Ffahrtauskunft%2Findex.html&itdTimeMinute=49&requestID=0&command=&itdLPxx_help=&language=de&ptOptionsActive=0&placeInfo_origin=invalid&type_destination=any&itdDateMonth=05&execInst=normal&hiddendate=&itdTimeHour=20&anySigWhenPerfectNoOtherMatches=1&nameInfo_origin=invalid&name_origin=erich-m%FChsam-platz&stateless=1
DANN per Karteneingabe DRÜCKEN
Das grüne Fähnchen in der Clemensstr. ist der Erich-Müsam-Platz ….. ist halt klein
26. Manfredinblack | 29.05.09 at 06:45
Neben dem schon erwähnten Heine-Haus in der Düsseldorfer Altstadt wäre in der Nähe noch das Heine-Instutut (http://www.duesseldorf.de/heineinstitut/institut/index.shtml)sowie das Kommödchen (http://www.kommoedchen.de/).
Dazu, wir leben ja die Evolution, der Aqua-Zoo (http://www.duesseldorf.de/aquazoo/index.shtml)
27. Joku | 29.05.09 at 08:17
Bonn:
Also in Bonn würde sich das Museum König anbieten (www.zfmk.de).
Ein weiterer interessanter Standort, der viele Diskussionen verspricht wäre der zentrale Münsterplatz. Ich könnte mir vorstellen, dass dafür aber eine Genehmigung der Stadt erforderlich wäre.
Viel Spaß bei der Tour!
28. Die Aufklärung fängt gerade erst an | 31.05.09 at 08:08
In München:
Deutsches Museum.
29. Ursula | 31.05.09 at 08:27
@ cbuffner Verstehe nicht, wieso ein Dinosaurier ein Beweis gegen Gott ist. Er ist ein Geschöpf, das gelebt hat.
Hier geben sich viele Mühe, atheistische Stätten zu finden. Bei Heine wird das aber falsch gedeutet. Schönen Pfingstsonntag noch an alle.
30. TheMas | 31.05.09 at 08:57
Ich hab immer noch nicht ganz begriffen, was die vielen Wissenschaftler-Denkmäler mit “es gibt keinen Gott” zu tun haben.
Mit Wissenschaft meine ich nicht die Mittelstufen-Evolutions-Populärslogans, die Zufall als bewiesene Kausalität hernehmen, sondern exakte Wissenschaft, die sich auf rein deskriptive Sachen beschränkt, sich ihrer Grenzen bewußt ist und sich mit Kausalitäten enorm zurückhält.
Wieso halten die guten Leute bzw. ihre Denkmäler als “atheistische Sehenswürdigkeiten” nun für diese Bustour her?
Und (vielleicht bin ich NOCH dümmer):
Was sind atheistische Sehenswürdigkeiten?
Waidmannsheil auf den Fahrten und fahrt nüchtern, wach und vorsichtig,
Gruss
31. Stefan | 31.05.09 at 14:19
Für Mannheim empfehle ich das sehr schöne und hübsch gelegene Planetarium. Nebenan ist das Landesmuseum für Technik und Arbeit, das immerwieder hervoragende technisch-naturwissenschaftliche Ausstellungen organisiert (Bionik, Raumfahrt, etc.), aber auch eine Dauerausstellung zum Leben der Arbeiter in Mannheim bietet. Da ist auch ein großer Busparkplatz nebendran
32. Ursula | 1.06.09 at 00:21
@ 13 Thomas schreibt: “Moment mal, “egal ob der öffentliche Friede gestört wird oder nicht” ????? Hab ich da richtig gehört ?” Das sollte man vielleicht erst erklären. Bisher ist das so: wenn religiöse Symbole verunglimpft werden, wird das nur bestraft, wenn dadurch der öffentliche Frieden gestört werden könnte. In der Praxis: werden christliche Symbole verunglimpft, wird es nicht bestraft, weil Christen eben friedlich bleiben. Sie sind traurig, protestieren vielleicht und so. Stört eben niemand. Wenn aber z.B. muslimische Symbole (man denke an die Mohammedkarikatur) verunglimpft werden, ist das strafbar, da hier mit Gewalttaten zu rechnen ist. Das stört den öffentlichen Frieden. So ist das. Klar? Aber auch gerecht?
33. Ursula | 1.06.09 at 18:04
Muß noch mal nachfragen, wieso all diese Plätze atheistisch-sehenswürdig sind. Nur mal kurz herausgegriffen, was ich persönlich kenne, z.B. Deutsches Museum in München, Museum König in Bonn, Planetarium in Mannheim. Also sehenswürdig sind die alle und ich bin davon begeistert – als Christin.
34. Luecke | 1.06.09 at 18:11
@Ursula
In diesem Fall hat atheistisch eine andere Wortbedeutung… Es heißt quasi alles, was man als atheistisch verstehen kann. Darunter fällt Wissenschaft, religionskritische Philosophie bzw. Philosophen, theoretisch auch religionskritische Theologen, humanistische Denkstätten, “Religionspfer” im weitesten Sinn.
35. DRESDEN | 2.06.09 at 12:55
Von den DRESDNer Anhängern der FSM-Religion (Fliegendes Spaghettimonster) wurde eine Zeit lang der Nudelturm am Albertplatz als Versammlungs- und Pilgerstätte genutzt. Das finde ich so urkomisch – dort solltet Ihr halten und ein kurzes Gebet sprechen.
http://flickr.com/photos/51338933@N00/2202618752
36. Natalie | 4.06.09 at 19:04
Erlangen (in Nürnberg seid ihr ja schon)
–> Feuerbach Denkmal (nur ein Gedenkstein)
Er war Dozent in Erlangen.
Heute gibt es einen Gedenkstein, den ich so aber noch nie gesehen habe, weil er etwas außerhalb des Campus’ liegt.
37. Natalie | 4.06.09 at 19:06
naja –> er ist aber auch in Nürnberg begraben.
Passt ein riesiger Bus auf den Friedhof?
38. cbuffner | 5.06.09 at 15:36
@ Ursula
Interessant, dass Du denkst, Dinos seien für mich ein Beweis gegen Gott. Das habe ich zwar nicht behauptet, klingt für mich aber tatsächlich plausibel.
Es ist schon absurd, wie manche Christen die Dinos in ihr Weltbild hineinschustern:
http://www.christliche-autoren.de/dinosaurier.html
Da wird tatsächlich behauptet, die Dinos seien am 6. Tag der Schöpfung gemacht worden und sind damit selbstverständlich auch Menschen (nämlich Adam und Eva) begegnet. Dass sie vor Millionen von Jahren lebten sei keinesfalls bewiesen.
Dann hat Noah die Dinos auf die Arche verfrachtet und die haben auch die Sintflut überlebt. Wie die Dinos auf die Arche passten? Als Jungtiere natürlich.
Ganz ehrlich, Ursula: manchmal denke ich, dass ich auf einem anderen Planeten lebe als solche Christen.
39. Ursula | 5.06.09 at 22:31
@ cbuffner Nun, ich habe mich nur gewundert. Es geht doch in diesem Forum darum, wo es in einer Stadt atheistische Sehenswürdigkeiten gibt. Und
da hattest du den lieben Dino vorgeschlagen. Und genau das habe ich nicht verstanden. Eben weil sie für mich kein Beweis gegen Gott sind. Aber vielleicht dachtest du ja auch nur, daß er einen schönen Hintergrund abgibt. Also, nichts für ungut.
40. Dietmar | 6.06.09 at 09:14
Hann. Münden
Diese Stadt hat damals als erste in Deutschland “Judenfrei” gemeldet. Das ist doch ein historisches Plätzchen für einen Neubeginn für die Verfolgung von Gläubigen. Gibt es eine bessere Reklame für eine gottlose Welt als den Holocaust?
41. kolibri | 6.06.09 at 09:18
Verfolgung von Gläubigen? Du weißt schon, dass der Atheistenbus von den Christen verfolgt wird ^^
42. Ursula | 6.06.09 at 23:15
@ 43 kolibri Der Bus von Campus folgt eurem Bus, er verfolgt ihn nicht. Wie immer man diese Tatsache an sich sieht. Verfolgung ist etwas anderes. Es hat mit Gewalt zu tun. In Nordkorea zum Beispiel werden Christen (und bestimmt nicht nur sie) massiv verfolgt, ins Hunger- und Arbeitslager gesteckt, gefoltert usw. Ach, ich fühle mich (noch nicht) von Atheisten oder wem auch immer verfolgt. Sonst dürfte ich hier meine Meinung nicht schreiben. Hoffe, es bleibt so und wir können fair unsre Meinung austauschen.
43. DRESDEN | 6.06.09 at 23:16
Dietmar, Dein Vergleich ist nicht nur unangebracht und dumm, sondern auch intolerant und – mit Verlaub – widerlich.
44. Sommersonne | 8.06.09 at 15:48
@kolibri – “Verfolgung von Gläubigen?” Zu Verfolgung hat Ursula schon was geschrieben. Wer sind aber die von Dir zitierten “Gläubigen”? Etwa die Atheisten?
45. kolibri | 8.06.09 at 17:08
@ Ursula/Sommersonne
Das war ja auch nicht ernst gemeint.
Ich habe lediglich versucht nicht auf den haaresträubenden Beitrag von Dietmar ernshaft zu antworten, denn ein solcher Vergleich schreit einfach vor Dummheit und hätte keine richtige Antwort verdient. Aber DRESDEN (45) hat es ganz schön formuliert.
46. Dietmar | 9.06.09 at 07:40
@Dresden
Unangebracht: Ist es etwa angebracht, gegen Christen vorzugehen?
Dumm: Es erscheint mir sinnlos, ein überwiegend Atheistisches Land auch noch von der Nichtexistenz eines Gottes überzeugen zu wollen.
Intolerant: Intoleranzgesetze verbieten, nicht nur Christen, das Ausleben ihres Glaubens. Wo bin ich denn da intolerant???
Widerlich: Der Holocaust ist widerlich. 400 Millionen verfolgte Christen im 21. Jahrhundert sind ebenfalls widerlich.
47. Dietmar | 9.06.09 at 07:44
@kolibri:
Haarsträubend und provokativ, ja, aber nicht sehr weit hergeholt.
Christen dürfen in Deutschland nicht mehr offen ihre Meinung sagen. Siehe Christival in Bremen oder Forum in Marburg.
In Marburg wurden christliche Einrichtungen Beschädigt – 2009 – nicht im Mittelalter.
Was kommt denn als nächstes?
48. kolibri | 9.06.09 at 09:08
Nicht sehr weit hergeholt? Du vergleichst ernsthaft eine friedliche Kampagne von Atheisten mit dem Holocaust? Also da fehlen mir die Worte…
Atheisten gehen auf die Straße um zu erklären, dass es sie auch noch gibt und du als Christ fühlst dich schon verfolgt. Das würde ich eher als paranoid einzustufen.
In Deutschland werden 400 Millionen Christen verfolgt? DAS wäre mir wohl etwas ganz neues. Ich gehe davon aus, dass du auf Länder (zB China) ansprichst… ja, es ist widerlich, aber was hat das mit uns hier zu tun oder überhaupt mit der Kampagne – NICHTS.
49. DRESDEN | 9.06.09 at 12:44
@Dietmar, Du bist offenbar falsch informiert. Die Atheistenkampagne geht nicht gegen Christen vor. Sie möchte nur den schweigenden Ungläubigen ein öffentliches Forum geben – ich zum Beispiel fühle mich dadurch repräsentiert, trotzdem zähle ich auch einige Gläubige zu meinen Freunden. Könntest Du Dir vorstellen, dass ich gar nichts gegen Christen habe, sondern nur wie viele andere ihren Glauben nicht teilen kann?
Intoleranzgesetze? Klär mich bitte auf, welche sind denn das? Aber tu das in einem anderen Forum, darum gehts hier nicht.
Widerlich ist es eben auch, das Schicksal der Juden Europas im Holocaust zu benutzen, um Leute zu kritisieren, die nicht an Gott glauben – das ist unmoralisch und intolerant! Ich fühle mich dadurch echt angepisst.
50. muenchen | 9.06.09 at 17:28
hm. die mvg sitzt in münchen in der emmy-noether-str. 2 (da gibt’s quasi einen ganzen ‘swm-block’, mit dem rest der swm (stadtwerke münchen), das ist die mutter der mvg), das ist nicht so zentral, aber relativ nah am mittleren ring im norden/nordwesten, d.h. wenn man von der a8 oder a9 kommt koennte man da vorbeifahren und vielleicht mal ‘ne schleife drehen.
stroeer, die firma die die werbung fuer die mvg managed sitzt in der franziskanerstr. 14, das ist in der naehe des rosenheimer platzes, also quasi in der verlaengerung von marienplatz zum dt. museum, da koennte man schon eher mal vorbeikommen.
am we wird wohl allerdings insbes. bei stroeer niemand sein…
bei der aufzaehlung an intelligenten menschen musste ich an albert einstein denken. der wuchs in der adlzreiterstr. ecke lindwurmstr. auf (recht zentral, naehe sendlinger tor). allerdings ist da nichts gedenkmaessiges, ist sogar schwer das richtige gebaeude auszumachen…
im alten suedfriedhof (ebenfalls naehe sendlinger tor – und uebrigens wirklich sehenswert) liegen unmengen von bekannten namen. eine liste gibt es z.b. hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Alter_Südfriedhof .
was richtig atheistisches faellt mir allerdings nicht ein.
an der staatskanzlei zumindest vorbeizufahren (karl-scharnagl-ring) halte ich aber fuer eine gute idee.
das erzbistum münchen/freising befindet sich wohl nicht an einem kompakten ort. fährt man allerdings die kurze schleife lenbachplatz->maxburgstr->karmeliterstr->pacellistr->kardinal-faulhaber-str->salvatorstr->rochusstr->pacellistr->lenbachplatz, duerfte man damit an einem ganzen haufen der wichtigeren amtssitze vorbeigefahren sein.
danach wuerde sich anbieten vom lenbachplatz aus ueber den platz der opfer des nationalsozialismus und odeonsplatz die ludwigstr. bis zur münchner freiheit zu fahren (pflichtstrecke!
faehrt man die ludwigstr. wieder zurueck (waer sicher nicht unsinnvoll), koennte man auch schoen in die von-der-tann-str. einbiegen, die dann zum karl-scharnagl-ring/staatskanzlei fuehrt.
interessant waere wie schon von vito erwaehnt die schleife rindermarkt->marienplatz->altes rathaus->viktualienmarkt. fuer busse, stadtrundfahrten und taxis ist das wohl kein problem – man muss da natuerlich sehr sehr langsam und vorsichtig fahren…
wahrscheinlich waere erst die marienplatz-schleife, dann oberanger->sendlinger-tor->sonnenstr->stachus->lenbachplatz, dann die ‘erzbistum-schleife’ und anschliessend ludwigstr. eine gute route mit sehr hohem gesehenwerden-faktor.
ansonsten gaeb’s natuerlich unmengen an klar theistischen orten (dom, unmengen von kirchen, das juedische zentrum am jakobsplatz, und der gotzinger platz an dem die sendlinger moschee gebaut werden soll)… aber die sind halt alle langweilig…
51. Ursula | 10.06.09 at 21:16
@ Kolibri: Also 400 Mill. Christen können in Deutschland nicht verfolgt werden – bei 80 Mill. Einwohnern. Das war sicher nicht gemeint, sondern weltweit. Christen werden aber bei uns schon leicht angegriffen, wenn sie nicht im allgemeinen Strom mitschwimmen – nein, nicht verfolgt. Und die Buskampagne verfolgt sie ja nicht. Hoffe, daß es hier wirklich friedlich und tolerant zugeht. Wer miteinander einer Meinung ist, braucht nicht tolerant zu sein. Alles Gute!