EVAG in Essen zieht unsere Werbung zurück

6.05.09 | Peder |

Heute erreichte uns eine Absage für unsere Werbung in Essen. Wir zitieren die Stellungnahme des stellvertetenden Pressesprechers der EVAG ungekürzt im Wortlaut:

„Die Ankündigung auf www.buskampagne.de, dass die EVAG diese Werbung schalten würde, hat zu massiven Beschwerden einzelner Kunden geführt, die sich in ihrer Weltanschauung gekränkt fühlen und deshalb die Dienstleistung der EVAG zukünftig nicht mehr in Anspruch nehmen wollten.
Diese Beschwerden legen die Vermutung nahe, dass die EVAG mit Umsatzeinbußen und Kündigungen von Abonnements rechnen müsste. Als kommunales Unternehmen mit den bekannt schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen können wir diese Umsatzeinbußen nicht in Kauf nehmen.

Wir müssen deswegen die Zusage vom 28.04.09 korrigieren. Diese Entscheidung wird vom Vorstand der EVAG getragen.

Olaf Frei, Stellv. Pressesprecher“

Interessant ist dabei, dass sich der EVAG-Pressesprecher Hoffmann vorher bei verschiedenen umliegenden Gemeinden (auch der jüdischen und muslimischen) erkundigt hatte, ob es dort Bedenken gegen die Kampagne gäbe. Auch der örtliche katholische Sektenbeauftragte und der Generalsekretär des Zentralrats der Juden sahen die Sache gelassen.

Da neben Spiegel online und n-tv bis dahin nur relativ wenige Medien berichtet hatten (dpa hatte erst am Dienstag nachgezogen), fragt man sich, ob die „sponatne Empörung“ nicht vielmehr von interessierten Leuten kam, die die Entwicklung der Kampagne genau verfolgen.

Zur Pressemitteilung der EVAG

89 Kommentare Einen eigenen verfassen

  • 1. Kurt Ehrke  |  6.05.09 at 13:16

    Ich habe es gewußt: Die Essener machen so etwas auch nicht mit.
    Es wäre auch für mich unvorstellbar, dass meine zweite Heimat sich als einzige Stadt in Deutschland für so etwas hergeben sollte.

    Kurt Ehrke
    Vorstand i.R. der Essener
    TRIMET ALUMINIUM AG

  • 2. Kai  |  6.05.09 at 13:26

    Was ist denn jetzt eigentlich aus dem Rechtsweg geworden? Hab zuletzt immer nur etwas davon gelesen, dass der geprüft würde?!

  • 3. Sentient6  |  6.05.09 at 13:58

    Ich glaub das echt nicht. Was für ne fadenscheinige Ausrede dafür, dass man plötzlich kalte Füße bekommen hat, weil man als einzige Stadt dasteht. Die Angst vor dem “heiligen Zorn” der Gläubigen ist echt allgegenwärtig.
    Und die Hamburger Verkehrsbetriebe können auch lange erzählen, sie seien “der Neutralität verpflichtet”. Heute erst wieder in der U-Bahn gelesen: “Glaube an Jesus Christus, so wirst du gerettet”. Wie neutral!

  • 4. Peder  |  6.05.09 at 14:00

    Rechtswege dauern nunmal leider lange, wir sind da weiter am Ball und können dazu einfach noch nichts verlautbaren. Ergebnisse eines Rechtsweges würden wir ohnehin erst im kommenden Jahr haben. Unser erstes Anliegen ist es weiter, mit unserer Botschaft auf die Straße zu kommen, das andere läuft parallel weiter.

  • 5. Amazone  |  6.05.09 at 14:03

    Für eine Klage würde ich noch einmal extra spenden.

  • 6. Ralf  |  6.05.09 at 14:42

    Das kann doch eigentlich so schwer nicht sein, dass auch mal ein paar Leute bei den diversen Verkehrsbetrieben anrufen und sagen, dass sie nicht mehr mit denen fahren werden, wenn nicht endlich diese Ungleichbehandlung zw. religiöser und Areligiöser Werbung aufhört. Und dann mal abwarten, welche Gruppe den höheren Druck auf die Verkehrsbetriebe ausüben kann. (Ich wohne leider selber auf dem Land, wo es ohnehin praktisch keinen öffentlichen Nahverkehr gibt, sonst würde ich diesbezüglich aktiv werden)

  • 7. neune  |  6.05.09 at 14:42

    Ich ebenfalls.

    Könnten sich nicht die Essener Atheisten ebenso empört äußern, wie es die Gottesgläubigen tun.

  • 8. Marco  |  6.05.09 at 15:00

    …es ist nur richtig, dass ein land, welches Gott in der Präambel des Grundgesetzes hat, auf eine solche Werbung keine Lust hat.

    Und nur weil jemand etwas auf einen Bus kleben will, heisst ja nicht, dass es ein anderer da draufkleben möchte (geschweige denn sich sowas anzusehen).

    Zu Erinnerung:

    Im Bewusstsein seiner Verantwortung vor Gott und den Menschen, von dem Willen beseelt, als gleichberechtigtes Glied in einem vereinten Europa dem Frieden der Welt zu dienen, hat sich das Deutsche Volk kraft seiner verfassungsgebenden Gewalt dieses Grundgesetz gegeben.

  • 9. Kurt Wolf  |  6.05.09 at 15:08

    gott sei dank, daß eure primitive und intellektuell armselige einflußnahme gegen christen nicht auch noch per “öpnv” (knete durch schwere maloche ?? habt Ihr ja anscheinend satt) verbreitet wird. ich schlage zur ergänzung und wegen eurer angeblichen “neutralität” vor, daß ihr noch auf dem werbebanner nach dem wort “gott” auch noch “und keinen allah” hinzufügt !!! aber dazu seid ihr sicherlich zu feige, denn rücksicht auf andere meinungen gibt es diesbezüglich nur innerhalb der auch euch schützenden chistlichen lebensregionen. vorschlag: fangt mit der ergänzung “allah” zuerst in istambul, teheran und islamabad an, ihr anti-glaubenskrieger. der islam wird sich dann schon um euch bemühen.

  • 10. Schaf  |  6.05.09 at 15:12

    Im Grundgesetz steht aber auch:

    Artikel 3
    (3) Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.

    Und Artikel 4

    (1) Die Freiheit des Glaubens, des Gewissens und die Freiheit des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses sind unverletzlich.

    Ich finde die Unterstützer dieser Kampagne sollten in den absagenden Städten ebenfalls mit boykott drohen.

  • 11. Ralf  |  6.05.09 at 15:32

    Womit dann bewiesen wäre, dass sich dass Christentum in den 2000 Jahren seines Bestehens kein bißchen geändert hat:
    Das Recht auf Meinungsfreiheit gilt grundsätzlich nur für Christen. Abweichende Meinungen sind strengstens verboten. Da können die heutigen Atheisten nur froh sein, dass die Zeit der Scheiterhaufen vorbei ist.

  • 12. Peder  |  6.05.09 at 15:36

    Hallo Kurt Wolf,
    … da geht mir doch der Hut hoch: Mit “kein Gott” sind mal ganz sicher alle 7.000 Götter von Allah bis Zeus gemeint. Wir haben Ex-Muslime in unseren Reihen und stellen uns auf die Straße, um mit Leuten wie dir zu debattieren – von Feigheit kann also keine Rede sein. Tausende von Kleinspendern (reiche wie arme) haben uns von Herzen unterstützt. Aber interessant, dass du solche klammheimlichen Sympathien für den islamischen Fundmentalismus zu hegen scheinst.

  • 13. Andre  |  6.05.09 at 15:42

    @ Kurt Wolf
    Primitiv und intelektuell armselig sind lediglich Scheinargumente…wie deins. Allah ist, und das weiss nun mittlerweile jedes humanistisch-ethisch erzogene Kind, das arabische Wort für Gott. Warum also doppelt moppeln?! Herrlich, die stakkatoartige Empörung der Gläubigen und die daraus resultierende Flucht in emotionale Wut fern jedes normal-rationalen Bewußtseins ist Nahrung für alle Unterstützer dieser Kampagne.

  • 14. Haico  |  6.05.09 at 16:15

    Mein lieber Kurt Wolf,

    deine Aussage direkt zu der Meldung ist an religiöser Engstirnigkeit nicht mehr zu übertreffen. Ich danke Dir für das Statement, das nicht einmal das berühmteste “Lehrbuch” aller Zeiten besser hätte Formulieren können.

  • 15. Mari  |  6.05.09 at 16:56

    Ich finde es extrem schade, dass mit Gott und Jesus und Christen etc. an jeder Ecke geworben werden darf und dass eine Meinungsäußerung, die sogar noch abgeschwächt ist, so diskreminiert wird.

    Ich bin Bremerin. Und mir graut vor dem Kirchentag! Zwischenzeitlich hatte ich überlegt, eine Woche Urlaub zu machen, weil ich mich mit Schrecken an die letzte kirchlich geprägte Veranstaltung erinnert habe. Die Innenstadt wurde blockiert mit lautstarken Sing- und Hüpfkreisen, die öffentlichen Verkehrsmittel wurden ebenfalls mit Gesangsgruppen “beehrt”.
    Es war dermaßen grauenerregend, dass man diesen Leuten nicht mal aus dem Weg gehen konnte.
    Und jetzt beschweren sich hier Leute wegen einer simplen, abgeschwächten Meinungsäußerung auf Bussen?
    Das zeugt von Unsicherheit. Nichts weiter. Wenn man keine Argumente hat, einfach alles verbieten, was gegensätzlich sein könnte!

  • 16. AdmiralT  |  6.05.09 at 17:09

    Es ist Scheiße das alle eine Absage erteilten. Aber wieso fragt ihr nur bei Busunternehmen großer Stäte nach. Fragt doch mal bei Unternehmen kleinerer Städte nach. Klar es erreicht weniger Menschen, aber schon das würde eine posetive Wirkung erzielen.

  • 17. Morgenrot  |  6.05.09 at 17:50

    Es wäre für mich unvorstellbar, wenn in meiner Geburtsstadt Essen solche Busse herumkutschieren würden. Deshalb ergeht dann auch gleich ein Aufruf an meine Wohnstadt, ebenso von solchem idiotischen Treiben Abstand zu nehmen. Das Geld für solche hirnrissigen Werbekampgagnen sollte lieber in Projekte wie “Kindertafel e. V.” oder für “Noma-Kinder” in Afrika verwendet werden.
    Deshalb auch gleich ein Aufruf an alle Menschen guten Willens: Gebt Euer sauer verdientes Geld lieber seriösen sozialen Einrichtungen als das für eine unsinnige Hetzkampagne zu verschleudern!!!

    Danke!

  • 18. Morgenrot  |  6.05.09 at 17:52

    Halleluja!

    Gott lebt! und lässt sich auch von so einem Quatsch nicht totkriegen!

  • 19. kolibri  |  6.05.09 at 17:55

    @ Morgenrot
    Was mit dem Geld passiert und was seriös ist, bestimmst nicht du. Die Menschen sollen mit dem Geld tun, was auch immer für sie wichtig ist. Und wenn Christen ihr Geld verwenden, damit man christliche Werbung macht, dann können Atheisten ihr Geld verwenden um atheistische Werbung zu machen.

    Hetzkampagne? Kleiner Tipp: Nehme Duden in die Hand. Blättere auf Sektion H. Suche Wort Hetzkampagne. Lese den Text dazu. So, und jetzt darfst du das Wort auch benutzen.

    Und wenn du schon dabei bist. Geh auch gleich zu “I”, wie Intoleranz. Genau die verbreitest du nämlich, da du andere Meinungen nicht tolerierst.

  • 20. Ralf  |  6.05.09 at 18:00

    @Morgenrot

    Seht Ihr Christen lieber mal zu, dass Ihr Eure Bischöfe und die Ausbildung Eurer Priester selber bezahlt, anstatt das alles vom Staat und damit auch von den Steuergeldern der Ateisten bezahlen lassen.
    Wenn Ihr Eure ureigensten Kirchenangelegenheiten selber bezahlt, dann dürft Ihr Euch auch grne Gedanken darum machen, wofür Atheisten Ihr Geld ausgeben.

  • 21. AdmiralT  |  6.05.09 at 18:23

    eins wundert mich aber,
    euer Gott sei angeblich allwissend, allsehen, allmächtig, hat aber ein Problem mit Geld umzugehen. Ja das Problem ist so groß das die Milliarden die ihr ihm jedes Jahr und das seit Jahrhunderten in seinem Hintern pumpt nicht reichen, und er immer noch mehr und mehr braucht. Man das ist aber mal ein richtiger Fettarsch.

  • 22. Wursthammer  |  6.05.09 at 18:49

    Ich bin mir 100 prozent sicher, dass die “Gläubigen” in unserer Gesellschaft in der Minderheit sind. Die letzte gläubige Person die ich kannte war meine Oma und die ist 2007 mit 91 Jahren gestorben.
    Ich kenne persönlich in meinem Umfeld keinen einzigen Menschen, der wirklich an “Götter” glaubt.
    Wie kann es sein, dass eine Minderheit der Mehrheit sagt was sie zu tun und zu lassen hat?
    Zu der Absage mit der Werbung:
    Woher nehmen diese Sektierer( der einzige Unterschied zwischen einer Religion und einer Sekte ist die Anzahl der Mitglieder ;-) eigentlich eigentlich das Recht Druck auf Unternehmen auszuüben und somit die freie Meinungsäusserung zu behindern?

    Ich dachte wir hätten 2009 und das Mittelalter wäre vorbei.
    Üblerweise scheinen die Fehlgeleiteten auch noch immer das größte Sendungsbewusstsein zu haben.
    Ich sage nur: Jetzt erst recht!!!
    Werde eurem Verein mal ‘ne Spende zukommen lassen und wenn ihr denn in Münster seit mal in eurem Bus vorbeischauen. :-)

  • 23. Max Ludwig  |  6.05.09 at 19:12

    Ich will hier mal meine persönliche Meinung zur gesamten Aktion loswerden.

    Sauber, Leute, nur weiter so. :D

    Daumen hoch!

  • 24. Marie  |  6.05.09 at 19:30

    Diejenigen Kunden, die sich für die Rücknahme der Werbung eingesetzt haben, sollten sich für ihr kindisches, borniertes und intellektuell feiges Verhalten schämen. Anstatt unsere Aussage mit Argumenten zu widerlegen (meinetwegen auch auf Bussen), wollen sie jeder Diskussion aus dem Weg gehen – entweder, um ihre Illusion krampfhaft zu wahren, oder weil sie glauben, dass eine Gesellschaft, die öffentlich geäußerten Atheismus toleriert, den Zorn Gottes auf sich ziehen würde.

    Die Äußerung einer zumindest diskussionswürdigen und sachlich formulierten Meinung zu unterbinden, ist widerlich und sollte jeden Demokraten, egal ob gottgläubig oder nicht, speiübel werden lassen.

    Wer immer noch glaubt, Deutschland sei ein vergleichsweise säkuläres Land, dem wird der Verlauf der Buskampagne hoffentlich zu verstehen geben, dass politischer und gesellschaftlicher Handlungsbedarf besteht. Es wird Zeit, dass atheistische Organisationen professionelle Lobbyisten engagieren und Medienpräsenz aufbauen, und zwar so lange, bis es Laizismus nach französischem Vorbild gibt. Ich traue dabei der EU mehr Engagement zu als Deutschland.

  • 25. gute Idee  |  6.05.09 at 19:45

    Marie hat absolut recht mit dem was sie sagt.

    Es wird Zeit, dass wir eine professionelle Lobby bekommen. Wenn die Kampagne eins gezeigt hat, dann dass wir im Gegensatz zu den Christen keine Rechte haben und uns herumschupsen lassen muessen.

  • 26. Sticky  |  6.05.09 at 20:13

    Wie kann sich diese Gesellschaft als “offen” bezeichnen, wenn religiöse Fundamentalisten dieser ach so offenen Gesellschaft ungehindert ihr Weltbild aufdiktieren, und andere ungestraft unterdrücken kann?

    Die EVAG darf sich den Schuh des Duckmäusertums anziehen!

  • 27. Kleingeist  |  6.05.09 at 20:23

    Wer bezeichnet diese Gesellschaft als offen?
    Wir leben schließlich in einem christlich geprägten Land.
    In der Bibel steht jedenfalls nichts von Toleranz.

    [Ironie an]
    Fundamentalismus ist doch nur schlimm, wenn der Islam im Spiel ist.
    [Ironie aus]

  • 28. born2blog  |  6.05.09 at 20:59

    ich sag ja – t-shirt an… und ab in die öffentlichen… und zwar im “rudel” zeitgleich bundesweit… – ne kleiderordnung für das benutzen öffentlicher verkehrsmittel gibt es ja noch nicht!

  • 29. Manu  |  6.05.09 at 21:09

    Gebt nicht auf! Ich bin zuversichtlich, dass die Vernunft siegen wird!

  • 30. Evoluzzer  |  6.05.09 at 21:14

    @Manu

    Hast Du etwa all die Irren hierhergelockt?
    Wird die Meinung anderer jetzt totgeschrien?
    Eine geistige DoS-Attacke?

    Großartig.

  • 31. gute Idee  |  6.05.09 at 21:16

    >>Eine geistige DoS-Attacke?

    hehe, Evoluzzer bringt es wie immer auf den Punkt.

  • 32. Den Schwanz einziehen... &hellip  |  6.05.09 at 21:24

    [...] nicht mehr in Anspruch nehmen wollten”, wie die Verkehrsbetriebe über den Pressesprecher verlauten lassen. Die Argumentation finde ich persönlich etwas schwach. Wenn vereinzelte Kunden etwas dagegen haben [...]

  • 33. Amazone  |  6.05.09 at 21:27

    Ich glaube nicht, dass Manu DER Manu ist. Der hat sich doch wieder brav in seine kleine skurrile Welt zurückgezogen. :-D
    Aber irgendjemand muss die Buskampagne auf einem Christen/Bibel/Sonstwas-Forum verlinkt haben, sonst würden die hier nicht alles geist- und sinnlos zuspammen.

  • 34. Manu  |  6.05.09 at 21:29

    @Evoluzzer
    Ich finde die Bus-Aktion gut! Seit wann ist Religion vernünftig?

  • 35. gute Idee  |  6.05.09 at 21:35

    @Manu

    eine Verwechslung. Wir haben noch einen anderen Manu, der uns regelmaessig mit der Hoelle bedroht hat. Der kommt leider nicht mehr. :-(

  • 36. Evoluzzer  |  6.05.09 at 21:42

    @Manu

    Oh-oh. Fettnapf :-(

    Dann nimm’ bitte meine Entschuldigung an. In der Tat gab es hier vor nicht allzu langer Zeit einen sehr frommen Manu, der an sich eigentlich ganz nett war (jedenfalls netter als alle die Zombies, die heute hier eingeborchen sind), aber ein bisschen fundamentalistisch.

    Tut mir leid.

  • 37. Amazone  |  6.05.09 at 21:44

    Da ist das “Nest”: ;-)

  • 38. Amazone  |  6.05.09 at 21:44

    ups, Link verloren gegangen:

    http://meinungen.gmx.net/forum-gmx/post/5530456?sp=0

  • 39. egal karl  |  6.05.09 at 22:23

    Wenn man kurz überlegt kommt man drauf: nachdem die `Glaubenverbände` keine Einwände hatten kann das doch nur vorauseilender Gehorsam sein – Essen ist CDU regiert. Das reicht hier schon aus. Besonders in der Gemengelage vor einem möglichen Zusammenschluss verschiedener ÖPNVs.

    Anstatt sich als Impulsgeber einer guten Diskussion besonders vor dem Hintergrund Kulturhaputstadt 2010 zu profilieren macht man lieber einen bekloppten Hick Hack Rückzieher und stellt sich durch diesen Eiertanz als Stadt nicht nur ins Abseits , sondern macht mit diesem kläglich vergebenen 11 Meter klar: wir sind noch blöder als der Rest, der sofort abgesagt hat. Ich liebe diese Stadt!

    Zumindest zeigt das Zaudern, das es hier neben den Kriechern vor den christlichen Taliban auch noch Entscheider gibt die das genauso sehen. Leider nicht die Top-Entscheider.

  • 40. Myron  |  7.05.09 at 03:49

    Deutschland im Jahre 2009! Man mag es nicht glauben!
    Mich würde brennend interessieren, wie viele Leute sich tatsächlich “massiv” über die geplante Atheismus-Werbung bei den Essener Verkehrsbetrieben beschwert haben. Es ist von “einzelnen Kunden” die Rede, also keineswegs von einem Massenprotest.
    An diesem traurigen Beispiel zeigt sich erneut, dass wir Atheisten in Deutschland nach wie vor wie Bürger zweiter Klasse behandelt werden. Das dürfen wir uns nicht länger schweigend gefallen lassen!

  • 41. Myron  |  7.05.09 at 03:52

    “Interessant ist dabei, dass sich der EVAG-Pressesprecher Hoffmann vorher bei verschiedenen umliegenden Gemeinden (auch der jüdischen und muslimischen) erkundigt hatte, ob es dort Bedenken gegen die Kampagne gäbe.”

    Die Verkehrsbetriebe haben natürlich vor der Schaltung von religiöser Werbung uns Atheisten gefragt, ob uns das recht sei … :-(

  • 42. Andreas Fecke  |  7.05.09 at 06:58

    Der konservative deutsche Kleingeist mit seinem maßlosen Bedürfnis nach Sicherheit, Geborgenheit und Ordnungsrahmen hat drei Jahrzehnte von Veränderungen in den Lebenseinstellungen in aufgeklärten aber letztlich subkulturellen , akademischen Bevölkerungsgruppen zweier Generationen erfolgreich überwintert. Homosexuelle oder alleinerziehende Mütter, das nimmt man noch hin, stellen sie einen selber doch nicht in Frage wie diese Buskampagne es tut. Innen drin ist unsere Gesellschaft noch lange nicht so frei und demokratisch wie sie sich gerne darstellt, und sie wird zunehmend mutloser. Von Willy Brandts Aufruf “Mehr Demokratie wagen” ist das Wort “Demokratie” übriggeblieben, das Wort “wagen” ist weg – die Wahlen in diesem Jahr werden es zeigen.

  • 43. Kleingeist  |  7.05.09 at 09:55

    “Der konservative deutsche Kleingeist mit seinem maßlosen Bedürfnis nach Sicherheit, Geborgenheit und Ordnungsrahmen (…)”
    Also ich bin jedenfalls nicht der, von dem du redest! ;)

    Aber Spaß bei Seite.
    Volle Zustimmung von meiner Seite.
    Wir müssen uns mehr trauen und lauter werden.

  • 44. Peder  |  7.05.09 at 17:51

    Wir haben heute diesen Brief an die EVAG geschrieben:

    Liebe Frau W.,
    lieber Herr Hoffmann und Herr Frei,

    wir haben ja gestern erfahren müssen, dass unsere Motive bei der EVAG nachträglich abgelehnt worden sind. Darüber waren wir und viele unserer mittlerweile über 1.400 Spender ehrlich enttäuscht.

    Es tut uns leid, dass Sie sich offenbar unbewusst zwischen zwei Stühle gesetzt haben. Der Zweck eines Verkehrsunternehmens kann nicht sein, sich für oder gegen eine gesellschaftliche Gruppe zu positionieren. Gerade deshalb wäre es im Sinne der EVAG sinnvoll gewesen, die erfrischend klare Linie der Neutralität beizubehalten. Das hätte Sie – viele unserer Zuschriften zeigen dies – positiv abgehoben gegenüber anderen Betrieben; weltoffen und tolerant sind die dafür üblichen Vokabeln.

    Die bei Ihnen eingegangenen Beschwerden halten wir für ein gezieltes Kalkül einer recht kleinen Minderheit, die offenbar unsere Kampagne aufmerksam beobachtet, um sich dann möglichst effektvoll darüber zu empören – damit war zu rechnen. Die wirtschaftliche Einbuße hätte gegen Null tendiert und ebenso könnten sich jetzt Leute über die Diskriminierung unserer Werbung beschweren.

    Nicht zuletzt haben sich viele Verkehrsbetriebe mit der Ablehnung unserer Werbung auf juristisches Glatteis begeben.

    So müssen wir es dabei belassen, uns für Ihre grundsätzliche Bereitschaft zu bedanken, sich ein Stück weit für unsere Werbung einzusetzen. Sie haben sich die Entscheidung nicht leicht gemacht und spiegeln damit eine Fragestellung, die sich derzeit quer durch die Gesellschaft zieht: “Wie hälst du es mit der Aufklärung?”

    Mit freundlichen Grüßen
    buskampagne.de

  • 45. Thomas R.  |  7.05.09 at 18:17

    Wenn die Verkehrsbetriebe mit Umsatzeinbußen rechnen, wenn sie unsere Werbung schalten, sollten wir mit dem Slogan:

    Gottlos Günstig

    auf der Deutschlandtour die Route in den Städten so legen, dass möglichst viele Menschen gratis von Punkt A nach Punkt B transportiert werden. Der Start- und Zielpunkt sollten natürlich schon markant sein. Hbf/City oder so…
    Dies wird inkl. der Route kurz vorab in der örtlichen Presse angekündigt. Ich bin mir sicher, dass es auch angenommen wird. Auch wenn viele ne Monatskarte haben.
    Wenns da rechtlich keine Probleme gibt, fände ich das durchaus angebracht.

  • 46. Rüdiger von Gizycki  |  7.05.09 at 18:56

    Also: Nach Wikipedia:
    “Als Religion bezeichnet man eine Vielzahl unterschiedlicher kultureller Phänomene, die menschliches Verhalten, Handeln und Denken prägen und Wertvorstellungen normativ beeinflussen. Es gibt keine wissenschaftlich allgemein anerkannte Definition des Begriffs Religion.”

    Deshalb muß ich schon fragen, warum Religion Mist sein soll? Danach kann ich religiös sein und trotzdem nicht an einen Gott oder an Götter Glauben. Und glauben tut jeder Mensch etwas, Ohne Glauben geht es nicht. Nur das was man glaubt, das sollte vernünftigerweise auch glaubwürdig sein. Albert Einstein oder der amerikanische nicht mehr lebende Wissenschaftler Carl Sagan (und viele andere Dichter und Denker) sind mir da sehr sympatisch und mögen als Beispiele herhalten.
    Was mich angeht, so gehöre ich zu der Spezies von Menschen die atheistisch religös sind und unterstütze trotzdem diese Aktion, die ich absolut richtig und vor allem endlich an der Zeit finde.

  • 47. Marcel  |  7.05.09 at 18:59

    Finde es ja wirklich interessant zu sehen in was für einer “freien” Gesellschaft wir wirklich leben. Damit scheint es ja nicht weit her zu sein. Sollte ich jemals in meiner Heimatstadt eine nicht neutrale Werbung bei den Verkehrsbetrieben entdecken (z.B. für einen Kirchentag) bin ich jedenfalls schneller beim Anwalt als jemand Amen sagen kann.

  • 48. Fiona Lorenz  |  7.05.09 at 19:04

    Essener Verkehrs-AG wirbt nicht für http://www.buskampagne.de

    Das verletzt meine Weltanschauung! Wenn Sie Werbung für religiöse Vereinigungen zulassen und eine harmlose Nachricht Nicht-Religiöser nicht zulassen, verletzen Sie die Meinungsfreiheit in unserem Lande – eine Meinung, die weit über 30% der Bevölkerung teilen.

    Es grüßt
    Fiona Lorenz

    Diese Nachricht habe ich an die EVAG und an die BVG geschickt. Wir sollten uns bei den Verkehrsbetrieben beschweren und ihnen klarmachen, dass sie unsere Meinungsfreiheit verletzen!

  • 49. me  |  7.05.09 at 21:02

    “hat zu massiven Beschwerden einzelner Kunden geführt, die sich in ihrer Weltanschauung gekränkt fühlen und deshalb die Dienstleistung der EVAG zukünftig nicht mehr in Anspruch nehmen wollten”

    Denen werde ich auch mal schreiben. Wenn die nen Rückzieher machen, will ICH die Dienstleistung in Zukunft auch nicht mehr in Anspruch nehmen.

  • 50. Marvin Krenzek  |  8.05.09 at 13:07

    Ich glaub die Evag hat jetzt ein Gewaltiges Probelm.

    Ich finde, die sollen die Banner 3 Monate draufmachen und fertig.

    Ich kann mir nicht vorstellen was passieren soll.
    Kündigen kann man nur jährlich und was sollen die ohne Evag machen wenn die Kein Auto haben? Zu fuß gehen?.
    Ich glaube bei der Evag stimmt was nicht.

  • 51. Manu  |  8.05.09 at 16:38

    @Rüdiger
    So beliebig ist der Religionsbegriff nicht. Er bezieht sich eigentlich schon ausschließlich auf transzentrale und nicht realitätsbezogene Phänomene.
    Hin und wieder wird er auch negativ verwendet für Ideologien, die den Religionen sehr ähnlich sind, aber auch nur, wenn kein Zweifel existiert. Menschen, die ihre Weltanschauung rational argumentieren, sprich selbst denken, sind für mich nicht religiös. Das gilt für mich zumindest auch für Christen und Moslems, die an ihren Glaubensinhalten zweifeln.
    Ich würde mich als areigiös bzw. generell ungläubig bezeichnen.
    Ich halte ausschließlich Menschen, die zweifeln und selbst denken, für vernünftig unabhängig von ihrer kulturellen Zugehörigkeit.
    Ich mag es zwar nicht ausschließen, aber die meisten Atheisten bzw. Agnostiker sind eben durch Zweifel und rationaler Überlegung zu ihren Ansichten gekommen (und nicht über Autoritäten oder “heilige” Schriften). Deswegen kann man hier grundsätzlich nicht von Religion oder (wahrscheinlich korrekter) Pseudo-Religion sprechen.

    Ich finds leider etwas schade, dass dieser Spruch auf den Werbebannern bei manchen Menschen falsch rüberkommt und die Intension nicht verstehen.
    Ich unterstüzte ja diese Kampagne sehr, aber ich glaube man hätte mehr Zustimmung, wenn man die Betonung mehr auf den Zweifel und die Vernunft legt und sich gegen Fundamentalismus wendet. Ich kenne gläubige Christen, die diese Kampagne dann unterstützen würden.
    Ich denke, dass das Problem daran liegt, dass viele Menschen unabhängig davon, ob sie gläubig sind oder nicht, etwas Positives mit Gott assoziieren unabhängig davon wie äußerst unwahrscheinlich die Existenz ist.
    Die Intension sollte sich natürlich nicht ändern, aber ich denke man sollte sich einen geeigneteren Nenner suchen.

  • 52. cbuffner  |  8.05.09 at 16:56

    Manu? Bist Du’s? Haben wir Dich bekehrt?

    Schreck! Jetzt habe ich für einen Moment befürchtet, der berühmt-berüchtigte Manu aus dem “Gibt’s Gott”-Thread nebenan sei wieder aufgetaucht.

    Allerdings würde der etwas fundamentalchristlicher argumentieren…

    Bitte gib Dir einen anderen Namen, sonst wirst Du hier einige Leute echt schockieren!

  • 53. Manu  |  8.05.09 at 17:11

    Was ich damit sagen möchte ist… Heiligt der Zweck nicht die Mittel? Ich kenne unterschiedliche Christen und ich finde Menschen, die Gott dafür verwenden Gutes zu tun und sich selbst Mut zu machen, gut. Das können und sollen natürlich nicht alle. Für mich ist das auch nichts… Ich finde Menschen durchaus gut, denen der Glaube an Gott einfach Kraft gibt und sonst ausschließlich von der Vernunft geleitet sind.
    Ich kenne Christen, die sind von den Humanisten nicht zu unterscheiden und es gibt Christen, die sind eben fanatisch und diskriminieren Homosexuelle und emanzipierte Frauen. Man muss aber auch sagen, dass es eben auch emanzipierte Frauen und Homosexuelle sind, die oft religiös sind und an Gott glauben.
    Das zeigt für mich, dass das Problem eben nicht an Gott scheitert, sondern an der eventuellen mangelnden Vernunft des Gläubigen.
    Natürlich ist Glaube nicht wirklich rational nachzuvollziehen, aber nochmal zur Anfangsfrage… Heiligt der Zweck (gutes Handeln, sich selbst Mut machen) nicht die Mittel (äußerst unwahrscheinlicher Gott)?
    Ich kann also durchaus verstehen, dass Menschen, die mit ihrem Glauben ausschließlich Gutes tun und worin sich keiner gestört fühlen muss, sich in dieser Kampagne gekränkt fühlen. Für mich (auch wenn ich es gut finde) ist die Kampagne zu undifferenziert. Also ich denke man kränkt damit auch Menschen, die nicht verdient haben gekränkt zu werden, weil sie sich von Humanisten so gut wie nicht unterscheiden.

  • 54. Luecke  |  8.05.09 at 17:13

    Ich bin nicht dieser Manu… Ich nenne mich dann Luecke ok?

    also:
    Luecke = Manu

  • 55. Ruadi  |  9.05.09 at 13:23

    Manomann.
    Ausgerechnet Essen.
    Die scheinens ja echt nötig zu haben.
    Wie wäre es, wenn man gerade dort jetzt rund 10-20 taxis mit Werbebannern ausstattet?

  • 56. Sascha E  |  10.05.09 at 21:05

    Pfui!Ich schäme mich für meine Heimatstadt und dacht immer das Ruhrgebiet sei weitestgehend frei von diesen Sektierern und Himmelkaspern…naja einen Teil meiner monatlich wunderbar eingesparten Kirchensteuer (seit ich den Mumpitz-Verein endlich verlassen habe) geht an Euch…weiter so und nicht unterkriegen lassen…die Freiheit wird siegen!Die Tage der Kirche sind gezählt…sie können uns nicht mehr zwingen..haha

  • 57. Manfredinblack  |  11.05.09 at 07:03

    Die Niag nimmt anscheinend Werbung in ihren Bussen von einer freikirchlichen Gemeinschaft an. Ob die auch die Buskampagne machen würden? http://www.niag-online.de/333-0-werbung-aufin-niag-bussen.html

    Ich fühle mich in meiner moralischen und ethischen Weltanschauung beleidigt durch diese Werbung für einen gewissen Jesus….

  • 58. Connina  |  11.05.09 at 12:21

    Also wenn ich mir die Beiträge hier durchlese, zweifle ich ein bisschen an dem geistigen Zustand einiger Menschen hier. Ich komme aus Essen und “religiöse Werbung” in Bussen oder Bahnen ist mir hier noch nie aufgefallen und hat damit auch nicht unterbewusst dafür gesorgt, dass ich spontan zur radikalen Gläubigen mutiert bin. Tatsache ist: Auf keinem unserer Busse steht eine Werbung in der von dieser Kampagne beabsichtigten Größe auf der es heißt: “Es gibt einen Gott! Bereut, ihr Sünder” oder so ähnlich.
    Fundamentale Atheisten kann ich genauso wenig ernst nehmen wie fundamentale Gläubige. Ich als Agnostikerin (ursprünglich katholisch erzogen) gründe ja auch keine “Kampagne” mit einem Slogan wie: “Also vielleicht gibt es Gott. Vielleicht auch nicht. Und selbst wenn, können wirs eh nie beweisen.”

    Glauben ( und auch der Atheismus ist ein Glaube) ist nunmal ein Thema was die Leute viel zu ernst nehmen und über das man nur streiten kann. Sucht euch doch bitte eine andere Beschäftigung, ja?

  • 59. Evil  |  11.05.09 at 12:33

    @Connina
    Und wenn der Glauben die Rolle hätte, die ihm in einer säkuleren Gesellschaft zusteht (Sprich: rein im Privaten) könnten wir uns auch eine andere Beschäftigung suchen. Aber solange der Glauben in der Öffentlichkeit viel und vorallem negativen Einfluss hat (man denke an Bischoff Mixa, aber auch an Initativen wie eben ProReli) bleibe ich doch bei dieser Beschäftigung, die mir durchaus vernünftig erscheint.

  • 60. Amazone  |  11.05.09 at 13:52

    @Corinna:
    Zum 100. Mal: Atheismus ist KEIN Glaube.
    Ich glaube an den Osterhasen. Du, Corinna, glaubst nicht an den Osterhasen. Also glauben wir beide???
    Sucht euch doch bitte eine andere Beschäftigung, ja?
    Nein, tun wir nicht. Wir finden es nämlich nicht richtig, dass “Glaube” (noch) ernst genommen wird.

  • 61. Ralf4Jesus  |  11.05.09 at 17:13

    Ihr schreibt:
    Derzeit prüft ein Anwalt, ob das Einlegen von Rechtsmittel gegen die Ablehnung unserer Werbemotive in einem exemplarischen Fall aussichtsreich ist.

    Tja, soviel zum Thema Toleranz. Es gibt sowas wie “Vertragsfreiheit” in der deutschen Rechtsordnung, d.h. grundsätzlich ist niemand verpflichtet mit irgendjemanden einen Vertrag einzugehen. Also widerspricht bereits das Nachdenken über das Einreichen einer Klage gegen die Nichtannahme eures Werbevertrages dem Toleranzgedanken.

    Ich toleriere übrigens, dass ihr diese Busstour machen wollt. Dabei wünsche ich euch viel Spass und ganz viele neue Erkenntnisse über den Ursprung der Welt.

    Ich bin für meinen Teil überzeugt, dass Jesus Christus für mich (und jeden anderen) am Kreuz gestorben ist, um uns den Weg zum ewigen Leben freizumachen. … Ob ihr das glaubt oder nicht, ist und bleibt eure Entscheidung.

  • 62. Connina  |  11.05.09 at 17:25

    Ich verstehe, dass ihr euch von den Aussagen und dem Verhalten einiger religiöser Gruppen provoziert fühlt, aber muss man deshalb zu denselben Mitteln greifen? Dadurch gewinnt man nicht unbedingt Sympathie, tut mir leid.

    @Amazone: Du kannst es gerne auch noch 101 Mal sagen aber für mich ist Atheismus ganz eindeutig ein Glaube.

    Mich persönlich hätte eure Aktion nicht gestört (die englische Variante davon habe ich live erlebt und fand sie bemerkenswert und lustig) aber was hier einige Leute vom Stapel lassen hat nichts mit der Toleranz zu tun für die ich die Atheisten aus meinem Umfeld bewundere. Das ist teilweise nur kranker Fanatismus (und der entsteht meistens wenn GLAUBE im Spiel ist) und damit meine ich nun wirklich nicht alle Beiträge hier.

  • 63. Olli  |  11.05.09 at 17:25

    @Corinna, @Amazone:
    Das Problem ist, dass der Begriff “Glaube” von verschiedenen Menschen in verschiedenen Bedeutungen verwendet wird. Dadurch kommt es natürlich leicht zu Missverständnissen, wie wohl auch in diesem Fall. Ob man Atheismus als Glaube bezeichnen kann oder nicht, ist Definitionssache. Es ist natürlich kein Glaube im religiösen Sinn.
    Ich würde mich ebenfalls als Agnostiker bezeichnen, und meine persönliche Ansicht ist, dass bezüglich der Existenz eines wie auch immer gearteten Gottes oder Schöpfers keinerlei handfeste Tatsachen existieren (um mal das abgedroschene Wort “Beweise” zu vermeiden). Demzufolge kann man nichts darüber wissen. Und wo es kein Wissen gibt, kann es nur Glauben geben, sei es dafür oder dagegen.
    Aber das ist selbstverständlich reine Ansichtssache. Das kann jeder so sehen, wie er mag.

  • 64. Olli  |  11.05.09 at 17:40

    @Ralf4Jesus: Die Vertragsfreiheit gibt es zwar, aber sie wiegt nicht stärker als der Antidiskriminierungsgrundsatz, der im Grundgesetz verankert ist.

    Ich bin für meinen Teil davon überzeugt, dass vor rund 2000 Jahren ein Mann namens Jesus an ein Kreuz genagelt wurde (neben etlichen anderen Männern), weil er entweder großes Pech hatte, oder weil er sich ziemlich blöd angestellt hat. Er starb dann durch Blutvergiftung, Dehydration, Hitzschlag oder was auch immer man erleidet, wenn einem rostige Nägel durch die Gliedmaßen getrieben werden und man einige Tage so in der Sonne herumhängt. Als abschreckendes Beispiel hat diese Art von Hinrichtung wohl etwa dieselbe (oder noch bessere) Wirkung wie das Hängen am Galgen. Was das Ganze mit ewigem Leben zu tun haben soll, ist mir unklar, aber wenn einem ein ewiges (oder auch nur sehr langes) Leben versprochen wird, sind offenbar viele dazu bereit, ihren gesunden Menschenverstand auszuschalten und alles zu glauben, was man ihnen erzählt. Nunja, sei’s drum.

  • 65. AdmiralT  |  11.05.09 at 17:47

    Jesus ist eine erfundene Figur gebauso wie Rotkäpchen, aber das wurde zu genüge schon diskutiert, also bitte nicht noch hier!

  • 66. Olli  |  11.05.09 at 18:00

    Rotkäppchen hat tatsächlich existiert, genau wie der Klabautermann und Siegfried der Drachentöter. Aber das wurde ja auch schon zur Genüge diskutiert …

  • 67. AdmiralT  |  11.05.09 at 18:03

    Drachen?

  • 68. Olli  |  11.05.09 at 18:08

    Drachen. Du weißt schon. Diese Viecher, die Feuer speien und Jungfrauen entführen und so.

  • 69. AdmiralT  |  11.05.09 at 18:12

    Und den Weihnachtsmann gibt es wohl auch noch.
    Absoluter blödsinn was du hier verbreitest

  • 70. Timmi  |  11.05.09 at 18:44

    @61 Connina – wenn du den Eindruck hast, dass die deutsche Buskampagne weniger fröhlich und unbeschwert daherkommt, als die englische, liegt es m.E. am ehesten daran, dass die Kollegen in UK weniger öffentliche Zensur ertragen mussten. Vergleichbare Diskussionen zwischen Gläubigen und Atheisten gab’s aber auch dort. Das ist ja auch eins der Ziele der Kampagne.

  • 71. Ralf  |  11.05.09 at 22:23

    @57. Connina

    Wenn der Glaube etwas so ernstes ist, dann sollen die Gläubigen ihn bitte auch so ernst nehmen, dass sie die damit verbundenen Kosten selber tragen.

    So lange die Ausbildung von Priestern, das Gehalt von Bischöfen etc. auch von meinen Steuerabgaben bezahlt wird, ist es mein Recht etwas dagegen zu sagen.
    Und so lange ich an jeder Straßenecke von “Jesus-liebt-Dich”-Plakaten belästigt werde, ist religiösen Menschen auch der Anblick der Buskampagne zuzumuten.

  • 72. Jonathan  |  12.05.09 at 09:52

    Vielleicht sollte man einen Boykottaufruf gegen die Essener Verkehrsbetriebe starten.

    Dann haben sie auch ohne die Werbung Umsatzeinbußen.

  • 73. Jonathan  |  12.05.09 at 09:55

    Im übrigen bin ich der Meinung, daß man die Samthandschuhe jetzt langsam ausziehen sollteu und zumindest gegen die Verkehrsbetriebe klagen sollte, die weiterhin religöse Werbung zulassen.

  • 74. Kleingeist  |  12.05.09 at 12:54

    “Im übrigen bin ich der Meinung, daß man die Samthandschuhe jetzt langsam ausziehen sollte”
    Amen.

  • 75. bernhard  |  13.05.09 at 05:24

    ich denke der ganze ansatz hier geht in die falsche richtung:

    anstatt dafuer zu kaempfen atheistische werbung zu schalten, sollte man diese absagen hauptsaechlich dazu benutzen christliche/ fundamentalistische werbung zu verhindern.

    nehmt die absagen als geschenk. es ist die beste waffe gegen die offensichtliche diskriminierung anderst- oder nichtglaeubiger.

    auch den rechtsweg wuerde ich definitiv pruefen.

    sonst: lasst euch nicht unterkriegen, die diskussion ist schon lange notwendig!

    viele gruesse aus singapur!

  • 76. Mr. Shakar  |  13.05.09 at 10:16

    Ich finde, eure säkulare Bewegung hat das gleiche Anrecht auf sich aufmerksam zu machen wie jede andere, insbesondere religiöse Organisation/Bewegung auch. Ich sehe die Buskampagne als eine Bereicherung, mit ihren vorsichtig und harmlos formulierten Spruchbannern auch eine visuelle Bereicherung des Alltags. Viel wichtiger finde ich aber den pädagogischen Effekt einer solchen Aktion.
    Ich habe auf meinem Blog einen Beitrag dazu verfasst, da die ganze Aufregung über diese Sache auch mir unverständlich ist.
    http://mrshakar.wordpress.com/2009/05/11/buskampagne/

  • 77. Markus  |  13.05.09 at 11:13

    Vielleicht sollte man diese Verkehrsbetriebe, die sich, angeblich, zur “weltanschauliche Neutralität” verpflichten fühlen, ein wenig unter Beobachtung halten. Verstöße könnten in eine Art WatchBlog veröffentlicht werden. Wenn man dieses Blog ins Bewußtsein einer breiten Öffentlichkeit bugsieren kann, könnte man sich den Rechtsweg wahrscheinlich sparen.
    Viele Menschen haben überhaupt keine Ahnung welche Macht die christlichen Gotteskrieger noch im öffentlichen Raum ausüben können.

  • 78. Manfredinblack  |  14.05.09 at 12:45

    Die WAZ hat heute einen Artikel gebracht:

    http://www.derwesten.de/nachrichten/staedte/essen/2009/5/13/news-119699065/detail.html

    Zitat>: “„Uns ist schon gedroht worden: Wir bewerfen Euren Bus mit Sch…” , so ein Sprecher der EVAG. Zudem wurde mit Boykott der Busse gedroht. Die EVAG denkt derweil darüber nach, ob man in Zukunft überhaupt noch religiöse oder weltanschauliche Werbung annehmen solle. „Es geht nur ganz oder gar nicht”, so Olaf Frei, Sprecher der EVAG zur WAZ. Bislang habe man in Bussen und Bahnen regelmäßig christliche Botschaften verbreitet. „Aber von den Atheisten hat sich ja auch nie jemand beschwert.”

    Ja, da ist sie wieder, die religiöse Toleranz….

  • 79. Olli  |  14.05.09 at 16:25

    @AdmiralT: Klar gibt’s den Weihnachtsmann.

    PS: Schonmal was von Ironie gehört? Du glaubst das alles wohl nicht ernsthaft, oder?

  • 80. AdmiralT  |  14.05.09 at 16:57

    @ olli
    das nennt man “zum Witz stehen”

  • 81. Edwing  |  15.05.09 at 03:08

    Anhand solcher Vorgänge wird klar, dass die mittelalterlichen Städte mit ihren Fachwerkhäusern und schmalen kopfsteingepflasterten Gassen -pittoresk, aber auch undurchsichtig und mitunter einengend – auch in der Gesellschaft fortexistieren.

    Viele andere Länder sind in diesem übertragenen Sinn eben weniger mittelalterlich. (Siehe auch z.B. die “drei Stände”, die sich in Deutschland in den drei Schultypen widerspiegeln, die ja auch nicht totzukriegen sind, obwohl die Hauptschüler bestimmt nix davon haben)

    Dass die “Zensur” in diesem Fall gar nicht von den Kirchen kommt sondern den angedachten Werbeträgern, deutet auf das Fortexistieren von vorauseilendem Gehorsam und Duckmäusertum, gepaart mit Profitinteresse – eine Mischung, die gerade hierzulande noch unrühmlich aus der ersten Hälfte des 20. Jhds. in Erinnerung ist.

    @ralf: In Gesamtdeutschland sind Areligiöse, wie auch weltweit, in der deutlichen Minderzahl. Daher macht es für die Verkehrsbetriebe ökonomisch Sinn sich nach den Wünschen der größten Gruppe von potenziellen Fahrgästen zu richten. Du wirst auch nicht in einem islamischen Land lange eine Kampagne gegen die Diskriminierung von z.B. Christen durchhalten, wenn die dortige Mehrheitsbevölkerung dagegen ist und deinen Werbeträger erpresst.

  • 82. Ralf  |  15.05.09 at 20:17

    @Edwing

    Reden Sie hier doch keinen Müll. Die Anzahl der religionsfreien Menschen gegenüber denen, die sich noch offizielle einer Religion zugehörig fühlen ist absolut irrelevant, den bei den meisten religiösen Menschen ist der Glaube so gering ausgeprägt, dass denen die Buskampagne einfach nur egal ist. Für die Busbetriebe könnte hier nur die Anzahl der fundamentalistischen Christen interessant sein, die nur wg. so einer Werbung wirklich vom Bus auf andere Verkehrsmittel wechseln würden. Und das ist eine absolute Minderheit. Die Kirchenfürsten in Essen wurde doch selber gefragt und die hatten nichts dagegen.
    Die Verkehrsbetriebe kuschen hier also vor einer Minderheit fundamentalistischer Christen – einfach nur erbärmlich.
    Genau so erbärmlich wie jede Pseudoargument, dass auf dem Vergleich eines islamischen Gottesstaates mit einem demokratischen westlichen Land hinausläuft. Die verfassungsmäßige Stellung der Religionen ist in diesen beiden Staaten derart unterschiedlich, dass ein solcher Vergleich von vorne herein zum Scheitern verurteilt ist. Aber mir ist schon klar, dass Ihr Christenfundamentalisten Euer erbärmliches Christentum hier in Deutschland gerne in der selben Situation sehen würdet, wie den islam in den islamischen Ländern.

    Aber Ihr lächerlichen Christen merkt gar nicht, wie Ihr Euch mit der Ablehnung der Buskampagne selber ins Knie schießt. Hättet Ihr das ganze einfach laufen lassen, hätte die Öffentlichkeit fast keine Notiz davon genommen. Euer Protest gegen die Kampagne hat der Aktion bereits jetzt eine größere Aufmerksamkeit und damit einen größeren Erfolg beschert, als für das eingeplante Budget jemals möglich gewesen wäre.
    An dieser Stelle meinen herzlichen Dank an alle kleinen Christenschafe :-)

  • 83. Fundie-TV « Die Wel&hellip  |  19.05.09 at 18:41

    [...] für alle, die es noch nicht wissen: Auch in Essen darf die teuflische Antichristenatheistenwerbung nun doch nicht auf Bussen angebracht …. Wir sagen: In öffentlichen Bereichen ist nur Platz für unsere Propaganda Gott! Ein Halleluja [...]

  • 84. heuchler  |  19.05.09 at 19:58

    Ist es nicht wirklich erschreckend, und zugleich offenbarend, wieviel Angst diese Menschen vor einer völlig ungefährlichen und total friedlichen Meinung zur obrigkeitsbefreiten “Weltanschauung” haben?
    Wann wird endlich in den Schulen die Wahrheit über die Religionen gelehrt? Wieso ist sooooviel unbekannt, wieso denken die meisten Menschen immernoch, dass die Kirche etwas rein gutes und ein völlig harmloses liebes Schaaf ist?
    Die Toleranz hat ein Ende, wo die Einschränkung der Freiheit anfängt. Es ist soweit, packen wir`s an und führen es zu Ende!

  • 85. Ursula  |  30.05.09 at 23:19

    @64 Olli, Du kannst natürlich den Ralf und uns überhaupt mit Spott überziehen. Und vor allem alles falsch verstehen. Ich möchte da nicht so drauf eingehen. Du brauchst nur die Evangelien zu lesen, um schon mal die Fakten über eine Kreuzigung klar zu machen. Vor allem: Jesus ist zwar gestorben, kam auch in ein Grab, wurde super gut bewacht von der Staatsmacht. Aber: Er ist auferstanden. Das haben nicht mal seine Anhänger geglaubt, da brauchte es schon Überzeugungsarbeit vom Auferstandenen. Natürlich ist das eine Botschaft, da haben schon vor 2000 Jahren die Athener gelacht. Aber das macht nichts, wenn Du und andere heute immer noch darüber lachen. Eine Tatsache hängt nicht vom Glauben ab. Wünsche dir alles Gute und vor allem Offenheit für die Tatsachen des Lebens.

  • 86. Ursula  |  1.06.09 at 14:21

    @Fundi-TV (83) jeder darf hier seine Meinung sagen. Finde es allerdings oberfies, wenn hier jemand so tut, als würde er die Meinung von Christen rüberbringen, nur um sie in ein schlechtes Licht zu stellen. Funktioniert aber nicht.

  • 87. martin  |  2.06.09 at 12:54

    und ich war so zufrieden dass das verkehrsunternehmen meiner heimatstadt sich so weltoffen zeigt. in spezieller hinsicht im vergleich zu den unternehmen der anderen städte. nun ja, bin sowieso begeisterter fahrradfahrer ;-)

  • 88. Lastactionseo&hellip  |  26.09.10 at 23:02

    Lastactionseo…

    Vielen Dank für das freischalten des Kommentars….

  • 89. XXX Tube  |  10.12.10 at 01:31

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